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Katholische Missbrauchsstudie: Vernichtetes Vertrauen
DPA

Die Studie zur Missbrauchs-Aufarbeitung ist vorerst gescheitert. Die katholischen Bischöfe beklagen fehlenden Datenschutz, der Leiter des Forschungsinstituts die Vernichtung relevanter Akten. Doch die ist im Kirchenrecht sogar vorgesehen.

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bloßich 10.01.2013, 12:03
130. ...

Zitat von zorngibel
... verstehe nicht ganz, warum die Akten, die sich ja dem Text nach auf abgeschlossene Strafsachen beziehen, überhaupt bei der Kirche lagern? Gibt es davon nicht wenigstens Kopien bei den zuständigen Justizbehörden?

Es geht wohl um kircheninterne "Strafsachen". ..

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bloßich 10.01.2013, 12:04
131. ...

Zitat von skalare
Wie kann es sein, dass in unserem Land eine Organisation ihre eigenen Gesetze hat? Wenn ich ab nächster Woche meine eigene Gesetze einführe kann ich dann auch morden, vergewaltigen und rauben, so wie es die "Heilige Kirche" seit 342 n. Chr. tut und dann straffrei bleiben, weil ich ja meine eigenen Gesetze habe?
Das Kirchenrecht gilt nur zusätzlich, nicht alternativ zum weltlichen Recht.

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evilmutant 10.01.2013, 12:04
132.

Jeder Katholik kann seinen Beitrag leisten zu diesem Thema: Der Austritt aus dieser überalterten, realitätsfremden Bande von Kinderschändern!

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Mo2 10.01.2013, 12:04
133. nix passiert?

Zitat von somasemapsyches
Die Kirche sucht sich jemanden andes, der die Aufklärung durchführen soll. Das ist ein normaler Vorgang. Nur von vornherein Verblendete fällen vorschnell ein Urteil.
Normal ist auch, dass offenbar Akten vernichtet wurden? Auch wenn das nach "Kirchenrecht" möglich war, stinkt es zum Himmel, gerade in diesem Zusammenhang. Wenn Sie sich die Berichterstatttung (medienübergreifend) anhören, dann scheinen das fast alle so zu sehen.

Aber Eigentore der Kirche sind für mich immer ein Quell der (Schaden)Freude, insofern will ich mich nicht beklagen. Das wird reichlich Schäfchen kosten und das ist immer gut.

Übrigens lustig, wenn Gläubige andere als "Verblendete" bezeichnen...

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zoon.politicon 10.01.2013, 12:05
134. Mißbrauch: fast immer Wiederholungstäter, Flurschaden in ihrem Umfeld

Zitat von sysop
Die Studie zur Missbrauchs-Aufarbeitung ist vorerst gescheitert. Die katholischen Bischöfe beklagen fehlenden Datenschutz, der Leiter des Forschungsinstituts die Vernichtung relevanter Akten. Doch die ist im Kirchenrecht sogar vorgesehen.
Es macht einen schon betroffen, zu sehen, daß hier zwingend notwendige Aufklärung / Transparenz wieder mal verhindert wird. Dabei lebt eine Kirche doch von ihrer "Glaub"-würdigkeit.

Abgesehen davon, daß der Zölibat ursächlich für Vieles im Mißbrauch-Bereich ist, müssten doch die Verantwortlichen in der katholischen Kirche doch folgendes gelernt haben:

1. Mißbrauchstäter sind großenteils Wiederholungstäter, bleiben also gefährlich: Der Sexualtreib lässt sich halt nicht einfach anschalten.

2. Praktisch alle Personen im Umfeld einer Sexualtäters laufen Gefahr, in das Geschehen "verwickelt" bzw. kompromittiert zu werden und es entsteht entsprechend ein gewaltiger, tiefgehender Flurschaden:

Denn Jeder, der vom Mißbrauch erfährt oder einen begründeten Verdacht hat, muß sich einscheiden: ernst nehmen und aufdecken, wobei er selber einiges an emotionalen Belastungen, an Angriffen auf sine Person riskiert, oder eben wegschauen bzw. aktiv vertuschen, evtl. mit Geldzuwendungen, Zwang, Drohungen u.ä.. Und, wer den "Wiederholungs") Täter nicht aufhält, macht sich doch mit schuldig.

Herr Pfeiffer hat es recht emphatisch ausgedrückt, indem er sagte, die verantwortlichen Bischöfe hätten "Angst" bekommen.
Aber, um Mißbrauch zu verhindern, ist doch rückhaltlose Aufklärung zwingend erforderlich, auch, wenn es schwer fällt.

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ruebenkatze 10.01.2013, 12:08
135. Sapere aude

Zitat von marisaaa
Austritt dauert keine 10 Minuten, und am Ende des Monats kann man ja stattdessen das gesparte Geld an eine karitative Einrichtung seiner Wahl spenden. Wenn es ein Gott gibt, wird er oder sie es doch sicher nicht voraussetzen, dass man ein Pädophilenverein finanziert um in den Himmel zu kommen.
Ein weiterer Schritt, den die "katholische" Kirche zumindest in Deutschland in Richtung auf eine fundamentalistische Sekte ohne gesellschaftliche Verankerung geht. Es gibt nicht wenige innerhalb der "katholischen" Kirche, die das als eine Art Gesundschrumpfen empfinden. Unsere Verfassung schützt solche Meinungen zu Recht, aber sie sollte das weder steuerlich in irgendeiner Weise fördern noch Sonderrechtszonen einrichten. Beides ist aber traurige Praxis, und keine Partei hat den Mut, das Kirchenprivileg ernsthaft anzutasten. Zum Glück gibt es mindestens auf europäischer Ebene Urteile, die z. B. eine Kündigung wegen Heirat eines Geschiedenen als rechtswidrig erkennen. In unserem Land gibt es da noch viel zu tun. Niemand soll wegen seines Glaubens diskriminiert oder beleidigt werden, aber gleichzeitig darf auch niemand wegen seines Glaubens bevorzugt oder seines Nichtglaubens benachteiligt werden. Betet von mir aus Rosenkränze, bis euch die Finger wund werden, aber nicht mit meinem Geld unterstützt. Und wer missbraucht oder Missbrauch vertuscht, gehört eingesperrt, egal, ob das im Hotelzimmer in Thailand passiert oder im Pfarrbüro. Und man möge uns vor dem peinlichen Geschwurbele der "katholischen" Bischöfe verschonen, das in erster Linie nur den Verstand beleidigt.

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sponner_hoch2 10.01.2013, 12:10
136.

Zitat von Ingmar E.
Ich sehe den Austritt nicht primär unter dem Aspekt der Kirche zu schaden, sondern primär geht es doch darum, dass man sich als Mensch von solchen Verbrechern distanziert. Wer trotz solcher Machenschaften weiterhin Mitglied in solchen Organisationen ist, muss mMn als Unterstützer gewertet werden. Warum distanzieren sich so wenig Menschen davon? Die Kirchenaustritte waren in den 90ern schonmal wesentlich zahlreicher.
Es geht auch nicht nur ums Geld, sondern vor allem auch um die angebliche Gesellschaftliche Relevanz, auf die sich die Kirchen immer berufen.

Wenn die Mitgliederzahlen tatsächlich mal refelktieren würden, wer wirklich noch hinter diesen STrukturen steht, dann würde einiges anders aussehen. Z. b. würden die Politiker nicht mehr immer gleich bei Kirchenkritischen Entscheidungen einknicken, weil sie denken, es sich gleich mit so vielen Wählern zu verschertzen.

Ganz zu schweigen davon, dass die Herren Bischöfe dann z. B. auch schlecht rechtfertigen könnten, warum sie z. B. in den Aufsichtsgremien von ZDF und ARD-Anstalten vertreten sein sollen.

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koksi 10.01.2013, 12:11
137. Die ....

[QUOTE=sysop;11725918]Die Studie zur Missbrauchs-Aufarbeitung ist vorerst gescheitert. Die katholischen Bischöfe beklagen fehlenden Datenschutz, der Leiter des Forschungsinstituts die Vernichtung relevanter Akten. Doch die ist im Kirchenrecht sogar vorgesehen.

Katholische Missbrauchsstudie: Verspieltes Vertrauen - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE

...Kuttenträger haben doch nicht das geringste Recht, jetzt auch noch einen Datenschutz zu fordern! Den Herrschaften muß der absichtlich zu weit geschnittene Deckmantel weggenommen und sie müssen vor aller Öffentlichkeit auf dem Marktplatz ihre Beichte ablegen! Widerlich, diese Falscheit der Kirche und wenn man den Herrn Zollitsch so süffisant LÄCHELN sieht, kann man sich nur angewiedert wegdrehen!!!! Pfui deivel, diese Frömmelei!

Traurig und unverständlich, daß es noch viele Jugendliche gibt, die den MessdienerZirkus mitmachen bzw. deren Eltern diesen Götzendienst auch noch tolerieren.

Ein Atheist

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sponner_hoch2 10.01.2013, 12:11
138.

Zitat von lupenrein
KIrchenrecht ist im Grunde nichts anderes als Vereinsrecht. Man kann aus einem Verein beliebig aus- oder eintreten.
Nur aus dem Verein Kriche kann man nicht so einfach austreten wie aus anderen Vereinen. Eine der vielen Privilegien der Kirchen.

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maliperica 10.01.2013, 12:11
139. Was wäre die Welt ohne eine oder andere alte Tante!

Zitat von Ingmar E.
Sagen sie mal ehrlich, warum unterstützen sie noch so eine Verbrecherbande? Ich kann es nicht verstehen, ca. 60% der Deutschen sind noch in den Kirchen und müssen so als Unterstützer dieser Verbrecher gewertet werden. Darunter sind offensichtlich auch manche intelligente Menschen. Ich kann es nicht verstehen. Bekommen Sie Ärger in ihrer Familie oder ihrer Gemeinde wenn sie austreten? Es ist doch gar keine Streitfrage dass die Kirchen die Verbrecher vor Strafverfolgung geschützt haben, die Streitfrage ist doch nur in welchem Umfang das geschah. Echte Reue kann ich nicht erkennen, stattdessen wird genau das weiterhin betrieben was Kern des Vorwurfs ist (Akten schreddern).
Verzeihung, aber Sie übertreiben maßlos.

Zwar ist Schopanuars principium individuationis eine wertvolle wissenschaftliche Methode der Beweisführung, aber auch ein Instrumentarium der (un)absichtlichen Irreführung. Aus einzelnen Fällen auf das ganze sofort zu schließen und dann noch das ganze als Verbrecherbande zu bewerten verliert den Sinn der Debatte.

Sollte man die freie Medien verbieten, weil auch da ein oder anderer Fall des Kindesmissbrauchs der verschleiert werden sollte doch entdeckt wurde. Vielleicht die Gebühren für öffentlichrechtliche sofort abschaffen?

Die Kirche ist nicht allein, also auch die katholische macht keine Ausnahme, wie wahrscheinlich BBC nicht las Ganze vorverurteilen werden darf bzw. die ganze Branche. Eine sachliche Auseinandersetzung mit den konkreten Fällen ist unentbehrlich und keiner darf sich vor der Verantwortung entziehen, auch die oben geschilderte Methode, weil sie geeignet ist das Ganze wegen einzelnen Fällen zu diffamieren.

Kindesmissbrauch: Kommentar zum Newsnight-Skandal der BBC - SPIEGEL ONLINE

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