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Kampf eines Kölner Mieters: Polizei vollstreckt Zwangsräumung trotz Protest
DPA

Seit Jahrzehnten wohnte Kalle Gerigk in seiner Wohnung in Köln, jetzt musste er gehen. Über hundert Demonstranten wollten die Zwangsräumung durch die Polizei verhindern. Sie scheiterten.

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tim11 16.04.2014, 12:47
1. Gewohnheitswohlstand

Zitat von sysop
Seit Jahrzehnten wohnte Kalle Gerigk in seiner Wohnung in Köln, jetzt musste er gehen. Über hundert Demonstranten wollten die Zwangsräumung durch die Polizei verhindern. Sie scheiterten.
Der Mieter wohnte Jahrzehnte in bester Lage mit nur geringer Miete. Ich kann verstehen, dass das keiner aufgeben will.

Mit Gerechtigkeit hat der Protest aber meiner Meinung nach nichts zu tun. Weil er sich schon daran gewöhnt hat, wenig für eine Wohnung in bester Lage zu zahlen, soll das in Zukunft weiterhin so sein? Verständlich, ja. Gerecht aber nicht.

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TangoGolf 16.04.2014, 12:48
2. Richtig so.

Die Geschichte ist sehr suspekt - wenn es tatsächlich so sein sollte, dass der Eigenbedarf nur vorgeschoben ist, dann lässt das bei mir die Galle überkochen. Nun wurde das ganze aber zwei Mal vor Gericht verhandelt, es wurde Recht gesprochen. Von daher ist es absolut in Ordnung, ja geboten, die Wohnung zu Räumen. Trotz Bauchschmerzen: den Vortritt muss immer der Rechtsstaat haben - und nicht eine aufgebrachte Gruppe, die meint, ihr eigenes Rechtsverständnis durchzusetzen.

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daniel84 16.04.2014, 12:50
3. Die Reichen...

...setzen sich durch denn die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer...traurig...

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hartwurzelholz 16.04.2014, 12:51
4. sehe ich auch so

Zitat von tim11
Der Mieter wohnte Jahrzehnte in bester Lage mit nur geringer Miete. Ich kann verstehen, dass das keiner aufgeben will. Mit Gerechtigkeit hat der Protest aber meiner Meinung nach nichts zu tun. Weil er sich schon daran gewöhnt hat, wenig für eine Wohnung in bester Lage zu zahlen, soll das in Zukunft weiterhin so sein? Verständlich, ja. Gerecht aber nicht.
Ist natürlich nicht schön, wenn man nach all der Zeit mehr oder weniger rausgeworfen wird. Aber hilft nichts- da muss man nach vorne blicken. Riesenrandale mit Verletzten sind auch keine Lösung.

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anarc 16.04.2014, 12:51
5. Solidarische Grüße...

...nach Köln. Respekt.

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cabeza_cuadrada 16.04.2014, 12:55
6. Das mit der Galle kommt mir bei dem

Zitat von TangoGolf
Die Geschichte ist sehr suspekt - wenn es tatsächlich so sein sollte, dass der Eigenbedarf nur vorgeschoben ist, dann lässt das bei mir die Galle überkochen. Nun wurde das ganze aber zwei Mal vor Gericht verhandelt, es wurde Recht gesprochen. Von daher ist es absolut in Ordnung, ja geboten, die Wohnung zu Räumen. Trotz Bauchschmerzen: den Vortritt muss immer der Rechtsstaat haben - und nicht eine aufgebrachte Gruppe, die meint, ihr eigenes Rechtsverständnis durchzusetzen.
Wort "Eigenbedarf". Völlig krank.... ich kaufe ein Haus, vermiete es, und muss später Eigenbedarf nachweisen um dem Mieter FRISTGEMÄß kündigen zu dürfen.

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renee gelduin 16.04.2014, 12:55
7. optional

Die Möchtegernweltverbesserer hätten gerne Geld unter ihresgleichen einsammeln können um dem Mann die Wohnung (zB. als Darlehen) zu kaufen.
Aber die Sympathisierung klappt offenbar nicht, wenn es das eigene Portemonnai betrifft, sondern betrifft hauptsächlich anderer Leute Finanzen...

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baboinfinite 16.04.2014, 12:56
8.

Meiner Meinung nach eine sehr emotional aufgeladene Debatte. Es scheint kein anderes Thema als Mieten zu geben. Das die Mieten aufgrund simpelster Marktgesetze steigen, interessiert keinen. Hauptsache billig, egal wie. Die Demo im Artikel ist nicht viel mehr als Selbstjustiz.

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keinname2013 16.04.2014, 12:56
9. Obrigkeitshörig wie früher

Zitat von TangoGolf
Die Geschichte ist sehr suspekt - wenn es tatsächlich so sein sollte, dass der Eigenbedarf nur vorgeschoben ist, dann lässt das bei mir die Galle überkochen. Nun wurde das ganze aber zwei Mal vor Gericht verhandelt, es wurde Recht gesprochen. Von daher ist es absolut in Ordnung, ja geboten, die Wohnung zu Räumen. Trotz Bauchschmerzen: den Vortritt muss immer der Rechtsstaat haben - und nicht eine aufgebrachte Gruppe, die meint, ihr eigenes Rechtsverständnis durchzusetzen.
aus dem Artikel:
Die Zwangsräumung in Köln steht für viele exemplarisch für die Verdrängung alteingesessener Mieter aus den Innenstädten von Metropolen. Die Aktivisten kritisieren, dass "sich Immobilienfirmen, Banken und gutbetuchte Hausbesitzer die Taschen voll machen und Mieter aus begehrten Wohnlagen verdrängen". Ihr Protest richtet sich gegen Mieterhöhungen und Luxussanierungen.

Beschämend ist einfach nur das sich die Beamten für diesen Drecksjob nicht zu Schade sind. Von Beamten in einem demokratischen Rechtsstaat erwartet man eigentlich auch Gewissen und Moral anstelle von blindem Kadavergehorsam.

Ist wohl Illusorisch und deshalb wird es wieder erst Tote geben müssen wegen so etwas, wie bereits in Griechenland, Spanien, Portugal.

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