Forum: Panorama
Kirchenstreik-Bewegung "Maria 2.0": "Abschaffung männerbündischer Machtstrukturen"
DPA

Die katholische Kirche leidet an den Verbrechen der Sexualtäter in ihren Rängen. Viele Frauen stellen darum tradierte Strukturen grundsätzlich in Frage: Sie wollen ihre Kirche von Grund auf verändern.

Seite 1 von 7
DJ Doena 11.05.2019, 12:47
1.

Sie lehnen die Machtstrukturen realer auf der Welt lebender Männer ab, wollen sich aber weiterhin an ihren imaginären Freund im Himmel binden. Jupp, das klingt konsequent.

Beitrag melden
yvowald@freenet.de 11.05.2019, 12:48
2. In der Evangelischen Kirche Karriere machen

Die andauernde Hinhaltetaktik der Kirchenmänner gegenüber den Forderungen von Frauen läßt nur den Rückschluß zu: Die Männer arbeiten mit Macht (und die haben sie) gegen die Forderung nach Priesterinnen, Bischöfinnen und ggf. auch Päpstinnen.
Also sollten diese engagierten Frauen der Katholischen Kirche den rücken kehren und sich der Evangelischen Kirche anschließen, evangelische Theologie studieren und den Versuch zu machen, als evangelische Pastorin Karriere zu machen.
Die Katholische Kirche ist und bleibt ein rückständiger Männerverein und verdient nur eines: Mißachtung.

Beitrag melden
hausfeen 11.05.2019, 13:17
3. Wahrscheinlich waren Maria Magdalena und Johannes die ersten ...

... Vorsitzenden der provisorischen Kirche. Also Päpstin und Papst in einer Art doppelspitze.

Der Kontext der katholischen Kirche ist der, der machtstützenden Staatsreligion de römischen Reiches. Da liegen Welten dazwischen. Aber der Vatikan wird sich nicht bewegen. Niemals.

Beitrag melden
Schlaflöwe 11.05.2019, 13:20
4. "Kein Amt mehr für diejenigen,

die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben".
Durch nachträglichen Entzug des Auftrags an Pfeiffer und die gezielte Selektion der Unterlagen durch eigenes Personal für das neue Forschungskonsortium um den Mannheimer Psychiater Dreßing haben die Bischöfe gezielt verhindert, dass persönliche Verantwortlichkeiten für Verbrechen bekannt werden konnten. Wissen das die katholischen Frauen nicht oder spielen die eine Rolle im Spiel des Klerus?

Beitrag melden
Erythronium2 11.05.2019, 13:28
5.

Es gibt inzwischen Männer, die vor Getwitter erzittern (z. B. #Metoo), einen französischen Präsidenten, der vor Gelbwesten-Protesten einknickt. Da liegt es nicht fern, mal wieder für Frauenpriestertum und Aufhebung des Zölibats in der Katholischen Kirche zu trommeln. So etwas ist modern. Meine Meinung (als Protestant) zu der Sache ist diese: Es wird und kann aber nicht funktionieren, weil diese Kirche auf Druck immer schon im Zweifelsfall auf die Modernität gepfiffen hat und auf Herausforderungen mit verstärkter Durchsetzung der Dogmen und der Autorität des Klerus geantwortet hat. Die beschleunigte Aufhebung des Zölibats und die Einführung des Frauenpriestertums würden die Kirche übrigens sowieso nur nochmals spalten. Wem also die Themen von Maria 2.0 wirklich wichtig sind, der kann sich außerhalb der Römisch-Katholischen Kirche eine geeignete Kirche suchen.

Beitrag melden
Skalla-Grímr 11.05.2019, 13:34
6. Nützlich für die Kirche

Frauen, die die Kirche von innen verändern wollen, weil sie von dieser Institution nicht loskommen, sind nützlich für den Machtapparat der RKK, da sie den Medien als Feigenblatt für ein angebliches Veränderungspotenzial vorgezeigt werden können. "Seht her, bei uns bewegt sich was", aber zu einer nennenswerten Veränderung wird es trotz aller Andeutungen und Erwägungen in der Richtung niemals kommen. Es ist ein "Good Cop, Bad Cop"-Spiel, bei dem ein Teil der Akteure ständig guten Willen zeigt und sich am Ende doch nichts an der harten Realität ändert.

Beitrag melden
jonath2010 11.05.2019, 13:36
7. Die Grundsätze der katholischen Lehre

Die große Stärke der Katholischen Kirche ist, dass ihre Lehren seit 2000 Jahren unverändert und unverrückbar bestehen. Dazu gehört unter anderem, dass das Priesteramt ausschließlich Männern vorbehalten bleibt, die im Zölibat (ehelos) leben. Teil dieser Lehre sind auch die 7 Sakramente wie zum Beispiel Taufe, Firmung, Buße, Eucharistie, Ehe (zwischen Mann und Frau), Krankensalbung. Verirrungen von hohen Vertretern der Kirche, die im Mittelalter zu Kreuzzügen, Hexenverbrennungen und Inquisition führten, hat mit den Grundsätzen der Katholischen Lehre nichts gemein. Das gleiche gilt für die in den letzten Jahren bekannt gewordenen Missbrauchsfälle durch Bischöfe und Priester. Der Papst wird diese Grundsätze nicht zur Disposition stellen, weil er weiß, dass ansonsten die Katholische Kirche auseinander fällt.

Beitrag melden
Klaus-JürgenHeer 11.05.2019, 13:41
8. Klärung

Vielleicht führt dies Vorgehen zu der längst überfälligen Klärung, ob die Deutsche Katholische Kirche noch einen Platz in der universalen Kirche, d,h. Der weltweiten Katholischen Kirche hat.
Jedenfalls mit dem gezeigten Ansatz “am Deutschen Wesen soll die Welt genesen” wird “Maria 2.0” wohl wenig erreichen. Noch dazu, da sie einer über 2000 Jahre gewachsenen Glaubensinhalten und den zugrunde liegenden Wahrheiten gegenüber steht.
Ich sehe jedenfalls in einer kleinen, aber Gläubigen Kirche keinen Nachteil

Beitrag melden
ott.burgkunstadt 11.05.2019, 13:43
9. Schlag nach bei Moses

Was bedeutet 1. Moses 1, 27? Hat Gott in den Mann all seine guten Eigenschaften (Machtbewußtsein, Aggression, Kontrollzwang etc.) und in die Frau all seine schlechten Eigenschaften projeziert? Oder sind Mann und Frau doch der gleiche Aspekt des einen höheren Wesens und die männerorientierte Sicht der Kirchen ist vielleicht eher einem Machtstreben als christlichen Werten geschuldet? Die Festlegung der Unterdrückung der Frau erfolgte schließlich auch allein durch Männer!

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!