Forum: Panorama
"Kalter Krieg" um New Yorks Polizei: NYPD Blues
REUTERS

New Yorks Bürgermeister de Blasio steckt in seiner schwersten Krise: Nach dem Mord an zwei Polizisten stellen sich viele Cops offen gegen ihn. Kippt die Debatte um Polizeigewalt in den USA?

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crazy_swayze 31.12.2014, 17:23
1.

Wenn ein Dienstherr nicht glaubt, dass seine Untergebenen ihre Arbeit bestmöglich verrichten, dann ist er fehl am Platze.
Wenn er zudem seinem Sohn sagt er habe sich vor denen auch noch zu fürchten, braucht er sich auch nicht wundern dass ihm diese Leute die Gefolgschaft verweigern.

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Subco1979 31.12.2014, 17:26
2. Da regen wir uns über Pegida auf...

... dabei stehen wir in Deutschland verglichen mit vielen anderen, vor allem (aber nicht nur) außereuropäischen, Ländern verdammt gut da.

In dem Artikel kann man gut lesen, wie tief der Rassismus in den USA in der Gesellschaft verwurzelt ist. Dabei sind die USA gerade ein Einwanderungsland sonder gleichen. Von der Urbevölkerung ist ja eigentlich nichts mehr übrig. Offenbar ist viel Multi-Kulti im eigenen Land noch lange kein Garant für Frieden und Toleranz.

Damit es bei uns so bleibt, muss dringend von der Dämonisierung von Menschen anderer Meinung abgesehen werden. Nur wenn wir unsere gegenseitigen Standpunkte und Sichtweisen von der Motivation her zu verstehen versuchen, kann man gemeinsam nach Lösungen suchen. Im Moment wird - leider auch und gerade von den Leitmedien ein Keil in die Gesellschaft getrieben. So spaltet man und schafft Gräben, die irgendwann unüberwindbar werden und daher irgendwann in Gewalt münden.

Ich hoffe, dass der Umdenkprozess in den USA überwiegend friedlich einsetzen wird. Leider gibt es auch Potential, die in Richtung Polizeistaat führen können.

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DerNachfrager 31.12.2014, 17:37
3. Täusche ich mich, oder ist der Bürgermeister...

...nicht gleichzeitig oberster Dienstherr der Polizei ?

Und der tritt öffentlich breit dass er seinen eigenen Sohn vor seinen eigenen Leuten warnt ?

Braucht hier noch irgendjemand eine Definition von "politischer Bankrotterklärung" ?

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Conny44 31.12.2014, 17:39
4. Die Diskussion hier bei uns lohnt nicht.

2jähriger erschießt seine Mutter (von 4 Kindern) mit ihrer Pistole im Supermarkt. Diese Schlagzeilen waren echt! Polizisten erschießen 2jährigen, der mit einer Waffe auf sie zielte, wäre eine Schlagzeile, die man in den USA noch erwarten kann.
Die Waffengesetze sind erbärmlich, die Ausbildung der Polizisten miserabel, und viele bekloppte Machos kriegen eine Polizeiuniform dort und leben sich und ihre Vorurteile aus. Das sind Fakten. Aber was sollen wir hier diskutieren? Man kann nur die USA meiden damit nicht auf dem Grabstein steht: Shot down by mistake.Das hat in den USA ebenso Tradition wie das Hinrichten Unschuldiger . Ca. 150 zum Tode Verurteilte sind in den letzten Jahren wegen Unschuld aus der Todeszelle oder lebenslanger Haft entlassen worden. Dies wurde auch von amerikanischen Anwälten, Professoren und Studenten bewirkt.
Dieses Amerika gibt es auch. Aber insgesamt haben sie ein " lausiges Rechtssystem" wie eine achtenswerte deutsche Politikerin einmal sagte. Nur hier Diskutieren im SPON bringt NICHTS.

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pterodactylus 31.12.2014, 17:44
5. Wenn die Polizei Amok läuft...

dann muss sie sich nicht wundern, wenn sie sich bei der betroffenen Bevölkerungsschicht zum Ziel macht. Di Blasio muss aber dringend alles geben, um zu deeskalieren. Er hat zwar recht, wenn er seinen (dunkelhäutigen) Sohn zum jetzigen, eskalierten Zeitpunkt vor der Polizei warnt, es bringt aber nichts, wenn er dieses öffentlichkeitswirksam macht und sich somit seiner wichtigsten Waffe beraubt: Neutralität, um vermitteln zu können. Wichtig ist es, auf beiden Seiten abzurüsten. Dazu gehört vor allem aber auch, den Allmachtsgedanken der Richtigkeit des Tuns der Polizei zu drosseln. Nur wenn diese bei Unrecht gleichermaßen verurteilt wird, kann ein Gerechtigkeitsempfinden in der Bevölkerung ausgelöst werden.
Solange die Polizei aber mit militärähnlichen Waffen versorgt wird sehe ich eher zunehmend kriegsähnliche Zustände kommen.

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Peter Eckes 31.12.2014, 17:44
6. @Subco1979

Gut geschrieben! Im Moment wird der Keil jeden Tag ein Stückchen tiefer geschlagen. Wenn man seine Meinung dann irgendwann gar nicht mehr sagen kann ohne an den Pranger gestellt zu werden bleibt einem nur noch die Gewalt. Und dann fragt wieder jeder wie es soweit kommen konnte.

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postmaterialist2011 31.12.2014, 17:46
7. Sie waren wohl noch nie in New York ??

Zitat von spmc-135322777912941
Bürgermeister von NY werden konnte. Es muss schlimm um die USA stehen wenn so etwas linkes möglich ist.
New York ist traditionell liberal und links, da wunderte es mich eher, dass ein dummer erzreaktionärer Politiker wie Giuliani jemals gewählt wurde, Bloomberg hat als Konservativer angefangen wurde aber im Verlauf seiner Amtszeiten immer liberaler. De Blasio steht für das moderne, offene New York und seine Gegenposition zur NYPD, die alles andere als New Yorks finest ist, wird ihm mehr Pluspunkte als Kritik einbringen. Die Auswüchse auf dem Wohnungsmarkt wird er hoffentlich auch bekämpfen um die Stadt nicht nur für langweilige Investoren und Ultrareiche attraktiv zu machen, sondern auch Künstler, Kreative und Intellektuelle zurück zu bringen.

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breakthedawn 31.12.2014, 17:47
8. De Blasio sagt das, was jeder vernünftige Mensch denkt.

Die Polizei in den USA nimmt sich zuviel raus. Es wird gemordet und das ohne Konsequenzen für die Beamten. Das kann und darf nicht sein.

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karl-der-gaul 31.12.2014, 17:47
9.

Nicht vergessen das bei Demonstranten auf der Brooklyn Brücke zwei Polizisten angegriffen wurden, Mülltonnen auf sie geworfen von einem höheren Gehsteig und dann zu Boden geworfen und mit Füßen getreten, einem Polizist wurde die Nase gebrochen. Alles auf einem Video zu sehen. Und DeBlasio sagte dazu es war ein angeblicher Angriff.
Die Demonstranten marschierten täglich durch New York mit brüllenden Geschrei "kill the cops"!
DeBlasio setzte sich auf die Seite der Demonstranten und nicht der Polizei.

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