Forum: Panorama
Islam in Deutschland: Gleiche Freiheit heißt gleiche Verantwortung
Getty Images

Muss der Staat Muslimen mehr Rechte einräumen? Justizminister Heiko Maas beschreibt in einem Gastbeitrag, was sich in Staat und Gesellschaft ändern müsse, um Gleichberechtigung unter den Religionen zu erreichen. Und was Muslime dazu beitragen können.

Seite 1 von 17
kyodurl 04.06.2015, 05:41
1. Richtiger Ansatz

Beidseitigkeit der Toleranz, Respekt und Ruecksicht, nur so geht es langfristig.

Beitrag melden
stanislaw 04.06.2015, 05:44
2.

"Ich meine, wir brauchen keine Änderungen des Rechts, aber Tugenden für das friedliche Zusammenleben. Wir brauchen Respekt auch gegenüber den Religionen, an die wir selbst nicht glauben und die wir ablehnen. "

Herr Maas, genau dieser Absatz ist eigentlich der Kern der Geschichte und auch die Ursache für viele Probleme. Per Definitionem kann eine Religion, besonders eine monotheistische Religion keine andere Religion ernst nehmen, weshalb es auch so schwierig ist mit dem Respekt.

MfG Stefan Fröhlich
42 ;-)

Beitrag melden
mkh1 04.06.2015, 05:46
3. Mohammed

Ich lebe seit 11 Jahren in Dubai und lehre an einer Universitaet. In den letzten Jahren ist auffallend, dass sich Studenten die sich fuer ein Masterstudium in Deutschland interessieren mir immer wieder die Frage stellen : "Ist dieses Land / diese Stadt denn auch sicher fuer Auslaender ? Was ist mit dem Hass auf den Islam ?" Gleiches wird mir bei Freunden zuteil die aus beruflichen Gruenden einen Aufenthalt in Deutschland in Erwaegung ziehen -muessen-. Insbesondere nach Ostdeutschland moechte kaum jemand. Allenfalls nach Weimar um dort das Studium am Bauhaus fortzusetzen da dieses einen grossen Namen hat. Es schmerzt jedes Mal erneut festzustellen, dass dies nicht mit einem klaren " Ja" (Sicherheit) oder "Nein" (Islamhass) beantwortet werden kann und man die verschiedenen Regionen Deutschland bemuehen muss. Es handelt sich hier ausschliesslich um hervorragend ausgebildete junge Menschen, mehrsprachig, weltoffen, reiselustig und respektvoll. Wenn sie es dann trotzdem tun stellen sich sehr schoene Ergebnisse ein. Mit meinem ehemaligen Studenten Mohammed durch Muenchen zu spazieren gleicht einem socializing event. Sei es auf dem Viktualienmarkt, der UBahn oder der Ludwigstrasse. Von ueberall ruft es : ? Hallo Mohammed, komm rueber auf einen Cafe? oder "Hi Mohammed, am Wochenende bei mir, nicht vergessen?. Egal ob es die Marktfrau, der Taxifahrer, der Student oder die huebsche Serviererin des Beisls um die Ecke ist.

Beitrag melden
question2001 04.06.2015, 06:08
4. Knapp vorbei -

- ist auch voll daneben.
Und bei Herrn Maas kann man sich darauf verlassen.

Das Letzte was wir brauchen sind Halbwahrheiten und gefällige Mythen, die nicht wahrer werden wenn man sie wiederholt.
1. Dass Hunderttausende irgendwelche Veranstaltungen besuchen belegt absolut nicht die Sinnhaftigkeit derselben. Da gibt es genug, auch historische, Beispiele.

2. Evangelikale und fromme Muslime, ganz zu schweigen von ultrafrommen, machen absolut nichts "bunter". Es sind per se intolerante und ausschließende Ideologien die sofort uns alle dominieren würden wenn sie ein Zipfelchen Macht bekämen.

3. Wir müssen den Teufel tun und jetzt die Religionen noch "gleichberechtigter" machen als sie ja schon sind. Das ist alles bestens geregelt, auch wenn die Muslime natürlich gern noch mehr machen würden, wie den Ruf des Muezzin einführen u.ä..Das ist keine Islamophobie sondern auch Gabrieles Kumpel Mäzen nachzulesen.
Der Koran strotzt, vielleicht findet Herr Maas mal Zeit ihn zu lesen, von klar verfassungsfeindlichen Aufforderungen zum Thema "Ungläubige", Frauen, Sklaven, usw.. Da hilft alles nichts, das ist Fakt. Daher ist diese Religion unter Beobachtung zu halten, und nicht wünschenswert für unser Land. Dennoch darf natürlich gleichzeitig Diskriminierung muslimischer menschen nicht geduldet werden. Aber Herr Maas badet lieber lauwarm und denkst und redet ebenso. Armselig, aber natürlich im Vollgefühl zu den "Guten" zu gehören.

Beitrag melden
hschmitter 04.06.2015, 06:10
5.

Von mir aus Religionen, von mir aus Steuern und Abgaben - aber wieso ist der Einzug der Kirchensteuer nicht in der Kirche geregelt? Und warum alimentieren alle diese Kirchen, seien es die Sozialeinrichtungen oder die Gehälter derjenigen, die dann auch mal ganz intolerant gegen andere, deren Lebensvorstellungen ihnen nicht passen, predigen dürfen? Es ist Aufgabe der Religionen, ihre Religionen zu erläutern - warum soll das in öffentlichen Gebäuden wie Schulen geschehen - da finde ich LER deutlich sinnvoller. Es stellt sich also schon die Frage nach einem Staat, der Religionen nicht direkt oder indirekt alimentiert.

Beitrag melden
friedrichipp 04.06.2015, 06:13
6. Herr Maas!

Was, bitte schoen, ist negativ an meiner Einstellung, frei von Religion leben zu wollen. Ein Anderer mag 24/7 die Glocke viertelstuendlich schlagen hoeren, oder zu nacht schlafender Stunde dem beim Muezzin Gott loben zuhoeren. Ich habe das gleiche Recht diese Belaestigunen nicht erdulden zu muessen, ohne deswegen mit dem Atrribut negative Religionsfreiheit versehen zu sein. Wer sich beispielsweise hierzu durchsetzt, ist in einem demokratischen Prozess zu klaeren. Ohne vorherige Klassifizierung negativ/positiv religionsfrei. Wie sieht dann eine positive Religionsfreiheit aus. Nur wer bei den Katholiken, Ketzern (Evangelen) oder Muslimen unterkriecht ist unter dem schuetzenden Dach der Religionsfreiheit, Herr Minister?

Beitrag melden
espet3 04.06.2015, 06:32
7.

Friede, Freude , Eierkuchen.
Von jedem etwas und nichts Konkretes.

Beitrag melden
thos77 04.06.2015, 06:41
8. Die Verantwortung für unsere Freiheit

Herr Maas, es wäre im Moment unverantwortlich 'den' Islam als Teil Deutschlands zu bezeichnen. Das darf (noch) nicht sein, weil die Gefahren und Unwägbarkeiten zu groß sind. Die möglichen extremen Positionen des Islams wie in Saudi-Arabien und in anderen Staaten in der muslimischen Welt werden immer einen Einfluß haben auch auf die hier lebenden Muslime und es wird immer Misstrauen geben deshalb. Misstrauen, weil der Islam diesen Extremismus in dem Koran ja Schwarz und Weiß stehen hat als (interpretierbare) Lebensweise. Ein bekannter Atheist aus Ägypten wies immer und immer wieder auf die Gefahren eines nicht modernisierten Islams hin. Nun, diese Gefahren gibt es und gab es auch bei anderen Religionen. Aber der Islam ist ein Sonderfall (derzeit), weil der Missbrauch dieser Lehre durch den Menschen so leicht ist. Er ist so leicht, weil es das gelebte Vorbild des Gründers dieser Religion ist, das Menschen dazu bewegt sich auch für Gewalt und Konfrontation zu entscheiden. Der Gründer einer Religion als Kriegsherr. Und Sie meinen, Schwamm drüber und lasst uns den Islam zu einem Teil Deutschlands machen. - Nein, lieber nicht. Besser wäre es abzuwarten und zu hoffen, daß sich der Islam reformiert irgendwann. Besser wäre es den Muslimen dabei Unterstützung zu geben, wenn sie denn eine Reformierung wollen. (Das ist ja noch gar nicht geklärt.) Aber das bitte, bevor(!) man behauptet der Islam gehöre zu Deutschland.

Beitrag melden
täufer 04.06.2015, 06:50
9. sehr gut

Ein hervorragender Artikel. Ich fürchte nur, das werden hier nicht alle Mit- Kommentatoren so sehen. Die würden die Religionsfreiheit am liebsten abschaffen.

Beitrag melden
Seite 1 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!