Forum: Panorama
Homosexuelle in Kirche, Management und Armee: Der lange Kampf für die Vielfalt
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Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Coming-out die Fußballszene aufgerüttelt. Doch wie sieht es in Bereichen aus, in denen Homosexualität noch nicht normal zu sein scheint? Ein Blick auf Kirche, Bundeswehr und in die Chefetagen der deutschen Wirtschaft.

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p.mugay 09.01.2014, 18:28
40. Nur mal 'ne Frage

Zitat von sysop
Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Coming-out die Fußballszene aufgerüttelt. Doch wie sieht es in Bereichen aus, in denen Homosexualität noch nicht normal zu sein scheint? Ein Blick auf Kirche, Bundeswehr und in die Chefetagen der deutschen Wirtschaft.
9.Januar 2014 von
p.mugay

Warum nur ein Blick auf Kirche, Bundeswehr und in die Chefetagen der deutschen Wirtschaft? Wie steht's denn um die lieben Homosexuellen im "Spiegel" und den anderen Medien?

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Benedikt Soppa 09.01.2014, 18:41
41.

schaut man sich die Kommentare an wird schnell klar wieso das "outing" wichtig ist! Die gute hälfte aller Kommentatoren schein eine diskriminierende Haltung gegenüber homosexuellen Partnerschaften zu haben. ein unschönes und trauriges Bild über Deutschland...

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BBTurpin 09.01.2014, 18:43
42. Also Homosexualität ...

... blüht vor allem in eingeschlechtlichen Gemeinschaften. Bundeswehr, Polizei, Klerus, CVJM etc. (wobei ich jetzt die weiblichen gleichgeschlechtlichen Gemeinschaften nicht ausschließen will). Na und? Homosexualität gibt es auch haufenweise im Tierreich, also wird Gott als ihr Schöpfer wohl nichts dagegen gehabt haben, nicht wahr?

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postmaterialist2011 09.01.2014, 18:45
43. Blödsinn !

Zitat von ffmfrankfurt
Man(n) kann überall offen schwul leben - es kommt nur auf einen selbst. Ich bin selber schwul, bewege mich beruflich auf Führungsebene und ehrenamtlich in einem sehr heterosexuellen Umfeld (Freiwillige Feuerwehr) und bin überall geoutet. Nirgendwo gibt es deswegen Probleme. Wird ein Schwulenwitz gerissen, kontere ich mit einem noch derberen Hetenwitz. Genau deswegen bin ich überall akzeptiert und integriert. Probleme haben stets nur die Homosexuellen, die sich entweder Divenhaft verhalten, oder im Leben einfach nicht mehr haben als ihre Andersartigkeit.
Ich bezweifle wirklich, dass Sie eine Führungskraft sind. Ich arbeite seit 20 Jahren in der deutschen Industrie, davon viele Jahre als Abteilungsleiter und Geschäftsführer. Hätte ich mich geoutet, hätte ich diese Jobs mit Sicherheit nicht bekommen. Ich hatte einmal ein Jobangebot als Vertriebsleiter bei einer grösseren deutschen Firma, als ich gebeten wurde zur Vertragsunterzeichnung meine Gemahlin mitzubringen und ich offen und ehrlich sagte, dass ich in einer festen Beziehung mit einem Mann lebe und ob es ein Problem sei führte dies zu einem absoluten Eklat. Der Vertriebsleiterjob war perdu und um das Gesicht zu wahren wurde mir ein Regionalleiterjob im Ruhrgebiet ( bei sehr viel geringerem Gehalt und Kompetenzen) angeboten. Auch werden noch sehr viele Erfolge im Management in Bordelllen und mit Callgirls verbracht und da möchte man natürlich keine (schwulen) Spielverderber dabeihaben. Ihre Story liest sich gefällig aber im echten Topmanagement werden Sie keine geouteten Schwulen finden, ganz ähnlich der Fussballbundesliga.

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atech 09.01.2014, 18:47
44. katholische Führung

Zitat von newlifeman
bei der Begrüßung durch die Geschäftsführung deutlich gesagt, dass es u.a. ein Kündigungsgrund sei, eine Eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen... Die legale (!) Eingetragene Lebenspartnerschaft als Kündigungsgrund - was für eine Botschaft an die vermeintlich vor Diskriminierung geschützten Schwulen und Lesben in Deutschland!
Sie haben den Finger in die Wunde gelegt: in Deutschland gibt es zwar keine Staatsreligion, aber die katholische Kirche hat zahlreiche Sonderrechte. Es wird Zeit, dass Betroffene dagegen klagen. Es wird Zeit, dass der Staatsvertrag mit der katholischen Kirche entweder gekündigt wird oder dass sich die deutsche Gesetzgebung und Rechtssprechung klar dahingehend ändert, dass in Deutschland das weltliche Gesetz über dem Kirchengesetz steht.

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loeweneule 09.01.2014, 18:50
45.

Zitat von lupenrein
Das Sexualleben ist orivateste Angelegenheit eines jeden Menschen, egal welcher Religion, Partei, Beruf oder Armee er angehört, egal ob er Fussballer oder Rennfahrer ist. Deshalb verstehe ich nicht, warum ein Schwuler sich unbedingt outen muss oder warum Wowereit unbedingt sagen muus: 'ich bin schwul, und das ist gut so. Ich finde diese 'Selbstbekenntnisse genau so blöd, wie wenn ein Herterosexueller stämndig herum läuft und schreit: ich habe gerne Sex mit Frauen.
Nun, das sogenannte Normale muß ja auch nicht betont werden. Ich denke, daß es bei diesem Outing speziell von Prominenten darum geht, eine nach wie vor vielfach befeindete und verteufelte Orientierung als eben auch normal ins allgemeine Bewußtsein zu rücken.

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loeweneule 09.01.2014, 18:51
46.

Zitat von derappler
Die Gemeinde, in der es toleriert wird, dass zwei Lebenspartnerinnen gemeinsam im Pfarrhaus leben, will ich erst einmal sehen - in der Bibel im Römerbrief (Römer 1,26+27) wird Homosexualität doch ganz deutlich verurteilt. Klar, die Kirche sollte sich auch offen gegenüber Homosexuellen zeigen und sie nicht von vornherein verurteilen, doch diese Einstellung, Homosexualität in den eigenen Reihen zu dulden und sogar gutzuheißen, ist in sich nicht schlüssig - die Botschaft, die verkündet wird, sollte auch gelebt werden!
Wie genau lautet diese Botschaft?

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atech 09.01.2014, 18:53
47.

Zitat von postmaterialist2011
Auch werden noch sehr viele Erfolge im Management in Bordelllen und mit Callgirls verbracht
erschreckend, dass das immer noch als "normaler" gilt als seinen homosexuellen Partner oder als Lesbe seine Frau zur Firmenfeier mitzubringen.

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a.nonymus 09.01.2014, 18:54
48. Ein Blick auf ...

Zitat von sysop
Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Coming-out die Fußballszene aufgerüttelt. Doch wie sieht es in Bereichen aus, in denen Homosexualität noch nicht normal zu sein scheint? Ein Blick auf Kirche, Bundeswehr und in die Chefetagen der deutschen Wirtschaft.
Der Blickwinkel muss wohl noch deutlich erweitert werden; z.B. auf Feuerwehren, Polizei(en), Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit, traditionelle (Schützen-) Vereine, usw. usw. - also noch immer auf fast alle Bereiche unserer Gesellschaft, denn überall dort ist Homosexualität eben nicht zur alltäglichen und nicht (mehr) nennenswerten Normalität geworden. Noch immer werden Homosexuelle dort diffamiert, diskriminiert, sozial ausgegrenzt und angefeindet.

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loeweneule 09.01.2014, 18:54
49.

Zitat von tatsache2011
Vor fast 2000 Jahren herrschte ein anderer Zeitgeist und davor bei den Griechen der entgegengesetzte Zeitgeist. Warum muss man heute alle Ansichten von Paulus übernehmen?
Wenn es einem passt, übernimmt man das halt gerne. Ist immer so bei "heiligen Schriften".

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