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Knappe Ressourcen: Nationale britische Samenbank hat nur neun Spender
Corbis

Seit einem Jahr gibt es in Großbritannien eine nationale Samenbank, doch bisher sind bloß neun Spender in der Kartei. Diese Zahl soll nun deutlich steigen - durch einen Appell an die Eitelkeit der Männer.

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karin.italienfan 01.09.2015, 12:41
20. @#6 Heute, 11:15 von skade

Zitat von skade
Aus medizinischen Gründen z.b. Blut zu spenden, sehe ich ja noch ein,aber wieso sollte man Samen spenden? Nur damit man das Gefühl hat das irgendwo auf der Welt Kinder von einem herumlaufen, für die man keine Verantwortung trägt? Wer sowas nötig hat ist erbärmlich!
Das sehe ich genauso. Aber manche Männer sind ja auch noch mächtig stolz darauf, noch mit 70 Kinder zu zeugen.
Außerdem explodiert die Weltbevölkerung ohnehin schon.

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Proggy 01.09.2015, 13:20
21.

Zitat von Michael200669
Schon mal daran gedacht, das es um England handelt und nicht um Deutschland.
Das Recht im UK ist ähnlich. Jeder Spender geht jetzt hier das Risiko ein, dass irgendwann ein Kind vor der Türe steht und Rechte einfordert, die man als Samenspender nie bereit war, zu gewähren.
Entweder ein 100%iger Schutz durch Anonymität oder halt (fast) keine Spender mehr.

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KurtT. 01.09.2015, 17:46
22. Dass es nur ...

... neun englische Samenspender gibt, liegt vermutlich an Shakespeare, dem "Speerschüttler" - in dessen Dramen die Retter des royalen Erbgutes auch fast immer zu früh, zu spät oder nie kommen! Wenn's dann trotzdem - so wie bei Romeo und Julia - mal geklappt HÄTTE, gab es immer jemanden, der/die was dagegen hatte, etwa die intrigante oder sogar böse Schwiegermutter > siehe Charles: den zwar ein Gaul rettete, das Königreich aber nie bekommen wird!

Ein royalgenetisches Drama

Es träumte mal 'ne Jungfrau
von jener schwülen Nacht,
und wenn der Charlie käme,
hätt' sie sogar gelacht!

Dem ragten breit die Ohren,
des' Hände jedoch schmal,
so käm' er denn aus Albion,
es ist ein Prinzgemahl!

Nur der, er kam nie wirklich,
erfüllt' nur strenge Pflicht!
Nun war die Queen amused,
Diana, sie war's nicht!

So wie das kommen musste,
der HERR holt' sie zu sich!
Sie war zwar hoch geflogen,
im Kopfe aber schlicht!

Jetzt Charlies' Prinzenleben
füllt gern Camillas Gunst!
Er konnte Gram vergessen,
so ist die höh're Kunst!

Sehr vollst mit blauem Blute,
auch edelstem Geschlecht,
das oft des Morgens hanget,
tagsüber ruht es rechts!

Doch wird es denn erwecket,
gestützt von einem Pferd,
erwacht's zu neuem Leben,
das ist des Adels Wert!

Das Glück, es ist zu schnelle,
und bleibt nur, falls es will!
Meist ist's zu bald zu weise:
Noch besser sei es still!

© Peter H. alias KurtT.

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ambulans 01.09.2015, 20:04
23. o.k.,

"neun" für "millionen" - mann, das is mal ne schlagzeile! aber, wenn ich mich so umschaue: war das eventuell schon früher so? weil, fürs soziale kuscheln mags ja o.k. sein - aber gabs da nicht irgendwo so "gerüchte" über "abgelegene" täler im gebirge und anderswo und die folgen? fragen über fragen ...

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Otziotzi 01.09.2015, 20:46
24. wieso?

Die Welt platzt jetzt schon aus allen Nähten, seit sich Homo sapiens stärker vermehrt hat, als für irgendwen gut sein kann.
Bitte!
Es gibt genug Menschen!
Hört auf, die Reproduktionszahl weiter zu erhöhen!
Sorgt lieber für die Verbesserung der Lebensqualität der (aller!)Menschen, die momentan (überall!) existieren.

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KurtT. 01.09.2015, 21:43
25.

Zitat von Otziotzi
(1) Die Welt platzt jetzt schon aus allen Nähten, seit sich Homo sapiens stärker vermehrt hat, als für irgendwen gut sein kann! (2) Bitte! Es gibt genug Menschen! Hört auf, die Reproduktionszahl weiter zu erhöhen! (3) Sorgt lieber für die Verbesserung der Lebensqualität ALLER Menschen!
Zu (1): Ja - doch gibt's auch schon genug Engländer, Schotten, Waliser und Irre ... ähh ... Iren?

Zu (2): Es passiert halt - und am Morgen danach ist man ganz plötzlich und unerwartet Vater, muss Alimente zahlen!

Zu (3): Haut rein!

Der Herr, er schuf
Der Erden drei
Wenn eine weg
Es gibt noch zwei
Und alle all'
Ist's eh vorbei ...

So prasset denn
Solang's noch geht
Gar manches nur
Im Traume steht
Den Rest ihr dann
Am Laken seht ...

© Peter H. alias KurtT.


Doch mal "seriös" - denn darüber habe auch ich mir schon viele Gedanken gemacht > und einem der Protagonisten in meinem Roman (Arbeitstitel "Imagine") "in den Mund gelegt":


(...) "Vielleicht gibt es Hoffnung, wenn die Menschen auf der ganzen Erde sich der Tatsache bewusst werden, dass es – bei mehr Toleranz und Mitmenschlichkeit unwichtig werdende – Ängste sind, die Geld so überwichtig erscheinen lassen. Was ursprünglich nur leicht tragbares 'Pfand' war, wurde zum illusionären Garanten einer falschen Sicherheit gegen die eigentlich unabwägbaren Risiken des Lebens, sogar den Tod will man mit Geld besiegen, 'die Erde untertan', die Natur beherrschbar machen. Und nur mit Geld scheint man sich noch des ebenfalls nach Glück strebenden, des konkurrierenden Mitmenschen erwehren zu können, nur mit diesem werden aus der Angst voreinander geborene Aggressionen 'unter dem Deckel' gehalten - und 'Mauern' gebaut. Weil die Fähigkeit zum Teilen verkümmert ist, aus der wahrer Reichtum, die Kultur des solidarischen Miteinander entsteht. Geld wurde zum Regulativ, zum Instrument der in Wahrheit nicht realisierbaren Utopie einer 'global gültigen neuen Ordnung'. Aber auf diesem Weg, würde man ihn weitergehen, entstünde eine kulturell monochrome Welt, die in der Vielfalt verborgenen Selbstheilungskräfte des Lebens würden verschwinden. Es gilt also, die Gründe und Ursachen der sich global manifestierenden Ängste und Aggressionen herauszufinden, die Geld so überwichtig macht. Um diese - mit langem Atem und viel Geduld – als 'Feinde des Lebens' zu entlarven, deren destruktive Potenz zu begrenzen."

Video John Lennon "Imagine" > https://www.youtube.com/watch?v=yRhq-yO1KN8 <

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FocusTurnier 02.09.2015, 06:57
26. England Deutschland

Zitat von Michael200669
Schon mal daran gedacht, das es um England handelt und nicht um Deutschland.
Das ist egal, wo Sie sich aufhalten. Sie können als Samenspender in England wie auch in Deutschland auf Unterhaltszahlungen verklagt werden.

http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gefaehrliche-samenspende-wenn-aus-nettigkeit-unterhaltspflicht-wird/

Und selbst wenn es so WÄRE, daß die Gesetzeslage Unterhaltszahlungen von Samenspendern nicht vorsieht, würde ich mich als Mann nicht darauf verlassen, daß diese Gesetzeslage in zehn Jahren noch so besteht. Frühren (deutschen) Samenspendern hat man auch mit dem "Samenspenderurteil" des BVG einen Strich durch die Rechnung gemacht.
In der Zwischenzeit sollte man(n) schon mitbekommen haben, daß Samenspenden ein interessanter Weg ist, um seine finanzielle Zukunft zu ruinieren. Da nutzen auch die 50€ nichts, die man für die paar Minuten "Arbeit" erhält....

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somesome 02.09.2015, 09:04
27.

Zitat von frank-thiele
Wie kann das Recht der Kinder gewährt werden, wenn der Spender anonym ist?
Auch anonyme Samenspenden-Kliniken führen darüber Buch, wer welche Samen gespendet hat. Sie teilen es nur nicht den Empfängerinnen mit.

Ein über 18-jähriges Kind einer solchen Samenspende hat allerdings das Recht, die Klinik zur Herausgabe dieser Daten zu zwingen, auch wenn die Klinik dem Spender Anonymität versprochen hat.

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qoderrat 02.09.2015, 09:15
28.

Zitat von FocusTurnier
Und selbst wenn es so WÄRE, daß die Gesetzeslage Unterhaltszahlungen von Samenspendern nicht vorsieht, würde ich mich als Mann nicht darauf verlassen, daß diese Gesetzeslage in zehn Jahren noch so besteht.
Und genau diese Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Gesetzeslage und/oder Interpretation derselben wird uns in familiären Situationen noch mächtig auf die Füsse fallen, da die Folgen für den Einzelnen extrem unerfreulich werden können. Diese Problematik ist ja auch nicht nur auf Samenspende beschränkt sondern generell für jede Form der Familiengründung gültig.

Ich weiss nicht wie viele Auswüchse es da noch geben muss, aber irgendwann zieht sich genau der Teil der Bevölkerung aus diesem Bereich zurück, der sich vorher über die Konsequenzen seines Handels Gedanken macht.

Ob das wirklich eine wünschenswerte Verbesserung der Gesellschaftsstrukur ergibt?

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Olaf 02.09.2015, 09:21
29.

Ich kann die Chefin verstehen. Bei nur 9 Spendern könnte natürlich jemand auf die Idee kommen zu fragen: "Wozu, zum Teufel, brauchen wir eine nationale Samenbank?"

Und dann wäre der schöne Job weg.

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