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Hetzjagd, Migration und Maaßen: Offenkundig außer Kontrolle
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Der Wort-Streit um die Hetzjagd in Chemnitz ist ein sensationeller kommunikativer Erfolg der rechtsradikal-nationalsozialistischen Minderheit und eine deprimierende kommunikative Insolvenz des von ihr bekämpften "Systems".

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FrieFie 14.09.2018, 18:07
80.

Zwar bezog sich die unsägliche "Hetzjagd"-Diskussion nicht auf das ursprüngliche Tatgeschehen, sondern auf die kurze Sequenz in dem (von Maaßen angezweifelten) Video, in der ein ausländisch aussehender Mensch von mehreren Demonstranten von der Straße verjagt wird (zu finden unter "Hase bleib hier!" https://youtu.be/Eig_EHMi6q0), aber geschenkt.
Ich kann Herrn Fischer zu dieser Kolumne nur zustimmen. Vielen Dank auch an @pudelektkerner für den treffenden Kommentar!

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Sueme 14.09.2018, 18:08
81.

Der Autor, wie inzwischen eigentlich alle mehr oder minder leicht links angehauchte Kommentarschreiber im Internet übersehen allerdings eines grundsätzlich. Wenn man jeden Vorfall gleich mit maximaler Eskalation beschreibt. Wie zum Beispiel das "Hase" Video oder diese Mischung zwischen Joggen und Walking auf den Parkplatz als Hetzjagden zu titulieren, oder jeden der eine differenzierende Meinung zum Umgang mit Wirtschaftsmigranten die sich als Asylsuchende (gefälschte Dokumente, falsche Angaben des Herkunftslandes) ausgeben oder tatsächlichen Asylsuchenden hat als Nazi zu diffamieren. Der schafft nur eines, wenn alle diese Begriffe wirklich angemessen sind, interessiert das außer die, sich selbst ständig moralisch überhöhende, linke "Elite" niemanden mehr und dann haben wir wirklich ein Problem. Ich sage nur Peter und der Wolf. Was man allerdings deutlich zum Ausdruck bringen kann ist dass das was in Chemnitz passiert ist widerlich und keinesfalls ein akzeptables oder zu entschuldigendes Verhalten war. Und dass das keinesfalls die Meinung der Mehrheit widerspiegelt.

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maschseefest 14.09.2018, 18:10
82. sie sehen den Elefanten im Raum nicht

Herr Broder, den Sie wahrscheinlich leider nicht lesen hat vor kurzem gesagt, dass er sich die Zeit zurückwünsche, in der wochenlang über Dosenpfand heftig gerungen wurde. Seit drei Jahren erleben wir in Deutschland zwei Dinge. Erstens eine Dauerbeschäftigung mit nur einem Thema, was auf Dauer nicht gesund sein kann. Zweitens eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft. Obwohl das politische Establishment alles versucht, um vom Thema Migration wegzukommen (SPD"Wir müssen uns wieder den sozialen Themen widmen") will das nicht gelingen. Warum ist das so? Die eine Interpretation (vermutlich Ihre?) ist die, dass das rechte Spektrum dieses Thema am Köcheln hält. Die andere Interpretation (meine) ist die, dass die Ursache in realen Problemen zu suchen ist, die man nicht wegdiskutieren kann (z.B. die Skandale im BAMF). Wenn z.B. ein normaler Patient den Arzt vor den Augen seiner Tochter ermordet, Männer ihre Exfreundinnen abstechen, dann bringen diese bestialischen Taten das Thema immer wieder auf die Agenda. Die Politik und die Medien versuchen alles, um von dem Thema kleinzureden. So verschweigt die Tagesschau Verbrechen, die überall in der Gesellschaft besprochen werden, in ihren Nachrichten (Mord in Kandel, Freiburg, Kölner Domplatte) etc. Das gleiche passiert in Chemnitz. Wer redet über den Toten und die zwei SChwerverletzten, wenn man doch über ein jüdisches Cafe berichten kann, dass von Rechtsradikalen angegriffen wurde. Über solche Taten muss und soll berichtet werden. Übrigens auch in der ARD, die eine Antisemitismus Doku absetzte. Es darf aber nicht dazu führen, dass man über Morde den Mantel des Schweigens legt, um sich hektisch darüber zu beklagen, wenn ein deutscher Politiker angegriffen wird und eine (kleine) Schramme zugefügt wird. Ich wünsche mir die Zeit von vor drei Jahren zurück, in der die politische Mitte stark war und man gepflegt miteinander umgegangen ist. Eine Zeit, in der sich Politiker mit realen Problemen des Alltags beschäftigt haben. Diese gute "alte" Zeit ist weg und das ist das Verdienst von Frau Merkel und ihren Unterstützern.

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torotti 14.09.2018, 18:11
83. Danke...

... für diesen beeindruckenden Kommentar. Eine Wohltat.

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Lykanthrop_ 14.09.2018, 18:13
84.

Der Neue gibt sich noch besondere Mühe, vielen Dank für ihre grandiose Kolumne, es gibt nichts hinzuzufügen.

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JeanGerard 14.09.2018, 18:13
85. Wenn Herr Maaßen nach Aussage von Herrn Fischer ...

... "objektiv das Geschäft der Verfassungs- und Menschenfeinde betreibt", dann muss sich jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch fragen, warum die Justiz - und somit im weitesten Sinne auch Herr Fischer als Jurist - nicht längst gegen Herr Maaßen aktiv geworden ist? Da dies offenbar bislang nicht geschehen ist, drängt sich zwangläufig ein Verdacht auf: Kann es evtl. sein, dass auch Herr Fischer etwas übertreibt? Sorry, aber auch dieser zugegeben rhetorisch brillante Beitrag fällt für mich deshalb eher in die Kategorie "Stimmungsmache". Wenn sich Herr Maaßen objektiv hat etwas zu Schulden kommen lassen, dann ermittelt endlich gegen ihn, anstatt auf SPON immer nur herumzujammern.

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fletcherfahrer 14.09.2018, 18:15
86. Eine Bitte hätte ich!

Zitat von hasselblad
weil man ihn in einen Topf mit den Neonazis, AfDeppen und Pegidioten wirft, mit denen er sich begeistert zum Trauermarsch trifft. Aber dass in einer Region Deutschlands, die nicht gerade für liberales Gedankengut berühmt ist, eine rechtsextreme Partei gedeihen kann,
Hören Sie auf, Leute, die nicht ihr Weltbild teilen, zu beleidigen. Wundert mich dass der Beitrag nicht zensiert wurde. Aber Rechte darf man ja ruhig beleidigen, die können das ja ab.
Und sie gehören auch zu den Leute die nicht zwischen "extrem" und "radikal" unterscheiden können. Für Sie ist das natürlich alles eine "braune Soße".

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canario2018 14.09.2018, 18:15
87.

Zitat von PJanik
.... guten Appetit! Diese Kolumne versteckt sich hinter Wortsalat und steckt Personen mit denen der Autor nicht übereinstimmt in eine Schublade und Nähe zu Stalin, Hitler, etc. Schade. Dachte hier will jemand kommunizieren und nicht virtuelle Hetzjagden veranstalten.
welche Personen meinen Sie denn?

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Margaretefan 14.09.2018, 18:17
88. @ #75 von Bondurant

Nein, es wird niemand schief angeguckt, wenn er oder sie sachlich und argumentativ nachvollziehbar, ohne dass Rassismus als mögliche Erklärung für ein Argument herhalten muss, auf ein bestehendes Problem hinweist. Wer wie Sie hier in den Foren von SPON über Wochen, wenn nicht gar Monate nicht müde wird, zu allem was mit dem Islam zu tun hat meint Bedenken zum Ausdruck bringen zu müssen, z.B. wenn ich mich recht erinnere darauf besteht, dass ein dämliches Kopftuch als Symbol des politischen Islams gesehen werden M U S S, der wird halt auch damit leben müssen, hier und da mal schief angeguckt zu werden.

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DerAndereBarde 14.09.2018, 18:22
89. Ah ja

Zitat von femdoc
Eine interessante Interpretation aus linkspopulistischer Perspektive. Aus der bürgerlichen Mitte (und damit meine ich nicht Merkel-CDU, sondern die wahre Mitte) bewerte ich den Vorfall als typisch für die derzeit undemokratische und desaströse Migrations- UND Medienpolitik unserer etablierten Parteien.
Die Gesinnung des Autors, der eher den Spleen des überkandidelten aber scharfsinnigen Theoretikers pflegt, als Populismus zu bezeichnen, macht in keiner mir zugänglichen Welt einen Sinn. Ihnen trotzdem herzlichen Glückwunsch zum priviliegierten Zugang zur einzig wahren Mitte! Wenn in dieser Phrasen wie Ihre letzte zum Ton gehören, weiss ich, wo ich sie zu suchen habe. Und was wollten Sie uns konkret sagen?

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