Forum: Panorama
Heiligsprechung als Volksfest: Die historische Vier-Päpste-Show
AFP

Die katholische Welt hat zwei neue Helden: Johannes XXIII. und Johannes Paul II. wurden am Sonntagvormittag in Rom heiliggesprochen. Rund eine Million Menschen machten ein buntes Straßenfest daraus.

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Zaphod 27.04.2014, 14:39
1. Benedikt!

Es ist schön zu beobachten, dass Benedikt auch nach seinem Rücktritt dabei ist und sogar die prunkvolleren Gewänder als der aktuelle Papst trägt. Der aktuelle Papst mag volkstümlich sein und sozial - aber den Glanz des Katholizismus hat Benedikt mit seinem Papstamt sicherlich besser repräsentiert. Die gemeinsamen Auftritte der beiden zeigen daher die zwei wesentlichen Facetten des Katholizismus: Fürsorge für die Schwachen und zugleich Schönheit und Pracht zur Ehre Gottes!

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Mieze Schindler 27.04.2014, 14:48
2. Was mich interessiert ist

wenn ein Mensch heilig gesprochen wird und später entdeckt man, dass er noch Leichen im Keller hat, gibt es da auch wieder ein zurück? Wird der dann unheilig oder was sonst? Ist doch sicher bei der Vielzahl dieser Heiligen schon mal passiert.

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fhschnaitmann 27.04.2014, 14:48
3. 4 Päpste

Ist der jetzige Papst nicht auch ein Heiliger, wenn er es vermag andere heilig zu sprechen? Sind wir der Rest unheilig? Sind die Mieter kirchlicher
Immobilien in den Innenstadtlagen jetzt auch etwas heiliger? Und sich
preisgebende Kinder in Lateinamerikanischen Städten noch unheiliger als ich? Was glaubt der Papst, was am Tage des jüngsten Gerichts mit ihm
passiert? Er sollte hoffen, der Tag fällt aus.

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Friedrich Hattendorf 27.04.2014, 14:57
4. Ersatzgötter

So, es gibt also zwei "Neue" im katholisch-heidnischen Ersatz-Götter-Himmel.

Das ist doch die Haupt-Ursache für die Heiligen-Verehrung. Das Christentum hatte die ganzen heidnischen Götter - für jeden Zweck einen Spezial-Gott - abgeschafft. Die katholischen Kirche hat sie auf diesem Umweg wieder eingeführt.

Noch eine Frage: Welche Aufgabe wurde Ihnen eigentlich zugedacht (Johannes-Paul als Heiliger der Flugpassagiere)?

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KingTut 27.04.2014, 15:01
5. geschichtsträchtig

Zitat von Zaphod
(...) Fürsorge für die Schwachen und zugleich Schönheit und Pracht zur Ehre Gottes!
Damit dürfte Gott doch sicher kein Problem haben, finden Sie nicht?

Insgesamt war dies eine ergreifende Zeremonie, die die Univsersalität der römisch-katholischen über alle Ländergrenzen und Kulturen hinweg eindrucksvoll dokumentiert hat. Auch ich habe mich gefreut, den emeritierten Papst Benedikt XVI. wiederzusehen.
Mit der Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. wurden zwei Päpste geehrt, die viel für die Menschheit getan haben. Ersterer führte die rkk in die Moderne, und der polnische Papst hat einen entscheidenen Anteil daran, dass die Spaltung Europas überwunden und die kommunistischen Diktaturen Osteuropas verschwanden. Auch wir Deutschen schulden ihm diesbezüglich unseren Dank.

Dies war heute wie damals ein wahrhaft geschichtsträchtiges Ereignis.

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ayberger 27.04.2014, 15:01
6. Als Katholik

habe ich meine Probleme mit Wunderheilungen und Heiligsprechungen - aber die katholische Kirche hat sich mit einer beeindruckenden veranstaltung - nach all den Wirrungen der letzten Jahre - wieder zurückgemeldet und gezeigt, daß die Welt nicht nur aus Salafisten und Islamisten besteht.

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nomadas 27.04.2014, 15:06
7. Ein neuer Klassiker

Menschen sprechen andere Menschen heilig. Was ist daran bitte göttlich? 2000 Jahre hatte sie Zeit, die Amtskirche, die "Frohe Botschaft" den Menschen wirklich, echt zu bringen, zu verkünden und umzusetzen in die Praxis. Das wäre Nachfolge Christi gewesen. Doch, Pustekuchen. Zu einem Monstrum hat sich die Amtskirche entwickelt, mächtig, reich, weit, weit weg von Jesus Christus. Es sind eben doch nur Menschen, sehr fehlbar, extrem überfordert vom eigenen Verhaltenskodex. Sündig ohne Ende, um nicht zu sagen verbrecherisch. Durch alle Jahrhunderte hindurch unglaublich machtbesessen. Nicht die "Frohe Botschaft" haben sie gebracht, sondern Gebote, Verbote, Verbrechen und ein bisschen Kultur. Ein wahrer Albtraum, bis heute, bis zu den Missbrauchsfällen, nebst Herrn van Elst. Was hat das alles mit Jesus Christus zu tun? Nichts. Im Gegenteil. So werden auch die zwei heiligen Stars von heute nichts daran ändern. Ob der Latino Franziskus den switch schaffen wird, kann bezweifelt werden. Amen

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forumgehts? 27.04.2014, 15:08
8. Was

Zitat von Zaphod
Es ist schön zu beobachten, dass Benedikt auch nach seinem Rücktritt dabei ist und sogar die prunkvolleren Gewänder als der aktuelle Papst trägt. Der aktuelle Papst mag volkstümlich sein und sozial - aber den Glanz des Katholizismus hat Benedikt mit seinem Papstamt sicherlich besser repräsentiert. Die gemeinsamen Auftritte der beiden zeigen daher die zwei wesentlichen Facetten des Katholizismus: Fürsorge für die Schwachen und zugleich Schönheit und Pracht zur Ehre Gottes!
hat Jesus eigentlich der RKK angetan, dass er immer noch nicht heilig gesprochen wurde? Halt, eben kommt die Erleuchtung: Er war ja nicht katholisch!

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Louis Corda 27.04.2014, 15:08
9. Die heilige Mutter Kirche

Da haben wir es also: Eine kirchliche Ordnung mit Priesterschaft, Theologie, Kultus, Sakrament, kurz, alles das, was Jesus von Nazareth bekämpft hatte. Friedrich W. Nietzsche

Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen, sie hat den Willen zur letzten auch nur möglichen Korruption gehabt. Die christliche Kirche ließ nichts mit ihrer Verderbnis unberührt, sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht. Man wage es noch, mir von ihren "humanitären" Segnungen zu reden! Irgendeinen Notstand abschaffen ging wider ihre tiefste Nützlichkeit: sie lebte von Notständen, sie schuf Notstände, um sich zu verewigen.
Nietzsche




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