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Internet-Pranger: Sportlerin Friedrich verteidigt Outing eines Stalkers
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Leichtathletik-Ass Ariane Friedrich hat die Nase voll von Stalkern. Ein Unbekannter schickte ihr eine anzügliche E-Mail plus Foto seines Genitals - sie veröffentlichte daraufhin seinen Namen bei Facebook. Jetzt streiten ihre Fans: Darf eine Prominente sich auf diese Art wehren?

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GetulioV 22.04.2012, 19:01
280.

Zitat von wasserschwein
Paragraphen 22, 33 KunstUrhG. Es gibt Strafnormen außerhalb des StGB. Nebenstrafrecht, aber keine Nebensache. Siehe auch Urheberrecht, Steuerrecht, ... Keine "dünnen Bretter".
Die Existenz von Nebenstrafrecht ist mir wohlbekannt. Nur sind die genannten §§ nicht einschlägig, weil hier von Fr. Friedrich überhaupt keine Bilder verwendet wurde. Im Übrigen dürfte schon nach kurzem Nachdenken einleuchten, dass es hier um keinen Urheberrechtsstreit geht.

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tatwort 22.04.2012, 19:01
281. Erwartet

Zitat von Petra Raab
Ich habe den Eindruck einige hier halten Frau Friedrich für komplett bescheuert, obwohl sie eine Ausbildung als Kommisarin absolviert hat. Glauben sie wirklich, sie veröffentlicht einfach mal so den Namen, wenn sie nicht hieb- und stichfeste Beweise in Händen halten würde? Ehrlich, diese ganzen "Möchtegernkommisare" hier sind wirklich nur noch lachhaft.
Weshalb nur bin ich nicht erstaunt, dass Sie zwar etwas behaupten, anschliessend aber keine Belege liefern?

Frau Friedrich hat im Moment überhaupt nichts ausser einiger sich selbst widersprechender Aussagen in ihrem Facebook-Account. Sie aber schwingen sich zur Jeanne d'Arc des Pöbels auf und wollen die Scheiterhaufen brennen sehen. Aber von Ihrem Blog her ist man sich (rechts-)populistische Vereinfachungen ja gewohnt.

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doniccc 22.04.2012, 19:02
282.

Zitat von MashMashMusic
Ja. Und wenn er recht bekommt? Weil er vielleicht recht hat? Dann sieht's für Frau Friedrich übel aus. Beamte haben da noch mit weiteren Konsequenzen als Normalbürger zu rechnen.
Nun, dazu müsste Sie eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr erhalten. Kann Sie also dahingehend sehr gelassen sehen!

Aschso: Beamte sind übrigens auch normale Bürger!

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wolfman11 22.04.2012, 19:03
283. Recht hat Sie

Was Ariane Freidrich da getan hat findet meine volle Zustimmung. Derartige Typen sollen ruhig Gelegenheit bekommen, in aller Öffentlichkeit zu Ihren Taten zu stehen. Eine erfolgreiche Sportlerin mag eine Person des öffentlichen Lebens sein, sie ist deshalb noch lange kein Freiwild.

Klasse gemacht Ariane. Hoffentlich gibt dies noch mehr Frauen Mut, sich zur Wehr zur setzen.

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Irodeschi 22.04.2012, 19:03
284. @chrima

Erst einmal vielen Dank, dass sie beim Zitieren meines Postings einen wesentlichen Teil weggelassen haben, aber nun ja, man benutzt nur, was man braucht, hm?

Ja, auch wenn sie mich der Dummheit bezichtigen, denn ein bißchen Flamerei muß schon sein, sonst ist man wohl kein ganzer Kerl....dann finde ich es doch erstaunlich, in welchen Kreisen sie sich bewegen, dass sie ein solches Internet-Gebaren für normal halten und mich abkanzeln?

Ich spreche nicht von Spezialisten, sondern von normalen Usern und die kennen sich meines Erachtens technisch sicherlich nicht alle so aus, wie sie das beschreiben! Das stellt vermutlich den normalen Durchschnitt dar.

Ich stehe weiterhin zu meiner Ansicht, dass es viel zuviele schamlose Otto-Normalverbraucher-Schw....-Pic-Versender gibt und wenn hierdurch schonmal 50 % der nicht technisch versierten Deppen ihren Finger vom Senden-Klick fernhalten, dann hat Frau Friedrich etwas erreicht.

Ich distanziere mich weiterhin von allen radikalen, persönlichen, undifferenzierten Verfolgungen eines Menschen, dessen Schuld nicht nachgewiesen ist.

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adal_ 22.04.2012, 19:04
285. Beleidigung § 185 StGB

Zitat von Trondesson
Aus dem Artikel geht andererseits nicht hervor, ob es sich um einen Stalker handelt, um eine Spammail oder um eine einmalige Mail dieses speziellen Benutzers...
Aus dem Artikel geht hervor, dass es sich um sexuelle Belästigung handelt.
Genauer gesagt, um Beleidigung (mit sexuellem Hintergrund) gem. § 185 Strafgesetzbuch.

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tatwort 22.04.2012, 19:04
286. Schuss ins Leere

Zitat von chrima
Providerdaten anfordern z.B. Irgendwo habe ich hier auch was von Facebook-Logfiles gelesen, die die Frau Friedrich angeblich ausgewertet haben will. Es ist nicht legal als Amtsperson (Polizistin) Amtsrechte für persönliche Zwecke zu mißbrauchen.
Stimmt. Frau Friedrich hatte ursprünglich gepostet, dass sie von Facebook die Daten erhalten habe. Nur: Was will sie damit? Dann hätte sie eine IP. Danach braucht es ein Verfahren, um vom Provider weitere Daten zu erhalten.

Das mit den Facebook-Logdaten hat sie zwischenzeitlich wieder zurückgenommen. Dann bleibt: Nix. Sie konnte also keine Amtsrechte missbrauchen. Aber dafür viel heisse Luft produzieren.

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moonlighting 22.04.2012, 19:05
287.

Zitat von Petra Raab
Glauben sie wirklich, sie veröffentlicht einfach mal so den Namen, wenn sie nicht hieb- und stichfeste Beweise in Händen halten würde?
Scheinbar schon.

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wolfman11 22.04.2012, 19:06
288.

Zitat von movfaltin
Nach wie vor ist die einseitige Veröffentlichung sensibler Daten aus persönlichem Schriftwechsel wohl (zivilrechtlich) ein Eingriff in die grundlegenden Persönlichkeitsrechte der angegangenen Person. Ich hatte kein Problem, den angeblichen Belästiger über Google (wohl eindeutig) ausfindig zu machen, inklusive Bild und Vereinszugehörigkeit. Für mich scheint die absichtliche Missachtung von Grundrechten sowie der informationellen Selbstbestimmung kein Verhalten, das eines Exekutivbeamten würdig oder auch nur annähernd vertretbar ist. Etwas Besonnenheit wäre überforderten Polizeibeamten zu wünschen - und sollte eigentlich Teil der Berufsausbildung sein. Vielleicht hat Frau Friedrich im Zuge ihrer "Freistellungen" zugunsten des Leistungssports aber diesen Teil der Ausbildung verpasst. Es ist jedoch unterm Strich gut, dass sie - öffentlichkeitswirksam wie immer - das Augenmerk einmal mehr auf die Schattenseiten des öffentlichen Lebens lenkt und damit letztlich auf drastischere Bestrafungen für diese enorme Minderung der Lebensqualität hinwirkt.
Der erste Teil des Statements könnte auch gut unter der Rubrik "Täterschutz vor Opferschutz" rangieren.

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DerBlicker 22.04.2012, 19:07
289. nein ist es nicht

Zitat von movfaltin
Nach wie vor ist die einseitige Veröffentlichung sensibler Daten aus persönlichem Schriftwechsel wohl (zivilrechtlich) ein Eingriff in die grundlegenden Persönlichkeitsrechte der angegangenen Person.
Wer an jemanden schreibt, muss damit rechnen, dass sein Schreiben öffentlich wird.

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