Forum: Panorama
Kritik an Franziskus: "Der Papst kocht"
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Getrübte Vorweihnachtsfreude im Kreis der Kardinäle: die Kritik an Franziskus nimmt zu. Es gehe "um die Wurst", sagt ein Kardinal, um die Auslegung der Heiligen Schrift. Auch Papst-Anhänger gehen auf Distanz.

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gersois 23.12.2016, 09:56
1. Die katholische Kirche und ihre Bibelauslegung

"Die Heilige Schrift, so Brandmüller, sei kein Selbstbedienungsladen" Nein? Wo steht denn im Neuen Testament etwas über Marias Himmelfahrt, über den ganzen Zoo von sogenannten Heiligen, die zu speziellen Themen angerufen werden, über die Unfehlbarkeit von Päpsten, über das Zölibat, über die "heilige" Inquisition etc? Die katholische Kirche hat sich über die Jahrhunderte die Lehre so zurecht gebastelt, wie es ihr zur Machterhaltung passte! Da wird es Zeit, zum Kern der christlichen Lehre zurückzukehren!

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rkinfo 23.12.2016, 09:57
2. Erst das Konzil von Trient (1563) legte die Unauflösbarkeit der Ehe fest

Dies erfolgte etwa 1/2 Jahrhundert nach dem Beginn der Reformation von 1517 ...
Es sieht danach aus, dass Papst Franziskus die katholische Kirche wieder kompatibel zur Ära vor der Reformation machen will und Perspektive für eine 'Wiedervereinigung' zu erhalten. Zudem gibt es ja seit Jahrhundert Scheidungen per Papst und Franziskus will bereits seit 2015 diese Annulierung auch fürs einfach Volk bezahlbar machen.
Prinzessin Caroline von Monaco und Philippe Junot hatte 1980 nach 2 Jahren Ehe die Scheidung und jene Ehe wurde dann 1992 auch noch vom Papst rückwirkend für nichtig erklärt. Eine 'Unauflösbarkeit der Ehe' galt eh nie für Reiche und Gönner der katholischen Kirche ;-)

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mborevi 23.12.2016, 10:02
3. Die Kirche ...

... sind wir Gläubigen. Und wir würden uns noch viel mehr "Aufweichung" der "Lehre" wünschen, als Franziskus sie bisher betreibt. Wir stellen uns die Reaktion von Jesus selbst vor und sind überzeugt, dass er noch weitaus revolutionärer wäre. Die konservativen würden ihn dafür heute nochmals kreuzigen.

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tempus fugit 23.12.2016, 10:07
4. Tja,...

...nachdem die RKK und alle Relgionen von Menschen geprägt, 'besetzt' und geleitet werden, weiss man sich dort

Erstens: immer auf der richtigen Seite,
Zweitens: müssen nur 'die Anderen' sich öffnen und Realitäten 'wahr'nehmen,
Drittens: selber Wein trinken und Wasser predigen.
Viertens: Machtgelüste


Wo ist der grosse Unterschied zu erkennen?

Doch, Gandhi, ein moderner Hindu - Bergoglio, ein moderner Katholik?

Ausser dem Verschieben von Dogmen und einer Zeitschiene von so knapp 100 Jahren - ausser beim Buddhismus, wo jeder 'Gläubige' sich für sich selbst und sich nicht an einem Hofstaat im Vatikan oder in Mecca oder sonstwo auszurichten hat?

Ach so ja, ganz den verfremdeten und manipulierten 'Kommunismus' vergessen, auch da weiss 'man' was man hat...

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The Restless 23.12.2016, 10:07
5. Reformen bitter nötig

Was unfähig ist, sich zu ändern, wird irgendwann komplett irrelevant. Ich wünsche dem Papst die Sturheit und die Kraft, weiter zu machen, für die neue Generation, nicht für die 90-Jährigen Nörgler ....

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enoughnow 23.12.2016, 10:10
6. wie relevant ...

sind solche Vorkommnisse in dieser Zeit? Da sitzen eine "Hundertschaft" Gotteskrieger in ihrem pompösen Nest und streiten sich. Die alten Männer sind in Intrigen verstrickt a`la Pfaffenspiegel - wie gehabt. Es ist schon trauríg diese selbsternannten Kerle geifern zu sehen, wobei die Welt doch momentan wirkliche Probleme hat. Mein Gott, ziehe diese Menschen ab und lasst es etwas Gutes geschehen. Und wenn man nur die Hälfte der gestohlenen Güter versteigern würde und das Elend in der Welt angehen könnte......

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dallmann67 23.12.2016, 10:11
7. Die Katholiban proben den Aufstand

Noch nie hatte es ein Papst leicht wenn er versucht hat, den katholischen Fundamentalisten das Wasser abzugraben....
Wer da noch auf die Taliban oder die Wahabiten schimpft ist ein Schelm.............;-)

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rory 23.12.2016, 10:13
8. Vielleicht ist er überfordert ....

Wenn man keine Mitstreiter hat, ist es schwierig Änderungen durchzusetzen. Die Frage ist natürlich, warum hat er kaum Unterstützer in seiner Umgebung. Sein Vorgehen ist mit Sicherheit nicht immer sehr geschickt. Man muss die Menschen auch mitnehmen und nicht vor den Kopf stoßen. Wenn wir ehrlich sind, warten wir immer auf irgendein seltsames Verhalten des Papstes und finden dann jede noch so ungeschickte und sicher nicht immer durchdachte Äußerung sowas von toll. Allerdings hat er in Deutschland bisher nicht viel erreicht. Die Kirchen werden weiter leerer. Insofern scheint sein 'Konzept' tatsächlich nicht besonders durchdacht zu sein. Und Sachlichkeit scheint ja auch nicht seine Stärke zu sein.

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ruhepuls 23.12.2016, 10:15
9. Reform und katholische Kirche?

Reformen und katholische Kirche, das ist ein Widerspruch in sich selbst. Mit Christus hat die Kirche schon lange nichts mehr zu tun. Würde Christus heute leben, würde ihn die katholische Kirche ans Kreuz schlagen...
Machtpolitik und dogmatischer Konservatismus sind es, die die katholische Kirche (und natürlich nicht nur die...) leiten. Daran wird auch ein Reformer wie Franziskus nichts ändern.

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