Forum: Panorama
Krebskranker Ashya King: Spanische Polizei findet verschleppten Fünfjährigen
AFP/ HAMPSHIRE POLICE

Die spanische Polizei hat den krebskranken Jungen Ashya King gefunden. Die Eltern des Fünfjährigen hatten ihn vor Tagen den Ärzten in England entrissen. Seither war die Familie auf der Flucht, und das Kind schwebte in Lebensgefahr.

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24philip12 31.08.2014, 10:20
30.

Der Hintergrund ist wohl der,daß der Vater gesagt hat,er wolle sein Kind keiner Röntgenstrahlung mehr im Krankenhaus aussetzen und lieber eine sogenannte Protonenbehandlung versuchen.Noch etwas für die Gefühlsbeduselten hier im Forum.Das Kind war nicht in Einzelhaft.Eltern etc.hatten jederzeit Zugang und es war ihnen auch erlaubt,daß Kind stundenweise aus dem Krankenhaus zu nehmen,genug Zeit also sich intensiv um die emotionalen Bedürfnisse des Jungen zu kümmern.Diese Ausgangserlaubnis haben sie dann genutzt,um ins Ausland zu fliehen.Wer meint Eltern dürfen das,ist das Kind mal von ihnen gefragt worden,was es selber will.?

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wortgewalt87 31.08.2014, 10:30
31.

Zitat von chriss.dee.9
sind die Eltern überhaupt verhaftet worden. Es wird in diesem Artikel ziemlich auf der Tatsache rumgeritten, dass die Eltern Zeugen Jehovas sind. Meiner Meinung nach haben doch die Eltern und nur die Eltern, das Recht zu entscheiden, was mit ihren Kindern passiert. Ich verstehe nicht, warum die Eltern polizeilich gesucht wurden. Gibt es in England andere Gesetze?
Nein, die Gesetze sind in D genauso.
Elternrechte müssen ganz klar hinter Ärzterechten zurückstehen. Wenn Sie Ihrem Kind eine Behandlung ersparen wollen, die sein kurzes Leben qualvoll verlängert und die Ärzte mit Ihrer Meinung nicht einverstanden sind, bekommen Sie ratzfatz das Sorgerecht entzogen. Dann dürfen Sie sich auf ein qualvolles Gerichtsverfahren einlassen, in dem bestimmt wird, welcher Handlungsansatz dem Kindeswohl entspricht. Mittlerweile kann es glücklicherweise vorkommen, dass das Kind einen friedlichen Tod sterben darf. Noch vor wenigen Jahren war Überleben um jeden Preis die rechtliche Norm, an der sich das sog. Kindeswohl und die Kriminalisierung der Eltern orientiert hat.

Ich kenne die Einzelheiten in diesem Fall nicht, aber die ganze Geschichte hinterlässt bei mir einen ganz bitteren Nachgeschmack.

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olio1969 31.08.2014, 10:32
32. Auch Jehovas Zeugen

haben nicht das Recht, über Leben und Tod des eigenen Kindes zu entscheiden, bloß weil (möglicherweise lebensrettende) Bluttransfusionen aus religiösen Gründen abgelehnt werden. Es sind Kinder von dieser militanten religiösen Truppe den Eltern durch Entzug des Sorgerechtes schon abgenommen worden, was völlig vernünftig ist. Nirgendwo steht, dass der Junge unheilbar erkrankt ist. Warum also sollten die Engländer nicht so handeln? Sollte das Kind geheilt werden, sollte dessen Eltern die Verantwortung für das eigene Kind entzogen werden

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rattentier@gmx.de 31.08.2014, 10:37
33.

@Mitrednerin: Sterbehilfe? Ähm... Ich glaube nirgendwo gelesen zu haben, dass der junge unheilbar erkrankt ist... Will ich auch nicht, geht die Öffentlichkeit nämlich nix an, auch wenn hier manche schon Beschwerden schreiben, dass sie nicht genug informiert sind. Abgesehen davon, selbst wenn es so wäre, warum geht dann mancher davon aus dass er es leichter hat wenn er ohne alles mit seinen Eltern unterwegs ist als wenn er situationsgerecht z.B. Medikamente erhalten kann.

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st_anja 31.08.2014, 10:44
34. andere Sicht der DInge

Zitat von Böses Auto
Youtube video in der Ashyas Vater die Situation schildert: https://www.youtube.com/watch?v=14ETQn9ZPwk .....
Vielen Dank für den Link zu dem Video.
Es ist zu begrüßen, dass auch die andere Seite, also die Familie selbst, ihre Sicht der Situation veröffentlichen kann........wenn auch nicht offiziell über die Nachrichtenmagazine.

Ich habe alles andere als den Eindruck dass der Vater sein Kind sterben lassen möchte. Im Gegenteil. Er möchte schlimme Folgen einer Behandlung verhindern und sucht nach anderen Ärzten mit anderen Behandlungsmethoden.

Ich kann nicht einschätzen, was welche Behandlung bringen mag. Eines ist klar, der Vater hat sein Vertrauen in die bisher behandelnden Ärzte verloren. Sie scheinen nicht mit ihm zu reden oder ihn ernst zu nehmen.
Ist es die Schuld des Vaters, wenn er dann nach anderen Möglichkeiten sucht?

Vielleicht liegt es an der Haltung der Ärzte ihm gegenüber?
Ich bin mit den Ärzten auch nicht immer zufrieden und habe (zum Glück) auch schon OPs abgelehnt....ohne das das prophezeite eingetreten ist.

Ich wünsche dem Vater viel Erfolg und beglückwünsche den Kleinen für seinen engagierten Vater Er scheint bei ihm in guten Händen zu sein.

Alles Gute, Ashya !

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funatiker 31.08.2014, 10:47
35. Stimmungsmache

hier wird mit Halbwissen, Halbinformationen und Halbwahrheiten rum geworfen dass es nur weh tuen kann.
Es wurde eine Hatz sondergleichen aufgenommen sondergleichen ohne auch nur ein Faktum zu benennen.
Was ist an einer künstlichen Ernährung kompliziert? Wenn der Junge eine Magensonde hat, Beutel an den Ständer, die Pumpe kann theoretisch in der Voreinstellung bleiben und das war es. Wieviele Menschen mit solchen Sonden werden einfach nach Hause geschickt, wenn die Krankenkasse nicht weiter Reha oder Krankenhaus bezahlen will, dann geht das.
Der Krankheitszustand des Jungen wurde als lebensbedrohlich beschrieben, aber warum? Durch die OP oder durch den Tumor? Nirgends steht welche Lebenserwartung die Ärzte ihm mit und ohne Therapie geben. In Deutschland gab es vor Jahren auch ähnliche Fälle, dass Eltern diese Art der Therapie ablehnten und zu anderen Ärzten gegangen sind, hier wurde dann den weiterbehandelnden Ärzten die Approbation genommen und den Eltern sas Sorgerecht, ohne dass sie in einer Sekte waren.
Ich hoffe, dass es von Seite des Spiegels jetzt zu einer ordentlichen Recherche kommt, die all dieses Halbwissen zu einigermaßen Wissen umwandelt, wobei es schwierig werden wird an die genauen medizinischen Daten zu kommen, da die Eltern sie, wenn ihnen das Sorgerecht genommen wurde, nicht mehr dran kommen und Mediziner von sich aus nur die Daten raus geben,die für sie sprechen odrr auf den Datenschutz verweisen. Leider auch Erfahrungswerte. ..
Wenn der Junge jetzt sterben sollte, wird die Schuld so oder so den Eltern zugeschrieben.

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nellchen1 31.08.2014, 10:57
36. Lasst die Eltern zu ihrem Jungen!!!!

Es ist ein Skandal, dass diesem kleinen totkranken Jungen auf diesem so leidvollen Weg auch noch die Eltern genommen wurden, indem sie verhaftet wurden.
Hier geht es sicher nicht mehr um das Wohl des Kindes!

Und zudem bin ich auch der Meinung, dass Eltern ihr totkrankes und unheilbares Kind mit nach Hause nehmen dürfen und es vor Ort med. versorgen lassen dürfen.


Ich kann die Eltern zu 100 % verstehen!!! In Würde sterben zu dürfen muss ein Grundrecht werden!!!

Lasst die Eltern zu ihrem Jungen!!!

Nehmt dem Jungen auf seinem letzten Weg nicht seine wichtigsten Bezugspersonen weg!!!

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alibaba2010 31.08.2014, 11:00
37. Der Gewissenskonflikt der Zeugen Jehovas

Es ist sicher ganz bitter für Zeugen Jehovas wenn plötzlich ein Angehöriger eine Bluttransfusion benötigt und er weiß, dass dies von den Sektenleitung/KdöR mit einem Ausschluss bestraft wird. Daran ändert sich auch nichts dass die Sekte die Ausschlussformulierung geändert hat in "hat die Gemeinschaft verlassen." Es kommt auf das selbe raus und bedeutet den sozialen Tod innerhalb der Gemeinde.

Man sollte den Eltern wegen ihres Gewissenskonfliktes keine allzu großen Vorwürfe machen - obwohl ihre Handlung nicht unbedingt den Interessen ihres Kindes gedient hat.

Die Gewissenskonflikte unter Zeugen Jehovas führen nicht selten zum Selbstmord, siehe hier:

https://www.google.de/#q=zeugen+jehovas+selbstmord

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Pizza72 31.08.2014, 11:02
38. Laut The Guardian..

..geht es nicht darum, dass die Eltern eine Behandlung ablehnen, sondern darum, dass das Krankenhaus nicht bereit ist sich mit den Eltern über die nächsten Behandlung Schritte abzustimmen. Die Eltern wünschen eine Behandlungsmethode, die schonender für das Gehirn ist und zum Beispiel in den USA oder der Schweiz durchgeführt werden könnte. Das Krankenhaus lehnt dies ab, behauptet sogar, diese Methode wäre für diese Art Hirntumor nicht geeignet und drohte den Eltern mit einem Besuchsverbot. Laut dem Vater hätte ein auf die gewünschte Behandlungsmethode spezialisierte Klinik sogar versucht Kontakt zu den behandelnden Ärzten aufzunehmen, wurden jedoch abgewiesen. Die Religion spielt in diesem Fall uebrigens keine Rolle, das wurde sicher nur von der Klinik gestreut, um die Eltern in ein schlechtes Licht zu rücken, ebenso wie die falsche Behauptung das Gerät zur künstlichen Ernährung würde am Freitag versagen. Mir tun die Eltern und der Junge unendlich leid und ich hoffe, dass das Kind nicht wieder in die gleiche Klinik muss, sondern in einer Klinik, die mit den Eltern zusammenarbeitet und sie nicht als Gegner ansieht.

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westpfälzer 31.08.2014, 11:10
39. Diese

Zitat von soummanguru
Klingt so als hätten Ärzte ein größeres Anrecht auf ein Kind als die eigenen Eltern! Der Junge wird an dem Tumor sterben, egal wie behandelt wird. Es handelt sich um ein bösartigen Tumor, das Leben könnte unter Menschenunwürdigen Umständen verlängert werden. Aber genau dieses wollen die Eltern ihrem Kind ersparen. Ist es nicht menschlicher ein sterbendes Kind die wenige Zeit die es noch hat, bei seiner Familie zu lassen? Ohne quälende Nadeln und Infusionen und Ständige Blutenentnahmen. Wenn es eine Option auf Heilung geben würde sehr die Sache für mich anders aus. Aber nun liegt dieser kleine Junge, sterbend, ohne seine geliebten Eltern, ohne seine Geschwister, mit fremden Krankenschwestern und Ärzten um ihn herum und wird langsam sterben! Die Welt ist einfach verrückt!
Eltern auf der Grundlage der ihnen eingebleuten Bibelsprüche!!! Ihr eigenes(!!) Seelenheil zwingt sie zu ihrem "gottgerechten" Handeln. Der Sohn eines Cousins musste vor, 30 Jahren, mit 10 Jahren an einem Herzfehler sterben, weil die Eltern, Zeugen Jehovas, eine Bluttransfusion ablehnten!!!

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