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Kerniger Saftprotz: Testen Sie Ihr absolutes Apfelgehör

Nicht Guave oder Papaya, der gute alte Apfel ist der Deutschen liebste Obstsorte. Gerade haben die kernigen Kracher Hochsaison. Hier können Sie ausprobieren, ob man vom Klang eines Apfels beim Reinbeißen auf die Sorte schließen kann. Machen Sie den Apfel-Hörtest.

GrafZahl 20.08.2007, 14:47
1. Ist Obst gesund?

Tja, das ist schon ein erstaunlicher Test...
Mittlerweile findet man auch neben EU-Norm-Äpfeln auch Obst aus China in unseren Supermarktregalen - was für ein Geräusch macht das wohl?

Manche hören beim Raufbeissen das Ächzen ausgebeuteter Leiharbeiter.

Manche hören kein Geräusch, schmecken aber DDT und Schwermetalle deutlich heraus :-)

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descartes101 23.08.2007, 17:03
2. Alles geprüft und in Ordnung.

Zitat von GrafZahl
Tja, das ist schon ein erstaunlicher Test... Mittlerweile findet man auch neben EU-Norm-Äpfeln auch Obst aus China in unseren Supermarktregalen - was für ein Geräusch macht das wohl? Manche hören beim Raufbeissen das Ächzen ausgebeuteter Leiharbeiter. Manche hören kein Geräusch, schmecken aber DDT und Schwermetalle deutlich heraus :-)
Ach was, lassen Sie doch Ihren Sarkasmus stecken. Für Äusserungen wie diese wären Sie in China schon auf der Organspenderliste!

Und vertrauen Sie am Besten den stichprobenhaften Kontrollen chinesischer Produkte, die sicherstellen, dass die Grenzwerte der EU für DDT und Schwermetalle nicht überschritten werden, so dass Sie nicht aus Versehen eine Überdosis Ihres täglichen EU-Norm-konformen Giftcocktails bekommen.

Alles wird optimal für Sie geregelt, lehnen Sie sich zurück und schauen Sie DSDS, Denken war gestern.

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van-mons 14.09.2007, 15:39
3. Der korrekte Sortenname ist

DELBARD ESTIVALE
Die Sorte stammt aus der Baumschule DELBARD in Frankreich.

Grausig finde ich die Äußerungen deutscher Vergiftungsängste, die hier zum Thema APFEL gepostet wurden. Greenpeace Märchen:

"Fürchtest du dich vor Gift ?" sprach der Globalisierte, "siehst du, da schneide ich den Apfel in zwei Teile; den roten Backen iss, den weißen will ich essen."

Der Apfel war aber so künstlich gemacht, dass der rote Backen allein vergiftet war. Schneewittchen lusterte den schönen Apfel an, und als es sah, dass der Globalisierte davon aß, so konnte es nicht länger widerstehen, streckte die Hand hinaus und nahm die giftige Hälfte. Kaum aber hatte es einen Bissen davon im Mund, so fiel es tot zur Erde nieder.

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dorset-naga 15.09.2007, 01:36
4. Breiige Äpfel - schöngeschrieben

Essen im Allgemeinen, Obst Essen im Besonderen und Apfel Essen im ganz Speziellen ist eben nicht nur ein geschmackliches sondern auch ein haptisches Erlebnis, d.h. der Genuss wird nicht nur durch den Geschmack sondern auch durch die Konsistenz, bzw. das Kau- und Beißgefühl bestimmt.

Und so wie es Menschen gibt, die eine bestimmte Geschmacksnote (z.B. Oliven, Fenchel, Süßholz, Zimt) auf den Tod nicht ausstehen können, wohingegen andere das ganz toll finden, so gibt es Menschen, für die der Apfelgenuss eben mit der "Knackigkeit" d.h. dem Saftaustritt an der Bruchfläche verknüpft ist. Wenn diese dann beim Zubeißen auf eine spröde Pampe stoßen, die man ewig einspeicheln muss, damit sie überhaupt freiwillig die Speiseröhre hinunterrutscht, dann ist dieser Apfel aber gegessen. Die Saftausbeute aus solcherlei Apfelbrei ist auch nur mäßig.

Auch wenn viele Obstverkäufer und erst recht die Jünger der Bio-Szene immer mit Unverständnis reagieren, wenn ich einen frischen, knackigen Apfel kaufen möchte, und nach dem ersten Biss in dieses breiige Etwas das Gesicht verziehe. Dann geht es denen wie dem Autor des vorliegenden Artikels. Aus der Tatsache, dass sie über kein Sensorium für den Unterschied verfügen, schließen sie messerscharf, dass es diesen nicht geben könne - wie ein Farbenblinder, der die Existenz von Farben leugnet.

Und ein solcher Apfel wird erst recht nicht dadurch besser, dass man den Terminus mehlig durch den Euphemismus "mürbe" ersetzt.

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scorpie 14.01.2008, 16:45
5. Alte Apfelsorten: Sortenwirrwarr?

Hallo Apfelfreunde,

der Spiegel-Artikel, der auch die modernen, normierten und wenig aromatischen (dafür aber handels-funktionalen) Apfelsorten erwähnt, wies nicht darauf hin, daß wir Verbraucher sie - bzw. die Seltenheit der alten, aromatischen Arten - dem Wirken von Politikern und Bürokraten verdanken -
in den 60ern oder 70ern wurden den Bauern Prämien für deren Abholzung bezahlt. Begründung: um dem Sortenwirrwarr zu steuern. Man nennt es auch "Vielfalt".
Und ... wer weiß denn schon, daß die Aussaat von Apfelkernen zu mindestens 20 % zu neuen, mitunter sogar bemerkenswerten Sorten führen kann? Dem verdankt z.B. "Ingrid Marie", aber auch viele andere Sorten, ihre Existenz. Mit solchen Taten würde die Furcht vor "Sortenwirrwarr" zur Panik gesteigert!
Drum haltet Apfelkerne dem Boden ferne.

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