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Kinderporno-Affäre: Die Legenden des Herrn Edathy
DPA

Vor mehr als zwei Jahren stürzte SPD-Politiker Sebastian Edathy über eine Kinderporno-Affäre. Seither versucht er, sich als Opfer zu stilisieren. Damit darf er keinen Erfolg haben.

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hermes69 27.05.2016, 16:59
1.

Man muss ihn aber halt auch nicht zu einem Monster verschreien.

Der Mann ist krank. Ganz offensichtlich.
Und da bedarf es eigentlich Fachleuten denen er sich anvertrauen kann und keine Zeitung/TV oder Boulevard Blättchen.

Das ist von beiden Seiten einfach nur fahrlässig.
Da kriegt der tobende Mob wieder Schaum vor dem Mund.
Aber das ist scheinbar ja gewollt.

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ernieb 27.05.2016, 17:06
2. Edathy hat eben im NSU-Ausschuss zu gut aufgeklärt...

Moralisch ist das sicher nicht haltbar, was er machte. Aber keine Straftat nach der Gesetzeslage zu der Zeit. Aber es ist schon auffällig, dass im NSU Prozess ständig Zeugen sterben oder Akten "ausversehen" vernichtet werden. Oder eben gerade da belastendes Material bei Edathy gefunden wird, wo er maximal aufklärte. Karrierevernichtend sogar. Diese Fragen kommen auch nur auf, WEIL es eben Unregelmäßigkeiten gab.

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matthias.fahrner 27.05.2016, 17:06
3. Rechtsstaat

Der Rechtsstaat lebt von Verhältnismäßigkeit. Nicht von Moralisierung auf der einen oder anderen Seite, davon leben Medien, aber es zerstört ein funktionsfähiges gerechtes und freies Gemeinwesen. Wer dazu etwas lernen möchte, sei herzlich an das Buch (oder das Musical) Les Miserables erinnert. Sebastian Edathy hat kein Bagatelldelikt begangen, der Tatvorwurf hat sich wohl bestätigt, allerdings in einem Rahmen der im Verhältnis zu vielen andere Fällen weit unter dem furchtbaren Durchschnitt liegt. Er war als Politiker nicht mehr tragbar und es ist gut, dass der Austritt aus dem Bundestag schnell geschah. Es wäre natürlich mehr als wünschenswert, wenn so etwas bei Volkvertretern ebenso wenig wie andere Formen der Kriminalität vorkommen würde. Sebastian Edathy hat beispielloses für die NSU-Aufklärung geleistet. Er ist tief gestürzt und mehr geahndet als z.B. ein mittlerer Manager, den seine Firma trotz Verurteilung wegen weit härter Kinderpornografie und in Kenntnis ohne weiteres in seiner Funktion behalten hat. Er hat einen schweren Fehler gemacht, aber auch die Buße innerhalb und außerhalb des Strafrechtes muss verhältnismäßig sein. Wer ohne völlige Schuld wäre, der dürfte den Stein werfen. Jeder hat das Recht auf Resozialisierung und auf fairen Umgang in Abwägung aller Umstände.

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Mundil 27.05.2016, 17:08
4. Wer sich erkundigt hat

was man zu der zeit auf dem kanadischen Server herunterladen konnte gegen offizielle Bezahlung- wie bei Edharty- könnte vermuten dass er vielleicht sogar Recht hat.
Es gibt sog. Wayback- Maschinen im Internet die da recht hilfreich sein können.
So als Tip an die Journalisten...

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Tharsonius 27.05.2016, 17:10
5. Ich weiß die Sommerpause rückt näher,

aber ist dieses Thema nicht endlich mal voll und ganz durchgekaut? Gibt es keine wichtigeren Dinge über die man berichten kann, als dieser Person mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als sie verdient? -.-

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olivervöl 27.05.2016, 17:10
6. Fragen

Herr Edathy wird mit dem Tode bedroht und befindet sich auf der Flucht, obwohl er vor Gericht nicht bestraft wurde. Von wem wird er bedroht und warum? Wegen seiner Tätigkeit für den NSU-Untersuchungsausschuss? Wegen der Berichterstattung über ihn? Weil Gewalttäter Selbstjustiz üben wollen?

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Thomas Schnitzer 27.05.2016, 17:11
7.

Lieber Spiegel-Kommentator, nachtreten war nie gut und wird es niemals sein.

Der Fall ist juristisch betrachtet abgeschlossen, und somit hat Edathy ein Recht darauf, in Ruhe gelassen zu werden. Auch wenn das nicht in ihre Moralvorstellungen passt, und die dumpfen Instinkte so manches Foristen prima bedient.

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mar-kosch 27.05.2016, 17:11
8.

Unglaublich, wie jemand seine Perversität noch stolz vor sich her trägt. Ruhe, nicht viel Aufsehen erregen, Gras drüber wachsen lassen... wäre das nicht die bessere Strategie?

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leserich 27.05.2016, 17:12
9.

"Vor mehr als zwei Jahren stürzte SPD-Politiker Sebastian Edathy über eine Kinderporno-Affäre" heißt es sicher ganz richtig, es fehlt aber ein Hinweis, warum dieser Sturz und warum zu jenem Zeitpunkt erfolgte.
Rein zufällig - natürlich - war Edathy seinerzeit Vorsitzender eines NSU-Untersuchungsausschusses und dem Vernehmen nach hat er diese Aufgabe tatsächlich zu erledigen versucht. Das hätte wohl diesem oder jenem das eine oder andere amt gekostet. Wie schön, daß Genossen immer Seit an Seit beieinander stehen und deshalb wissen, wer ganz gern mal spezielle Interessen verfolgt.
So konnte Edathy dann ganz freundschaftlich der Abtritt nebst erträglicher Strafzahlung angeboten und von weiteren Enthüllungen abgesehen werden.

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