Forum: Panorama
Kirchenstreik-Bewegung "Maria 2.0": "Abschaffung männerbündischer Machtstrukturen"
DPA

Die katholische Kirche leidet an den Verbrechen der Sexualtäter in ihren Rängen. Viele Frauen stellen darum tradierte Strukturen grundsätzlich in Frage: Sie wollen ihre Kirche von Grund auf verändern.

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wauz 12.05.2019, 18:02
60. Selbst disqualifiziert!

Zitat von matthias.ma
Kleiner Tipp: Die "gläubigen katholischen Frauen" sind gar nicht katholisch. Wer katholisch ist glaub an die Unfehlbarkeit des Papstes und damit auch an alle Regel, die er in der Kirche aufgestellt hat, inkl. Zölibat und Restriktionen für Frauen. Menschen mit dem hier offensichtlich vorliegenden Glaubensmuster sind evangelisch. Einfach umtaufen lassen und glücklich sein.
Niemand wird "umgetauft"! Taufe ist Taufe, und wer das nicht versteht,hat vom christlichen Glauben nichts verstanden. Selbst die "täuferischen" evangelischen Kirchengruppen taufen kein "zweites Mal" sondern sehen dieTaufe von Sauglingen als ungültig an.
Sie sind einer von vielen, die hier sprichwörtlich"alsBlinder von der Farbe" reden.
Und einemKatholiken einfach zu empfehlen, sich in einer Abspaltung zu organisieren 8das sind alle unsere landläufigen evangelischen Gruppierungen, hat nicht verstanden, dass der etwas sehr wichtiges zu verlieren hat: die Eucharistiefeier. Es gibt aus katholischer Sicht einen wirklichen Unterschied zwischen Eucharistie und Abendmahl.

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wauz 12.05.2019, 18:14
61. Ja, das ist so!

Zitat von tatsache2011
Ostersonntag gingen 3 Frauen zum Grab Jesu. Dort wurde ihnen (und nicht den Männern) die Auferstehung verkündet. Die Frauen haben danach die Männer unterrichtet.
Und alle christlichen Kirchen wissen das. Trotzdem spiegeln alle christlichen Gruppierungen auch den "Zeitgeist" bzw. den Habitus ihrer Milieus ab. Eine Pfingstkirche und eine Baptistengemeinde unterscheiden sich (in den meisten Fällen)mehr durch das sie tragende Milieu,als durch lLhrfragen. Und die katholische Kirchewird ammeisten von demMilieu ihrer "Führungsschicht" bestimmt. In Europa war dies bisweit in 20. Jahrhundert der überkommene Adel. Aber das ändert sich massiv.
Man sieht die Änderung auch an den Päpsten. Einfach maldie letzten 50Jahre per wikipedia nachrecherchieren!
Unabhängig davon sind in der Apostelgeschichte und bei mehreren Stellen der Paulusbriefe dieÄmter desDiakones und des Presbyters erwähnt. Samt einer Anweisung,die mit Männern zu besetzen.
Die Mehrheit derer,die sich in ihrer Theologie auf die "Inspiration" der Schrift beziehen, zieht daraus den Schluss, dass dies eine gottgewollte Anordnung ist. Das Fass willich jetzt nicht aufmachen, und aus genau dem Grund empfehle ich der katholischen Bewegung, diese Diskussion nicht mit der anderen, nämlich der Diskussionüber die Verfehlungen von klerischem Personal, nicht zu verquicken.

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tatsache2011 12.05.2019, 21:22
62. Aktion zum Schutz .....

Zitat von wauz
... Die Mehrheit derer,die sich in ihrer Theologie auf die "Inspiration" der Schrift beziehen, zieht daraus den Schluss, dass dies eine gottgewollte Anordnung ist. Das Fass willich jetzt nicht aufmachen, und aus genau dem Grund empfehle ich der katholischen Bewegung, diese Diskussion nicht mit der anderen, nämlich der Diskussionüber die Verfehlungen von klerischem Personal, nicht zu verquicken.
Das Zölibat wurde erst im Jahr 1050 eingeführt.
Das sind aber wesentliche Punkte der Aktion:
"Aufhebung des Pflichtzölibats, kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten".

Die Kirche muss sich der Tatsache stellen, dass Verfehlungen bei 5,1% der Priester, dagegen bei Diakonen (mit der Möglichkeit zu heiraten) nur 1,0 % im Bericht Seite 15 stehen.
https://www.dbk.de/fileadmin/redakti...die-gesamt.pdf

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BlackRainbow666 13.05.2019, 07:33
63.

Nun habe ich unter den Protestierenden tatsächlich Frauen mit grauen Haaren gesehen.

Leute. Leutinnen. Ihr habt es jahrzehntelang in einer Institution ausgehalten, in der Ihr nur Kaffee kochen durftet. In den Statuten dieser Institution steht, dass Ihr niemals über die Verteilung dieses Kaffees werdet entscheiden dürfen. Das ist hardcoded. Unumstößlich. Das gesamte katholische Weltbild fußt darauf und ist durchzogen davon. So etwas reformiert man nicht, man lässt es hinter sich. Zumindest wenn man älter ist als 10 ...

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Acalot 13.05.2019, 20:13
64. Man sollte sie exkommunizieren.

Wer das will soll zur EKD gehen hat aber in der katholischen Kirche nichts verloren. Es ist höchste Zeit das die katholische Kirche wieder konservativer wird damit sie sich von den Schäden der letzten Jahrzehnte wieder erholen kann.

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ambulans 14.05.2019, 11:51
65. um

mal wirklich klarheit über die bedeutung dieses projektes "maria 2.0" zu bekommen, sollte man vielleicht einfach mal kontakt mit ludwig kardinal müller (war früher mal für die "rechtgläubigkeit" in rom ständig - also fachmann - und beherrscht außerdem, anders als so einige andere im vatikan - die deutsche sprache). hätten sich z.b. früher etwa laien, hilfskräfte, selbst-ernannte "neuerer" (benannte man damals öfter mal "ketzer" - s. "im namen der rose" von umberto ecco; folgen werden hier als bekannt vorausgesetzt) derart gegen die richtlinienkompetenz dieses bischofs von rom gestellt, wärs mit ziemlicher sicherheit bald reichlich "warm" geworden ...

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mundi 14.05.2019, 17:45
66.

Zitat von Acalot
Wer das will soll zur EKD gehen hat aber in der katholischen Kirche nichts verloren. Es ist höchste Zeit das die katholische Kirche wieder konservativer wird damit sie sich von den Schäden der letzten Jahrzehnte wieder erholen kann.
Will man unsere Politik verändern, so geht es nicht durch Auswanderung in ein Land, wo es anders oder besser ist.
Nur Katholiken können ihre Kirche verändern.

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river runner 14.05.2019, 18:58
67. Maria 1.0 ist ein Fall für den Bayerischen Verfassungsschutz

Die 33-jährige Lehrerin Johanna Stöhr aus dem oberbayerischen Schongau hat eine Homepage mit dem Titel "Maria 1.0" erstellt, siehe (1). Dort vertritt Frau Stöhr eine extremistische Ideologie, wobei sie sich auf die Schriften eines Papstes namens Benedikt und eines Papstes namens Johannes Paul beruft, siehe 1 unten. Wie ich einer Bröschüre des Bayerischen Verfassungsschutzes entnommen habe, siehe 3, beginnt der religiöse Extremismus dort, wo religiöse Ideen als verbindliche politische Handlungsanweisungen gedeutet und propagiert werden. Dies ist in den Schriften von Frau Stöhr der Fall, da diese im Widerspruch zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen. Die Ausführungen von Frau Stöhr auf ihrer Webseite stehen eindeutig im Widerspruch zu Artikel 3 (2) GG Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Siehe:
(1) Papst Johannes Paul II verkündet
„Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
http://mariaeinspunktnull.de/
(2) "Wir vertreten nur das, was die Kirche immer schon geglaubt hat"
Ein Interview mit Johanna Stöhr, Initiatorin von "Maria 1.0".
https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Wir-vertreten-nur-das-was-die-Kirche-immer-schon-geglaubt-hat;art4691,198114
(3) Die wehrhafte Demokratie der Bundesrepublik Deutschland sieht vor, dass der Staat mittels der
Verfassungsschutzbehörden auf jene aufmerksam macht, die Freiheit und Demokratie beseitigen wollen.
http://www.verfassungsschutz.bayern.de/

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wauz 14.05.2019, 22:49
68. Unredliche Zahlen

Zitat von tatsache2011
Das Zölibat wurde erst im Jahr 1050 eingeführt. Das sind aber wesentliche Punkte der Aktion: "Aufhebung des Pflichtzölibats, kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten". Die Kirche muss sich der Tatsache stellen, dass Verfehlungen bei 5,1% der Priester, dagegen bei Diakonen (mit der Möglichkeit zu heiraten) nur 1,0 % im Bericht Seite 15 stehen. https://www.dbk.de/fileadmin/redakti...die-gesamt.pdf
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen,auch von Kindern, kommen in der gesamten Gesellschaft vor. Die scheinbare Häufung bei Priestern kommt durch unredliche Akkumulation der Fälle über die Jahre zu Stande.
Tatsächlich kommen Straftaten gegen Kinder in allen Einrichtungen zur Betreuung vor. Es gibt eine Häufung von Tätern ohne festen Sexualpartner,aber das ist vermutlich einhergehend mit der "Vorliebe" für Kinder.
Der Zölibat ist nicht "schuld" an Straftaten. Aber der Zölibat bietet Männern mit gestörter Sexualität gewissermaßen"Unterschlupf".

Im Übrigen findeich es angebracht, in dieser Frage des Umgangs mit Sexualität in der Kirche nicht nur die Abnormitäten,sondern auch den gesunden Umgang zu diskutieren.Mithin habe ich also bewusst nur das Ausklammern der Ämterfrage aus der Diskussion vorgeschlagen.

Was die Ehelosigkeit betrifft, hat der Chef selbst gesagt: Wer es fassen KANN, der fasse es. Der Umkehrschluss: wer es nicht kann, sollte es auch nicht probieren,sondern lieber heiraten.
Es ist auch eine Frage des gnädigen Umgangs miteinander. Christen beten ja: (...)vergib uns (...),wie auch wir vergeben.Daher gehört es sich m.M.n.nicht,dass wir von Brüdern und Schwestern die Ehelosigkeit und Verzicht auf jegliche Sexualität verlangen.
Was wir verlangen dürfen und sollen,ist, dass keiner in der Ausübung seiner Sexualität andere beeinträchtigt.

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