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Kritik an Kate: Die Majestätsbeleidigung
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Herzogin Kate sei eine Schaufenster-Puppe, nur da um zu gebären, sagte die britische Autorin Hilary Mantel in einem Vortrag über Frauen in der Monarchie. Die Empörung ist groß. Denn Mantel kritisiert nicht nur Williams Frau - sondern die allgemeine Heuchelei im Umgang mit dem Königshaus.

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hopfenguru 19.02.2013, 19:55
1. genau so isses ...

Frau Mantel hat recht, es geht schon lange nicht mehr um irgendwelche Werte in der gesellschaft, schwappte von USA rüber und breitet sich nun auch bei uns aus wie eine Krake, hoffe mal der nächste Meteroit hat die entsprechende Größe um der Menschheit die Grenzen aufzuzeigen oder ganz einfach den Wiederbeginn der Evolution zu starten, kann nur besser werden

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janus 19.02.2013, 20:15
2.

Zitat von sysop
Herzogin Kate sei eine Schaufenster-Puppe, nur da um zu gebären, sagte die britische Autorin Hilary Mantel in einem Vortrag über Frauen in der Monarchie. Die Empörung ist groß. Denn Mantel kritisiert nicht nur Williams Frau - sondern die allgemeine Heuchelei im Umgang mit dem Königshaus.
Frau Mantel sollte erst einmal vor der eigenen Haustür kehren. Wer in einem Interview erzählt in der Kindheit dem Teufel begegnet zu sein, kann nur schwerlich ernstgenommen werden. Zudem ist sie eine überzeugte Republikanerin, was ihre Meinung irgendwie ad absurdum führt.

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olorien 19.02.2013, 20:32
3. Jeder Mensch hat seine Aufgabe

Kate die der Herzogin und Prinzessin, mit ihrer zugehörigen Rolle. Sie macht das wundervoll, mit Würde und Charme, eben eine Monarchin. Sie wächst in diese Aufgabe hinein und die Fußstapfen, in die sie tritt, sind gigantisch. Sie wird ihre Akzente in Zukunft sicherlich noch setzen. Und sicher auch besser, als eine Hilary Mantel.

Man mag von der englischen Monarchie halten, was man will, aber in Deutschland sehnt man sich manchmal einfach ein bisschen nach diesem britischen Stil, nach diesem Anmut und Glanz, den man einfach auch mal bestaunen möchte und darf. Sowas findet sich hierzulande nicht.

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niod 19.02.2013, 20:46
4. Projektion des Plastiklächelns

Frau Mantel glaubt zu den Auserwählten zu gehören, denen das Recht auf Kritik zusteht. In ihrem Wertesystem schlägt Intellektualität die Ästhetik um Längen. Sie regt sich darüber auf, dass Kate nichts zu sagen hat. Also hätte Kate umgekehrt auch das Recht, sich über das Styling von Frau Mantel zu äußern.
Abgesehen davon stellt sich mir folgende Frage: Was ist, wenn Kate sich in diesem Leben einfach wohlfühlt und das vorher so erwartet hat?

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schwutke 19.02.2013, 20:52
5. Kate wusste,

im Unterschied zu Diana sehr genau auf was sie sich da einliess. Und sie wollte es unbedingt! Da kann ich dann nichts Falsches dran sehen!

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ldagius 19.02.2013, 21:17
6. Katy Perr.. ääh ich meine Middleton

Was haben die Black Eyed Peas, Shakira und Kate Middleton gemeinsam? Die Antwort ist: Sie sind alle Popstars. Man kann nicht sagen, dass Mantel mit ihren Aussagen komplett falsch liegt, selbst wenn diese zum Teil etwas spekulativ klingen, womit ich meine, dass es absurd ist eine akkurate Persoenlichkeitseinschätzung anhand von gefilterten und kommodifizierten Informationen der Klatschpresse vorzunehmen. Jedoch blickt Mantel meiner Meinung nach nicht über den Tellerrand (diesen Teller: http://www.poundland.co.uk/images/4484/original/royal-plate.jpg [gibt es wohlgemerkt bei Poundland zu kaufen]) hinweg. Also was zeichnet einen Popstar aus? Vor einigen Jahren, als die Black Eyed Peas noch nicht die Black Eyed Peas waren, befand sich die Gruppe tief verwurzelt im Hip-Hop Genre. Von dort aus prostituierten sie sich jedoch zu Popstars und ließen - aus Authentizitätsgründen - ausreichend Elemente vom Hip-Hop Genre mit überfließen. Wenn also Will.I.Am in die Kamera springt und vor sich hin sabbelt, dann will er uns eigentlich mitteilen „Hey, nicht vergessen, wir sind immernoch coole Hip-Hopper“. Und dem Massenmarkt genügt das auch. Shakira macht es genau so, nämlich mit Panflöten, die uns weismachen sollen, dass sie direkt aus den Anden ins Aufnahmestudio gestampft ist. Der Punkt ist, dass Popstars einen Genre-Rückstand beibehalten und bewahren, damit wir als dumme Konsumenten immer noch Verknüpfungen herstellen, Sachen zuordnen und sagen können „ah das kommt doch von da“. Genau dasselbe ist mit Kate Middleton geschehen: Ein Popstar mit einer Prise Königtum. Das Königshaus und die Medien haben William und Kate offensichtlich als Marke popularisiert, ihre Form der Zugänglichkeit der Massen angepasst (deswegen gibt es den obigen Will&Kate Teller auch beim britischen 1-Euro-Laden-Equivalent „Poundland“ zu kaufen). Der Gesellschaft ist nichts weiter als eine zusätzliche, institutionalisierte Konsuminitiative geschaffen worden, und jedem, der zu der Royal Wedding in London war, wird aufgefallen sein wie gigantisch diese ist. Ich Stimme also nur teilweise mit Mantel überein, da Kate Middleton meiner Meinung nach für junge Leute nur eine weitere beliebte Marke in dem großen Markenzirkus ist, der sich hier täglich abspielt. Mantels Argument fällt für mich, aufgrund der relativen Bedeutungslosigkeit des Königshauses, in eine weiter reichende Debatte über die Probleme der britischen Konsumgesellschaft. Mit solch einer Debatte können jedoch nicht viele etwas anfangen, weswegen Mantel sich – womöglich ebenfalls aufgrund der Massentauglichkeit - dieses eine Beispiel von vielen aussucht. Wenn Mantel sich Sorgen über die Darstellung der Frau in populärer Kultur (Königshaus mit eingeschlossen) macht, dann hätte sie ebenfalls Rihanna oder Justin Biebers Musikvideos als Zielscheibe benutzen können. Die Resonanz wäre sicherlich ähnlich stark, wenn auch nicht so gehoben. Wobei ich mir beim letzteren nicht ganz sicher bin, da ich mir Justin Bieber auch sehr gut auf David Camerons iPod vorstellen kann: „Hört auf ihn zu beleidigen, ihr kennt ihn doch gar nicht!“

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xehris 19.02.2013, 21:31
7. Perfekt für die Medien

Kate kommt aus bürgerlichem Elternhaus. Vielleicht steht sie deshalb ganz besonders unter Druck, perfekt zu sein und in der Öffentlichkeit ständig ein akkurates Bild abzugeben. Was bei ihr auffällt, ist ihr Dauergrinsen, hinter dem sie anscheinend gerne ihre wahren Emotionen versteckt. Vielleicht ist sie in Wirklichkeit genervt von dem Medienhype, dem sie ständig ausgeliefert ist. Es wäre die Aufgabe der Königin, die Medien endlich mal etwas mehr in Zaum zu halten. Andere Königshäuser schaffen dies schließlich auch.

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theresarain 19.02.2013, 22:09
8. Ist aber doch so ...

wenn man sich die Zeitungsberichte mal ansieht, ist deren Inhalt immer a) was hatte sie an und b) ist sie vielleicht schon schwanger? Und wieviel Bauch ist denn schon zu sehen?

Das war's im Großen und Ganzen.

Frau Mantel hat also recht.

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sertim 19.02.2013, 22:27
9. Obsolet

sind sie. Man bietet "dem Plebs" Projektionsflächen, die es ablenken und anspornen, dieses Ideal zu erreichen. Oder ihm nahezukommen. Ablenkung vom Leben, von der Entwicklung eigener, unter Umständen gefährlicher Gedanken. Und sie Leben hervorragend von díeser Funktion. Gottgegeben, das Königsein. Really?!

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