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Kritik an Hurrikan-Management: Puerto Rico fühlt sich von Trump im Stich gelassen
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Mehr als eine Woche nach Hurrikan "Maria" fehlt es auf der US-Karibikinsel Puerto Rico am Nötigsten - auch weil Präsident Trump großen Worten bisher wenig Taten folgen lässt.

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jb283 29.09.2017, 10:46
10.

Zitat von mwroer
Nein aber wenn man sieht das in Deutschland Hilfszahlungen nach Unwetterkatastrophen zum Teil auch erst nach über einem Jahr eingehen würde ich mich mit Kritik zurückhalten. Nur für den Fall dass es Sie interessiert: Die USA sind anders organisiert als Deutschland. Ein Bundesstaat ist nicht unbedingt vergleichbar mit einem Bundesland bei Euch. Auch die Regierung in Washington muss sich an Gesetze halten und die hindern oft genug so sehr wie sie helfen. Und Puerto Rico ist noch nicht mal vollwertiger Bundesstaat.
Wann war denn der letzte Sturm in Deutschland, nach dem das Stromnetz für Monate zerstört war, die Hälfte der Bevölkerung kein Trinkwasser hatte und ganze Ortschaften für Wochen von der Außenwelt abgeschnitten waren?

In Puerto Rico herrscht eine humanitäre Krise, das ist wohl etwas anderes als wenn ein Hausbewohner hierzulande ein Jahr auf die 4.000 € warten muss, die die Reparatur seines beschädigten Dachs gekostet hat.

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Bürger Icks 29.09.2017, 11:14
11. Nicht nur Puerto Rico

Auf den Virgin Islands das gleiche Bild!

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moistvonlipwik 29.09.2017, 11:30
12.

Zitat von mwroer
Nein aber wenn man sieht das in Deutschland Hilfszahlungen nach Unwetterkatastrophen zum Teil auch erst nach über einem Jahr eingehen würde ich mich mit Kritik zurückhalten. Nur für den Fall dass es Sie interessiert: Die USA sind anders organisiert als Deutschland. Ein Bundesstaat ist nicht unbedingt vergleichbar mit einem Bundesland bei Euch. Auch die Regierung in Washington muss sich an Gesetze halten und die hindern oft genug so sehr wie sie helfen. Und Puerto Rico ist noch nicht mal vollwertiger Bundesstaat.
Die Ausrede, zwar willig zu sein, aber aufgrund bürokratischer Hemmnisse (=geltendes Recht) gehindert zu sein, ist wohlfeil, aber deshalb nicht notwendigerweise wahr.
Puerto Rico ist fpr Trump uninteressant. Wie jeder Geschäftsmann, erwartet er einen Return of Investment, und den kann Puerto Rico nicht liefern: als Territory ist es bei der Präsidentschaftswahl nicht stimmberechtigt, und außerdem gibt es dort stabile blaue Mehrheiten. Warum also an die Gedanken verschwenden.

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uwe4321 29.09.2017, 11:36
13. Da es ein sehr,

sehr, SEHR großer Ozean ist, helfe ich Ihnen mal.
So um 18° 27′ N, 66° 4′ W sollten Sie fündig werden.
...wie das in imperialen Einheiten aussieht, weiß ich aber nicht.
Jedenfalls ein bißchen östlich der Dominikanischen Republik, da sollten sogar Sie es finden, Mr. President.

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piep00 29.09.2017, 11:37
14.

Hauptsache die schwarzen Spieler der NFL singen die amerikanische Hymne im Stehen! Das bisschen Puerto Rico fällt durchs Raster.

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HorstOttokar 29.09.2017, 11:49
15. Loose-Loose-Situation

"Trump selbst will Puerto Rico frühestens am Dienstag besuchen - es sei denn, so seine Sprecherin Sarah Huckabee Sanders, das "stört die Rettungs- und Hilfsanstrengungen"".

Naja, was diese Besuche in Katastrophengebieten anbelangt, so muss man schon sagen, dass die Politiker und ihre Entourage da in einer Loose-loose-Situation stecken. Tauchen Sie nicht auf, wird ihnen mangelndes Interesse vorgeworfen. Tauchen Sie auf, wird ihnen vorgeworfen, die für Hilfseinsätze benötigten Ressourcen zu binden, Rettungsarbeiten zu behindern und das überhaupt alles nur aus Opportunismus zu tun. Tauchen Sie auf, aber nur in wenig betroffenen Randgebieten, um eben die Arbeiten nicht zu behindern, macht man sich über ihre Feigheit/Faulheit lustig. Ziehen sie Gummistiefel an, heißt es, das sei nur für die Bilder. Ziehen sie keine Gummistiefel an (Melania), macht man sich über ihre Blödheit lustig. Nicht zu beneiden...

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solltemanwissen 29.09.2017, 12:05
16.

Zitat von mwroer
Nein aber wenn man sieht das in Deutschland Hilfszahlungen nach Unwetterkatastrophen zum Teil auch erst nach über einem Jahr eingehen würde ich mich mit Kritik zurückhalten.
Soll das ein Witz sein? Sie vergleichen hier ernsthaft die humanitäre Notlage die da gerade herrscht mit einem deutschen Häuslebauer, seinen Keller reinigen lassen musste?

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marianne.weber 29.09.2017, 12:12
17.

Zitat von HorstOttokar
Naja, was diese Besuche in Katastrophengebieten anbelangt, so muss man schon sagen, dass die Politiker und ihre Entourage da in einer Loose-loose-Situation stecken.
Da haben Sie völlig recht. Ich glaube das betrifft aber nicht nur Besuche in Katastrophengebieten. Man kann es eh nie allen recht machen und wie sie es machen, sie machen es falsch.

Damit will ich den guten Donald jetzt aber nicht in Schutz nehmen, bei dem wird ja eh immer viel geschwafelt aber wenig getan...

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gandhiforever 29.09.2017, 14:05
18. "Fuehlt"?

Die Menschen in Puerto Rico s i n d vom Verfuehrer im Stich gelassen worden.

Ihr Fehler: sie haben sich den falschen Geburtsort, die falschen Eltern ausgesucht.

Statt dem von Trump bevorzugten Menschenbild zu entsprechen, sprechen sie in der Regel Spanisch, und haben auch sonst nichts oder nicht viel mit Trump gemeinsam, auch politisch.

Und der Typ ist so dumm, sein Untaetigsein mit der Existenz des Atlantiks zu entschuldigen oder einem Gesetz (Jones Akte), das er vor ueber einer Woche schon mit einem Federstrich ausser Kraft setzen haette koennen.

Und auf der Insel gibt es Container mit dringend benoetigten Guetern, doch sie bleiben verschlossen.

Buegermeister, die Hilfe brauchen, muessen in San Juan ihre Anliegen vortragen, als ob das Reisen heute so einfach waere.

Der Mann ist nicht nur unfaehig, sein Amt auszufuellen, er will auch nicht, das alles ist zu anstrengend.

Da ist es viel einfacher, auf Twitter sich ueber ein scheinbares Problem zu erregen.

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Palmstroem 29.09.2017, 16:02
19. Dummes Bashing

In den Häfen von Puerto Rica stehen mehr als zehntausend Schiffscontainer mit Hilsghütern. Aber die wirkliche Schwierigkeit ist, die Ware zu den Leuten zu bekommen, weil die Straßen und Brücken zerstört sind.
Mittlerweile wurden hat auch das Verteidigungsministerium und die FEM Lieferungen auf dem Luftweg gebracht. Aber jeder - die Regierung, Hilfsorganisationen und Privatfirmen - hat Schwierigkeiten, diese Waren ins Landesinnere zu bringen.
Da kann auch ein Präsident wenig tun!

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