Forum: Panorama
Kriminalität: Hochgradig abgeschottet
Bernd Thissen / DPA

Spezialeinheiten, Denunziation, Sonderstrafkammern: Neue und nicht ganz so neue Vorschläge für den Kampf gegen neue und nicht ganz so neue verbrecherische Parallelgesellschaften.

Seite 5 von 11
A-K 27.04.2019, 10:42
40. @Andrea Nxxx_Eine "sehr harte Geduldsprobe"

Zitat von Andrea Nxxx.
Ich war ehrlich gesagt gespannt, was dabei herauskommt, wenn sich ein Kolumnist vom intellektuellen Range des Herrn Dr. Fischer inhaltlich eines Themas annimmt, das die deutsche Justiz seit Jahren vor massivste Probleme und die Geduld der nicht-kriminellen Bevölkerung auf eine sehr harte Probe stellt. Die Antwort ist: ausser einem Haufen Eitelkeiten leider nichts. Bei aller selbstverliebten Wortspielerei, Herr Dr. Fischer: offensichtlich läuft ja etwas sehr falsch in der Handhabung der Parallelgesellschaften. Wenn alle Richter so eitel und umständlich an das Problem herangehen wie Sie, dann wundert es den Average Joe wenig, dass keine Lösung gefunden wird. Anstatt diejenigen mit Häme zu überhäufen, die versuchen eine Lösung für das Problem zu finden - wie wäre es wenn zur Abwechslung Sie selbst, der Sie ja alles so viel besser wissen, mal einen pragmatischen, konstruktiven Lösungsvorschlag in die Diskussion einbrächten?
Ich vermute, da könnten Sie etwas länger warten, denn darüber müsste man wohl Bücher schreiben. Aber ich erlaube mir hier mal eine billige Skizzierung in Form von "Scheißhausparolen", damit ihre sprichwörtliche "Ungeduld" nicht auf eine allzu harte Probe gestellt wird ... ;-)
1.
Einsicht der konservativ gesprägten Schichten einer "Mehrheit", dass zunächst sie selbst es ist, die "Minderheiten" als potenzielle Bedrohung empfindet und ihnen mit besonderer Vorsicht begegnet. Das hat auch humanethologische Gründe, für deren Existenz (an sich) sich niemand schämen muss. Sehr wohl dagegen für ihre Ignoranz, ihre Hinnnahme oder sogar für ihre Verschleierung.
1a.
Einsicht, dass 1. tendenziell dazu führt, dass Angehörige von Minderheiten tendenziell in "niedere" soziale Rangpositionen verschoben werden (Schule, Ausbildung, Beruf, Gehalt, Gesellschaft), die NICHT deren persönlichen Fähigkeiten (bei geeigneter Förderung) angemessen sind. In diesen Positionen können sie als Individuen den Angehörigen der Mehrheit weniger "Konkurrenz" machen und bleiben dabei als Gruppe besser "kontrollierbar" - was im Ergebnis irrationale (anachronistische) Ängste reduziert. Genau hier und genau darum können sich "Clans" im engen und im weiten Sinn überhaupt als soziologische Faktoren in Gesellschaften etablieren.
2.
Einsicht der Angehörigen von Minderheiten, dass sie sich den wesentlichen "Leitwerten" der Mehrheitskultur, der sie zugehören wollen, aus eigener Überzeugung anpassen und - im Zweifel - auch für sie eintreten. Nicht um sie als Individuen in ihrer freien Lebensgestaltung einzugrenzen, sondern als Beitrag zum Wohl der Gesellschaft im Ganzen und als freiwilliges Entgegenkommen aus einem ernstnehmenden und ehrenhaften Verständnis auch für die Befindlichkeiten ihnen skeptisch bis abwehrend begenender "Mehrheitler".
3.
Einsicht, dass erst 1. und 2. dazu führen kann/wird, dass auch starke anachronistische und ausgrenzende Abwehrreflexe des konservativen Spektrums am Ende von einem gegenseitigen inkusiven Fairness- und Gerechtigkeitsempfinden überlagert werden können. Ist das einmal erreicht (leider oft erst nach einigen Generationen), regelt sich alles andere fast von selbst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinz k 27.04.2019, 10:48
41. Viele kluge Fragen

Aber Fragen haben wir alle. Mit Fragen fängt die Problemlösung bekanntlich an , aber dann sollten auch irgentwann die Antworten kommen.
Und die sollten nicht die " Ikea Bastler " geben , sondern die Fachleute - besonders qualifiziert ehemalige Bundesrichter !
Die Kolumnen von Dr.Fischer sind hochinteressant aber es werden zu viele Themen auf einmal angesprochen.
Ein Thema , auch mit einem möglichen Lösungsweg waere zielfuehrender.
Lieber einmal die Woche 2 Seiten Kolumne als alle zwei Wochen 4 Seiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nordlicht123321 27.04.2019, 10:49
42. Schade

Verächtlichmachung steht Ihnen nicht,Herr Fischer.Dieses Stilmittel scheint in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft die einfache,sachliche Kritik abgelöst zu haben.Ich bin enttäuscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Yoroshii 27.04.2019, 11:16
43. Sehr viele Buchstaben - fast zu viele!

Aber sehr lesenswert, bissig, ironisch und ab und zu sarkastisch. Regt zum Bohren an: Die Geschichte der katholischen Kirche ist bekannt und wer Geschichtsschreibung lesen will, darf erfahren, dass ein Jesus Christus nie gelebt habt. Auf derlei Grundlagen hat sich eine gigantische Organisation aufgebaut, die dem Massenverbrechen einen heiligen Stempel aufgedrückt hat. Noch nicht einmal die Aufklärung hat es geschafft, dass aus modernen Gesellschaften die Wirkungskräfte verschwunden sind. Es gibt sie immer noch - die Messdiener. Und nach wie vor ist der Missbrauch systemtypisch. Aber man darf feststellen, dass die Prinzipien der Aufklärung doch einen Einfluss ausüben - gerade auch in der Gesetzgebung. Wir dürfen Kritik üben.
Zigeuner hin und Correctness her. Wahr ist, dass in den beschriebenen Clans und den Gesellschaften (hier arabische) eine völlig andere Auffassung von Recht existiert. Sie ist unbeleckt von Aufklärung und hält ihre Mitglieder in dem gefangen, was ein gewisser Kant als Unmündigkeit beschrieben hat. Ober der Autor es beabsichtigt hat oder nicht, weiß ich nicht. Ich habe das herausgelesen und erlaube mir Gedanken zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuschl 27.04.2019, 11:18
44. Verächtlich machen Andersdenkender

Über den juristischen Umgang bestimmter Rechtsbrüche kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Whatabautism hilft dabei sicherlich nicht. Verächtlich machen des Andersdenkenden, in diesem Fall Professor Wolffsohn, ist dagegen ganz schlechter Stil. Ich bemerke mit Erschrecken, daß Sie ihre 68er Grundeinstellung auch als Richter nicht abgelegt haben, Herr Fischer. Aber damit haben Sie hier im Forum ja viele Unterstützer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
werner.garbers 27.04.2019, 11:27
45. https://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalitaet-neue-vorschlaege-

Hochgradig abgeschottet = hochgradig gesicher,
wie im Folgebeispiel:

Par 34 Nr. 4 Gerichtsverfassungsgesetz ( GVG )
https://drive.google.com/file/d/1FnOrKtO_VZ69axMx36ayeZNV9HYjhQN2/view?usp=sharing

Urteil vom Bundessozialgericht ( BSG )
https://drive.google.com/file/d/1P9pVhe1I1iLRcARmDI7y5NQXYVSDTZck/view?usp=sharing

Dieses Urteil ist doppelt geprüft, also total richtig,
denn zuerst hat der Präsident als Leiter der Gerichtsverwaltung
in seiner Zuständigkeit der Dienstaufsicht über das richterliche Personal
bestimmt und zugelassen, dass der Präsident des LSG Baeyern a. D.,
als ehrenamtlicher Richter Dienst tuen darf
und dann hat er als Vorsitzender seine Entscheidung überprüft
und durch die Beisitzer prüfen lassen.

Das Urteil hat inhaltlich bis heute Bestand !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derquestor 27.04.2019, 11:44
46.

Zitat von spon_4_me
"Mitten in Deutschland hat, vom Rechtsstaat unbehelligt und von den Polizeibehörden bewusst oder unbewusst ignoriert, über Jahrzehnte eine Parallelgesellschaft ihr Wesen treiben können, die, soweit erkennbar, die Begehung schlimmer Verbrechen erstens strukturell gefördert und zweitens systematisch und vorsätzlich vertuscht hat." Welche parallelen kriminellen Gesellschaften fallen Ihnen als nächstes ein? Banker? Immobilienmakler? Lobbyisten?
Ich muss zugeben, daß mir diese (und einige andere staatstragende Gruppierungen) als erstes in den Sinn kamen, bis sich das Missverständnis in den folgenden Sätzen auflöste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichotolot 27.04.2019, 11:49
47. Wann kommte der Inhalt?

Zitat von Faldor17
Das diese Kolumne im Spiegel erscheint ist der eigentliche Skandal. Denn sie ist miserabel geschrieben, offenbart zudem, dass der Autor keine Ahnung hatte was er eigentlich sagen wollte, und ist gespickt mit Vorurteilen des Schreiberlings gegenüber einzelnen Personen, diskreditierenden Äußerungen die des Spiegel unwürdig sind und strotzen vor eklatanter Ignoranz der Wirklichkeit in deutschen Großstädten. Und sollte das ganze als Glosse gedacht sein, so kann ich nur sagen: Setzen, Sechs! Angesichts der Tatsache, dass ein Mensch der in der Lage ist so einen Unsinn zu Papier zu bringen, einer der höchsten deutschen Richter war, wird dem geneigten Leser todschlecht. Und wir wundern uns darüber, dass die organisierte Kriminalität Deutschland als Selbstbedienungsladen betrachtet.... Ich kann nur hoffen, dass dies der letzte Beitrag dieses Herrn in diesem Medium ist und appelliere an die Chefredaktion, die Reißleine zu ziehen bevor die Reputation des Spiegel ganz den Bach herunter geht....
Na, da haben Sie ja mal so richtig Dampf abgelassen über den Autor und seine Kolumne.

Da es gester Abend wohl nicht mehr für weitere Zeilen reichte (war ja auch kurz vor dem Abendprogramm zur Nachrichtenzeit), wartet man gespannt auf Ihre fundierten Erklärungen, mit denen Sie ihre Vorwürfe und Beschimpfung anhand des Textes inhaltlich umfassend begründen. Ich bin schon sehr gespannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ancoats 27.04.2019, 12:02
48.

Zitat von Faldor17
Das diese Kolumne im Spiegel erscheint ist der eigentliche Skandal. Denn sie ist miserabel geschrieben, offenbart zudem, dass der Autor keine Ahnung hatte was er eigentlich sagen wollte, und ist gespickt mit Vorurteilen des Schreiberlings gegenüber einzelnen Personen, diskreditierenden Äußerungen die des Spiegel unwürdig sind und strotzen vor eklatanter Ignoranz der Wirklichkeit in deutschen Großstädten. Und sollte das ganze als Glosse gedacht sein, so kann ich nur sagen: Setzen, Sechs! Angesichts der Tatsache, dass ein Mensch der in der Lage ist so einen Unsinn zu Papier zu bringen, einer der höchsten deutschen Richter war, wird dem geneigten Leser todschlecht. Und wir wundern uns darüber, dass die organisierte Kriminalität Deutschland als Selbstbedienungsladen betrachtet.... Ich kann nur hoffen, dass dies der letzte Beitrag dieses Herrn in diesem Medium ist und appelliere an die Chefredaktion, die Reißleine zu ziehen bevor die Reputation des Spiegel ganz den Bach herunter geht....
Es gibt ja viele verschiedene Möglichkeiten, sich öffentlich lächerlich zu machen, aber a) einen - ohne jeden Zweifel - ausgewiesenen Experten zu unterstellen, er hätte keine Ahnung, und b) eine sprachlich wie inhaltlich recht elegante - und ja, glossenhafte - Auslassung mit der Note 6 zu bewerten (während man selbst eigentlich nur inhalts- und sinnfreie, zum Teil auch beleidigende Sätze aneinanderreiht, die zudem erkennen lassen, dass man das Gesagte nicht wirklich verstanden hat), ist sicherlich eine der atemberaubend dümmsten. Glückwunsch.
Ich (und sicherlich auchander e hier) hingegen haben diesen Kommentar bei einer Tasse Kaffee auf sich wirken lassen, haben nachgedacht und sind (so hoffe ich doch) wieder ein bisschen vorangekommen im Prozess der Erkenntnis. Mit anderen Worten: immer wieder schön, Herr Fischer, und merci.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kleinsteminderheit 27.04.2019, 12:13
49. Und nun?

Ein typischer Fischer. Sprachgewandt, unterhaltsam, vielleicht etwas lang. Und es stellt sich wieder mal, trotz aller Pointiertheit, die Frage : Was ist der Punkt? Was will der Autor?

Cum Ex Kriminalität, Clankriminalität, Kindesmissbrauch durch Roma und katholische Priester. Wahrscheinlich habe ich noch was überlesen.

Es gibt eine Schnittmenge zwischen den benannten Kriminalitätsfeldern.
Es ist dies eine, sagen wir, vorsichtige Herangehensweise durch Polizei, Justiz und Politik. Zu komplex, zu aufwändig , zu ethnisch, zu politisch, zu karriereschädlich.
Vielleicht bisweilen auch zu gefährlich.

Dakannmannichtsmachen, Damitmüssenwirleben, Dahabenwirkeinehandhabe
Damitistkeinblumentofzugewinnen

Die Füße still halten ist da die sicherere Handlungsoption. Wer was probiert macht sich angreifbar, landet bei Herrn Fischer und Konsorten auf der Waage und wird garantiert als zu leicht befundet.

Steuerbetrüger in Banken, OK mit Familienrückhalt, Eltern, die ihre Kinder zum Klauen schicken, Eine Religionsgemeinschaft, die Kindesmissbrauch deckt.
Das alles darf ein Rechtsstaat nicht geschehen lassen.


Ich habe Respekt vor jenen, die sich lösungsorientiert mit komplexen kriminellen Herausforderungen auseinandersetzen.
Und ein Innenminister, der nachts Haschisch und unversteuerten Tabak einsammelt, hat eher meine Zustimmung, als jemand, der sich darüber lustig macht, ohne auch nur den Hauch einer Handlungsalternative zu bieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 11