Forum: Panorama
Illegale Autorennen in Köln: Tödliches Vergnügen
Arton Krasniqi

Sie sind jung, sie lieben teure Autos, und nachts heizen sie durch die Innenstadt: In Köln gibt es eine neue Raser-Szene - mit verheerenden Folgen. Bei illegalen Autorennen sollen seit März drei unbeteiligte Menschen gestorben sein.

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petzle 17.07.2015, 16:04
240. Schweizer Modell und Gesetzesänderung

In Deutschland gibt es ja nicht mal den Begriff des "Rasers" per Definition im StGB. Das sollte sich dringend ändern, denn dann kann Polizei die Betreffenden nicht nur besser definieren sondern auch im persönlichen Umfeld Eltern, Verwandte und Freunde dahingehend sensibilisieren und vielleicht schon im Vorfeld präventiv eingreifen. Da ist die Schweiz etwas voraus...

Desweiteren sind Begriffe wie Unfall mit fahrlässiger Tötung ein Hohn für alle Verwandten und Freunde des Opfers. Wenn sich aber wie hier in diesem Fall, die Täter extra für das Rennen Autos anmieten, damit die eigenen geschont werden, ist wohl jedem Laien klar, das hier mit klarem Vorsatz gehandelt worden ist. Somit war den Tätern bewusst, das jemand zu Schaden kommen kann.
Daher wäre alles unter einer Freiheitsstrafe unter 5 Jahren reiner Hohn und hätte keine abschreckende Wirkung für potentielle Nachahmer.

Grundsätzlich sollten notorische Raser generell härter zu Kasse geben werden, notfalls das Auto (wenn auch wie hier der Mietwagen) sollte eingezogen und versteigert werden. In minder schweren Fällen das Auto für die Dauer der Führescheineinzugs eingezogen und mit einer Standgebühr belegt werden.
Vielleicht sollte man auch mal über lebenslangem Führerscheinentzug nachgedacht werden und das man die Täter mal über die ein oder andere Notfallaufnahme schickt, damit erreicht man vielleicht den ein oder anderen.

Schlussendlich muss aber was passieren, denn ich wüsste nicht was ich mit den Tätern machen würde wenn meinem Kind so etwas zugestossen wäre. Mein tiefstes Beileid für die Familie...

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s3rockx 17.07.2015, 16:05
241. Vorsicht...

einige Kommentare neigen stark dazu alle Hobbyschrauber als selbsternannte Rennfahren im öffentlichen Verkehr abzustempeln. Auch wenn es manche nicht für möglich halten, es gibt tatsächlich Menschen die Autos zu ihren Hobbys zählen und sich mit Gleichgesinnten treffen und austauschen. Zu dieser Szene gesellen sich allerdings auch jede Menge schwarze Schafe... und hier gilt es durchzugreifen. Egal ob jemand alleine unterwegs ist oder in ein Rennen verwickelt ist, jemand der , wie in diesem Beispiel, mit extrem überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist muss wesentlich härter bestraft werden.

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mr.nett 17.07.2015, 16:07
242.

Zitat von SPONU
Wenigstens hatten die Generationen vorher (James Dean) noch genug Eier in der Hose und sind alleine auf einen Abgrund zugerast. Aber dazu .....
James Dean hat seinen Tödlichen Unfall nicht verschuldet - auch der Fahrer eines Porsche kann Opfer werden. Sonst stimme ich aber zu!

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der-michel 17.07.2015, 16:08
243. Andere Länder, andere Sitten

Zitat von christian.neiman.7
Maximum fünf Jahre. Aber diejenigen die den Sohn des Oberbürgermeisters totgefahren haben sind mit einer Bewährungsstrafe (!) davongekommen. Unsere zynische Justiz.
Da würde der deutschen Justiz ein Blick über den Zaun gut tun:

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Weshalb-das-Raserurteil-zu-hoch-ist/story/26185746

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swiss-italian 17.07.2015, 16:13
244. Auto beschlagnahmen und in Gegenwart des Rasers einstampfen

ihm die Kosten dazu verrechnen, Führerschein weg, Nach x-Jahren vielleicht wieder die Möglichkeit einen neuen Führerschein zu machen aber von Grund auf. Dazu Jahrelanges Arbeiten in einer Rehabklinik von Unfallopfer.

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Nicola54 17.07.2015, 16:23
245. nur die halbe Wahrheit

Zitat von lemmy
Erst kürzlich gab es dazu ein Gerichtsurteil. Es war geradezu läppisch, was da verhängt wurde: 2 Jahre Gefängnis, zum Teil auf Bewährung. Das ist doch ein Witz. Die deutsche Justiz gehört dringend reformiert. Bei uns lachen sich die Straftäter doch ins Fäustchen über die Wattebäuschen, mit denen sie beworfen werden. Aber bei uns wird ja grundsätzlich ein Täter-Verständnisprogramm abgespult, dass einem nur noch schlecht wird. Die Opfer können sehen wo sie bleiben. Unfassbar.
Tatsache ist, dass das Strafrecht nur die halbe Antwort gibt. Wirklich entscheidend ist, was das Zivilrecht sagt. Da muss jemand nämlich uU bis an das Ende seines Lebens Schadenersatz bezahlen, und damit ist dem Opfer eines solchen Unfalls und seiner Familie ohnehin besser gedient.

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marcw 17.07.2015, 16:26
246.

Zitat von smokingsucker
Wer zu schnell fährt, 1 Jahr FS-Entzug plus 1000 Euro pro zu schnell gefahrenen km/h. Beim dritten mal FS-Entzug auf Lebenszeit. Denn wer zu blöd ist, sich an die Regeln zu halten, darf keinen Kraftwagen führen.
Sind Sie denn jemals Auto gefahren? Ich musste einige Jahre jeden Wochentag 100 km pendeln und habe in vier Jahren sage und schreibe drei Knöllchen über jeweils 15 € für Geschwindigkeitsübertretungen im einstelligen Bereich erhalten. Ihren Forderungen nach wäre ich verschuldet, dürfte niemals Auto Fahren und mein Studium wäre wohl auch gescheitert, weil ich ab und zu an nicht schnell genug auf gerader Stecke die Geschwindigkeit von 100 auf 70 km/h reduziert habe. Das hat nichts mit Blödheit zu tun, ich kann 70 von 77 km/h durchaus unterscheiden, aber Menschen sind einfach nicht perfekt und achten üblicherweise mehr auf den Verkehr als auf die Senkgeschwindigkeit der Tachonadel.

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oneil57 17.07.2015, 16:26
247. Dank unserer Justiz

werden die Täter nur ein Du Du bekommen. Fahrlässig? dann ist also wenn einer einem anderen ins Messer fällt auch fahrlässig. Da fällt einem normal denken Menschen nicht mehr zu ein. Unsere Justiz unterstützt die Täter und nicht die Opfer.

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sirraucheinviel 17.07.2015, 16:29
248.

Zitat von LDaniel
Da gibt es doch ein Mittel, das unser Justizsystem zunehmend zu vergessen scheint. Das Gefängnis - und zwar richtig lange. Sowas ist keine fahrlässige Tötung sondern mutwillig. Wer einen Menschen bei so einer fahrt tötet, sollte frühstens nach 15 Jahren wieder die Freiheit genießen dürfen. Aber es wird vermutlich eine milde Bewährung mit null Effekt
Menschen, die der Meinungn sind, mit härteren Strafen werden Verbrechen verhindert, deren IQ kann man imo quasi kaum mehr messen .... Warum nicht Todesstrafe ? Achso, stimmt, es werden trotzdem Menschen in den USA ermordet und in Thailand Drogen verkauft. Ein Mord aus einem Unfall zu konstruieren würde quasi am Ende jeden treffen, der mit überhöter Geschwindigkeit in einen tödlichen Unfall verwickelt ist. Es ist nicht so einfach, wie die "härtere Strafen!" Kreischer es sich vorstellen .... unser Rechtssystem ist, und meiner Meinung nach vollkommen korrekterweise, auf Rehabilitation ausgerichtet und nicht auf Rache. Auch wenn Leute wie Sie es gerne anders hätten ....

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ditor 17.07.2015, 16:34
249. Stimmt nicht, es gibt reichlich Alternativen

Zitat von thlogical
Das was mit Strafe bekämpft wird ist das Ergebnis des jahrelangen Versagens. Warum fahren die Beteiligten ein Rennen. Warum kommen sie überhaupt auf die Idee weil die Gesellschaft für sie keine Alternativen haben. Jede Generation braucht seine Spielplätze und den jungen Menschen zwischen 16-25 jahren geben wir nichts.
Es gibt immer noch reichlich Vereine oder Organisationen in denen man seine Freizeit verbringen kann. Sport kann man sich sogar selbst organisieren. Oder man geht zur Freiwilligen Feuerwehr, da kommt man mit etwas Glück sogar zu diesen Rennen bzw was davon übrig geblieben ist. Nie konnte man sich so schnell eine interessante Freizeitbeschäftigung suchen wie heutzutage, das Internet ist voller passender Gruppen. Sogar was mit Autos gibt es.

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