Forum: Panorama
Hinrichtungen in Indonesien: Ein Denkmal für zwei Drogendealer
AFP

Trotz vieler Proteste richtete Indonesien zwei australische Drogendealer hin. Jetzt will ausgerechnet die katholische Universität in Sydney die beiden ehren - auf ungewöhnliche Art.

Seite 1 von 8
Celestine 01.05.2015, 16:21
1.

Ich bedaure die Hinrichtungen sehr und finde, dass Indonesien hier den falschen Weg gewählt hat. Singapore, Thailand und Malaysia haben auch strenge Drogengesetze, aber dort wird seit Jahren nicht mehr hingerichtet. Daran sollte sich Indonesien auch halten.

Aber aus den Dealern jetzt Martyrer oder gar Helden zu machen, finde ich perfide. Nachahmungswert ist Heroinschmuggel bestimmt nicht. Den Eindruck macht beinahe nun diese postume Ehrung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
miarma 01.05.2015, 16:28
2. Konsequente Entscheidung

Auch wenn ich grundsätzlich keine großen Sympathien für Dealer habe, finde ich es aus einer christlichen Weltsicht heraus konsequent, dass die Universität den Hingerichteten gewissermaßen ein Denkmal setzt. Die beiden sind Opfer einer unmenschlichen staatlichen Gewalt geworden. Vor welchem Hintergrund diese ausgeübt wurde ist dann im Grunde zweitrangig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefanbodensee 01.05.2015, 16:28
3. komisches gschmäckle ..

ein denkmal für zwei überführte drogendealer, das ist mir dann doch etwas zuviel des gutmenschen. davon abgesehen, daß australien in anderen bereichen durchaus selbst recht viel dreck am stecken hat, zum beispiel der art und weise, wie mit bootsflüchtlingen umgegangen wird - oder mit den ureinwohnern 8 zumindestens etwas früher ). nun einen auf 'humanes zeichen setzen' zu machen finde ich reichlich verlogen. und, auch wenn ich kein freund der todesstrafe bin - dies ist allen (werdenden ) drogendealern in und um indonesien bekannt. die strafen sind drakonisch - und man macht es trotzdem.warum ? würde so ein zeichen z.b. auch für die vielen hingerichteten frauen und männer in china gesetzt werden ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jupiter_jones 01.05.2015, 16:33
4. Schon seltsam

Wenn in Amerika mal wieder Jemand aufgrund zweifelhafter Indizien zum Tode verurteilt zu wurde scheint das ok zu sein...nur in Bezug auf andere Länder reisst uns der Geduldsfaden mit der Todestrafe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hompster 01.05.2015, 16:36
5. Späte Reue

Ich bin ohne wenn und aber gegen die Todesstrafe, aber die beiden waren nicht nur irgendwelche Drogendealer, sondern der Berichterstattung nach Chefs eines Drogenrings. Und Reue zeigen viele, nachdem man sie erwischt hat... Von daher ist das mit den Stipendien schon ein wenig befremdlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
madtv 01.05.2015, 16:38
6. Sicher der falsche Weg

aber wer dennoch das Risiko eingeht, braucht sich nicht zu beklagen, das Urteil ist dann keine wirkliche Überraschung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolfi44 01.05.2015, 16:52
7. warum

soll man Mitleid mit den Dealern haben? Wer fragt denn danach, wieviele Menschen durch deren Drogenhandel umgekommen sind. Wer am Dealen grosses Geld macht, ist sich des Risikos doch bewusst!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n.nixdorff 01.05.2015, 16:53
8. Die

Todesstrafe ist grundsätzlich zu verurteilen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Opfer zugleich schwerkriminelle Täter waren. Sie können nicht sagen, sie hätten nicht gewusst was sie erwartet. Bei jeder Einreise nach Indonesien, Singapore, Malaysia etc., sind in den von jedem persönlich auszufüllenden Formularen in fetter roter Schrift entsprechende Hinweise enthalten. Reue hin, Reue her, die Herren haben aus reiner Profitgier wissentlich in Kauf genommen, unzählige Indonesier in das Elend der Drogenabhängigkeit zu stürzen. Sie nach einer mehr oder weniger langen Drogenkarriere mit Beschaffungskriminalität in den vorzeitigen Tod zu treiben. Der Staat hat das Recht und die Verpflichtung, seine Bürger vor solchen Kriminellen zu schützen und das hat er getan. Leider mit der Todesstrafe, aber nach Ansage.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wortmacht 01.05.2015, 17:07
9.

Todesstrafe? Niemals!
Verbrecher Ehren? Niemals! Konsequent ist allerdings dies mit gestohlenen Wertvorstellungen eines obskuren Glaubens zu begründen. Es gibt keine christlichen Werte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8