Forum: Panorama
Katholiken: Zahl der Kirchenaustritte steigt deutlich an
DPA

Der katholischen Kirche laufen die Mitglieder davon: Im vergangenen Jahr traten fast 180.000 Menschen aus, deutlich mehr als noch 2012. Grund dafür dürfte vor allem die Finanzaffäre um den abberufenen Limburger Bischof Tebartz-van Elst sein.

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oldtimerfahrer 18.07.2014, 20:40
10. Das Vertuschen

von Skandalen, keinen Willen zur wirklichen Aufklärung und Aufarbeitung, diese Geheimniskrämerei und dieses nichtssagende Geschwafel der Rotröcke trägt wohl die Hauptschuld an den Entscheidungen der "Gläubigen", dem Club den Rücken zu kehren. Da ja, laut namhafter Politiker, der Islam zu Deutschland gehört, sehe ich eine Verschiebung der Glaubensrichtung mit ungewissem Ausgang. Es werden einigen Leuten noch die Augen auf gehen, garantiert!

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fralau 18.07.2014, 20:42
11. Wer will denn noch zu diesem Verein gehoeren?

Meine Bindung zur katholischen Kirche wurde waehrend meiner Jugend und durch die Jugendarbeit gepraegt. Heute bietet diese Kirche keine zeitgemaessen Antworten mehr - trotz Erziehung mit christlichem Hintergrund koennen meine Kinder mit der Amtskirche nichts anfangen. Die dogmatische Haltung gegenueber Laien im Sinne von "Glauben und Maulhalten" und die eklatante Ignoranz bei Themen wie Kindesmissbrauch und Amtsmissbrauch (siehe VanElst) etc. sind nachvollziehbare Gruende um den Verein zu verlassen (bitte entschuldigt den Vergleich). Wenn sich hier nichts tut, werde auch ich diesen Schritt gehen.

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goinz 18.07.2014, 20:56
12. Absolut verständlich

Ich als überzeugter Ungläubiger musste familienbedingt einige Male an diversen katholischen Zeremonien teilnehmen. Dieses ganze Brimborium ist wirklich zum Schießen - nur dass die meisten Menschen in der Kirche diesen Hokuspokus tatsächlich glauben. Kultur und Tradition in allen Ehren, aber was für eine lächerliche Show aus dem christlichen Glauben geworden ist ist schon befremdlich. Jeder der nur halbwegs klar im Kopf ist sollte doch die Lächerlichkeit des Ganzen erkennen (was ja zum Glück auch offensichtlich immer öfter vorkommt.)
Man schaue sich nur das Faschingskostüm des Herrn auf dem Titelbild dieses Artikels an...

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demophon 18.07.2014, 21:39
13. Erstaunlich

Zitat von sysop
Der Kirchenstatistik zufolge gab es im vergangenen Jahr noch knapp 24,2 Millionen Katholiken in Deutschland. Ihr Bevölkerungsanteil sank damit von 30,2 Prozent (2012) auf 29,9 Prozent.
Es wundert mich weniger, dass rd. 180 000 Mitglieder letztes Jahr aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, sondern vielmehr, warum immer noch rd. 30% der Deutschen bei diesem Hokuspokus-Verein geblieben sind, in Anbetracht der Tatsache, dass wir eine aufgeklärte, moderne, gebildete Gesellschaft sind, die doch sonst alle gesellschaftlichen Phänomene kritisch hinterfragt.

Beim Glauben scheint sich aber eine völlig unkritische Haltung und irrationale Denkweise bei vielen Menschen festgesetzt zu haben, die die vielen Widersprüche, widerlegten Lehren der Kirche und ihre total realitätsfernen und anachronistischen Dogmen nicht berühren. Es ist erstaunlich, dass immer noch jeweils 30% aller Deutschen Angehörige der katholischen und evangelischen Kirchen sind und selbst heute nicht erkennen, was Friedrich der Große, König von Preußen (1712-1786), bereits vor fast 300 Jahren erkannte:
"Geht man allen Religionen auf den Grund, so beruhen sie auf einem mehr oder minder widersinnigen System von Fabeln. Es ist unmöglich, dass ein Mensch von gesundem Verstand, der diese Dinge kritisch untersucht, nicht ihre Verkehrtheit erkennt."

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spmc-12653168937531 18.07.2014, 21:52
14.

Wer glaubt, dass der Skandal um TvE der ausschlaggebende Grund für die Kirchenaustritte sei, irrt sich. Viele Facetten spielen eine Rolle, die Stoff für eine Dr. Arbeit bieten. Unter dem Strich hat sich dieses ausschließlich materiell ausgerichtete Konstrukt, garniert mit schönen Worten, als gigantischer Konzern in den letzten Jahren selbst entlarvt. Jeder normale vernünftige und klar denkende Mensch würde aus jedem anderen Verein längst ausgetreten sein. Nun ist die Geduld der Menschen am Ende, weil die Glaubwürdigkeit dieses gigantischen Apparates nicht mehr vorhanden ist. Christlich und gläubig sein, ist ohne dieses Konstrukt, dass sich wie Mehltau über das Land verbreitet hat, gut lebbar. Es ist längst an der Zeit einem Großteil der katholischen Institutionen die Gemeinnützigkeit zu entziehen, der Kirchensteuereintreibung ein Ende zu setzen sowie die Besoldung von Kirchenfürsten durch den Fiskus zu stoppen.

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kams 18.07.2014, 21:53
15. Immer die gleiche Leier

Ich kann es nicht mehr hören. Das ist ein Artikel über Katholizismus und viele meinen, die Klischees hier rein tippeln zu müssen. Klar kann man mit der "Vereinsführung" nicht zufrieden sein oder dem Manager oder was auch immer. Aber dann immer gleich die komplette Kirche anzugreifen, finde ich persönlich sehr kleinkariert und sehr vereinfachend. Egal ob Katholisch oder evangelisch, wir sollten die Errungenschaften der Christen nicht einfach so abtun. Wir leben hier in Europa sehr gut. Wir sind offen für andere Kulturen und Religionen und leben das Gebot der Nächstenliebe (auch die vielen sogenannten Ungläubigen). Jetzt kommt bitte nicht mit den Konflikten in der Ukraine an, das hat ganz andere Gründe. Fakt ist aber, dass die christliche Religion zu denen gehört, die am ehesten ein friedliches Miteinander verschiedenster Kulturen akzeptiert und nicht bekriegt. Viele vergessen, dass all die Werte des Zusammenlebens auch Ausdruck des Christentums sind. Und wenn hier dann die Rede von ach den veralteten Katholen mit Faschingskostümen ist, kann das nur von einfachen Geistern kommen. Akzeptiert die individuellen Religionssitten doch bitte auch mal von den hier lebenden Katholiken und predigt nicht immer, dass wir offen für den Islam sein müssen. Aber da passt was nicht. Ich weiß, jetzt regen sich sicher gleich wieder viele auf, aber das scheinheilige Aufregen über die Kirche, die Vertreter, die Ki-Steuern etc. (katholisch oder evangelisch) ist zu einfach.

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isegrim der erste 18.07.2014, 21:54
16. Fast 500 000 Austritte in drei Jahren

Wenn das so weiter geht, gibt es in 150 Jahren keine Katholische Kirche mehr in Deutschland. Dabei ist in dieser Rechnung die demografische Entwicklung noch nicht einmal einbezogen.

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eisenhower2.0 18.07.2014, 21:59
17. Ich bin

und bleibe Katholik! Warum?Fühl mich im christlichen Glaube wohl.Find ich alles gut was die Leute im Namen der Kirche machen? NEIN.! Jetzt könnt ihr alle gegen mich hetzen!!!!Meinen Glauben erschüttert es nicht.

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thanks-top-info 18.07.2014, 22:03
18. Steuergebahren

warum noch treibt bei uns der Staat Kirchensteuer ein? als wohl einziger in Europa
Seid wann und wer war noch an dem Arrangement beteiligt?
ich von ausgetreten als die 2% Ostzuschlagssteuer erfunden würde

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freizeitverkaeufer 18.07.2014, 22:07
19. cum deo

da mag schon einiges zu verbessern sein in unserer Kirche. Aber vielleicht fangen wir mit dem Verbessern am besten bei uns selbst an. Einkehr, Ruhe und Demut führen uns weg von den täglichen Ablenkungen wieder zu uns selbst und zu Gott. Die Kirche kann nur immer wieder einladen. Kommen muss jeder selbst. Vermutlich werde ich so lange ich lebe Kirchensteuer bezahlen und werde doch nie ein guter Katholik. Aber Austreten kommt für mich nicht in Frage.

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