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Hochsensible Menschen: Sehe ich komisch aus? Was denken die von mir? Warum ist es hie

Hochsensible Menschen nehmen Eindrücke aus ihrer Umwelt intensiver wahr als andere: Geräusche, Farben, Gerüche, Berührungen - ihre Antennen sind immer auf Empfang, die Betroffenen*stehen unter Dauerstress. Sind sie krank*oder nur zartbesaitet?

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Bernd² 29.09.2011, 12:33
20. achso ..

es gibt also Hochsensible Menschen. Hypochonder die alle Krankeheiten kriegen von denen Sie im Internet lesen (das Netz versteht mich) und Menschern die es schaffen aus dieser Kombination Geld zu machen.

Hut ab und auf zur nächsten Krankheit!

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lichtschalter 29.09.2011, 12:35
21. Depression

Zitat von Björn Borg
Man muss dieses erfolgreichste Buch der Welt eben auch bis zu Ende lesen: Jesus starb für seine Mitmenschen am Kreuz. Dort dürfte es ihm durchaus schlechter ergangen sein als all denen, mit denen er gelitten hat. Man sollte diesen Satz vielleicht einfach streichen. Außerdem fehlt im Artikel der Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang mit psychisch-depressiven Erkrankungen. Für Betroffenen könnte er aber unter Umständen hilfreich und weiterführend sein.
Eine Depression ist oft ein Mangel ein Sinn. Wenn jemand seine Begabung nicht anwenden kann, sind wiederkehrende Sinnkrisen eine logische Konsequenz. Habe immer das Bild aus einem Kinderbuch im Kopf, wo ein dicker Wal in einer Pfütze hockt. Da habe ich als Kind Tränen an den Wal gemalt. Das war wohl ne Projektion. Man sollte als begabter Mensch sich nicht von anders- oder unbegabten Pillen verschreiben lassen, sondern die Begabung in eine Stärke und zum Nutzen werden lassen. Es gibt auch den Satz: Jede Begabung ist eine Behinderung. Kann man vielleicht sogar umdrehen.

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random42 29.09.2011, 12:42
22. grade anders rum

Zitat von Olaf
Ich weiß nicht, ob Jesus meditiert hat. Religion und Meditation gehören ja oft zusammen. Als junger Mann habe ich eine Zeitlang die Zen-Meditation betrieben. Das war auch an sich eine schöne Sache, nur dass es mir nach einer Weile so ging wie den Personen im Artikel. Der Filter, der sonst die Sinneseindrücke etwas mildert, verschwand. Die Erfahrung war einerseits beeindruckend, ich hatte nie zuvor so eine intensive Wahrnehmung von Farben und Geräuschen, andererseits erschreckend, weil dies auf Dauer sehr belastend ist. Ich denke, ich kann daher in etwas nachfühlen, wie es den Leuten aus dem Artikel geht. Mich hat dieses Erlebnis immerhin dazu gebracht mit der Meditation aufzuhören, ich hielt dieses Dauerberieselung einfach nicht mehr aus. Danach wurde nach einer Weile alles wieder "normal".
Hallo,

Ich habe selbst Erfahrung mit Meditation und kann eigentlich das genaue Gegenteil berichten von dem, was Sie erzählt haben. Bei mir hat sich nicht die Wahrnehmung ansich geändert sondern die Art wie ich auf Reize reagiere und zwar zum Positiven. Es hat sich ein Gefühl der inneren Gelassenheit und der inneren Ruhe eingestellt, was ich als sehr positiv empfinde. Dieser Zustand wird oft auch als Flow bezeichnet, was sicherlich mit der Reduktion von Stress im Körper zu erklären ist. Naja, wahrscheinlich wirkt sich Meditation von Mensch zu Mensch verschieden aus.

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Mardor 29.09.2011, 12:47
23. ...

Zitat von jenom
Wenn ich lesen will, dass Jesus auf alles die Antwort ist, dann lese ich den Wachturm. Quo Vadis SPON? Mit Religion werden die Leute noch verrückter gemacht.
Sorry, aber ich konnte beim besten Willen keine "Kirchenwerbung" entdecken. Na, ja, egal, ich habe auch nie behauptet, Atheisten wie Sie seien gegen Paranoia gefeit.

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munkelt 29.09.2011, 12:54
24. x

Zitat von lebenslang
nachdem man es geschafft hat, dass halb deutschland an einem burn-out leidet wird ein neues betätigungsfeld für die pharmalobby und psycho-akademiker gesucht - und gefunden. diese menschen brauchen einfach hilfe, vielleicht unter dem schönen titel burn-too-much, psychologische betreuung und die eine oder andere pille werden es schon richten.
Jo. Das Leben ist anstrengend.

Und wer ständig mit sich selbst und seinen Befindlichkeiten beschäftigt ist, hat es nicht leichter.

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munkelt 29.09.2011, 12:55
25. x

Zitat von rîwen
... der leidet wie ein Schwein, weil er eben auch die Emotionen der Personen in seiner Umgebung mitfühlt. Sieht er, wie sich jemand in den Finger schneidet, tut es ihm genau so weh...
Geht uns das nicht allen so?

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Björn Borg 29.09.2011, 12:55
26. Nerds

Zitat von lichtschalter
Man sollte als begabter Mensch sich nicht von anders- oder unbegabten Pillen verschreiben lassen, sondern die Begabung in eine Stärke und zum Nutzen werden lassen. Es gibt auch den Satz: Jede Begabung ist eine Behinderung. Kann man vielleicht sogar umdrehen.
Nur leider wird man mit einer solchen 'Behinderung' eben nicht "bevorzugt eingestellt" und landet schnell auf dem Abstellgleis der Gesellschaft.

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Björn Borg 29.09.2011, 12:56
27. Hochsterisiliert

Zitat von karstenkk
Hochsensible sind oft sehr intelligent mit IQ 130 und können in sehr großen Zusammenhängen denken. Wie in dem Bericht richtigerweise angesprochen,haben HSP´s eine ungewöhnliche....
Selbst bei Star Trek treten sie auf!

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Marbot 29.09.2011, 12:57
28. Erst mal erkennen, was los ist

Zitat von Shimodax
Hmm, wieso sucht sich so jemand einen Job mit tägl. Kundenkontakt? Jemand der schlecht hört geht doch auch nicht in ein Call-Center. ...
Weil man den Zusammenhang und die Ursachen für etwaige Schwierigkeiten nicht gleich erkennt und hofft, man werde lernen, damit klar zu kommen. Ist ja auch komisch, wenn jemand, der es locker schafft, die Arbeit von drei Leuten zu machen, das kleine Einmaleins vergißt, sobald ein Kollege in den Raum kommt, der vielleicht gar nichts Aufregendes macht, vielleicht nur irgendetwas im Schrank sucht. Erklären Sie das mal jemanden, Sie werden doch sofort als verrückt bezeichnet.

Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich begriffen habe, daß es nicht die viele Arbeit ist, die mir Streß und psychosomatische Beschwerden verursacht, sondern die umgebenden Bedingungen. Ein fähiger Arzt, dem ich sehr dankbar bin, hat mich darauf aufmerksam gemacht.

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readme74 29.09.2011, 13:01
29. Das Problem...

Das Problem ist ja nicht, daß es dieses Phänomen nicht möglicherweise gibt welches beschreibt wie offenbar fast ein Fünftel (!!) der Bevölkerung "tickt". Ganz abgesehen davon denke ich, daß es Berufe und Lebenssituationen gibt, wo es eher von Vorteil sein kann wenn man "so ist".

Ich habe mehr die Sorge, daß sich hier, wie bei anderen Phänomenen menschlicher Psyche(n), eine "cottage industry" bildet von Profiteuren und oppotunistischen Therapeuten, die dieses Feld beackern. Man sieht dies z.B. daran wieviel Literatur in den letzten Jahren auf den Markt gekommen ist zum Phänomen "Burnout". Es gibt Burnout-Ratgeber en masse, es gibt Anti-Burnout-Seminare, und schon an den Universitäten, wie ich mir habe erzählen lassen, sagt man Psychologiestudenten daß Arbeistpsychologie ein lukratives Tätigkeitsfeld ist wegen der ganzen Burnout-Thematik.

Letzten Endes kann man pathologisieren was man will. Was von der Gesellschaft, oder viel wichtiger, von medizinischen und psychologischen Fachkreisen als "Krankheitsbild" angesehen wird, ist allerdings immer gewissen Modeerscheinungen unterworfen. Wenn in diesem speziellen Fall wenigstens rumkommt daß Menschen die schon immer wußten/geglaubt haben daß sie ein wenig sensibler sind als der Durchschnitt ein wenig Aufmerksamkeit (und, viel wichtiger - Hilfe) erfahren, dann ist das zwar ein positiver Nebeneffekt.

Trotzdem sollte man sich eine gesunde Skepsis erhalten vor jeder neuen "Störung" die Psychologen und Mediziner propagieren. Ich finde, der Verantwortung die damit einhergeht, bestimmtes menschliches Verhalten als abweichend vom Durchschnitt (ich sage bewußt nicht "abweichend von der Norm") zu skizzieren, sind sich diejenigen die neue Bücher, wissenschaftliche Abhandlungen und Forschungsergebnisse zu soetwas präsentieren nicht immer voll bewußt.

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