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Herbststurm "Herwart": Bundesamt warnt vor schwerer Sturmflut an Elbe und Weser
DPA

Der Herbststurm "Herwart" fegt über Norddeutschland: Hamburg bereitet sich auf eine schwere Sturmflut vor. Orkanartige Böen entwurzeln Bäume und kippen Baugerüste um; die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

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einzigerwolpertinger 29.10.2017, 09:16
1. Nun werden Kettensägen eingesetzt,

um die umgestürzten Bäume von den Gleisen zu räumen. Es will mir nicht in den Kopf, warum das bei jedem Sturm so ist und man die nahe an den Gleisen stehenden Bäume nicht vorher fällen kann, sondern mehrmals jährlich den Zusammenbruch des Zugverkehrs und Personenschäden in Kauf nimmt.

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perello 29.10.2017, 09:30
2. Zum Zugverkehr

An dieser Stelle Dank an die Ökos dieser Welt, die nicht so recht wissen, was sie wollen.

Einerseits will man den Verkehr von der Straße weg bekommen und propagiert die Bahn als ökologisch sinvolles Transportmittel. Andererseits dürfen die Bäume entlang der Strecken wuchern wie blöde und sorgen so dafür, dass die Bahn beim kleinsten Sturm bereits ausfallen muss.

Entlang der Strecke Bremen - Hamburg, die ich als Pendler täglich fahre, wuchern die Bäume regelrecht wie Unkraut. Die Strecke ist dazu teilweise ungünstig gelegen, links und rechts geht die Böschung hoch, so dass Bäume leicht herunter aufs Gleis und die Oberleitung purzeln. Die Bäume sind nicht alt, viele sehr dünn im Durchmesser, aber das reicht bereits um Zehntausende Menschen stranden zu lassen.

Die Trassen sollen nicht aussehen wie zubetonierte Kanäle, aber es muss ein Mittelweg beim Grünschnitt gefunden werden, dass nicht bei jedem Sturm das halbe Land zum Stillstand gezwungen ist.

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mwroer 29.10.2017, 09:32
3.

Zitat von einzigerwolpertinger
um die umgestürzten Bäume von den Gleisen zu räumen. Es will mir nicht in den Kopf, warum das bei jedem Sturm so ist und man die nahe an den Gleisen stehenden Bäume nicht vorher fällen kann, sondern mehrmals jährlich den Zusammenbruch des Zugverkehrs und Personenschäden in Kauf nimmt.
Weil die Bahn nicht einfach Bäume auf Privatgrundstücken fällen darf, weil auch die Grünen gerne gegen 'ein zu viel an Abholzung' protestieren und und und.

Sie dürfen ja nicht mal jeden Baum in ihrem eigenen Garten fällen.

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roflxd 29.10.2017, 09:37
4.

Zitat von einzigerwolpertinger
Es will mir nicht in den Kopf, warum das bei jedem Sturm so ist und man die nahe an den Gleisen stehenden Bäume nicht vorher fällen kann,
Haben Sie eine Ahnung, wieviele Hunderttausend Bäume man dann fällen müsste?

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dickebank 29.10.2017, 09:38
5. Eigentumsrechte

Zitat von einzigerwolpertinger
um die umgestürzten Bäume von den Gleisen zu räumen. Es will mir nicht in den Kopf, warum das bei jedem Sturm so ist und man die nahe an den Gleisen stehenden Bäume nicht vorher fällen kann, sondern mehrmals jährlich den Zusammenbruch des Zugverkehrs und Personenschäden in Kauf nimmt.
Weil sich die meisten privaten Grundstückbesitzer gegen eine solche Zwangsmaßnahme erfolgreich wehren würden.
Solange die Eigentümer der Bahn nicht bereit sind einen 30-Meter-Streifen rechts und links der Bahntrassen zu erstehen, wird das nichts werden.

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Akonda 29.10.2017, 09:48
6.

mwroer heute, 09:32 Uhr
3.
[Zitat von einzigerwolpertingeranzeigen...]
Weil die Bahn nicht einfach Bäume auf Privatgrundstücken fällen darf, weil auch die Grünen gerne gegen 'ein zu viel an Abholzung' protestieren und und und. Sie dürfen ja nicht mal jeden Baum in ihrem eigenen Garten fällen.
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Klar darf ich das. Und das täte ich auch. Ich wohne direkt am Wald und hinter meinem Grundstück sind genug Bäume, mit meinen eigenen mache ich, was ich für richtig halte. Allerdings liebe ich meine Bäume und bin hier in der Gegend eine seltene Ausnahme, die meisten anderen haben ihre Bäume abgeholzt und Büsche gepflanzt.

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oli h 29.10.2017, 10:01
7. Und...

Zitat von dickebank
Weil sich die meisten privaten Grundstückbesitzer gegen eine solche Zwangsmaßnahme erfolgreich wehren würden. Solange die Eigentümer der Bahn nicht bereit sind einen 30-Meter-Streifen rechts und links der Bahntrassen zu erstehen, wird das nichts werden.
Unnötig zu erwähnen, dass die selbstlosen Eigentümer einem solchen Vorhaben gegenüber sehr entgegenkommend sein würden.

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spiegkom 29.10.2017, 10:06
8. Und bei Windrädern im Wald?

Zitat von roflxd
Haben Sie eine Ahnung, wieviele Hunderttausend Bäume man dann fällen müsste?
Haben Sie eine Ahnung, wie viel hundertausen Bäume für Windräder im Wald gefällt werden? Da geht das ganz schnell.

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skeptiker97 29.10.2017, 10:08
9. Verkehrssicherungspflicht?

Wie ist es denn, wenn ein Baum aus einem Privatgelände z.B. eine Strasse oder Bahnlinie blockiert oder beschädigt oder gar Personenschaden verursacht? Als Grundstücksbesitzer bzw. -verantwortlicher ist man für solche Schäden haftbar, zumindest, wenn er absehbar ist, und darüber reden wir hier. Eine strikte Durchsetzung einer solchen Haftung im Schadensfall würde sich sicher günstig auf die Bereitschaft der Grundstückseigner auswirken, hier vorbeugend zu handeln. Man muss es nur tun, natürlich sollte die Bahn dann auf eigenem Gelände mit gutem Beispiel vorangehen.

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