Forum: Panorama
Junge Migranten: Unter Generalverdacht
AP

Seit der Kölner Neujahrsnacht ist "jung, männlich, südländisch" für viele zu allererst ein Täterprofil. Für Ausländer, die in dieses Raster fallen, wird es zum Stigma. Wir haben in Hamburg, Köln, Berlin und München nachgefragt, was das für die Betroffenen bedeutet.

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japhet 24.01.2016, 11:29
1. jung, weiblich, modisch gekleidet

Es war zu erwarten, dass kurz nach einem Verebben der allgemeinen Empörung über die Gewalttaten, welche in Köln nur ihren bisherigen Höhepunkt erreichten, die Suche nach Entschuldigungen für die Täter beginnen würde. Und es war zu erwarten, dass man - wie hier im Artikel - auf die negativen Folgen für die Gruppen fokussieren würde, aus denen die Täter nun einmal kommen.

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rechthaber76 24.01.2016, 11:30
2. Schade !

Es ist natürlich nicht schön, ganze ethnische Gruben unter Generalverdacht zu stellen. Ich muss mich aber am Flughafen auch kontrollieren lassen, wenn ich Flüssigkeiten mithabe usw..... Allerdings frage ich mich Schon, was die sog. "Schutzsuchenden" gleich in irgendwelchen Clubs wollen.... Das ganze hat uns die verfehlte Migrationspolitik der vergangenen Jahrzehnte eingebrockt. Hier bin ich ganz klar: Wer hier Leistungen beziehen will, muss sich in die Mehrheitsgesellschaft assimilieren, fertig. Wer aber eine sogenannte "Wilkommenskultur" auch den Kulturen gegenüber predigt, die unseren Lebensstil komplett ablehnen, muss sich über solche Folgen nicht wundern.

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Freidenker10 24.01.2016, 11:32
3.

Ich kann die Abneigung gegen junge zugereiste muslime total nachvollziehen, mir tun aber auch die hier schon länger lebenden Muslime leid, die da nichts dafür können. Leider lassen sich diese nicht unterscheiden, also fällt mir hier auch keine Lösung des Problems ein. Vielleicht sollte die Gesellschaft als ganzes das Problem angehen und den jungen Flüchtlingen klar und deutlich zu verstehen geben, dass wir hier in einer halbwegs freien Gesellschaft leben und dieses mittelalterliche gebahren und die Respektlosigkeit gegenüber Frauen keinen Platz hat!

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jjcamera 24.01.2016, 11:35
4. Opferprofil

Für viele männliche Nordafrikaner gibt es ein Opferprofil:
weiblich, blond, jung und leicht bekleidet. Mit diesem Stigma müssen die Frauen leben. Leider. Sie sollen auf Armlänge zu Gruppen von dunklen Männern Abstand halten und am besten von Schwimmbad- und Discobesuchen Abstand nehmen. Die Durchführung des Kölner Karnevals auf der Basis dieser gegenseitigen Stigmatisierung wird wohl scheitern.
Ich dachte auch, dass Flüchtlinge andere Sorgen haben, als nicht Discos und Schwimmbäder eingelassen zu werden.

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japhet 24.01.2016, 11:35
5. Asyloptimierung

Wie harmlos das klingt: "15 von unseren Männern sind im letzten Jahr in eigene Wohnungen ausgezogen, ein paar freiwillig zurück in ihre Länder gegangen." Immer wieder kann man lesen, wie das die Asylsuchenden, die vor Krieg und Verfolgung Flüchtenden doch wieder in ihre Länder zurückkehren, wenn es dringende Angelegenheiten dort zu erledigen gibt oder Deutschland sich eben doch nicht als Land herausstellt, in dem Milch und Honig fließen. Kann sich jemand vorstellen, das etwa 1944 ein aus Deutschland geflohener Jude, ein geflohener Kommunist oder Sozialdemokrat wieder nach Nazi-Deutschland zurückgekehrt wäre, nur weil der wirtschaftliche Erfolg in den USA ausblieb oder weil die in Deutschland verbliebene Schwester heiratet? Allzu oft verraten die unabsichtlich eingestreuten Zusatzinformationen, wie verlogen die Diskussion um die "Flüchtlinge" teilweise ist. Naja - zumindest darf man inzwischen von den nach Deutschland strebenden Menschen als "Migranten" reden - vor 1/2 Jahr wurden Beiträge noch aussortiert, welche das taten.

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nadennmallos 24.01.2016, 11:36
6. Unaufgeregter und sachlicher Artikel ...

... glaubhaft und sehr sympatisch recherchiert. Und wenn dann noch die Politik und die Presse in jeder Richtung Offenheit walten lassen, wäre uns allen geholfen. Im heutigen Spiegel ist noch ein weiterer Videobeitrag über in ihre Heimat zurückkehrende Iraker zu sehen: Selten habe ich soviel Arroganz gegenüber unserer Bevölkerung gespürt! Mache sich jeder sein eigenes Bild davon. Aber gut so, wenn in SPON beide Seiten gezeigt werden, die Nette und die Andere. Hoffentlich bleibt das auch so. Offenheit. Freundlichkeit und eventuelle Kritik schließen sich nicht aus.

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sitcom 24.01.2016, 11:36
7. Dieser Artikel zeigt...

... Welchen Fehler die deutschen Strafverfolgungbehörden und die Politik machen wenn Sie Straftäter wie in Köln nicht verfolgen...

Dann kommt es zu eine generellen Verdächtigung gegen ALLE welche dem optisch den Tätern entsprechen. Wem kann man das auch verdenken ?!?

Man kann nur sagen TUT WAS... Auch um die unschuldigen Flüchtlinge zu schützen.

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Dark Agenda 24.01.2016, 11:36
8. Anmerkung

Vorverurteilung wird wohl in Zukunft weder nur Flüchtlinge, Ausländer oder Südländer treffen sondern dunklen Teint generell. Schließlich laufen wir nicht mit dem Perso um den Hals herum.
Naja Karneval wird wohl der nächste Lackmustest.

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flipbauer 24.01.2016, 11:38
9. also

für mich sind das Hoffnungsträger. Ich unterrichte einige der Neuzugezogenen.Die meisten wollen studieren.Viele wollen Medizin studieren.Ich wohne im Osten; d.h. was dir ärztliche Versorgung betrifft, in dritte Welt Verhältnissen. Diese Neubürger wären eine Chance.

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