Forum: Panorama
Katholiken: Zahl der Kirchenaustritte steigt deutlich an
DPA

Der katholischen Kirche laufen die Mitglieder davon: Im vergangenen Jahr traten fast 180.000 Menschen aus, deutlich mehr als noch 2012. Grund dafür dürfte vor allem die Finanzaffäre um den abberufenen Limburger Bischof Tebartz-van Elst sein.

Seite 4 von 43
jujo 18.07.2014, 23:20
30. ...

Zitat von eisenhower2.0
und bleibe Katholik! Warum?Fühl mich im christlichen Glaube wohl.Find ich alles gut was die Leute im Namen der Kirche machen? NEIN.! Jetzt könnt ihr alle gegen mich hetzen!!!!Meinen Glauben erschüttert es nicht.
Jeder Mensch glaubt!
Nur sobald Glaubensdinge institutionalisiert werden wird es zur Machtfrage, nämlich Macht über andere Menschen zu gelangen, materielle und immaterielle. Dabei ist es egal welche Religion, Sekte oder was auch immer sich diese Macht anmasst oder aneignet!
Herr Marx möchte die Herzen der Menschen wieder gewinnen, sagt er, er meint aber die Macht über die Menschen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xfreeder 18.07.2014, 23:25
31.

Sind immer noch ca. 24,2 Millionen Mitglieder zuviel für diesen Mafiaverein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pimi 18.07.2014, 23:28
32. Tja,

ich habe es nie verstanden, warum ich für meinen GLAUBEN zahlen soll und vorallem für was ? Ach, ich beantworte selbst, damit irgendwelche hohen Kirchenäbte / Bischöfe o.ä. ein ordentliches Gehalt bekommen. Es geht doch schon lang nicht mehr um den GLAUBEN, sondern um GELD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ketzerei 18.07.2014, 23:29
33. Tucholsky

schrieb einmal seinem Finanzamt, dass er aus dem Staat austritt, natürlich erfolglos. Wie Viele würden so eine Erklaerung angeben, wenn sie dann keine Einkommenssteuer mehr zahlen müssten? Also, nicht immer alles so hoch und ideologisch hängen. Außerdem gibt es immer Solche und Solche. Seelsorger, die sie in Gottes Namen aufreiben, Amtskirchen die dies zulassen oder fordern, Missbraeuche in jeder Form und Trost und Hilfe in schwierigen Situationen. Schwarz und Weiß führt nicht weiter. Ach ja, ich bin ausgetreten
... und denke über den Ruecktritt vom Ruecktritt nach....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klartexter 18.07.2014, 23:32
34. Kirchenaustritte haben warscheinlich andere Gründe

Wie kann man an etwas "glauben", was auf Einbildungen archaischer Völker gründet und was noch nie ein Mensch leibhaftig gesehen hat???

Wer ist so leichtgläubig, daß er alles unkritisch für bare Münze nimmt?

Ist es nicht eher die Indoktrination, die die Religionen schon von klein auf betreiben? Die schon bei Kleinkindern ansetzen und sie mit ihrem Mumpitz manipulieren, um sie zu willigen Gefolgsleuten und Geldquellen heran zu ziehen?

Wie verrückt und frech ist es, seine Kinder für etwas Eingebildetes zu verstümmeln? Haben diese Religionen Angst, die Kinder könnten sich anders enscheiden, wenn sie größer sind etwas mehr Überblick haben?
Aber in unserem Staat steht ja höchst offiziell Glaube an irgendetwas über körperlicher Unversehrtheit. Darf ich dann meinem Sohn auch ein Nudelmonster auf die Stirn tätowieren, weil ich daran glaube???
Wird ja schließlich nichts abgeschnitten, nur ein bisschen eingefärbt...

Wieviele der Religionsmitglieder glauben an einen Gott oder sonstwas Spirituelles? Sind sie nicht überwiegend deshalb in Glaubensgemeinschaften, weil sie einfach hineingesteckt wurden?

Wer sich solche Fragen stellt, merkt, wie absurd Religionen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
albert schulz 18.07.2014, 23:38
35. Wozu schelten ?

Zitat von sysop
Der katholischen Kirche laufen die Mitglieder davon: Im vergangenen Jahr traten fast 180.000 Menschen aus, deutlich mehr als noch 2012.
1992 war die Zahl höher, 2010 war die Zahl genauso hoch, vermutlich wegen der Pädiatrie, die wohl genauso hoch war wie bei allen anderen Menschen auch, also ziemlich gering, aber wegen des Anspruchs auf das alleinige Seligkeitsmonopol doch etwas verunsichert hat. Bei den Evangelen ist die Anzahl der Normalfall pro Jahr, bereits im Dritten Reich traten mehr als doppelt so viele Evangelen pro Jahr aus, die Zahl wurde in republikanischer Zeit zuweilen auch erreicht, immer weit mehr als bei den Katholen.

Fakt ist, daß die deutschen Kirchen die reichsten (und einflußreichsten) der Welt sind, übrigens weit reicher als in allen mohammedanischen Staaten, auch relativ, daß die Kirche integraler Bestandteil aller staatlichen Instanzen ist, daß weltweit nur in Deutschland die Kirchensteuer vom Staat eingetrieben wird, daß die Kirchen über unglaubliche Latifundien und vermutlich andere Vermögenswerte verfügen, daß die zahlreichen „sozialen“ Dienste der Kirchen die reinsten Goldgruben (geworden ?) sind. Diese Kirchen haben eine unglaubliche Macht, und das erklärt zumindest teilweise, warum sich viele scheuen auszutreten. Die Kirche ist überall vertreten, nicht nur in Kindergärten und Krankenhäusern, oder flächendeckend auf dem Land.

Man darf unsere Verhältnisse keineswegs mit Frankreich vergleichen, wo die Kirche mit fünf Prozent dessen auskommen müssen, was unsere Kirchen beziehen, und wo bestenfalls noch zehn Prozent dem Glauben anhängen, oder mit den Niederlanden, wo optimistisch gerechnet noch dreißig Prozent zu den Gläubigen zu zählen sind. Ein realistischer Wert dürfte wohl eher der französische sein, übrigens auch bei uns. Es handelt sich um Sekten, die über sehr viel mehr Macht verfügen als ihnen zusteht. Das hat sicher auch positive Auswirkungen, aber legitimierbar ist es nicht.

Als ziemlich desinteressierter Agnostiker fragt man sich nur, welche blödsinnigen Ideologen das Vakuum füllen, was die Kirchen hinterlassen. So wahnsinnig erfreulich sind die ersichtlichen Entwicklungen nicht, ganz sicher nicht Wege zur Vernunft. Die Aufklärung vor 250 Jahren scheint noch nicht so recht angekommen zu sein. Soll sie wohl auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolfgangrainer 18.07.2014, 23:41
36. Oder...

Zitat von mipez
Schon einmal an die naheliegenste Theorie gedacht, dass man sich mit der Auslegung der Kirche nicht mehr identifizieren kann? Bei der Katholischen ist das noch am wenigsten verwunderlich.
...sich nicht mehr identifizieren will! Und dann muss die Kirche sagen: Jawohl ich lass dich gehen! Aber wenn du willst, kannst du jederzeit zurückkehren.
Die Lehre verwässern und den "GLAUBEN LIGHT" zu predigen, ist nicht Aufgabe der Kirche! "KLARE KANTE" zeigen tut not, und wem das nicht passt, den muss man ziehen lassen. Die Kirche darf sich nicht verbiegen und sich nicht verbiegen lassen. Sie muss "der Fels" für die Gläubigen sein....aber ich fürchte, in Deutschland ist sie "ein Schwamm". Um bei dem Bild zu bleiben - vielleicht hilft ein Austrocknen, um den "Schwamm" wieder fest werden zu lassen. Bischöfe wie Stefan Oster geben mir Hoffnung, dass die Kath. Kirche in Deutschland bestehen bleiben wird...vielleicht kleiner, bestimmt ärmer...aber im Glauben stärker, und so soll es sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ometepe 18.07.2014, 23:41
37. Na toll

Toll, dass Sie hier alle so aufgeklärt und modern sind.
Komisch nur, dass Sie sich offenbar wirklich für klüger halten als all die Menschen, denen ihr christlicher Glaube viel bedeutet.
Merken Sie nicht, wie absurd und kleingeistig Ihre Arroganz wirkt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
citlalli 18.07.2014, 23:51
38. mir zu Misogyn

Jede Frau muesste eigentlich austreten. Es gibt nicht mehr viele Organisationen, von denen Frauen so lachhaft, von oben herab diskriminiert werden.
Warum lassen sich die Frauen das eigentlich gefallen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterle3 18.07.2014, 23:53
39. Nettes Zusatzthema: Das besondere Kirchgeld

Ein nettes Zusatzthema ist bei beiden Konfessionen das sog. besondere Kirchgeld in "glaubensverschiedener Ehe". Dieses erheben die katholischen Bistümer weniger, weil sie reicher sind als die ev. Landeskirchen, aber anteilig ebenso unberechtigt. Dieses Kirchgeld ist für verfassungsgemäß erklärt worden - ist halt so. Für Doppelverdiener interessant, aber kaum bekannt ist Folgendes: Das Bundesverfassungsgericht hatte 1965 verfügt, dass das besondere Kirchgeld (genauer: die Besteuerung des Lebensführungsaufwandes des Kirchenangehörigen dann möglich ist, wenn dieser ansonsten "mangels eigenen Einkommens kirchensteuerfrei bliebe". (BVerfG, Urteil vom 14.12.1965, 1 BvR 606/60, letzter Absatz). Lt. Bundesverwaltungsgericht "muss bei der Kirchgeldtabelle berücksichtigt" werden, dass diese Besteuerung nur genau für den o.a. Fall gedacht ist ("mangels eigenen Einkommens kirchensteuerfrei"). (BVerwG, Urteil vom 18.2.1977, VII 48.73, Ziffer II 4 c). Lt. Bundesfinanzhof ist "die Rechtslage eindeutig": "nur für diese Fallkonstellation" "mangels eigenen Einkommens kirchensteuerfrei" "orientiert sich das besondere Kirchgeld ... am Lebensführungsaufwand des kirchenangehörigen Ehegatten" - incl. der "hilfsweisen Bemessung" am gemeinsam zu versteuernden Einkommen. (BFH, Beschluss vom 8.10.2013 – I B 109/12, Ziffer II b) Die Kirchen und die Finanzverwaltungen unterdrücken, was die maßgebliche Rechtsnorm und zwei höchstrichterliche Entscheidungen sagen und erheben munter seit Jahren das besondere Kirchgeld auch dann, wenn der kirchenangehörige Ehegatte selber verdient. Im säkularen Alltag würde man das wohl als Betrug bezeichnen, weil hier über eine Zahlungsverpflichtung getäuscht wird. Die Kirche und die Finanzverwaltung verteidigen das Vorgehen, ohne wirklich Rechtsgründe anführen zu können. Da meine Frau nicht klagen will, ist sie ausgetreten. So eine Institution braucht sie für ihren Glauben nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 43