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Hochwasser an der Elbe: Bürokratie bremst Fluthelfer
DPA

Die freiwillige Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Erwitte war startklar - sie wollte der Partnerstadt Aken im Kampf gegen die Flut helfen. Doch dann stoppte die Bezirksregierung die Reise nach Sachsen-Anhalt. Der Fall beschäftigt inzwischen die Landesregierung.

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hubertrudnick1 13.06.2013, 18:40
40. Entlassen

Zitat von sysop
Die freiwillige Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Erwitte war startklar - sie wollte der Partnerstadt Aken im Kampf gegen die Flut helfen. Doch dann stoppte die Bezirksregierung die Reise nach Sachsen-Anhalt. Der Fall beschäftigt inzwischen die Landesregierung.
Man kann solche Bürokraten nur fristlos entlassen, wobei man früher noch ganz was anders mit ihnen gemacht hätte.
HR

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spiegelklammer 13.06.2013, 18:40
41. Was mich eher verwundert....

und das schon seit Beginn der Flut, dass die Städte und Gemeinden sich selbst um die ganzen Aktionen wie Deichbau usw. kümmern müssen, alles auf Freiwilligenbasis, Facebook usw., das mag ka ganz gut sein, zusätzlich evtl., aber für die Hauptarbeiten?

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Sebast_ian 13.06.2013, 18:42
42. Es war völlig in Ordnung so

Ich muss mich schon sehr über einige Kommentare wundern!

Natürlich war das von der Bezirksregierung angeordnete Verbot völlig legitim und absolut notwendig (von der wohl harschen Wortwahl mal abgesehen). Und Warum?

Weil sie als kommunale Einrichtung der Stadt Erwitte, nämlich als Feuerwehr helfen wollten. Und das geht nicht so einfach. Man kann sich nicht mal schnell in die roten Autos setzen, Blaulicht an und los düsen. Das muss die Dienstwege über die Katastrophenschutzstäbe und Innenministerien gehen. Der Verweis auf das Chaos in 2002 wo sich ganze Verbände selbstständig gemacht haben und keiner wusste von was, ist hier sehr richtig.

Und das so was schnell gehen kann zeigt das Beispiel aus Hessen. Morgens kam die bitte um Hilfe des IM Sachsen und Abends waren ca. 1000 Hilfskräfte verschiedener Organisationen unterwegs. Das man vor Ort festgestellt hat, dass man lieber noch mal 3 Tage gewartet hätte weil (noch) nicht viel zu tun war, steht auf einem anderen Blatt.

Allerdings hätte mich als Erwitter Feuerwehrmann trotzdem keiner aufgehalten zu helfen. Feuerwehrklamotten aus und ab privat nach Aken meinen Freunden helfen. Dazu brauche ich nicht die roten Autos! Und wer dann damit argumentiert, dass man es dann ja auch privat bezahlen muss, der hat die Not seiner Partnergemeinde und was es bedeutet zu helfen wohl nicht ganz verstanden...

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spon-1287218867247 13.06.2013, 18:43
43.

Auch wenns keiner hören will, im Prinzip war das schon richtig.

Bei solchen gigantischen Großschadenslagen kann nicht jeder einfach hinfahren wo er Lust und Laune hat und dann machen was er will.

Da würden dann Sandsäcke um Häuser gestapelt, die 10km weiter an einem Deich dringend gebraucht würden.Güterabwägung spielt eine wichtige Rolle, usw.

Eine überörtliche Koordinierung muss also zwingend die einzelnen Einsätze koordinieren, sodass dann auch Manpower, wie auch spezielles technisches Gerät optimal eingesetzt wird.

In Bayern wird von den Landkreisen dazu ein sog. Hilfeleistungskoningent vorgehalten, d.h. Wenn aus der Katastrophenstelle die Anfrage kommt, wird aus allen möglichen Feuerwehren des Kreises entsprechendes Material, also Fahrzeuge, Pumpen, Mannschaft angefordert und dann im Konvoi zur Einsatzstelle geschickt. Denn: solche Einsätze ziehen sich dann ja auch wochenlang hin, also muss für Ablösung der Kräfte gesorgt werden, was auf Kreisebene doch einfacher als auf Ortsebene zu bewerkstelligen ist.

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vgo 13.06.2013, 18:44
44. Überflüssig wie ein Kropf !

Im allgemeinen – und so auch hier – sind Verwaltungen im öffetnlichen Bereich viel zu groß und ineffizient. Hier könnte man sparen.
Im übrigen ist das Beamtentum ein Relikt aus der Zeit des Absolutismus.
Von Schweiz lernen! – Dort hat man das Beamtentum schon vor Jahren abgeschafft – dabei fielen Bemerkungen wie, "dass die Abschaffung des Beamtentums seit 300 Jahren überfällig gewesen wäre" - mag vielleicht etwas übertrieben sein, aber immerhin. In Deutschland wird man diese Schmarotzer noch in 100 Jahren und auch noch danach ertragen müssen – leider! Das ist eine der größten Innovationsbremse in unserer Gesellschaft.

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dadirkes 13.06.2013, 18:46
45. ich wäre trotzdem hingefahren

und hätte anschliessend meinen Dienst bei der freiwilligen(!) Feuerwehr quittiert. Wenn da dann ein paar befreundete Kameraden mitziehen kann der Amtsheld das nächste mal selber löschen. Soll mich doch die Polizei á la Erdogan mit dem Wasserwerfer vom helfen abhalten...

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Joern-Michael 13.06.2013, 18:47
46. Halleluja!!

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Es gibt einen Unterschied zwischen "gut gemeint" und "gut gemacht". Bei Katastrophen ist es sinnvoller, zentral alle Hilfskräfte zu managen und zu disponieren. Es bringt nun mal nichts, wenn viele Leute auf eigene Faust irgendwo irgendwas helfen.
Es gibt also doch noch Foristen hier, die "dran lang blicken" !

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Hans08 13.06.2013, 18:47
47.

schon ein richtig geiler Typ dieser Paul Köhler

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rumpelstilzchen1980 13.06.2013, 18:47
48.

Man ist sprachlos. Einerseits scheint es echt Probleme Auf dem großen Dienstweg zu geben. Die Kommunikation ist mangelhaft. Der Bedarf wurde auf dem kleinen Dienstweg gemeldet. Und dann gehen die Machtspiele los. Es ist beschämend das hier keine schnelle taktische Lösung gefunden werden konnte.
Hierarchien die nicht Funktioniern machen sich selbst überflüssig....

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massivholzfuchs 13.06.2013, 18:47
49.

Warum den Einfach machen wen es auch >Umständlich geht. Da war wieder einer unserer Beamten in "Höchstform"

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