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Internet-Pranger: Sportlerin Friedrich verteidigt Outing eines Stalkers
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Leichtathletik-Ass Ariane Friedrich hat die Nase voll von Stalkern. Ein Unbekannter schickte ihr eine anzügliche E-Mail plus Foto seines Genitals - sie veröffentlichte daraufhin seinen Namen bei Facebook. Jetzt streiten ihre Fans: Darf eine Prominente sich auf diese Art wehren?

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donbilbo 22.04.2012, 19:20
310. Hilferuf

Man könnte es auch so interpretieren, dass diese Aktion als Hilferuf zu verstehen ist.

Wenn selbst (oder besser: gerade) Polizeibeamte das Vertrauen in die Justiz so sehr verloren haben, dass sie Täter über das Netz blossstellen, weil sie wissen, dass eine Anzeige absolut nichts bringt, dann haben wir als Gesellschaft ein Problem.

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doniccc 22.04.2012, 19:20
311.

Zitat von wasserschwein
Ich möchte den Blick aller Hobbyjuristen auf Paragraph 22 Kunsturhebergesetz richten (KunstUrhG) sowie die begleitende Strafnorm in 33 KunstUrhG. § 22* Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten. § 33* (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen den §§ 22, 23 ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt.
Nö, falsch. Urheberrechtsverletzungen werden grundsätzlich zivilrechtlich verfolgt!

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DerBlicker 22.04.2012, 19:21
312. doch müssen Sie

Zitat von team_frusciante
Hm, geht so. Wenn ich mal vergessen sollte mich hier auszuloggen und jemand verbreitet etwas in meinem Namen, möchte ich mich dafür nicht verantworten müssen.
Das ist ständige Rechtssprechung des BGH zu Urheberrechtsverletzungen über das Internet, Sie müssen daher Ihr WLAN auch verschlüsseln.

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Petra Raab 22.04.2012, 19:21
313.

Zitat von twan
Aber ein grober Gewaltakt, oder seelische Vergewaltigung kann es nur sein, wenn man wie in ihrem Fall mit 65 Jahren noch nie ein "gegnerisches" Genital gesehen hat.....

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass man aufgrund bestimmter
Tätigkeiten die nicht sorgsam ausgewählt wurden und deshalb dadurch auch öfters vorgefallen sind, abgestumpft wurde.

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Trondesson 22.04.2012, 19:22
314.

Zitat von Petra Raab
Alleine die Worte des Täters genügen als sexueller Gewaltakt.
Nein.

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chrima 22.04.2012, 19:22
315.

Zitat von doniccc
Und Sie sollten mal Nachlesen, was Sponsoring heißt, denn Polizisten werden vom Staat nicht gesponsort!
Polizistinnen die zwar keinen normalen Dienst tun, dafür tagtäglich über Stangen hüpfen schon.

Oder meinen Sie die ehemaligen DDR-"Betriebssportler" waren tatsächlich Amateure und waren genauso berufstätig wie ihre "Kollegen"?

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MashMashMusic 22.04.2012, 19:23
316.

Zitat von doniccc
Nun, dazu müsste Sie eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr erhalten. Kann Sie also dahingehend sehr gelassen sehen!
Hm, kommt drauf an, was passiert. Falsche Beschuldigung, Aufrufen zur Straftat ... kommt auf die Findigkeit der Staatsanwaltschaft an.

Zitat von doniccc
Aschso: Beamte sind übrigens auch normale Bürger!
Nicht wenn es ums Strafrecht geht. Als Beamtenkind weiß ich das.

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dieter_durchschnitt 22.04.2012, 19:23
317.

Zitat von --_Der_Kleine_Prinz_--
... wir die Barbarei des Stalkens ächten würden. Dann wäre es nie zu diesem Vorfall gekommen. Oder sehe ich das falsch?
Ja.
Denn das Stalken ist bereits gesellschaftlich geächtet. Oder sehen Sie jemanden der für´s Stalking wirbt?

Und genau so, wie das Stlking geächtet ist, wünsche ich mir dies auch für Selbstjustiz und Internet-Pranger.

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moonlighting 22.04.2012, 19:23
318.

Zitat von Petra Raab
Eine Kommisarin weiß was sie macht.
Eine Kommissarin hätte weiser gehandelt.

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tatwort 22.04.2012, 19:24
319. Wo?

Zitat von DerBlicker
Die Dame hat Anzeige erstattet, also muss sie sich sehr sicher sein, denn eine falsche Beschuldigung ist auch strafbar. Es kommt also immer noch darauf an, ob sie den Richtigen beschuldigt hat. Wenn ja, ist alles rechtlich in Ordnung.
Woher nehmen Sie die Information, dass Sie Anzeige erstattet habe? Gestern noch behauptete sie, sie habe noch keine Anzeige erstattet.

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