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Kirchen gegen AfD-Parteitag: "Unser Kreuz hat keine Haken"
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Die christlichen Kirchen rufen zum Protest gegen den AfD-Parteitag am Wochenende in Köln auf. Sie wollen Flagge zeigen - gegen "Hass, Polarisierung und gegenseitige Abwertung als Mittel von Politik".

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mielforte 19.04.2017, 15:00
1. Auch wenn ein Slogan noch so verlockend und originell erscheint,

muß man ihn nicht durch das mediale Dorf tragen. Sicher sind unter den Adressaten auch viele Kirchengänger- und Steuerzahler.

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ihawk 19.04.2017, 15:27
2. Kirche und Staat

Ich halte es für falsch, wenn sich die Kirchen in Politik einmischen. Ich bin nicht der AfD zugeneigt, sondern sehe das eher als grundsätzliche Forderungen.
Ich denke, dass bei den C-Parteien das 'C' im Namen so wie so (inzwischen) Etikettenschwindel ist. Ich halte das nicht für Vorsatz, sondern der ausufernde Industrie-Lobbyismus hat die C-Parteien korrumpiert und vom christlichen Denken entfernt.

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p-schrader 19.04.2017, 15:35
3. Schweigen wäre besser gewesen.

Warum nur so ein dämliches Motto. Glaubt die Kirche wirklich, hier neue Sympathie zu gewinnen?

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fritzw5 19.04.2017, 15:48
4.

selbstverständlich sollen die Kirchen sich einmischen und Position beziehen. Und das gerade, weil unter den Adressaten Kirchgänger (und Steuerzahler?) sind. Die Kirchen sind Teil unserer Zivilgesellschaft. Dringender denn je ist es, dass wir ALLE gegen die Hasstiraden der Gauländer und Höckes klare Stellung beziehen.

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knok 19.04.2017, 15:55
5. Ob das auf alle Mitglieder zutrifft?

Ich halte auch nichts davon, wenn religiöse Instanzen die Politik kommentieren, absolut nicht. Aber wenigstens scheint doch ein Teil der christlichen Machtträger die Vernunft zu besitzen, sich endlich einmal zur Demokratie zu bekennen. Aber es gibt sicherlich zahlreiche Ausnahmen, das ist hier vielerorts sicher auch nicht anders als in Polen oder den USA bzw. als zu zeiten des NS-Regimes. Immer schön zu wissen, wenn jemand die AfD und ihre Gedanken nicht unterstützt, aber eure Unterstützung, liebe Kirchen, brauchen die linken Kräfte in diesem Land nun wirklich nicht.

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mayazi 19.04.2017, 16:16
6. @doktor-polidori #5

Zumindest in diesem Artikel hier will niemand die afd verbieten. Die Inhalte, die diese Partei vertritt, werden kritisiert. Das ist erlaubt. Es gibt einen schönen Artikel von Lobo zu diesem Thema, dass "das wird man ja wohl sagen dürfen" oft meint, dass man das sagen will, ohne dass jemand widerspricht.

Also, nochmal für Langsame: der Parteitag ist erlaubt, der friedliche Protest dagegen auch.

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darkace82 19.04.2017, 16:21
7. Bezeichnend...

Alleine die ersten Kommentare hier zeigen die Art der Demokratie die sich viele AfD Wähler vorstellen. Die Kirche soll sich nicht politisch äussern? Man mag von der Institution halten was man will, aber als selbsternannte moralische Institution muss sie sogar Stellung beziehen. Und tut dies schon immer zu vielen Themen. Und schon lange gegen rechts. Und ganz nebenbei muss die Kirche alleine deswegen Stellung beziehen da AfD und ihre Wähler ja so gerne auf angeblichen christlichen grundwerten oder dem christlichen Abendland schwafeln. Also die AfD soll sagen dürfen was sie will aber alle anderen dürfen nur das sagen, was die AfD gut dastehen lässt? spannende Demokratie bzw Meinungsfreiheit...
Ganz nebenbei, Klasse Slogan.

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sucher06 19.04.2017, 16:29
8. Billig

Da wo es drauf ankäme, da schweigt die Kirche. Warum kann sich jeder denken. Das wäre dann nämlich umbequem. Hier macht die Kirche mit bei einem neuen Trend in der Politik: vereinfachen, polarisieren, emotionalisieren. Argumentieren muss ja nicht, man ist im Recht, der andere im Unrecht. Wozu brauchen wir noch Debatten, Gerichte oder gar freie Meinungsäußerung? Reicht es nicht, wenn die Kirchen uns sagen, welches Kreuz richtig ist? Liebe Pharisäer, seid mal ein wenig leiser.

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darkace82 19.04.2017, 16:51
9. @sucher06

Stimmt, wozu freie Meinungsäußerung? Das wäre ja noch schöner wenn die Kirche ihre Meinung zu Rassismus frei äussern dürfte. Dann brauchen wir auch keine Debatten oder Argumente mehr, wenn nur noch eine Meinung zugelassen ist. Schon schwierig zu verstehen, dass sich Meinungsfreiheit immer um die Freiheit beider Seiten dreht ihre Meinung zu sagen..

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