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Kirchenfest: Was feiern Christen an Pfingsten?
DPA

Viele Deutsche freuen sich über das verlängerte Pfingstwochenende. Doch was wird bei dem christlichen Fest eigentlich gefeiert?

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klaus. 09.06.2019, 15:22
20. @Yoroshii - Berichte von Pilatus

welche Berichte von Pilatus kennen Sie denn? Was hat er alles nach Rom berichtet? Lange wurde behauptet, es hätte Pilatus gar nicht gegeben, inzwischen gibt es für seine Existenz aber genug Beweise. "Seine" Berichte gehören aber nicht dazu...

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Listkaefer 09.06.2019, 16:14
21. Ja, da können sich hier manche ...

... noch so viel Mühe geben - was Pfingsten ist, bleibt unklar. Es wird nicht dadurch klarer, dass hier von heiligem Geist und Dreieinigkeit geredet wird. Was soll das sein? Die Aufklärung ist doch längst vorbei. Warum soll man sowas glauben? Sorry, ein freier Montag, nichts weiter.

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pfraenkli 09.06.2019, 16:52
22. Pfingsten

Empfehlungen für Interessierte:

https://www.br.de/mediathek/podcast/religion-die-dokumentation/eine-kraft-die-welten-bewegt-gedanken-ueber-den-heiligen-geist/1625742

https://www.br.de/mediathek/podcast/religion-die-dokumentation/flug-in-die-ekstase/1625553

Altere Sendungen des BR:
"Feuer und Flamme - eine pfingstliche Be-Geisterung" (Unsichtbare Kräfte des Windes, Windmühlen, Der wilde Mann, die Wolde Jagd, Exstatische Gesänge und Tänze der Apachem, die Ruach usw.)
"Wasser u nd Geist: Männliche Theologie und weibliche Religiosität im Gespräch"

Joachim Ernst Berendt: "Ich höre, also bin ich"

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uncle scrooge 09.06.2019, 17:06
23.

Zitat von Yoroshii
... Die Wahrscheinlichkeit, dass Gottes Sohn jemals geboren wurde, liegt bei Zero. Und also dürfte es auch das Jahr 0 nicht gegeben haben. Der Dreieinigkeit fehlt daher die unerlässliche Gottessohnhaftigkeit. Man muss also die Versammlung der wackeren Mannen als Legende sehen und der der heilige Geist, der damals geflammt haben soll, wirkt dort, wo andere Gläubige das Nirwana vermuten. Das aber reicht schon hinein in den Bereich Philosophie.
Die Hinweise in der Bibel, die dem späteren Trinitätsdogma als Fundament dienen könnten, sind recht spärlich. Der strenge Monotheismus der Juden ließ keine Trinität zu, und Rabbi Jesus, Historizität vorausgesetzt, war Jude. Er kannte keine Trinität, schon gar nicht mit ihm als trinitarischer Person. Die Vergottung Jesu erfolgte auch erst nach seinem Tode.
Wenn Jesus vom Geist Gottes gesprochen hat, meinte er keine weitere göttliche Person neben dem Gottvater, sondern die alttestamentarische Vorstellung vom Geist Gottes.
[i]"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser." (1. Moses 1, 1-2)[/i ]

Die Lehre vom Glauben an den Heiligen Geist entstand erst im 2. Jahrhundert.

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markus_wienken 09.06.2019, 18:46
24.

Zitat von willib1955
Für mich als halbwegs gebildeten Bürger, ist es unnötiges Wissen.
Ohne dieses Wissen werden Sie z.B. das eine oder andere Gemälde/Kirchenfenster nicht verstehen.
Auch wenn man mit Religion nichts am Hut hat gehört diese nun mal zur Geschichte und unserer Kultur, etwas Basis-Know-How gehört meiner Meinung zu einem kultivierten Menschen schon dazu.

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willib1955 09.06.2019, 19:28
25.

Zitat von markus_wienken
Ohne dieses Wissen werden Sie z.B. das eine oder andere Gemälde/Kirchenfenster nicht verstehen. Auch wenn man mit Religion nichts am Hut hat gehört diese nun mal zur Geschichte und unserer Kultur, etwas Basis-Know-How gehört meiner Meinung zu einem kultivierten Menschen schon dazu.
Mein Wissen über Weihnachten und Ostern oder usw. hat mr weder privat noch beruflich geholfen.
Das ich keine Ahnung habe, habe ich nicht geschrieben.
Ihre Meinung wer kultiviert ist, naja. Sie sind eben einer der es ist und alles besser weiß.

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vanorum 09.06.2019, 19:54
26. Absoluter Fakt?!

Erst einmal gilt es fünf historische Fakten zu etablieren:
1. Jesus wurde ca. 33 n. Chr. unter Pontius Pilatus gekreuzigt
2. Frauen fanden Jesu Grab leer vor
3. Mehrere von einander unabhängige Erscheinungen Jesu (möglicherweise von dem was Leute glaubten es sei Jesu)
4. Die Märtyrertode von Jesu Jüngern
5. Feinde des Urchristentums die konvertieren
Es gibt kaum Historiker die an alle fünf Fakten glauben (wollen), jedoch werden min. 3-4 verschiedene Fakten von so gut wie allen Historikern unterstützt. Demnach werden alle Fakten durch den sich von den verschiedenen Meinungen von verschiedenen Historikern ermittelbaren Konsens unterstützt. Der Grund, dass es kaum Historiker gibt, die alle fünf Fakten unterstützen, ist dass "rationale" Erklärungen (Massenhalluzinationen, ein falsches Grab, Jesus überlebte die Kreuzigung, Jesus hatte einen geheimen Zwilling) nur funktionieren, wenn man einen Fakt ignoriert oder (bewusst) außer acht lässt. Außerdem wissen wir durch zeitgenössische Quellen (Tertullian, 207 n. Chr. , von dem wir auch wissen, dass ALLE Evangelien schon immer so hießen, wie sie jetzt heißen), dass das älteste, das Markusevangelium ( ca. ≤ 70 n. Chr.), von Petrus, welcher wahrscheinlich kein Griechisch konnte, persönlich Markus diktiert wurde. Wenn wir den Fakt, dass es sich (zumindest beim Markusevangelium) um einen Bericht von Augenzeugen handelt, und die Tatsache, dass die fünf historischen Fakten über Jesu Tod nicht alle befriedigend "rational" erklärt werden können, akzeptieren, wird klar, dass wenn eine übernatürliche Erklärung die wahrscheinlichste bzw. einzig mögliche Erklärung ist, diese, obwohl sie übernatürlicher Natur ist, mindestens genauso in Betracht gezogen werden muss, wie andere (vergebliche) Erklärungsversuche. Um es mit den Worten von Sherlock Holmes zu sagen:
"Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.

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rrv.vogt 09.06.2019, 20:11
27. Dreieinigkeit ?

Zitat von bommerlunder
Richtig, und es wäre gut, wenn man in der Schule auch etwas über die Hintergründe (zum Beispiel der Dreieinigkeit) erfahren würde: Wer hat sich das ausgedacht, wie ist es entstanden, und wozu? Was ist der Sinn dahinter, es so komplex bzw. kompliziert zu machen? Dann wird es erst richtig interessant.
Für sehr viele Christenmenschen boten die Pfingsfeiertage schon immer Gelegenheit, in einem Jugendlager erstmals die Freuden der Zweieinigkeit zu erleben. :-)

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nobody_incognito 09.06.2019, 20:14
28.

Zitat von vanorum
Erst einmal gilt es fünf historische Fakten zu etablieren: 1. Jesus wurde ca. 33 n. Chr. unter Pontius Pilatus gekreuzigt 2. Frauen fanden Jesu Grab leer vor 3. Mehrere von einander unabhängige Erscheinungen Jesu (möglicherweise von dem was Leute glaubten es sei Jesu) 4. Die Märtyrertode von Jesu Jüngern 5. Feinde des Urchristentums die konvertieren Es gibt kaum Historiker die an alle fünf Fakten glauben (wollen), jedoch werden min. 3-4 verschiedene Fakten von so gut wie allen Historikern unterstützt. Demnach werden alle Fakten durch den sich von den verschiedenen Meinungen von verschiedenen Historikern ermittelbaren Konsens unterstützt. Der Grund, dass es kaum Historiker gibt, die alle fünf Fakten unterstützen, ist dass "rationale" Erklärungen (Massenhalluzinationen, ein falsches Grab, Jesus überlebte die Kreuzigung, Jesus hatte einen geheimen Zwilling) nur funktionieren, wenn man einen Fakt ignoriert oder (bewusst) außer acht lässt. Außerdem wissen wir durch zeitgenössische Quellen (Tertullian, 207 n. Chr. , von dem wir auch wissen, dass ALLE Evangelien schon immer so hießen, wie sie jetzt heißen), dass das älteste, das Markusevangelium ( ca. ≤ 70 n. Chr.), von Petrus, welcher wahrscheinlich kein Griechisch konnte, persönlich Markus diktiert wurde. Wenn wir den Fakt, dass es sich (zumindest beim Markusevangelium) um einen Bericht von Augenzeugen handelt, und die Tatsache, dass die fünf historischen Fakten über Jesu Tod nicht alle befriedigend "rational" erklärt werden können, akzeptieren, wird klar, dass wenn eine übernatürliche Erklärung die wahrscheinlichste bzw. einzig mögliche Erklärung ist, diese, obwohl sie übernatürlicher Natur ist, mindestens genauso in Betracht gezogen werden muss, wie andere (vergebliche) Erklärungsversuche. Um es mit den Worten von Sherlock Holmes zu sagen: "Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.
"Rationalität" ist mal auch relativ bzw. subjektiv. Heilig ist sie auch nur wenn sie objektiv ist und da sollte das "Denken" über Gott und Seelenheil ansetzen. Es gibt keine Beweise, d.h. der Beweis kann man nur selbst sein, dafür dass man von Gott geschaffen wurde, indem man vom Gnädigen einen Verstand zugeteilt bekam, der einem zur selbigen Erkenntnis verhalf. ;-)

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vanorum 09.06.2019, 20:30
29.

Jesus (Historizität muss nicht vorausgesetzt werden, da längst wissenschaftlicher Konsens) wurde nicht, wie heutzutage oft behauptet, gekreuzigt, da er ein "Rebell" war, der gegen die Römer hetzte (vgl. Matthäus 22,21), sondern schlichtweg, weil die jüdischen Gelehrten befürchteten, dass Leute ihn als Messias sehen könnten. Wenn Jesus tatsächlich der Messias wäre, so die Gelehrten, würde dies ihre Lehren über die Ankunft des Messias, z.B. dass der Messias erst komme, wenn alle Juden einen Tag lang alle Gebote halten (was nicht alttestamentlich unterstützt werden kann), infrage stellen. Mitsamt ihrer gesamten Autorität. Auch besorgniserregend war, dass Jeschua von Nazareth eben viele der Messianischen Prophezeiungen erfüllt hatte, womit für die Gelehrten klar war, dass Jesus aus dem Weg geräumt werden müsse. Nur war ihnen nicht bewusst, dass sie somit einen Plan erfüllen würden, der Jesus endgültig als Messias etablieren würde. Außerdem weiß jeder der sich mit grundlegendem hebräisch auskennt, dass Jesus, wenn er im griechischem Originaltext "ego eimi" (ich bin) sagt, sich direkt auf die Bedeutung von "יהוה" (YHWH), ich bin, bezieht. Auch antwortet Jesus auf die Frage, ob er der Messias sei mit ἐγώ εἰμι (Markus 14, 62). Dies bedeutet: Ich bin mehr als nur Messias, ich bin GOTT selbst. Der Trinitätsanspruch wurde von Jesus selbst geäußert und nicht später dazu erfunden.

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