Forum: Panorama
Kindstod in der DDR: "Es ist, als habe es meine Mädchen nie gegeben"

Ute L.s Zwillingstöchter sollen kurz nach der Geburt in der DDR gestorben sein. Doch die Mutter hat die Leichen nie gesehen, es gibt kein Grab und keine Totenscheine. Wurden die Kinder für tot erklärt und heimlich von der Stasi zur Adoption freigegeben? Eine Spurensuche.

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makutsov 02.12.2010, 11:39
1. Dokumente?

Hätte man nicht die vorhandenen Dokumente mit ausgeschwärzten Namen veröffentlichen können? So ergibt sich kein schlüssiges Bild! Alle Dokumente fehlen, aber das Krankenhaus hat doch Akten? Oder sind die gefälscht? Nichts genaues weiß man nicht!

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dandy 02.12.2010, 11:43
2. In der Bundesrepublik

wird mit behinderten Menschen noch viel schlimmer umgegangen !

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loncaros 02.12.2010, 11:50
3. t

Zitat von dandy
wird mit behinderten Menschen noch viel schlimmer umgegangen !
In der BRD werden behinderten Menschen mit Hilfe einer gefälschten Sterbeurkunde die Kinder weggenommen?
Und was soll da "noch viel schlimmer" sein?
Immer diese SED-Diktatur-Schönredner. Genausoschlimm wie die Revisionisten des Dritten Reichs.

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gloton7 02.12.2010, 11:54
4. Wichtiges Thema

Zitat von sysop
Ute L.s Zwillingstöchter sollen kurz nach der Geburt in der DDR gestorben sein. Doch die Mutter hat die Leichen nie gesehen, es gibt kein Grab und keine Totenscheine. Wurden die Kinder für tot erklärt und heimlich von der Stasi zur Adoption freigegeben? Eine Spurensuche.
Es erinnert an die Vorgehensweise der Nazis, regimekritische Menschen zu sterilisieren.
Ich wünschte mir eine ebenso intensive kriminalistische Betrachtung der Vorgänge um World Trade Center Gebäude 7 - der 11. September ist noch lange nicht aufgeklärt, die Wahrheitsbewegung wird immer größer.

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Adlhoch 02.12.2010, 11:55
5. Wunderbar!

Zitat von dandy
wird mit behinderten Menschen noch viel schlimmer umgegangen !
Ach so, dann ist ja alles wunderbar.
"Oben sticht unten" oder wie?

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olansa 02.12.2010, 12:15
6. in der BRD

Zitat von dandy
wird mit behinderten Menschen noch viel schlimmer umgegangen !
... ja, vollkommen richtig, Herr Karl-Eduard von Schnitzler.
Ein ernstes Thema, aber dank Ihres Kommentars doch noch ein kleiner Schmunzler.

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uchawi 02.12.2010, 12:19
7. Keine Sterbeurkunden?

Das Krankenhaus hat zwar Autopsieakten, die – so die Vermutung der Mutter und offenbar auch der Spiegel-Redaktion – gefälscht wurden, gleichzeitig aber war die Stasi zu blöd, gefälschte Sterbeurkunden auszustellen? Tut mir leid, das klingt für mich wenig glaubhaft.
Die frühgeborenen Zwillinge waren typische Risikokinder. Dass es Lücken in den Akten und in der Datenerfassung gibt, dürfte wohl eher an der Schlampigkeit des Krankenhauses und seiner Mitarbeiter gelegen haben, als an einer Stasiverschwörung. Letztere hat zwar sehr wohl Eltern ihre Kinder entzogen (und jeder einzelne dieser Fälle ist eine himmelschreiende Menschenrechtsverletzung für sich), aber die betroffenen Eltern waren soweit mir bekannt ist dann auch wirklich Regimekritiker und keine "katholischen Minderheiten".

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endbenutzer 02.12.2010, 12:27
8. Theorie

Wäre es nicht denkbar, dass die Zwillinge zu "wissenschaftlichen" Zwecken entwendet wurden, ganz so wie es von Nazi-Ärzten (insbesonderer Mengele) in Konzentrationslagern praktiziert wurde? Es ist doch bis heute nicht schlüssig, wieviele Ex-Nazis in der ehemaligen DDR Unterschlupf gewährt bekamen..

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sponner_hoch2 02.12.2010, 12:28
9.

Zitat von
Dank der Unterlagen konnte der Arzt gefunden werden, der damals das Autopsieprotokoll unterschrieb. Er machte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE keinen Hehl daraus, was er von der Vermutung halte, dass die Kinder womöglich zwangsadoptiert wurden: "Das würde bedeuten, dass wir unter Zwang oder Druck ein Autopsieprotokoll gefälscht hätten - das halte ich für vollkommen ausgeschlossen", so der Arzt*.
Diese Reaktion sagt doch alles - "das halte ich für vollkommen ausgeschlossen", und das, obwohl ja bekannt ist, das so etwas geschah. Typische Trotz / Schutzbehauptung. WIll ich ihm auch nicht aml vorwerfen, denn für den Fall, daß er in so eine Tat verwickelt ist (es kann natürlich immer noch sein, daß alles nur ein riesen Zufall ist und die beiden tatsächlich gestorben sind) würde ich auch alles abstreiten.

Zitat von
Es hält die Mutmaßungen von Ute L. für "eine Zwangsvorstellung, eine neurotische oder psychotische Reaktion der Mutter. Sie täte gut daran, sich in psychologische Behandlung zu begeben."
DIe Reaktion halte ich sogar für noch bezeichnender. Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Reporter befragt ihn zu einem Verdacht (und wird wohl ein paar der Ungereimtheiten aufzeigen), und der approbierte Arzt (!) ist gleich in der Lage, eine psychatrische Diagnose zu stellen. Mal eben so, aus der Ferne. Das ist zumindest schon mal unprofessionell und inkompetent. Es ist aber auch eine typische Reaktion von totelitären System wie der DDR: Wer aufmuckt, wird schnell in die Psychatrie abgeschoben.

Zitat von
Frau L. sei garantiert befragt worden,
Genau, sie sei. Frei nach dem Motto "Weil nicht sein kann was nicht sein darf."

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