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Kriegsverbrechen: Ex-SS-Mann bestreitet Erschießung eines Widerstandskämpfers
DPA

Fast 70 Jahre nach dem Mord an einem niederländischen Widerstandskämpfer steht ein früherer SS-Rottenführer vor Gericht. Der heute 92-Jährige hat nun jede Mitwirkung an der Erschießung bestritten. Ein Zeuge belastete den Angeklagten jedoch.

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Jabba56 14.09.2013, 00:11
1. ??

Zitat von sysop
Fast 70 Jahre nach dem Mord an einem niederländischen Widerstandskämpfer steht ein früherer SS-Rottenführer vor Gericht. Der heute 92-Jährige hat nun jede Mitwirkung an der Erschießung bestritten. Ein Zeuge belastete den Angeklagten jedoch.
Sollte ein 92jähriger wirklich noch straffähig sein? Bußfähig? Kann ein Verbrechen, so schlimm es auch ist, nach 68 Jahren geahndet werden? Wer könnte sich nach so langer Zeit noch glaubhaft an Fakten erinnern?

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fritze28 14.09.2013, 07:16
2. es ist egal

was der Mann sagt oder behauptet oder auch festgestellt wird. verurteilt wird er trotzdem, da die Gerichte bzw. Richter nicht mehr unabhängig urteilen.

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donjeta 14.09.2013, 09:25
3. Gerechtigkeit muss folgen

92 Jahre alt, heißt sein Leben gelebt zu haben, also jene Möglichkeit, welche seinem Opfer verwehrt blieb. Eine Verurteilung muss her!

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delta058 14.09.2013, 09:31
4.

Zitat von sysop
Fast 70 Jahre nach dem Mord an einem niederländischen Widerstandskämpfer steht ein früherer SS-Rottenführer vor Gericht. Der heute 92-Jährige hat nun jede Mitwirkung an der Erschießung bestritten. Ein Zeuge belastete den Angeklagten jedoch.
Bei einem Verfahren gegen einen Verkehrsrowdy wurde eine 70 jährige Oma kritisiert weil sie keine sekundengenaue Aussage über den Ablauf der Tat geben konnte, 2 Jahre nach der Tat. Z.B. hatte sie nur 3 Kinder auf der Straße gesehen obwohl es 5 waren, das 2 Kinder vom Auto des Täters verdeckt waren, ohne teuren Gutachter darf man so was vor Gericht nicht anmerken. Am Ende würden Richter und Staatsanwälte ja noch anfangen selber zu denken.
So und jetzt will man einen Prozess nach 70 Jahren mit Zeugen führen? 70 Jahre? AUßerdem frag ich mch, wenn das Opfer ja ein Widerstandskämpfer war, dann war die Erschießung nach damaligen Recht sogar rechtens. Andererseits wann werden eigentlich mal dann die Widerstandskämpfer vor Gericht gestellt, schließlich haben auch sie sowohl nach damaligen als auch nach heutigen Recht Morde begangen.

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emeticart 14.09.2013, 10:48
5. Damals, ...

... hat die niederländische Armee kapituliert. Es herrschte Kriegsrecht. Die Widerstandskämpfer, waren nach Kriegsrecht, unrechtmäßige Kombattanten, die mit standrechtlicher Erschießung rechnen mussten. 70 Jahre nach der Tat, möchte "man" den Täter nach Zivilrecht aburteilen? Was ist mit den Morden der Widerstandskämpfer, die verdeckt als Zivilisten, Soldaten töteten? Sorry, ich halte solche Prozesse politisch motiviert. Normalerweise sollte doch die Justiz alle gleich behandeln- oder gibt es etwa den gerechteren Mord? MfG

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jolip 14.09.2013, 10:52
6. Abgesehen

Zitat von delta058
Bei einem Verfahren gegen einen Verkehrsrowdy wurde eine 70 jährige Oma kritisiert weil sie keine sekundengenaue Aussage über den Ablauf der Tat geben konnte, 2 Jahre nach der Tat. Z.B. hatte sie nur 3 Kinder auf der Straße gesehen obwohl es 5 waren, das 2 Kinder vom Auto des Täters verdeckt waren, ohne teuren Gutachter darf man so was vor Gericht nicht anmerken. Am Ende würden Richter und Staatsanwälte ja noch anfangen selber zu denken. So und jetzt will man einen Prozess nach 70 Jahren mit Zeugen führen? 70 Jahre? AUßerdem frag ich mch, wenn das Opfer ja ein Widerstandskämpfer war, dann war die Erschießung nach damaligen Recht sogar rechtens. Andererseits wann werden eigentlich mal dann die Widerstandskämpfer vor Gericht gestellt, schließlich haben auch sie sowohl nach damaligen als auch nach heutigen Recht Morde begangen.
Ich halte es auch für eine Farce, wenn heute, 70 Jahre nach dem Verbrechen, ein Zweiundneunzigjähriger deshalb vor Gericht steht, während diejenigen, die ihn damit beauftragt haben bzw. ihm den Befehl dazu gaben, nicht nur straffrei ausgegangen sind, sondern vielmehr im Nachkriegsdeutschland Karrieren hingelegt haben, die in höchste Staatsämter oder sogar bis zum Arbeitgeberpräsidenten mit großem Bundesverdienstkreuz geführt haben.

So sind auch z. B. diejenigen, die einen gewissen Herrn Demjanuck, der ja einfach nur überleben wollte, ausgebildet haben, straffrei geblieben.

Aber abgesehen davon empfinde ich es als widerlich, wenn eine Nation, die einen Krieg in einer bis dahin noch nie dagewesenen Härte unter Mißachtung allen Völkerrechtes geführt hat, sich dann später darüber aufregt, dass sich der Gegner nicht an die Regeln gehalten hätte und damit Todesurteile etc. rechtfertigt.
MFG
jolip

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spon-facebook-10000140154 14.09.2013, 10:57
7.

Zitat von delta058
AUßerdem frag ich mch, wenn das Opfer ja ein Widerstandskämpfer war, dann war die Erschießung nach damaligen Recht sogar rechtens. Andererseits wann werden eigentlich mal dann die Widerstandskämpfer vor Gericht gestellt, schließlich haben auch sie sowohl nach damaligen als auch nach heutigen Recht Morde begangen.
Widerstandskämpfer der Siegermächte sind nach dem Krieg immer Helden. Auch wenn sie teilweise abscheuliche Verbrechen begangen haben......überführte Widerstandskämpfer müssen auch nach heutigem Recht nicht als Kriegsgefangene behandelt werden und dürfen nach meiner Auffassung nicht gefoltert und misshandelt aber durchaus hingerichtet werden............

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Mahatschmanladen 14.09.2013, 11:02
8.

Zitat von emeticart
... hat die niederländische Armee kapituliert. Es herrschte Kriegsrecht. Die Widerstandskämpfer, waren nach Kriegsrecht, unrechtmäßige Kombattanten, die mit standrechtlicher Erschießung rechnen mussten. 70 Jahre nach der Tat, möchte "man" den Täter nach Zivilrecht aburteilen? Was ist mit den Morden der Widerstandskämpfer, die verdeckt als Zivilisten, Soldaten töteten? Sorry, ich halte solche Prozesse politisch motiviert. Normalerweise sollte doch die Justiz alle gleich behandeln- oder gibt es etwa den gerechteren Mord? MfG
Das ist die heutige Justizlogik: Illegale Kombattanten sollten also geschont werden, mit welcher Begründung genau? Aber die Bombardierung von deutschen Zivilisten (die ja nun relativ zweifelsfrei nichtmal in irgendeiner Form Kombattanten ware) war irgendwie "legal". Lächerlich....

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Leto13 14.09.2013, 13:02
9. hm

Jeder Nazi, der damals auch nur eine Person umgebracht hat, sollte laengst am Galgen gebaumelt haben. Widerstandskaempfer bzw Soldaten der Gegner Deutschlands, die unschuldige Zivilisten umgebracht haben, auch. Widerstandskaempfer und Soldaten der Gegner Deutschlands, die Soldaten des Besatzers/Aggressors und deren Kollaborateure umbrachten, sind Helden.

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