Forum: Panorama
Internet-Pranger: Sportlerin Friedrich verteidigt Outing eines Stalkers
Getty Images

Leichtathletik-Ass Ariane Friedrich hat die Nase voll von Stalkern. Ein Unbekannter schickte ihr eine anzügliche E-Mail plus Foto seines Genitals - sie veröffentlichte daraufhin seinen Namen bei Facebook. Jetzt streiten ihre Fans: Darf eine Prominente sich auf diese Art wehren?

Seite 39 von 61
Petra Raab 22.04.2012, 20:16
380.

Zitat von Trondesson
Womöglich hat sich aber hier das Opfer zum Täter, und den vermeintlichen Täter zum Opfer gemacht. Was nun?
Wenn ein Mensch nicht mehr in aller Öffentlichkeit aussprechen darf, wer ihm körperlich oder seelisch Schaden zugefügt hat, dann läuft
einiges schief in unserem Rechtssystem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MashMashMusic 22.04.2012, 20:19
381.

Zitat von doniccc
Sie irren! Auch für Beamte gelten die Strafgesetzbücher wie für jeden anderen auch. Man darf nicht mehr oder weniger als andere! Als Beamter weiß ich das!
Von "dürfen" hat kein Mensch gesprochen.

Aber Sie werden als Beamter je nach Schwere des Vergehens auch nochmal durch den Staat bestraft. Schlimmstenfalls mit Entlassung und Streichung der Pensionsansprüche.

Und dann können Sie mal versuchen, in der freien Wirtschaft einen Job zu bekommen, wenn Sie geprüfter Betriebssekretär oder so was sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trondesson 22.04.2012, 20:19
382.

Zitat von jujo
Das Netz ist öffentlich, das sollten alle "Täter" wissen, wenn sie dadurch zum "Opfer" werden, hätten sie sich vorher überlegen müssen! In diesem Fall ist Frau Friedrich nicht für die Blödheit eines anderen verantwortlich zu machen, Punktum!!!!
Für ihre eigene aber schon, sollte sich herausstellen, daß sie, ohne alle Fakten zu kennen, den Falschen beschuldigt zu haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trondesson 22.04.2012, 20:20
383.

Zitat von DerBlicker
Die Klagen könnte ja nur gegen die Person gerichtet sein, welche sich der falschen Identität bemächtigt hat. Ich darf jede Email veröffentlichen, die ich erhalte.
Nein, das dürfen Sie nicht, noch nicht einmal auf Facebook.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tatwort 22.04.2012, 20:24
384. Argumente

Zitat von Petra Raab
Ich gehe deshalb davon aus, weil ich die Ausbildung von Frau Friedrich und den Umstand, dass sie eine Person ist die in der Öffentlichkeit steht, berücksichtige. Von was sie ausgehen weiß ich nicht oder doch, weil sie nichts weiter auf ihrer Facebookseite geschrieben hat.
Mit Ihrer Argumentation wären Sie also auch für Kachelmann ebenso eingestanden wie etwa für Nixon oder Clinton.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
telimo 22.04.2012, 20:25
385. falsch

Zitat von doniccc
Ohne auf Ihren seltsamen DDR-Vergleich weiter eingehen zu wollen: Das Beamtengesetz sieht eine Beurlaubung ohne Bezüge bis zu 10 Jahren vor (z.B. in B.W.). WEnn Frau Friedrich nicht arbeitet, erhält sie auch kein Gehalt! Also lassen Sie diese lächerliche Neid-Debatte. Sie spondern sie nicht mit Ihren Steuergeldern, keine Angst!
Ariane Friedrich gehört der Sportfördergruppe der hessischen Polizei an. Sie bekommt also wie jeder andere Beamte auch Geld vom Staat. Wo Sie nun schon wieder einen Neid sehen wollen ist mir schleierhaft. Als nächstes behaupten Sie bei einer Debatte um Hartz4, dass Kritiker auf die Hartz4 Bezieher neidisch sind. *kopfschüttel*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BeitragszahlerwiderWillen 22.04.2012, 20:26
386.

Zitat von sysop
Leichtathletik-Ass Ariane Friedrich hat die Nase voll von Stalkern. Ein Unbekannter schickte ihr eine anzügliche E-Mail plus Foto seines Genitals - sie veröffentlichte daraufhin seinen Namen bei Facebook. Jetzt streiten ihre Fans: Darf eine Prominente sich auf diese Art wehren?
Ich überlege mir gerade, wie ich reagieren würde, wenn mir eine Frau ein Foto von dem senden würde, was sich unter ihrer Unterhose befindet. Ich glaub, ich würde höchstens eine freche Bemerkung zurücksenden...aber man kann natürlich auch ein großes Problem daraus machen...
Aber wer private Informationen ohne Wissen des Absenders öffentlich macht, wird in jedem Fall strafrechtlich belangt. Noch schlimmer, wer Fotos eines Dritten im Weltnetz veröffentlicht - der begeht eine Urheberrechtsverletzung. Insofern wird es sehr teuer für Frau Friedrich werden. Wie war es doch gerade mit der Klage eines Nutzers gegen die Gesichtsbuch-Weltnetzseite?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
team_frusciante 22.04.2012, 20:30
387.

Zitat von Petra Raab
Gewalt gegen Frauen. Wer in vorliegendem Fall keine Gewalt gegen eine Frau erkennt, der ist ziemlich weit von sich selbst entfernt.
Ich erkenne im Verschicken eines Penisfotos oder dem Erzählen eines Witzes tatsächlich keine GEWALT. Dass es nicht richtig ist, dass man es auch verurteilen kann, wenn es zu einer wiederholten, penetranten Belästigung wird, keine Frage, aber Gewalt definiere ich anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Petra Raab 22.04.2012, 20:30
388.

Zitat von tatwort
Mit Ihrer Argumentation wären Sie also auch für Kachelmann ebenso eingestanden wie etwa für Nixon oder Clinton.
Ich bin mir nicht so sicher, ob sich einer dieser Herren genötigt gefühlt hätte, wenn er solche Worte von einer Frau und den dementsprechenden Anhang geschickt bekommen hätte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trondesson 22.04.2012, 20:31
389.

Zitat von PeterPaulPius
Sie übersehen, dass der Gesetzgeber schon seit jahrzehnten nicht in der Lage ist, Betroffene wirksam zu schützen. Ein Beispiel: es ist mir schlichtweg schleierhaft, wieso nicht grundsätzlich die Rufnummer von Anrufern übermittelt wird. Es gibt keinen sichtbaren , legalen Grund, wieso Nummern unterdrückt werden können. Es würde nur noch ein Promillebereich an Störungen übrig bleiben! Daher finde ich es klasse, wenn jemand Zivilcourage zeigt. Wenn nicht eine Polizistin, wer dann. Der Bloßgestellte kann ja jetzt seinerzeit die Gerichte bemühen. Er muss dann damit rechnen, dass sein Genital gerichtlich und sachverständig begutachtet wird. Wette, dass dieses Arschloch nicht klagen wird! Also, was soll die Diskussion? Der Fall wurde mit großer Prävention außergerichtlich erledigt. Mann stelle sich vor, die Belästigte hätte unser Rechtssystem bemüht. Das hätte Tausende gekostet. Forget your political correctness!
Und Sie übersehen, wie die meisten hier, die Tatsache, daß es aus dem Artikel nicht hervorgeht, daß der Täter eindeutig identifiziert wurde.
Es kann passieren, daß man dann das falsche Genital in den Händen hält, und dann wird es erst richtig peinlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 39 von 61