Forum: Panorama
Havariertes AKW Fukushima I: Regierung bestreitet direkte Gesundheitsgefahr

Die Arbeiter am Atomkraftwerk Fukushima I kämpfen verzweifelt darum, die havarierten Anlagen zu kühlen - bislang meist erfolglos.*Laut der japanischen Regierung besteht durch die Radioaktivität außerhalb eines Umkreises von 20 Kilometern aber keine unmittelbare Gesundheitsgefahr.

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nichtWeich 16.03.2011, 14:27
10. Titel

Zitat von gutefisch
Wahrscheinlich stimmte es, das es im Umkreis von 20 KM auch in Zukunft keine malariakranke geben wird!
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,0000000001 werden Sie in den nächsten 10 Jahren an Lungenkrebs erkranken.

Und das liegt nicht daran dass in Japan ein AKW brennt. Sondern daran, dass das Leben nicht ohne Risiko ist.

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maumi. 16.03.2011, 14:29
11.

Zitat von Gebetsmühle
das wäre doch DIE gelegenheit für die verantwortlichen manager und techniker und politiker ihre ehre wieder herzustellen. das geht nur mit einem sebuku in der japanischen tradition. ich erwarte das von einem samurai.
Würden sie sich vom technischen Direktor einer Klinik lebensnotwendig operieren lassen, nur weil sie meinen, er hätte Schuld an einer vorher misslungenen Operation?

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random42 16.03.2011, 14:34
12. super

Endlich werden die Wasserwerfer gegen Atomkraft und nicht gegen Atomkraftgegner eingesetzt ;)

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SOffiKi 16.03.2011, 14:34
13. Tod auf Raten.

Zitat von gutefisch
Wahrscheinlich stimmte es, das es im Umkreis von 20 KM auch in Zukunft keine malariakranke geben wird!
Das hängt ja viel davon ab, wo die Betroffenen vorher waren. Man muss aber genau lesen. Es gibt keine UNMITTELBARE Gefahr. Weniger höflich ausgedrückt: Sie sterben dort nicht sofort, nur weil Sie dort sind, sondern erst 5 oder 6 Jahre später.

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Gebetsmühle 16.03.2011, 14:38
14. an die arbeit!

Zitat von maumi.
Würden sie sich vom technischen Direktor einer Klinik lebensnotwendig operieren lassen, nur weil sie meinen, er hätte Schuld an einer vorher misslungenen Operation?
es geht nicht darum, komplizierte operationen durchzuführen, sondern darum hier und da mal ein knöpfchen zu drücken, einen regler zu schieben und einen monitor zu überwachen. auch dass sie einen besen und eine schaufel in die hand nehmen können, sollte man von diesen leuten erwarten dürfen. sie haben nix andres verdient. wieso sollte man unschuldige opfern, wenn die schuldigen noch nichts zur problemlösung und zur schadensbeseitigung beigetragen haben?

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Geziefer 16.03.2011, 14:41
15. Loslassen

Zitat von nichtWeich
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,0000000001 werden Sie in den nächsten 10 Jahren an Lungenkrebs erkranken. Und das liegt nicht daran dass in Japan ein AKW brennt. Sondern daran, dass das Leben nicht ohne Risiko ist.
Nehmen Sie mal den Finger von der Null-Taste...

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akoppel 16.03.2011, 14:45
16. Aus der Luft ferngesteuert löschen

Ich sehe ein, dass die Kühlung per Hubschrauber für die Besatzungen zu gefährlich ist, warum jedoch sollte es weniger gefährlich sein, vom Boden aus zu kühlen? Die Strahlung breitet sich doch sicherlich in alle Richtungen gleich aus (abgesehen vielleicht von ein paar Verschattungen durch entsprechende Isolierungen (Barytbeton etc). Ok, die Heli-Besatzungen haben zusätzlich das Problem, dass viel strahlender Abfall nach oben rausgeblasen wird, aber macht das wirklich einen so großen Unterschied aus?
Wie dem auch sei, Es gibt doch mittlerweile auch Helikopter-Drohnen, kann man die nicht für sowas einsetzen? Oder alternativ eine Fernsteuerung in vorhandene Helis einbauen?
So extrem kompliziert stelle ich mir das nicht vor. In dieser Situation sollte Geld doch wohl keine Rolle spielen.

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dipl_arch 16.03.2011, 14:47
17. Aha...

Zitat von Mathe-Freak
Das Kraftwerk hat doch eh ein Kernfänger, wenn es hart auf hart kommt. Im schlimmsten Fall werden die Brennstäbe für die Ewigkeit eingeschlossen und fertig. Von einen Fallout wie 86 kann man nicht mal ansatzweise ausgehen, erstaunlich wie die Leute für dumm verkauft werden.
Das steht in Wikipedia...
" Damit sind die beiden Reaktoren des chinesischen Kernkraftwerk Tianwan Anfang 2011 die weltweit einzigen aktiven Reaktoren mit einem Core-Catcher."

Ist diese Info falsch?

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mohrsnh 16.03.2011, 14:49
18. Was kann unsere hochtechnisierte Welt tun unm zu Helfen?

Fuer den Atomexperten mag dies klingen wie wenn Hans Doof ueber Raumfahrt redet, aber warum schickt Deutschland nicht Castor Behaelter und China und U.S.A Roboter aus Tiefsee oder Raumfahrtprojekten um hier die Brennstaebe in die Transportbehaelter zu stecken und zu sichern? Da muss doch in den verschiedensten Forschungslaboratorien der Welt einiges existieren was man hier zum Einsatz bringen koennte. Nur mit Kuehlung den GAU zu verhindern kann doch keine Dauerloesung sein...
Wie eingangs gesagt, ich rede als Mathematiker, bar jeder Ahnung von Physik....

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Asirdahan 16.03.2011, 14:50
19. Die Wolke ist noch nicht das Hauptproblem

Immer wieder wird ängstlich nach der Windrichtung geschaut, was natürlich ist, aber eben nur die nächsten Tage abdeckt, obwohl die Katastrophe noch Wochen, wenn nicht Monate dauern wird. Die momentane Strahlung mag tatsächlich noch nicht für Tokio gefährlich sein, weil die Brennstäbe durch die sehr robusten Reaktoren doch ziemlich geschützt sind. Selbst eine Kernschmelze muss die drei Meter dicken Stahlwände (so habe ich gelesen) nicht unbedingt durchdringen.

Mich wundert nur, dass der anderen Gefahr, die nämlich durch den Boden kommen kann, kaum eine Beachtung geschenkt wird. Dort kann sich die Kernschmelze nämlich durchfressen und dabei Schäden anrichten, die von einer Explosion (im Beton ist Wasser) bis zur Kontaminierung des Grundwassers führen können. Natürlich dauert dieser Prozess länger als vier Tage, deshalb merken wir noch nichts davon. Wenn man aber bedenkt, dass sich sogar die abgebrannten Brennstäbe immer noch entzünden, dann kann man davon ausgehen, dass diejenigen in den Reaktoren noch wochenlang vor sich hin schmoren und, solange der Zerfallsprozess andauert, ständig Hitze entwickeln, also nicht schon mal langsam abkühlen. Niemand kann in die Reaktoren hineinsehen und eine Prognose abgeben, wie weit der Prozess schon fortgeschritten ist.

Vor diesem Hintergrund sind die Kühlmaßnahmen einfach nur verzweifelt, aber nutzlos.

Man kann nur hoffen, dass die Kernschmelze irgendwann im Boden stecken bleibt und von allein ihre Gefahr verliert.

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