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Junger Mann in katholischem Orden: Bruder Matthias
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Das komplette Gehalt abgeben? Nie eine Frau haben? Matthias Terhorst hat sich bewusst dafür entschieden. Nach dem Studium trat der junge Mann dem katholischen Pallottinerorden bei. Einblick in ein ungewöhnliches Leben.

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ogg00 20.09.2015, 08:44
1. Ja, und?

Also eigentlich lässt der artikel alle fragen nach dem wie und warum offen. Insbesondere warum sich gesunde junge Menschen gegen den zentralen trieb der Fortpflanzung entscheiden (oder zumindest so tun) bleibt rätselhaft...

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ed_wood 20.09.2015, 08:57
2. Ehelosigkeit ist ungleich Enthaltsamkeit

Ehelosigkeit beeindruckt mich nicht. Viele sind nicht verheiratet aus Prinzip. Bewusst enthaltsam zu leben ist etwas anderes. Aber nachdem ich in der Schule lernte, ?ass der Hintergrund des Zölibats der ist, dass eine Frau den Priester zu sehr ablenken und beeinflussen könnte (bei Protestanten hat man diese Angst nicht), erscheint mir das doch ziemlich albern. Eva, die ewige Verführerin... Aber von Enthaltsamkeit steht ja hier nix. Spaß haben ist also durchaus mal drin. Dann gibt's hinterher statt einer Zigarette halt ein paar Vaterunser zum Buße tun.

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salomohn 20.09.2015, 08:59
3. Zivilversager

Bei den Ordensbrüdern und Patres ist der Grund für den Eintritt in die Gemeinschaft m. E. einfach eine Flucht. Sie arbeiten und es wird ihnen gesagt, was sie zu tun haben.
Es gibt viele Menschen, die "auf kleiner Flamme" leben, wenig Ehrgeiz haben bezüglich Fernreisen und Konsum. Die Menschen im Orden ordnen sich nur noch mehr unter. Und dass sie asexuell sind, na, wer glaubt das denn heute noch? *zwinker*

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cyoulater 20.09.2015, 09:09
4. Wow

Bevor jetzt hier wieder das allgemeine Kirchen-und-Glaubens-Bashing und in-den-Schmutz-Ziehen beginnt: Respekt vor dieser Entscheidung! (Und wer den Artikel wirklich liest, merkt, dass da keiner vor irgend etwas davon gelaufen ist, sondern eine wohl überlegte Entscheidung getroffen hat.)

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SasX 20.09.2015, 09:18
5.

"Das komplette Gehalt abgeben? Nie eine Frau haben?"

Viele Männer, die eine Frau haben, geben auch ihr komplettes Gehalt ab (wer bestimmt über welchen Teil der Ausgaben). So groß ist der Unterschied dann nicht.

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r-kr 20.09.2015, 09:19
6. Hut ab, chapeau, ziehe meine Mütze!

Ein junger Mann, der im Gegensatz zu den durch "moderne" Gesellschaft und Medien völlig fremdbestimmten , sich angeblich selbst verwirklichenden, in der Realität aber durch Wirtschaftsideologien und "öffentliche Meinung" vollständig von durchsichtigen und undurchsichtigen Interessen gesteuerten jungen Leuten ganz genau weiß was er will und dies auch konsequent durchzieht - find ich gut!

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meineidbauer 20.09.2015, 09:19
7.

Zitat von salomohn
Bei den Ordensbrüdern und Patres ist der Grund für den Eintritt in die Gemeinschaft m. E. einfach eine Flucht. Sie arbeiten und es wird ihnen gesagt, was sie zu tun haben. Es gibt viele Menschen, die "auf kleiner Flamme" leben, wenig Ehrgeiz haben bezüglich Fernreisen und Konsum. Die Menschen im Orden ordnen sich nur noch mehr unter. Und dass sie asexuell sind, na, wer glaubt das denn heute noch? *zwinker*
nochmal: Ehelos ist nicht gleich asexuall. Es stimmt allerdings, dass das Leben eines Ordensbruders mehr geordnet abläuft, weil es klare Ziele definiert. Manche Menschen brauchen diese Ordnung eben mehr als andere und finden die Erfüllung in der Hingabe an ihre Gemeinschaft - und Religion. Warum nicht? Scheint ein lockerer, sympathischer Typ zu sein!

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Timo Schöber 20.09.2015, 09:28
8.

Ich pflege seit einiger Zeit einen ähnlichen Lebensstil, allerdings ohne in einem Orden zu sein. Weltlicher Besitz und Erfolg sind für mich einfach uninteressant und viel zu vergänglich. Ich empfand dabei nie eine Zufriedenheit, wie ich sie jetzt empfinde - und ich bin keineswegs ein realitätsferner Super-Theist. Glaube und Realitätsbezug stehen in keinem Konflikt, zumindest nicht definitionsgemäß. Daher finde ich den Artikel als schön. Der junge Mann steht für einen neuen Theismus.

Gleichzeitig bin ich sehr gläubig und gebunden an Gott.

Ich kann seine Entscheidung verstehen und respektiere sie, auch, wenn ich sie nicht teilen würde. Dafür ist mir Glaube zu individuell und Gott gleichzeitig zu objektiv groß.

Und zur im wieder aufkeimenden Theisten-gegen-Atheisten-Diskussion: Lasst doch jeden so sein, wie er mag. Missionierungen sind auf beiden Seiten unnötig.

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r-kr 20.09.2015, 09:29
9. Hut ab! Chapeau! Ziehe meine Mütze!

Ein junger Mann, der im Gegensatz zu den durch "moderne" Gesellschaft und Medien völlig fremdbestimmten , sich angeblich selbst verwirklichenden, in der Realität aber durch Wirtschaftsideologien und "öffentliche Meinung" vollständig von durchsichtigen und undurchsichtigen Interessen gesteuerten jungen Leuten ganz genau weiß was er will und dies auch konsequent durchzieht - find ich gut!

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