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Klage von Nachbarn: München erhöht Lärmschutzwand an Kita

In München haben Nachbarn gegen die Baugenehmigung für eine Kita geklagt und in erster Instanz Recht bekommen. Nun will die Stadt die Anwohner beruhigen - mit einer höheren Lärmschutzwand.

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wolly21 30.07.2015, 11:26
40. Recht?

Zitat von marcaurel1957
Das Gericht hat in dieser Sache nach Recht und Gesetz entschieden. Straßen dienen Verkehrszwecken, Spielplätze dem Spielen Ich hätte auch was dagegen, wenn die Straße an der ich wohne regelmäßig für solche Zwecke gesperrt wird.
Nach Gesetz möglicherweise ja (wobei man über die Richtigkeit des Gesetzes diskutieren, es evtl. ändern könnte), aber RECHT?
Ist es RECHT, daß Kinder nur zu FUNKTIONIEREN haben, im Übrigen aber nicht bemerkbar, nicht wahrnembar sein dürfen?

Ich selbst bin mit 4 Geschwistern in einem "gutbürgerlichen" Haus groß geworden, und wir haben reichlich Lärm gemacht, oft genug gerauft, wie halt gesunde Kinder sind.
Mein Vater hat mir später gesagt: "Es gibt kaum etwas beruhigenderes als das Geräusch von trappelnden Kinderfüssen, denn dann weiß ich, daß sie nichts Böses anstellen. Wenn's ganz still ist, kann's gefährlich werden, dann bin ich beunruhigt."

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SirTurbo 30.07.2015, 20:11
41.

Zitat von FetTerBender
Eine tolle Gesellschaft, in der wir leben. Für gute Bildung und Erziehung ist natürlich jeder, aber die dämlichen Bälger direkt neben sich haben? Da klage ich doch lieber. Da fehlen mir die Worte.
Da fehlen MIR die Worte...
Ist ja nicht so daß die KiTa da war und die Leute hingezogen sind. Sondern in einem reinen Wohngebiet wurde "ausnahmsweise" eine KiTa hingeklatscht.
Kann ich verstehen daß die Anwohner angepi* sind wenn es nicht deren eigene Blagen sind die da krakeelen. Sollten es allerdings deren Kinder sein ist die Klage frech...
Als Mieter kann man wegziehen, als Eigentümer kann es einen ruinieren. Ich hätte auch eine Lust den ganzen Tag nur mit geschlossenen Fenstern und lauter Musik zu verbringen um den Kinderlärm nicht hören zu müssen. Wenn man an eine Hauptstrasse zieht ist es genauso, da weiss man das aber vorher. In diesem Fall hat man das Ding aber wohl in ein ruhiges Wohngebiet geworfen...

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hcau 31.07.2015, 02:23
42. ich hab jetzt nicht alle 40+ kommentare gelesen...

...vielleicht hat die problematik ja schon mal jemand erwähnt:
es sind nicht die kinder, es sind die SUVs und das geschnatter der muttis nach dem bringen und vor dem abholen der kurzen. da werden, zumindest bei uns, lautstärken erreicht, *da* sollte was drüber im immisionsschutzgesetz stehen...

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pittiken 31.07.2015, 07:09
43.

Zitat von Ernoldo
Der Kommentar, dass die Anwohner zu den Zeiten gefälligst auf Arbeit sein sollten, ist doch völlig undurchdacht! Es gibt genügend Arbeitnehmer, mich eingeschlossen, die Spät- oder auch Nachtschichten arbeiten und dementsprechend erst morgens um 10Uhr aufstehen. Wenn ich nachts um 2 ins Bett komme und dann bereits um 7 Uhr wieder geweckt werde, mindert das meine Wohnqualität immens. Das hat nichts mit "Hass auf Kinder" zu tun sondern mit einer gesunden Einstellung zum Thema Schlaf und Erholung. Nicht jeder findet Geschrei entspannend. Schon gar nicht, wenn man einen fordernden Job hat und selbst zu Hause keine Ruhe mehr findet.
Um 7 sind die Kinder in der Kita doch gar nicht draußen. Einfach Fenster geschlossen haben, wenn man von der Spätschicht sich zum Schlafen hinlegt, wenn man trotzdem noch Kindergeräusche hört, sollte man überlegen, ob die Einfachverglasung noch zeitgemäß ist.

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delta058 02.08.2015, 18:29
44.

Das muss mir als dummer ostdeutscher jetzt mal so ein hyperintelligenter Westdeutscher erklären: Wir hatten in der DDR viel mehr Kinder pro Frau, vor allem viel mehr in Kitas und auch viel länger nämlich vom 6 Monat bis zum ende der 4 Klasse fasst man die zusammen. Diese Einrichtungen Krippe, Kindergarten und Schule lagen in der Regel zentral in Wohngebieten. Wir hatten jede Menge Schichtarbeiter und Renter sowie halt den Rest und trotzdem ging das alles ohne die Kinder hinter meterhohen Mauern zu verstecken und ihnen Maulkörbe anzulegen. Hat die DDR etwas besser gemacht als die BRD oder waren die Menschen schwerhöriger oder sind die Jetzigen ... anders?

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Olaf 03.08.2015, 17:08
45.

Zitat von delta058
Das muss mir als dummer ostdeutscher jetzt mal so ein hyperintelligenter Westdeutscher erklären: Wir hatten in der DDR viel mehr Kinder pro Frau, vor allem viel mehr in Kitas und auch viel länger nämlich vom 6 Monat bis zum ende der 4 Klasse fasst man die zusammen. Diese Einrichtungen Krippe, Kindergarten und Schule lagen in der Regel zentral in Wohngebieten. Wir hatten jede Menge Schichtarbeiter und Renter sowie halt den Rest und trotzdem ging das alles ohne die Kinder hinter meterhohen Mauern zu verstecken und ihnen Maulkörbe anzulegen. Hat die DDR etwas besser gemacht als die BRD oder waren die Menschen schwerhöriger oder sind die Jetzigen ... anders?
Wahrscheinlich waren die damals besser in der DDR. Die hatten ja auch keine Proteste gegen Asylantenheime, damals.

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