Forum: Panorama
Kritik an Franziskus: "Der Papst kocht"
REUTERS

Getrübte Vorweihnachtsfreude im Kreis der Kardinäle: die Kritik an Franziskus nimmt zu. Es gehe "um die Wurst", sagt ein Kardinal, um die Auslegung der Heiligen Schrift. Auch Papst-Anhänger gehen auf Distanz.

Seite 11 von 18
niklot1147 23.12.2016, 16:30
100. Medienschelte?

Dass die greise und konservative Kurie eine Tages zurückschlagen würde, war zu erwarten. Hoffentlich liegt der kerngesunde Franziskus nicht eines Morgens tot im Bett wie sein vor vor Vorgänger Johannes Paul der erste, der "lächelnde Pabst". Er war der Kurie ein Dorn im Auge. Dass aber jetzt anscheinend auch die "Medien" auf Distanz gehen, kann nur auf chronisches Beleidigtsein zurückgeführt werden.
Zugegeben, der Wind bläst den Medien ins Gesicht, jetzt offensichtlich auch von seiten des Pabstes. Da muss doch etwas dran sein, oder? Dieser Pabst ist ein Hoffnungsträger für alle Christen (nicht nur die katholischen), die wenig Geld, aber ihre 5 Sinne beisammen haben. Kurie und Medien stehen auf der anderen Seite.

Beitrag melden
markus_wienken 23.12.2016, 16:31
101.

Zitat von unumvir
Ein objektiver Blick fällt meist von aussen leichter, man muss auch kein alter oder toter Ägypter sein, um fundiert über das "ägyptische Totenbuch" reden zu können. Und was hat der im Umfeld des Trienter Konzils um fünfzehnhundertirgendwas verfasste Katechismus mit den Lehren Jesus und den christlichen Fundamenten zu tun?
Auch von "außen" sollte man sich über den Gegenstand der Kritik grundlegend kundig machen, anderfalls bleibt sinnleere Polemik.

Soweit mir bekannt versteht, bzw. speist sich die Lehre der röm.-kath. Kirche aus der Bibel und auch aus der Tradition...insofern aus Sicht der Kirche kein Widerspruch.

Beitrag melden
brotherandrew 23.12.2016, 17:05
102. Erstmal ...

... handelt es sich doch um ein innerkatholisches Problem. Sodann fällt auf, dass für die meisten Foristen inhaltlich die Begriffe "rückständig", "modern", "Tradition", "Bibel" usw. schon vorab besetzt sind; und zwar in der Regel ungetrübt von Sachkenntnis. Daher kann man das so nicht diskutieren. Was man aber sagen kann, ist, dass es noch nie Aufgabe einer christlichen Kirche war, dem Zeitgeist zu entsprechen. Tatsächlich sind und waren die Christen dort immer im Ergebnis relevant, wo sie sich nicht dem Zeitgeist ergaben, sondern der Führung des Heiligen Geistes, wie sie sich vor allem in den Schriften des Neuen Testaments ausdrückt.

Was die Problematik der sog. "wiederverheirateten Geschiedenen" betrifft (wie auch die der praktizierenden Homosexuellen), geht es doch zuerst um die Sorge, dass diese Menschen der kath. Kirche von der Fahne gehen könnten. Da darf man sich schon fragen, warum diese Menschen denn so unbedingt katholisch sein wollen, wenn ihnen die Wertmaßstäbe der Kirche an wichtigen Stellschrauben schnuppe sind? Sicher wird es darum gehen, sich als vollwertig zugehörig "fühlen" zu wollen. Aber das war noch nie ein Zugehörigkeitskriterium der christlichen Kirche. Zugehörig war derjenige, der Jesu Tod und Auferstehung für sich persönlich angenommen hat und bereit war, daraus unter den Geboten Jesu zu leben. Dabei darf niemand ausgegrenzt werden, der sich hier schwer tut, den immer wieder alte Verhaltensweisen einholen, der sich in dem befindet, was das Neue Testament als "Kampf des Glaubens" bezeichnet. Aber derjenige, der sagt, Gott sei ja gnädig und barmherzig, weshalb er leben könne, wie es ihm beliebe, und die Kirche habe ihn in dieser Haltung zu unterstützen, der steht inhaltlich komplett ausserhalb der Gemeinde Christi.

Beitrag melden
panzerknacker 51 23.12.2016, 17:14
103. Im Moment ...

Zitat von grabenkaempfer
Was kocht der Papst denn?
... ist Grünkohl-Zeit.

Beitrag melden
brotherandrew 23.12.2016, 17:23
104. Wieso ...

Zitat von unumvir
Und was hat der im Umfeld des Trienter Konzils um fünfzehnhundertirgendwas verfasste Katechismus mit den Lehren Jesus und den christlichen Fundamenten zu tun?
... sollte der Katechismus die Lehren Jesu und die christlichen Fundamente nicht zusammenfassend zum Ausdruck bringen können?

Das ist ebenso möglich wie ein Grundgesetzkommentar aus dem Jahre 2016 über Art. 3 GG zusammenfassend zum Ausdruck bringt, was diese Vorschrift aus dem Jahr 1949 besagt.

Beitrag melden
brotherandrew 23.12.2016, 17:24
105. Das ...

Zitat von Gilia
Das stimmt schon - er hat der Ehebrecherin vergeben. Die Geschichte geht aber noch einen Satz weiter: "Geh und sündige von nun an nicht mehr." Und nicht "Geh und mach weiter wie bisher." Also hat er es ja wohl zum einen als Sünde angesehen - und war zum anderen schon darauf bedacht, dass sie damit aufhört. Oder sehe ich das falsch?
... sehen Sie absolut richtig. Die vorauslaufende Gnade und Barmherzigkeit soll aus zerstörerischem Verhalten befreien und dieses nicht verstetigen.

Beitrag melden
Holda 23.12.2016, 17:26
106. Hic Rhodus!

Zitat von ihawk
Gerade deutsche Würdenträger fürchten den Papst, denn das Letzte was geschehen darf, ist, dass die Öffentlichkeit erfährt in welchem Verhältnis die Bundesregierung und die Kirche stehen. Wenn das passiert, würden Millionen aus der Kirche austreten.
Na, in welchem Verhältnis stehen die denn? Erstreckt sich die Richtlinienkompetenz der Frau Bundeskanzler auch auf die Kurie?

Beitrag melden
rosselfee1 23.12.2016, 17:30
107. ...endlich...

endlich passiert etwas in dem zementierten System und Jeder von uns muß sich fragen, ob er zum Glauben einen Verein braucht!!

Jede REligion ist von Menschen ge-macht, und da Ziel heißt "Macht"..
Macht um gefügig zu "machen" mit all der Moral und den WErtungen, was falsch und richtig ist.
Wer einen Kopf hat, mit dem er bereit ist zu denken und Verantwortung für sein eigenes Tun und Lassen zu übernehmen, der braucht vor allen Dingen keine alten Männer, die in komischen Kitteln rumlaufen und Elend über die Menschen bringen mit ihren verquerten Wertvorstelleungen, die für das "gemeine Volk, auch Kirchensteuerzahler" güldet, nur für sich selbst nicht.
Das haben einige Priester ja mittlerweile begriffen und sind ausgestiegen aus dem Verein.
Wo gibt es mehr Verlogenheit, als in der kath Kirche??
Priester zeugen Kinder, die darf er nicht offiziell anerkennen, aber Alimente werden gezahlt und die Frauen erpresst. Geistliche aller Kathegorien vergehen sich an Anvertrauten und es wird verheimlicht... und es gab und gibt noch düsterere Geheimnisse, die im Verborgenen liegen. Seinerzeit in dem Buch, "das Kreuz mit der Kirche", fein recherchiert. Man denke nur an die vielen "Findelkinder" die auf Stufen von Köstern und Kirchen lagen... und oh Wunder, das Baby wurde "schnell" gefunden..... mal von Leichenfunden, sprich babyskeletten, die in Tunneln gefunden wurden, die Klöster von Männern und Frauen verbanden.
Staatsgeheimnisse der kath. Kirche, wenige wissen darum!!!
Und da diese Altte Männerriege in Rom diesen jetzigen Pabst als Nestbeschmutzer sehen, wen wundert das ??
Mir ist klar, warum der Pabst nicht im Vatikan lebt!!
Wer hn unterstützen will, schreibe ihm schlict und ergreifend einen Brief, der kommt 100%ig an!!
in diesem Sinne, gesegnete Weihnacht, den Tagen der Besinnlichkeit!!

Beitrag melden
telos 23.12.2016, 17:38
108. Auslegung der Schrift

Das Papsttum ist ein Interregnum, nur für eine, ihm bestimmte Zeit. Christus hat Petrus dazu beauftragt, seine Schafe zu weiden, der hat nicht davon gesprochen, daß die Schafe ihm (Petrus) gehören. Er ist quasi Hirte (Verwalter) der ihm anvertrauten Herde, aber nicht der Eigentümer. Es könnte ja aber auch sein, dass das Papsttum sich seinem Ende zuneigt, weil die Zeit für etwas Neues reif ist. Jesus Christus war fest in der Tradition des AT verankert, aber er hat gesehen, daß diese erstarrt war und den Menschen nicht die ersehnte Freiheit gebracht hat, ja sogar geknechtet hat mit den Vorschriften und dem damit einhergehenden Machtmißbrauch der damaligen politisch-religiösen Elite. Deshalb hatte er seine größten Feinde in den Schriftgelehrten und Pharisäern. Das einfache Volk hat ihn verstanden. Aber er lehrte nicht ein neues Gesetz, etwas völlig Neues, er lehrte, daß es nur einem sich selbst und andere Menschen liebenden Menschen gelingen kann, mit sich selbst und anderen in Frieden zu leben. Er sprach ja selbst davon, dass er nicht gekommen ist, ein neues Gesetz zu bringen. Er brachte die Verwandlung des Buchstabens(Wort) in die Tat. Denn nur in der Tat zeigt sich, wie ernsthaft das Wort genommen wird. Nicht man könnte, müsste, sollte, sondern es tun, wenn möglich jetzt und sofort. Anmerkung: Wenn es möglich sein könnte, dass das Interregnum des Papsttums sich seinem Ende zuneigt, ist zu fragen, was danach kommt. Sicher ist, dass Christus sein begonnenes Werk vollenden wird und seine Option durchsetzen wird - gegebenenfalls auch gegen den Willen des Menschen. Von daher gesehen wäre er Herr der Geschichte. Für Interessierte verweise ich explizit auf Joachim von Fiore und auf die Malachiasweissagung.

Beitrag melden
brotherandrew 23.12.2016, 17:55
109. Abgesehen ...

Zitat von rosselfee1
... endlich passiert etwas in dem zementierten System und Jeder von uns muß sich fragen, ob er zum Glauben einen Verein braucht!! ...
... davon, dass Sie auch in diesem Beitrag Ihren Mangel an Grundkenntnissen über den christlichen Glauben und über die kath. Kirche offenlegen, darf ich auf diese Feststellung als Christ antworten:

Nein, zum Glauben brauche ich keinen Verein, aber ich brauche die Hilfe der Gemeinschaft, in die hinein ich wiedergeboren wurde und sie benötigt meinen Beitrag. Denn christlicher Glaube ist keine individualistische Veranstaltung. Sie benötigt die Öffnung und Hingabe des Einzelnen, aber sie kann sich darin nicht erschöpfen, weil sie in ihrem Wesen nicht egozentrisch ist.

Beitrag melden
Seite 11 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!