Forum: Panorama
Junge Migranten: Unter Generalverdacht
AP

Seit der Kölner Neujahrsnacht ist "jung, männlich, südländisch" für viele zu allererst ein Täterprofil. Für Ausländer, die in dieses Raster fallen, wird es zum Stigma. Wir haben in Hamburg, Köln, Berlin und München nachgefragt, was das für die Betroffenen bedeutet.

Seite 12 von 52
querdenker101 24.01.2016, 12:28
110. Und das

ist nur ein Bruchteil dessen, was man uns erlaubt zu wissen. Der bestätigte Maulkorberlass mit Meldeformular ausschließlich an die Innenminister lässt erahnen, was im Hintergrund für Informationen vorliegen. Naja, nach den Wahlen, wenn alle wieder freireden können, wie kurze Zeit nach Köln, wird alles aufgedeckt!

Beitrag melden
dirk1962 24.01.2016, 12:28
111. Ja natürlich

...besteht erst einmal eine gesunde Skepsis. Und natürlich wird es auch falsche treffen. Dennoch kann man diese Sepsis doch niemandem verdenken. Erstens hat uns niemand gefragt, ob wir diese Menschen integrieren wollen, zweitens lässt sich die Silvesternacht nicht Schönreden. Warum glaubt Deutschland eigentlich alle integrieren zu wollen? Durch absolut nichts sind wir dazu verpflichtet. Mit ist es allemal lieber, meine Enkelin hat gegenüber diesen Menschen eine gesunde Skepsis, als naives Gutmenschentum mit den bekannten möglichen Folgen. Wir vergessen einfach, dass der Sexualtrieb beim Menschen nach Schlaf und Nahrungsaufnahme der am stärksten ausgeprägte ist. Und der wird sich immer wieder entladen, auch wenn es keiner hören will.

Beitrag melden
kratzdistel 24.01.2016, 12:29
112. wer vorurteile hat, ist zu bequem kritisch zu denken

wenn wir derzeit von kriegsflüchtlingen reden, meinen wir diejenigen, die unter extremen Bedingungen mit
hohem Risiko für das eigen leben aus angst vor der IS geflohen sind. viele davon sind christen aus dem relativ säkularisiertem Staat syrien mit Schulpflicht bis zur 9. klasse. der großteil sind auch keine armutsflüchtlinge, sondern sie flüchten zur Rettung des eigen lebens.
was wird den notleidenden hier alles angedichtet, ohne deren sozialen status im heimatland gekannt zu haben. auch die Politik drückt sich gerne um wahrhaftige Aufklärung.wie soll denn eine kritische Reflexion der bürger zur Vermeidung von vorurteilen stattfinden.das fördert die Unfähigkeit, Probleme unbestechlich zu betrachten. viele denken dann in Konformität mit den suggestiblen, die für vorurteile empfänglich sind. bei denen fühlt sich das individium bestärkt. das führt natürlich auch zu Selbsttäuschungen.
jetzt kommt noch hinzu, dass unter den Flüchtlingen viele junge Männer sind und assoziiert das mit den sexuellen übergriffen von köln und anderswo durch nordafrikaner. dann spielt das keine rolle mehr, es wird den Flüchtlingen zugerechnet wie auch die no go Areas.
die jungen Syrer flüchten, weil sie von der IS meist grausam als andersgläubige in ritualen hingerichtet werden. auf der anderen seite ist es nicht hinnehmbar, dass die kriminellen Großfamilien in den no go Areas und die maghrebiner ohne aussicht auf asylanerkennung noch nicht den Heimweg antreten mussten.

Beitrag melden
kleinbürger 24.01.2016, 12:30
113. vorbei

Zitat von libertador
Die Justiz, besonders in den traditionell eher SPD regierten Ländern wie NRW denkt offenbar immer nur an die Verbrecher, und dass sie noch eine Chance verdienen und noch eine. Das sie damit gleichzeitig all den anständigen Flüchtlingen und sonstigen Menschen mit südländischem Aussehen sowie natürlich den zukünftigen Opfern der Straftäter massiv schadet, verstehen sie nicht oder es ist den Richtern egal. Ich habe noch nie verstanden warum in Deutschland die Leben der Täter soviel mehr wert sind als die der Opfer, aber an der Entwicklung seit Köln trägt die Justiz in Köln aber auch in Hamburg, da könnte ich sogar selbst ein Beispiel aus meinem Kollegenkreis von vor Jahren anführen, großen Anteil auch wenn die das sicher nicht so sehen und genauso weitermachen wie bisher. Wenn sie die Straftäter gleich beim ersten mal richtig bestrafen würden hätte das nicht nur abschreckende Wirkung sondern würde der Bevölkerung auch gleichzeitig ein Signal geben, dass der Staat seine Aufgabe richtig macht und diejenigen Migranten, die frei rumlaufen anständige Mitbürger sind.
das wurde seit ca. 40 jahren immer wieder gefordert und hätte der akzeptanz von ausländern in diesem lande so unendlich geholfen.

es ist im laufe der jahre bei vielen die meinung entstanden es würde einer ganzen bevölkerungsgruppe eine extrawurst gebraten (kriminell, darf aber nicht ausgewiesen werden).

das ging auch lange jahre halbwegs gut (obwohl niemand es verstanden oder richtig fand), aber durch den zuzug von über einer millionen flüchtlingen ist es mit dem verständnis und der ruhe vorbei.

Beitrag melden
pagodeiro 24.01.2016, 12:30
114. Größtes Problem: Pauschalisierung

Dieser Artikel und andere, ähnliche Reportagen in Spiegel und Zeit sind dringend notwendig um der erschreckenden und frustrierenden Tendenz zu Schubladendenken, Pauschalurteilen und Verallgemeinerungen entgegenzuwirken. Wenn ich Forumsbeiträge zu manchen Themen lese oder sehe, dass Spiegel aus verfassungsrechtlichen Gründen Foren zu vielen Themen gar nicht mehr anbieten kann, frage ich mich, ob wir wirklich nichts aus der Vorgeschichte der NS Zeit gelernt haben. Damals wie heute waren und sind es Pauschalisierungen, Sündenböcke und vermeintlich einfache Lösungen, die größtmöglichen gesellschaftlichen Schaden herbeigeführt hatten und jetzt tun. Statt NSDAP und SA haben wir jetzt AFD und PEGIDA und deren extreme Standpunkte werden dann von bürgerlichen Politikern aus meiner süddeutschen Heimat hoffähig gemacht. Die Leidtragenden sind viele meiner internationalen Freunde und Bekannten, nur weil sie eben einen schwarzen Schopf haben und damit in das von Medien und Politik definierte Raster fallen. Südländisch/arabisch/nordafrikanisch können viele sein: Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund in einer der zurückliegenden Generationen, Franzosen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Griechen, Nord- und Südamerikaner und und und...
Wir sollten uns nich von unseren engstirnigen Politikern verarschen lassen, jeder Mensch ist und bleibt ein Individuum, es gibt weder Kollektivschuld noch Sippenhaft.

Beitrag melden
conny1969 24.01.2016, 12:30
115. Weite gefahrvolle Reise

Wer sich aus Afrika oder dem nahen Osten nach Europa aufmacht, hat wie hier oft beschrieben, eine lange und gefahrvolle Reise vor sich. Selbstbehauptung und Durchsetzungsvermögen sind gefragt. Wer geglaubt hat hier kommen nur brave, lernwillige, junge Männer an ist auf einem Holzweg. Wer Respekt vor der Autorität zeigt, kommt über keine Grenze, wer sich an Gesetze hält, kommt über keine Grenze, wer nicht bereit ist zu stehlen, wird vielleicht verhungern, wer nicht bereit ist zum kämpfen, wird vielleicht selbst zum Opfer. Geld für den Schleuser hat nicht jeder, woher nehmen?

Beitrag melden
kirim 24.01.2016, 12:32
116. War zu erwarten

Wenn sich Migranten in Deutschland immer weniger wohl fühlen ist das ein trauriges Eingeständnis für die Gesellschaft. Kann mir auch gut vorstellen, dass besonders jene die qualifiziert sind nicht zu halten sein werden.
Viele türkische Freunde von mir denken auch öfters über diesen Schritt nach, die sind hier aufgewachsen haben einen Hochschulabschluss und dann wollen sie zurück in die Türkei. Der Wirtschaft dort geht's immer besser nur uns werden sie fehlen.

Beitrag melden
nickleby 24.01.2016, 12:34
117. Ein Problem

Nicht alle Muslime sind Terroristen, aber die heutigen Terroristen sind zu fast 100% Muslime. Das stimmt nachdenklich. Man muss ja nur auf Paris, Köln. Toulouse, usw. verweisen. Da bleibt es nicht aus, dass man die Mitglieder dieser Religion verdächtigt Terrorakten eher zuzuneigen als andere Religionsangehörige, z.B. Christen.
Darum muss man sich hier in Europa weitgehend schützen, und zwar durch Kontrollen und beschleunigte Abschiebungen. Hinzu kommt, dass die Kosten für diese Migranten ins Unermessliche steigen und für uns nicht mehr viel bleibt. Warum soll ein Deutscher oder anderer Europäer auf das ,was ihm zusteht, verzichten?
Wir zahlen schon genug Steuern. Die Kosten für die Migranten ,liegen in diesem Jahr bei ca.€ 30 Milliarden. Das ist viel zu hoch. Was bekommt der arme deutsche Rentner, eine mickrige Erhöhung, während man den Migranten Wohnungen , Taschengeld gibt, Krankenversicherung bezahlt und dann, wie in Köln z.B. , damit rechnen muss, von ihnen überfallen zu werden. Unter den Missetätern waren ja Flüchtlinge , also...

Beitrag melden
NoTarget 24.01.2016, 12:34
118. Künftige Mediziner

Zitat von flipbauer
für mich sind das Hoffnungsträger. Ich unterrichte einige der Neuzugezogenen.Die meisten wollen studieren.Viele wollen Medizin studieren.Ich wohne im Osten; d.h. was dir ärztliche Versorgung betrifft, in dritte Welt Verhältnissen. Diese Neubürger wären eine Chance.
Es wollen übrigens auch viele Nicht-Neuzugezogene Medizin studieren. Können dies aber nicht, weil es kein entsprechende Zahl an Studienplätzen gibt. So wurde etwa in Göttingen in den letzten drei Jahrzehnten die Zahl der Studienplätze aus kostengründen um mehr als 50 Prozent reduziert...

Daher hatte ich gehofft, die aus Syrien kommenden ausgebildeten Ärzte könnten die Versorgungslücke auf dem Land übernehmen?!

Beitrag melden
bbbbb 24.01.2016, 12:34
119. Ein guter Artikel

Nach dem Lesen dieses Artikels bin ich beruhigt. Köln, Hamburg, Stuttgart, Freiburg waren alles nur unbedeutende Einzelfälle, die einfach mal vorkommen. Vielen Dank an die Autoren! Man muss sich für die Zukunft und die Sicherheit keine Sorgen machen. Ich bin froh, dass es SPON gibt und ihr dieses Thema immer wieder in die richtige Richtung rückt, wenn die Gefahr droht, dass D sich von der Willkommenskultur verabschieden könnte. *Ironie aus*

Beitrag melden
Seite 12 von 52
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!