Forum: Panorama
Integration von Sexualstraftätern: Insel versinkt in Angst

In Insel*wohnen rund 400 Menschen - darunter zwei*verurteilte Sexualstraftäter. Seit die beiden aus der Sicherungsverwahrung freigelassen wurden und*in das Dorf*zogen, demonstrieren die Einwohner, der Bürgermeister führt den Protest an. Doch nicht alle wollen die Männer loswerden.

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uinen_osse 10.11.2011, 09:27
40. Und was ist mit denen denen

Zitat von 47/11
... eine weitere " Fehlkonstruktion " des Systems, dessen Folgen Menschen ausbaden müssen. Schon längst ist es gesicherte Erkenntnis, das der Mensch eben nicht Herr seiner Entscheidungen ist, im ......
bestätigt wird dass sie geheilt sind und die dann trotzdem wieder straffällig werden? Es könnte Ihr Kind oder Ihre Frau sein die durch diese Menschen leiden müssen ... schon mal daran gedacht?

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Hubert Rudnick 10.11.2011, 09:27
41. Kranke Straftäter

Zitat von Dam
Ich habe eine kleine Tochter sie ist fast 7 Jahre alt. und Bald wird sie alleine zur Grundschule gehen können. Wie könnte ich Sie ruhigen Gewissens alleine rauslassen, wenn ich wüsste zwei kranke Straftäter sind in .....
Wenn sie solche Angst haben, dann sollten sie lieber nicht mehr unter Leuten gehen, aber vielleicht wissen sie es noch nicht, dass gerade solche Täter in dem persönlichen Umfeld am meisten tätig werden.
Es ist weniger der böse fremde Mann auf der Straße, der in der Dunkelheit sein Unwesen betreibt, sonder zu oft gute Freunde, Bekannte und Verwandte die das machen.

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cooleriker 10.11.2011, 09:28
42. Ökonomisches Kalkül?.

Zitat von mibarina
"Resozialisierung" ist nicht nur ein wolliges liberales Ziel, sondern vor allem auch nüchternes ökonomisches Kalkül. Lebenslanges Wegsperren kostet viel Geld, Integration spart Kosten. An anderer Stelle jammern wir über hohe Steuern, also müssten wir das ja eigentlich gut finden.
Dann schauen sie mal gen USA. Dort hat die Devise wer "dreimal straffällig wird, bekommt lebenslänglich" zum explosionsartigen Anstig von Gefängnisinsassen geführt. Das rief private Investoren auf den Plan die Privgefängnisse bauten. Somit lässt sich durch die Inhaftierten sogar noch Geld verdienen. Der Staat, dessen Gefängnisse überfüllt sind, verkauft gefangene an Private und die Privaten setzen sie als billige Arbeitskräfte ein. Das ist Ökonomisches Kalkül! Die Resozialoisierung einzelner ist Kostenintensiver.

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marit 10.11.2011, 09:30
43. aha

Zitat von Dam
Wie könnte ich Sie ruhigen Gewissens alleine rauslassen, wenn ich wüsste zwei kranke Straftäter sind in unmittelbarer Nähe!
Wie können sie diese in einem Dorf rauslassen wenn dort ein Vergewaltiger frei rum laufen darf, unterstützt durch die Dorfgemeinschaft?
Ist der harmloser weil er kein Fremder ist sondern zur gewachsenen Dorfstruktur gehört?

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spiegel-hai 10.11.2011, 09:31
44. Selbstjustiz?

Zitat von beobachter1960
Verstehen kann ich beide Seiten. Klar müssen die "Ehemaligen" irgendwo bleiben.
korrekt
Zitat von
Aber ich verstehe auch die Leute. Wenn bei uns im Ort jemand eine Frau vergewaltigen will kann er sich Zeit lassen, die Polizei braucht bis zu einer halben Stunde bis sie vor Ort sein kann, erst im übernächsten Ort ist noch eine Polizeistation.
ach was, der Grund ist reine Hysterie, die anscheinend von dem Bürgermeister noch geschürt wird.
Zitat von
Selbst verteidigen darf man auch nicht. Also was solls den sein? Viele Bürger fühlen sich nicht mehr geschützt und werden rebellisch, das ist normal.
natürlich darf man sich selbst verteidigen. Nennt sich "Notwehr". Sie verwechseln das wohl mit den "Recht" des Mobs auf Lynch - und "vorsorglicher" Selbstjustiz.
Zitat von
Vor langer Zeit hat der Staat dem Bürger die Selbstjustiz genommen und dafür Sicherheit versprochen. Wenn er dies nicht mehr will kann er nicht erwarten das die Bürger ihren Teil weiter einhalten.
Unfug. Wir leben in einem Rechtsstaat. Der kennt keine Selbstjustiz, aus gutem Grund, nämlich einem geordneten Rechtswesen.

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dortmunder 10.11.2011, 09:31
45. xxx

Zitat von kn4llfrosch
Natürlich haben sie vergewaltigt im Alkoholrausch, aber sie sind sich dessen bewusst und gehen offen damit um. Glaubt denn irgendjemand, dass sie nochmal trinken werden, nachdem ihnen die letzten Räusche das komplette Leben zerstört haben?
Würden Sie darauf die körperliche Unversehrheit Ihrer Frau oder ihrer Tochter verwetten (wenn ich jetzt einmal davon ausgehe, dass Sie männlich sind)?
Sicher gibt es weitere Gefahrenquellen, deswegen versucht man ja auch, bekannten, potentiellen Gefahrenquellen so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen und verurteilte Sexualstraftäter sind eben bekannte, potentielle Gefahrenquellen.

In diesem Ort Insel ist nun das eingetreten, was vorhersehbar war, als dieses Urteil bekannt wurde. Es vermag nicht zu überraschen, dass die Sorge und die Angst groß ist, da hilft wohl auch keine Broschüre, die Verständnis für die Männer fördern soll. Sexualstraftaten sind nun einmal Verbrechen, die bei der Bevölkerung höchste Abscheu hervorrufen. Das finde ich auch gut. Nun haben diese Männer ihre Strafe zwar abgesessen, aber dennoch kann es doch nicht überraschen, dass man ihnen nicht freundlich begegnet, vor allem vor dem Hintergrund, dass es Ortsfremde sind und sozusagen durch die Hintertür eingeschleust wurden. Gerade Eltern haben mein vollstes Verständnis, wenn sie darüber ihrem Unmut Luft machen, natürlich alles im Rahmen der bestehenden Gesetze, denn egal was ein Mensch getan hat, durch nichts wird er zum Freiwild und Menschen ohne Rechte.

Das Wirken dieses Ortsbürgermeisters erscheint mir kritisch. Es scheint schon so zu sein, als würde er versuchen, sich mit dieser Sache zu profilieren. Andererseits hat er auch recht wenig Alternativen, weil das Werben für Verständnis mittlerweile immer schneller als Versuch des Täterschutzes interpretiert wird, was dann Rechtsradikalen zu Gute kommt.

Noch eins zum Schluß: Man liest oft, solche Leute sollten in eine anonyme Großstadt ziehen, da fallen sie nicht auf. Irrtum, selbst hier in Dortmund bekam man sehr schnell Wind davon, wo einer dieser Sexualstraftäter hingezogen ist.

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Brillalein 10.11.2011, 09:33
46. Titulitulitulitulitirili

Zitat von Dam
Ich habe eine kleine Tochter sie ist fast 7 Jahre alt. und Bald wird sie alleine zur Grundschule gehen können. Wie......
Heiliger St. Florian, beschütz mein Haus, zünd andre an...

Die beiden ehemaligen Straftäter sind nach eigenen Angaben trocken und wollen nur im Trockenen ihre Ruhe haben. Diese Insulaner betreiben klassisches Mobbing! Wenn einer der beiden deswegen mit seinen Vorsätzen bricht, weil er der psychischen Belastung nicht standhält?? Ich glaube die meisten Leute in Insel haben leider keine Nasen mehr, die müßten sich die dringend mal anfassen.

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Zazzel 10.11.2011, 09:37
47. Nichts für Ungut

Zitat von Dam
Ich habe eine kleine Tochter sie ist fast 7 Jahre alt. und Bald wird sie alleine zur Grundschule gehen können. Wie könnte ich Sie ruhigen Gewissens alleine rauslassen, wenn ich wüsste zwei kranke Straftäter sind in unmittelbarer Nähe!
Hallo Dam,
ich kann dem Artikel nicht entnehmen, dass die beiden Straftäter Kinder angegangen hätten - da steht etwas von "Frauen". Ihre Angst kann ich trotzdem verstehen. Aber gerade wenn Sie städtisch wohnen: haben Sie mal überlegt, wie vielen potentiellen oder auch nur nicht ertappten Sexualstraftätern Ihre Tochter so täglich auf dem Weg zur Schule begegnet?

Es hilft nichts, sich über das Sichtbare aufzuregen, wenn das Unsichtbare vermutlich "ganz natürlich" ebenso vorhanden ist. Einfach wachsam bleiben und die Tochter rechtzeitig drillen, wie sie auf Ansprache durch fremde Erwachsene zu reagieren hat. Vielleicht kann sie den Schulweg ja mit einer Freundin gehen?

Prinzipiell haben die beiden ihre Strafe hinter sich gebracht. Gerade in so einem Ort mit 400 Einwohnern sollte es möglich sein, wohlwollend und zugleich kontrollierend damit umzugehen. Natürlich wird das schwerer, wenn man einen Bürgermeister hat, der sich wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt.

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derandersdenkende 10.11.2011, 09:37
48. Resozialisierung gehört zum Grundverständnis

Zitat von sysop
In Insel*wohnen rund 400 Menschen - darunter zwei*verurteilte Sexualstraftäter. Seit die beiden aus der Sicherungsverwahrung freigelassen wurden und*in das Dorf*zogen, demonstrieren die Einwohner, der Bürgermeister führt den Protest an. Doch nicht alle wollen die Männer loswerden.
einer demokratischen Gesellschaft.
Und die Mehrzahl der Menschen werden diesem Grundsatz zustimmen, auch wenn nach allgemeiner Auffassung noch viel zu wenig für die Opfer aber sehr viel für die Täter von Verbrechen getan wird.
Resozialisierung sollte aber im Umfeld der Tat erfolgen und nicht in der Anonymität weit weg.
Entsorgt der Westen seine Straftäter im Osten, ist dies kein Zeichen des Zusammenwachsens, sondern eher der Herabwürdigung der Menschen dort.

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fitzke 10.11.2011, 09:39
49. genau richtig

Sind diese Männer dort. In dieser kleinen Gemeinschaft passt jeder auf jeden auf und die beiden Männer könnten sich resozialisieren (ganz so unschuldig wie diese Gemeinschaft hier auch tut ist sie aber auch wieder nicht, schließlich gabe es eine Vergewaltigung).
Leider verhalten sich die Dorfbewohner in höchstem Maße assozial!
In einer Großstadt gäbe es dagegen keinerlei gesellschaftlichen Maßnahmen (wie in Insel: die Nachbarin bringt ihnen Essen, eine Dame (ehemalige Schöffin) sucht das Gespräch) da diese Menschen in der Anonymität (sprich: keiner beachtet sie) untertauchen können. Ich hätte mehr Angst wenn diese Menschen in einer großen Masse versinken würden und nicht auf ihr Tun achten müssten. Da ist der Schritt in alte Gewohnheiten schnell gemacht.
Wir fordern in Deutschland Strafen und können dann mit dem Ergebnis nicht umgehen. Das ein ist, dass hier der Staat massiv versagt, in dem er nach der Verantwortung über die Strafe die er verhängt, die Menschen danach alleine lässt und diese nicht Resozialisiert. Und die Gemeinschaft versagt hier, dass sie nach der Bestrafung den Menschen keine Chance auf wieder Eingliedrung gibt. Und wie die Schöffin anmerkt, es kann jeden treffen: ein falscher Download im Internet, ein unachtsamer Moment im Straßenverkehr, ein Glas zuviel...

Ich habe eher das Gefühl, dass Insel schwer in rechtspopulistischer Hand ist und diese Menschen von großem gesellschaftlichen Unverständnis geprägt sind. Vielleicht weil sie auf einer Insel leben. Verständnis für ihre Situation hätte ich dann, wenn die ehemaligen Täter sich nicht reumütig oder als ebenso gefährlich wie vor der Tat geben würden. Dies Täter sind alt, sie haben 25 Jahre in Haft verbracht, sie wissen was Strafe ist, sie sind in einer kleinen Gemeinschaft kontrollierbar. Es spricht nichts dagegen ihne die Chance zu gewähren sich zu bweisen.

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