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Interview zum Kommunionsstreit: "Franziskus ist ein Konservativer"
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Franziskus hat sich im Kommunionsstreit gegen die Bischöfe um Kardinal Marx gestellt. Buchautor Marco Marzano erklärt, warum die deutsche Perspektive verzerrend wirkt - und wie der Papst zu verstehen ist.

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1579 06.06.2018, 18:06
1. Keine Überraschung

Hat wirklich irgend Jemand gedacht, dass die katholische Kirche, oder der Papst vorhatten, etwas zu ändern?
Es bleibt ein rückständiger Männerverein und wird es auch bleiben.
Ich kann Homosexuelle nicht verstehen, die in dieser Institution bleiben. Verhinderung der Überbevölkerung, weil Verhütungsmittel verboten sind und Verhinderung der Ausbreitung von Krankheiten, weil Kondome nicht erlaubt sind. Für mich ist das in höchsten Maße kriminell. Ein verlogener Haufen. Zynisch fand ich den Papst, als er für die Opfer und Betroffenen in Guatemala gebetet hat. Als wenn das helfen würde. Davon können Sie sich nichts kaufen. Hier sollte die katholische Kirche, mit ihrem unermesslichen Reichtum, finanziell unterstützen. Gebete— also wirklich. Mir fehlen die Worte.

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BettyB. 06.06.2018, 18:07
2. Gut erkannt, Gefahr gebannt

Tja, da haben die deutschen Römisch-Katholischen wohl vergessen, dass es aus Sicht ihrer Kirche nur eine Kirche gibt und zudem nicht nur die eine Glaubensgemeinschaft der deutschen Lutheraner, sondern eine Vielzahl von christlichen Glaubensgemeinschaften (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_christlicher_Konfessionen).

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sven2016 06.06.2018, 18:25
3.

Klingt überzeugend.

Der Papst als Mensch wirkt sympathisch, als Amtsträger ist er so schräg wie seine Vorgänger. Schade.

Aber was erwartet man eigentlich von einer "Kirche"? Eben.

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equigen 06.06.2018, 18:52
4. Glauben die das GOTT das interessiert?

Diese kleinlichen Spielchen um Macht, Rechthaberei und Wortklauberei.... Ein GOTT der angeblich Millionen von Universen, mit Milliarden von Galaxien mit Millionen von Sternen und Planeten erschaffen hat ... den soll es kümmern ob ein Christ der sich katholisch oder protestantisch oder orthodox nennt eine Stückchen Geback zu sich nehmen darf in Gegenwart des anderen oder nicht?! Als Atheist finde ich die Großmannssucht und Egozentrik von Kirchenführern immer wieder erstaunlich. Und noch erstaunlicher, dass es soviele Gläubige gibt, die so einen religionspolitischen Kinderkram mitmachen.

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skeptikerjörg 06.06.2018, 19:20
5. Amtskirche vs. Gläubige

Alle praktizierenden Christen, die ich kenne, egal, ob katholisch oder protestantisch, haben für diesen Streit kaum bis kein Verständnis. Dass ein Papst, der die katholische Weltkirchliche repräsentiert, sich in dieser typisch deutschen Frage bedeckt hält, kann ich noch verstehen, dass der rückwärtsgewandte Kardinal Wölki darüber einen Grundsatzstreit vom Zaun bricht, nicht. Da war man vor langer Zeit schon mal weiter: Im Herzogtum Jülich-Berg-Kleve war ab 1555 das Abendmahl in beiderlei Form zulässig. Ok, war vor dem 30jährigen Krieg. Wir sind eine gemischt konfessionelle Familie und wollen wir beide mit den Kindern gemeinsam zum Abendmahl, gehen wir in die evangelische Kirche. Da hatten wir nie ein Problem.

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gerhard38 06.06.2018, 19:49
6.

Vergesst diesen Firlefanz und werdet nach der eigenen Fasson glücklich. Wer braucht diesen komischen Verein und die Meinung des Klerus oder des Papstes als Leitbild für das tägliche Leben? Schon der alte Fritz gab einen feuchten Dreck auf die Meinung der Kirche.

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cdrb 06.06.2018, 20:20
7. Gut so

Aus dem Artikel: Marzano: Natürlich. Die katholische Kirche in Deutschland ist modern, fortschrittlich, sehr offen.

Nun, man sagt nicht zu Unrecht, dass, wer allem gegenüber offen sei, nicht ganz dicht sein könne.

Und dass der Papst konservativ sei, kann auch niemanden überraschen. Die maßgeblichen Botschaften des Christentums, die Worte Christi selbst oder seiner Apostel, sind 2000 Jahre alt. Da bleibt nicht viel Raum, sich einem flatternden Zeitgeist - der letzlich nur die spontane Bedürfnisbefriedigung propagiert - anzupassen.
Und man möchte meinen, das sei auch sehr gut so.

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cdrb 06.06.2018, 20:25
8. Seltsam...

Zitat von equigen
Als Atheist finde ich die Großmannssucht und Egozentrik von Kirchenführern immer wieder erstaunlich.
Ich hingegen finde es immer wieder faszinierend, dass sogenannte "Atheisten" zwar den nichtkausalen, waltenden Schöpfer ablehnen, aber der These des ebenso nichtkausalen "Big Bang" vehement zustimmen.
Was die Schwäche der Argumente angeht, stehen die "Atheisten" jedenfalls keinen Deut besser da als "die" Kirche.

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cdrb 06.06.2018, 20:28
9. Geschichte

Zitat von gerhard38
Schon der alte Fritz gab einen feuchten Dreck auf die Meinung der Kirche.
Der hat auch einen Angriffskrieg geführt und um ein Haar sein Land ruiniert, hätte es nicht "das Wunder des Hauses Brandenburg" gegeben.

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