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Internat in Hessen: Neuer Verdachtsfall an der Odenwaldschule
DPA

An der Odenwaldschule soll es einen weiteren Vorfall gegeben haben. Erst vor wenigen Tagen hatte ein Lehrer zugegeben, Kinderpornografie besessen zu haben.

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janne2109 30.04.2014, 07:25
10. ?!

an den wenigen Kommentaren hier kann man sehen, dass das Thema die Bevölkerung scheinbar nicht interessiert.
Geschrieben wurde in der Hauptsache von einer selbst betroffenen Frau, das zeigt, dass die Bevölkerung vor diesem Thema die Augen veschliesst, schlimm finde ich das.

Diese Schule hätte schon lange geschlossen werden müssen.

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pimposse 30.04.2014, 09:26
11. Strukturen sind entscheidend

sexuelle Neigungen aller Art wird es immer geben; entscheidend ist, dass es Strukturen geben muss, die die Möglichkeiten insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen einschrenken. Dazu gehört auch, den Kindern offen die Gefahren und die Abwehrstrategien zu lehren. Hätte die Odenwaldschulleitung klar und wiederholt und in groß gedruckten Aushängen und sonstigen Äußerungen allen Schülern und Lehrern eine Null-Toleranz-Politik bei diesem Thema beigebracht, wäre der Vorfall im Zeltlager schon 2013 bekannt geworden. Darüber hinaus ziehen bestimmte Insititutionen eben bestimmte Leute an, das kann man nicht mir "Durchschnitt der Bevölkerung" verharmlosen. Es ist kein Wunder, dass die katholische und nicht primär die evangelische Kirche bei diesem Thema im Focus steht. Genausowenig ist es ein Wunder, dass das Familienprinzip in der Odenwaldschule offenbar vorwiegend von Männern geführt eben bestimmte Männer anzieht. Und ja: Generalverdacht ist hier genauso angebracht wie bei allen Kaufhausbesuchern, die per Kamera, elektronische Sicherungen und Hausdetektiven von unrechtmäßigen Taten weitgehend abgehalten werden, q.e.d.

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rauchendes_gnu 30.04.2014, 10:03
12. Andererseits...

Zitat von janne2109
... dass das Thema die Bevölkerung scheinbar nicht interessiert. ... dass die Bevölkerung vor diesem Thema die Augen veschliesst,
... halte ich es für ein Zeichen eines veränderten Umgangs mit der ganzen Thematik, daß sich inzwischen Betroffene äußern, nicht nur in geschützten Rahmen / Räumen, sondern in der Öffentlichkeit.

Wenn Sie wie ich die vielen vielen Kommentare zu den früheren Odenwaldschule-Artikeln und den Artikeln rund um die sog. Edathy-Affäre gelesen haben ("sog.", weil nach wie vor ermittelt wird und die Unschuldsvermutung zu gelten hat, ob einem das paßt oder nicht), können Sie nicht unterstellen, die Bevölkerung würde die Augen verschließen.

Aber letztlich ändert es nichts, in Leserforen wiederholt seinen Unmut, seine Empörung, seine Erschütterung kund zu tun - wichtiger ist es, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und, wenn nötig, Zivilcourage zu zeigen und nicht wegzusehen, wenn einem etwas merkwürdig vorkommt (ich denke an den Fall einer aufmerksamen Fußgängerin, der ein etwas verkommener Mann mit kleinem, verschüchtertem Mädchen Nähe einer Kleingartenanlage auffiel und die rechtzeitig Hilfe holte - KLASSE!), sondern lieber einmal zu oft jemanden anzusprechen, als einmal zu wenig.

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sinasina 30.04.2014, 13:07
13. Schließung der Schule

Zitat von braut
[...] ist mir sowieso ein Rätsel, dass dort noch jemand angemeldet wird.
Ähnlich wie in Salem waren es früher oft beruflich sehr engagierte, gut betuchte Eltern, die ihre Kinder die Odenwaldschule besuchen ließen.
Heute sind es wohl viele Kinder, die von Jugendämtern dort zwangsweise (Herausnahme aus den Familien) untergebracht werden.

Eltern, die Ihre Kinder dort hinschickten, im Glauben, eine gute Wahl getroffen zu haben, können ihre Kinder jederzeit abmelden.
Kinder, die aufgrund problematischer Familienverhältnisse aus den Familien genommen wurden, können nicht darauf hoffen, von ihren Eltern abgemeldet zu werden. Diese Kinder sind im doppelten Sinn Opfer.

Ich war früher vom Konzept der Odenwaldschule und den vielen schulischen und außerschulischen Angeboten sehr angetan.
Mittlerweile bin ich für eine Schließung der Schule, denn sichtbar ist die Schule nicht in der Lage, sich aus den alten Strukturen heraus zu erneuern.

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ergo-oetken 30.04.2014, 13:33
14. Courage

Zitat von janne2109
an den wenigen Kommentaren hier kann man sehen, dass das Thema die Bevölkerung scheinbar nicht interessiert. Geschrieben wurde in der Hauptsache von einer selbst betroffenen Frau, das zeigt, dass die Bevölkerung vor diesem Thema die Augen veschliesst, schlimm finde ich das. Diese Schule hätte schon lange geschlossen werden müssen.
An sich ist das allgemeine Interesse sehr groß. Manchmal kommen auf jeden Kommentar über 1000 stumme MitleserInnen. Zu Hochzeiten der Skandalberichterstattung gab es auch schon mal Raten von 1 : 10 000.

Die OSO-Sache läuft ja jetzt schon eine Weile. Und was greifbar Neues gibt es derzeit nicht. Außerdem ist morgen 1. Mai. Da muss man noch einkaufen...

Die Thematik berührt die Menschen existentiell. Im tiefsten Inneren. Ich erwarte von niemandem, dass er da wirklich hinguckt. Freue mich aber über jeden, der es auf sich nimmt. Nur so kommen wir vorwärts und können die anstehenden Probleme lösen.

MfG,
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

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hartmut_s 02.05.2014, 20:04
15. Folgeschäden

Erst vor einer Woche gab es einen Artikel im "Darmstädter Echo", in dem der Schule vorgeworfen wurde, mit diesen Dingen falsch umzugehen und eher zu vertuschen und zu verharmlosen. Und jetzt zeigt sich, dass der Lehrer intern tatsächlich seit Jahren für sowas bekannt war.
Ich kannte früher (Ende 80er) mal einen ehemaligen Schüler der OSO - heute kann ich mir denken, woran es lag, dass er massivste Probleme mit seiner persönlichen Entwicklung hatte. Er wäre damals fast drogensüchtig geworden, ließ dann aber die Finger davon, als er in religiösen Wahn verfiel. Als ich ihn das letzte Mal sah, verteilte er in der City selbstgedruckte Flugblätter, auf denen er davon berichtete, wie Der Herr ihn vor Masturbation und Pornosucht gerettet habe.

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jamguy 12.05.2014, 20:00
16. Schule schliesen

Komisch das keiner verlangt hat das die Kirchen geschlossen werden?

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