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Jörg Kachelmann SPIEGEL-Interview: "Verleumdungen sind heute eine beliebte Waffe"
DPA

Jörg Kachelmann holt zum Gegenschlag aus. Der ehemalige TV-Meteorologe gab dem SPIEGEL ein langes Interview - und zog dabei wütend gegen all jene zu Felde, die ihn einer Vergewaltigung verdächtigt hatten. Seine junge Ehefrau spricht von einer "Opferindustrie", die "weg muss".

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sachfahnder 07.10.2012, 18:14
1. Eine mir persönlich...

... bekannte Fachbeamtin der Hessischen POLIZEI sagte vor einiger Zeit, dass mehr Männer Opfer von Stalking-Attacken sind, als es Frauen wären!
Eigentlich müsste man(n) bei jedem Vieraugen-Gespräch mit einer Frau ein Tonband oder eine Videokamera mitlaufen lassen ...

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jujo 07.10.2012, 18:17
2. ....

Zitat von sysop
Jörg Kachelmann holt zum Gegenschlag aus. Der ehemalige TV-Meteorologe gab dem SPIEGEL ein langes Interview - und zog dabei wütend gegen all jene zu Felde, die ihn einer Vergewaltigung verdächtigt hatten. Seine junge Ehefrau spricht von einer "Opferindustrie", die "weg muss".
Das ist die Krux, bei nur zwei Beteiligten sagt einer die Wahrheit und der andere lügt. Die Justiz ist da überfordert. Schlecht ist es wenn sie sich zum Büttel, derjenigen macht (Frau Schwarzer u.a.) die eine Partei aus ideologischen Gründen als Täter un d die andere als Opfer sehen möchte!

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_meinemeinung 07.10.2012, 18:18
3. Kachelmann

Kachelmann ist ein Betroffener, insoweit kann er nicht objektiv sein. Aber im Grundsatz stimmt das durchaus, was er sagt. Man kann nur hoffen, dass die Gerichte sich ihre Objektivität bewahren.

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feuercaro1 07.10.2012, 18:19
4. Schmaler Grat

Aus der Position eines unschuldig verdächtigten Mannes heraus ist die Kachelmann'sche Stellungnahme verständlich. Wenn er denn unschuldig ist - was anzunehmen bis zum Beweis des Gegenteils guter Rechtsbrauch sein sollte.
Zu befürchten ist allerdings, dass sich echte Opfer nun noch schwerer vor der Justiz tun werden - und echte Täter es zukünftig leichter haben könnten.
Wie gesagt: Beide Positionen haben ihre Berechtigung. Recht zu sprechen über Situationen, die schwer beweisbar sind, ist ein schwieriges Unterfangen. Kein Richter ist da zu beneiden.
Hoffen wir mal, dass Kachelmanns Buch nicht dazu dienen wird, echte Täter zu stärken und echte Opfer endgültig mundtot zu machen.
Vergewaltigung ist ein Verbrechen.

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Amadeus Mannheim 07.10.2012, 18:20
5. Debattenkultur meets Gerechtigkeit

Zitat von sysop
Jörg Kachelmann holt zum Gegenschlag aus. Der ehemalige TV-Meteorologe gab dem SPIEGEL ein langes Interview - und zog dabei wütend gegen all jene zu Felde, die ihn einer Vergewaltigung verdächtigt hatten. Seine junge Ehefrau spricht von einer "Opferindustrie", die "weg muss".
Herr Kachelmann hat absolut recht. Als ehemaliger Anwalt und engagierter Gesellschaftzuverstehenversucher, überdies Mannheimer, habe ich seinen Prozess aufmerksam in aller medialen Form verfolgt. Es war unerträglich, wie die Presselandschaft und die Justiz vollkommen vergessen haben, dass es eine Unschuldsvermutung und rechtliche Prozessordnungen gibt, die eine der wichtigen Grundlagen unseres Verfassungsstaates sind. Zur Erinnerung: Dieser garantiert uns allen unsere Freiheitsrechte. Auch Promis! Aber wir denken nicht mehr klar. Eine entfesselt-egomane Frau Schwarzer prügelt auf den Angeklagten ein, eine Presse, zur Entschiedenheit, Prinzipientreue und geistigen Tiefe, die man Frau Schwarzer entgegenhalten müsste, auflagenbedingt nicht durchgängig in der Lage, nimmt das entstehende Momentum einfach auf und Kachelmann wird Opfer einer Dynamik, die nichts mehr mit Rechtsstaatlichkeit zu tun hat. Vollkommen egal, ob er schuldig war oder nicht. Unser Land DARF so nicht funktionieren, wir müssen grade Jörg Kachelmann davor schützen um uns selbst zu schützen. Denn uns hätte der - früher auf brutalste Weise fälschlich angeklagte und sogar verurteilte - Straßenbahnfahrer aus Köln nicht den Top-Anwalt empfohlen, der uns dann rausgehauen hätte, wie er es bei Kachelmann tat. Weil über uns niemand geschrieben hätte. Lassen wir uns das eine sehr ernste Warnung sein. Niemand ist vor seiner Verurteilung schuldig. Und wenn uns die Schmierblätter einreden wollen, das dürfte man so nicht stehen lassen, denn "wer denkt an die Opfer"?? Dann, ja dann, schreien wir ab jetzt laut Scheisse, werfen das Blatt weg und gehen weiter unseren demokratischen Weg.

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fatherted98 07.10.2012, 18:28
6. Mein Mitleid...

...mit Kachelmann haelt sich doch sehr in Grenzen. Was soll das Gejammer? Kachelmann hat jahrelang bei den Medien gut verdient, seine Firma vermarktet und tut das heute noch...sprich er kennt und kannte das Geschaeft...und die damit zusammenhaengende Rufmordorgie...er war teil davon, wenn auch nicht aktiv. Es haette doch schon gereicht dass seine vielen, gleichzeitigen, Affaeren mit den seltsamen Sexpraktiken an den Tag gekommen waeren und er waere erledigt gewesen. Ob er nun oder ob er nun nicht...laesst sich nicht beweisen und Kachelmann taete gut daran die Sache auf sich beruhen zu lassen und das Ganze als Erfahrung wegzustecken.....das Gejammer jedenfalls wird ihn nicht beliebter machen.

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Frickleburt Frogfart 07.10.2012, 18:30
7.

Leider hat er Recht damit. Frauen können sich hier Verleumdungen und falsche Anschuldigungen erlauben bis hin zum Prozeßbetrug und werden durch willfährige Staatsanwaltschaften und Richter unterstützt, die nicht den Arsch in der Hose haben, gegen die die herrschende politische Meinung pro Frau und contra Mann zu ermitteln und zu urteilen. Und das betrifft nicht nur das Strafrecht, sondern genauso das Zivilrecht, siehe Unterhaltsrechtsprechung. Bei Richtern und Staatsanwälten scheint es in Deutschland nur eine Gleichung zu geben: Frau = Opfer.

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JaIchGenauIch 07.10.2012, 18:33
8. So, so!

Das mag alles so sein, vielleicht auch nicht. Nun, Herr Kachelmann wünscht ja, dass jeder Vergewaltiger hinter Gittern kommt. Die wichtige Frage ist ja in der Tat: welche äußeren Umstände erschweren, einen Täter zu überführen?
Ein übertriebenes Selbstbewusstsein, egozentrische Vorstellungen von menschlichen Beziehungen und etwas abseitige Sexualpraktiken sind das eine, ein Vergeltungs-Buch, das man "Recht und Gerechtigkeit" nennt und sich somit mit tausenden von Justizopfern in aller Welt in das Epizentrum der Ungerechtigkeit stellen will,sicherlich etwas Anderes.
Ob er die Taten begangen hat oder nicht, müssen wir uns nicht mehr fragen, das Gerichtsurteil steht und Herr Fachelmann weiss ja auch selber, was er getan hat und was nicht. Ob wir allerdings seine 26jährige Psychologiestudentin, die ihn mit all ihrer Lebenserfahrung verteidigt und unterstützt, nicht demnächst mit dem Thema Gewalt gegen Frauen in den Medien wiedersehen, ist hoffentlich nur eine schlimme Ahnung.

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tiefenrausch1968 07.10.2012, 18:35
9. Massenphänomen?!?

Herr Kachelmann sollte sich mal nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen. Es ist doch inzwischen ein Allgemeinplatz, dass die Opfer von sexueller Gewalt häufig keine Anzeige erstatten, weil bei unserem Rechtssystem Opfer durch die Befragungen und Untersuchungen ein zweites Mal traumatisiert werden und die Chancen einer Verurteilung, gerade bei Übergriffen im privaten Bereich verschwindend gering sind. Entgegen bestehender Stereotype sind Falschanschuldigungen bei Vergewaltigung sehr selten (Anteil von 3% in Deutschland).
Und was letztendlich zwischen ihm und seiner langjährigen Ex-Freundin vorgefallen ist, wissen nur sie und Herr Kachelmann. Sich als verfolgte Unschuld zu gebärden lässt bei mir eher den Verdacht aufkommen, hier will sich jemand reinwaschen.

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