Forum: Panorama
Jagd auf das Phantom: Österreichische Polizei zog Wattestäbchen schon vor Wochen ein

Aufregung über das angebliche "Phantom von Heidelberg" - haben verunreinigte Wattestäbchen mit DNA-Spuren einer Fabrikarbeiterin einen der größten Ermittlungsfälle der vergangenen Jahre ausgelöst? Jetzt kommt heraus: Ermittler in Österreich schöpften schon vor Monaten Verdacht. Und reagierten.

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G.Ott 27.03.2009, 03:57
2. Heidelberg?

Ein "Phantom von Heidelberg" gab's schon gleich gar nicht.

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SpieFo 27.03.2009, 06:17
3. Man stelle sich vor, da

manipuliert einer unserer "Dienste, oder sogar die Polizei selber, den Tatort mit etwas DNA eines Unbeteiligten.
Wenn man einen Verdächtigen braucht, der kein Alibi hat, aber sonst irgendwie ins Raster passt, so braucht man doch nur seine DNA, um die Beweismittel zu manipulieren.

Geht nicht?
Gibt's nicht!

Das perfekte Verbrechen ist möglich:
Ein Täter entwendet DNA eines missliebigen und hinterlässt sie am Tatort.
Woher nehmen?
Wattestäbchen und vom Trinkglas, Kleidung, Zigarette,
man braucht nur etwas Phantasie.

Ich möchte das Gericht sehen, das einen DNA-Beweis nicht würdigt.

Oder:
Vielleicht liegt in diesem Vorfall sogar die Chance,
in Zukunft auch sogenannte DNA-Beweise zu miskreditieren?

Irgendwie hat sich den DNA-Beweis selbst entwertet, oder im Wert gemindert.

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Wenzel Storch 27.03.2009, 06:41
4. Typische Reaktion

Wieviel Steuergelder dabei vernichtet wurden!
Ein typischer, dem Zeitgeist entsprechender Vorgang.

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Kampfbuckler 27.03.2009, 06:42
5. Ich glaube nicht an die Wattebauschfabrik als Schuldigen

Schon vor Monaten hatte ich in einem Leserforum empfohlen, DNA- Proben vom gesamten weiblichen Personal, vor allem in den DNA-Labors, zu nehmen, die in irgendeiner Form mit den Analysen zu tun hatten , denn die Bandbreite der Delikte durchbrach jede kriminologische Erfahrung, Son Täterprofil gab’s ja noch nie, das reichte von Morden im Stile einer Hinrichtung bis zu Einbrüchen in ein Gartenhaus, um ne Cola oder ne Dose Erbseneintopf zu klauen. Ich habe aber immer noch eher den Verdacht, dass es bei der DNA-Untersuchung passierte, als dass seit 1993 , also über 15 Jahre hinweg ne Kontamination von ca 40 Wattestäbchen bei der industriellen maschinellen Produktion erfolgte. Wie hier schon dargelegt, werden die Stäbchen ja maschinell gefertigt und nicht in einer Manufaktur einzeln von Hand gezupft und gewickelt. Ich verstehe auch nicht, warum die Polizei noch Erfolgsmeldungen über die Spurensuche nach dem Phantom herausgab, obwohl bereits begründete Zweifel an der Untersuchungsmethode bestanden.

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mikesgl 27.03.2009, 06:50
6. DNA - na und?

Es ist himmelschreiend bei welchen Delikten heutzutage DNA-Proben genommen werden. Im vorliegenden Fall u.a.:
- Autodiebstahl
-Einbrüche in Gastsätten, in einen Wohnwagen, in ein stillgelegtes Hallenbad, ein Vereinsheim usw
-Auto-Aufbruch
-Drogendelikte

und letztlich Einbruch in eine Schule!

Als die DNA-Tests zur Aufklärung schwerer Straftaten eingeführt wurden, hörte sich der Anwendungsbereich noch ganz anders an.
Aber unsere Polizisten werden wohl ihr Aufklärungsquoten zu erfüllen haben und deshalb ist jedes Mittel recht.

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Rainer Helmbrecht 27.03.2009, 06:56
7. 1. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von sysop
Aufregung über das angebliche "Phantom von Heidelberg" - haben verunreinigte Wattestäbchen mit DNA-Spuren einer Fabrikarbeiterin einen der größten Ermittlungsfälle der vergangenen Jahre ausgelöst? Jetzt kommt heraus: Ermittler in Österreich schöpften schon vor Monaten Verdacht. Und reagierten. .…...
Das ist das Problem in Europa, es wird rumgewurschtelt. Was andere Staaten machen, interessiert in Deutschland nicht. Ob es sich um Grenzwerte, oder Studien, egal über welches Thema dreht, jeder Staat "forscht". Geld haben wir zwar nicht, aber spielt keine Rolle. Die EU kümmert sich um den Salzgehalt von Bäckerbrot, Fettgehalt und Zuckergehalt mit wirklich gesundheitlichen Schäden, wird nur am Rande betrachtet.

Diese Frau, hat angeblich in halb Europa gemordet, grenzüberschreitend, aber eine Abstimmung der vielen Behörden.… Fehlanzeige.

Dafür sehen dt Polizeibeamte mit US Mützen aus, als hätte Colombo die europäische Polizei übernommen. Farbe von Uniformen und Autos, da wird Geld verdient, aber doch nicht mit einer Zusammenarbeit. Wir lernen es einfach nicht, noch nicht mal Geldmangel regt das Gehirn an.

MfG. Rainer

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fucus-wakame 27.03.2009, 07:03
8. man darf die Forensik nicht unterschätzen

Man darf die Forensik nicht unterschätzen.
Doch dieser Fall ist einfach nur peinlich!

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M. Michaelis 27.03.2009, 07:34
9. Grundsätzliche Schwäche von DNS Analysen

Das Problem mit solchen Analysen ist dass sie als Beweismittel nicht taugen. Sie liefern nur Indizien die in Verbindung mit anderen Ermitlungsergebnissen eine Täterzuordnung ermöglichen, die trotzdem immer fehlerbehaftet bleibt.

DNS Spuren können eben auf vielfältige Weise an einen Tatort gelangen. Nicht nur zufällig sondern auch gezielt.

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