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Kuckuckskinder: Mütter sollen zur Auskunft über Sexualpartner verpflichtet werden
DPA

Der Bundesjustizminister will Mütter von Kuckuckskindern verpflichten offenzulegen, mit wem sie im Zeitraum der Zeugung Sex hatten. Das neue Gesetz soll die Rechte der Scheinväter stärken.

Seite 19 von 38
alsterherr 29.08.2016, 17:02
180.

Zitat von hamock
männer müssen verantwortlich gemacht werden können für ihren biologischen nachwuchs. frauen sollten das unterstützen.
Es gibt in meinem erweiterten Bekanntenkreis eine Mutter, die lieber den erfolgreichen Kuckucksvater , anstatt des wahren Vaters (Selbstständig am Existenzminimum) zahlen lässt, weil sonst weniger Geld reinkommt ... eiskalt berechnend und damit drei Personen zerstörend, aber Frauen sind ja undschuldige Opfer.

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Stimmviech 29.08.2016, 17:03
181. Scharia auf deutsch - Gesetz gegen die sexuelle Selbstbestimmung der Frau

Dieser neuerliche Vorstoß des Patriarchats dürfte nicht nur gegen das Grundgesetz verstoßen, wie das Urteil von 2015 nahelegt. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bundesverfassungsgericht-zu-kuckuckskindern-mutter-muss-namen-von-erzeuger-nicht-nennen-a-1024143.html
Schlimmer: Das Gesetz verletzt in krasser Weise die female choice der Frau. Erzwungene Monogamie ist gegen die genetische Vielfalt gerichtet.

Wer schützt eigentlich eine Ehefrau und Mutter vor der anderen Mutter und deren Kind, für die ihr Mann dann plötzlich zahlen muss? Ihr geht damit immerhin Geld verloren, das ihren Kindern dann fehlt.

Aber für wie doof werden Mütter eigentlich immer wieder gehalten? Mütter werden den Vater künftig einfach vergessen oder nicht kennen (sog. ko-Tropfen-Ausrede).

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jamon 29.08.2016, 17:04
182.

Zitat von Shelly
verlogenen Müttern reden würden, sondern auch von Männern (respektive Vätern), die zu faul, zu doof, zu gedankenlos sind, um zu verhüten. Es steht nicht im Grundgesetz, dass die Frau allein für die Verhütung zuständig ist. Wer keine Kinder haben will, muss sich eben um Verhütung kümmern.
wenn ich eine vaterschaft unterstellt bekomme, ist es vollkommen egal, ob ich verhütet habe. oder glauben sie, dass die aussage des mannes "kann nicht sein, ich habe ein kondom benutzt" eine solche kraft hat, dass alles aufgeklärt ist?!

frau behauptet: "er, vater...."
mann sagt dazu:"nein, kondom benutzt"

so.....und dann?!

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Robeuten_II 29.08.2016, 17:04
183.

Zitat von Bernd.Brincken
Klingt auf den ersten Blick nur gerecht, das Gesetzesvorhaben. Was dagegen steht ist die Lebenspraxis, wonach es vielleicht für _alle_ Beteiligten häufig am besten ist, wenn man es nicht so genau weiß. Man kann das im Feld der 'Ethik' ansiedeln, auch in der Spieltheorie: Geht es allen Menschen in Summe besser, wenn alle Kuckucks-Kind-Verhältnisse offengelegt werden - oder schlechter? Mir scheint eher letzteres. Dagegen deutet der Maas-Ansatz mehr in Richtung des Rechtsprinzips. Er mag das als Justizminister als seinen Job sehen, dann allerdings braucht er Widerspruch, auch von Kabinettskollegen. Nur welchen?
Dumm nur, daß der Realität egal ist, was Ihnen so "scheint"!!!
1) Sie haben von Spieltheorie keine Ahnung, und verquicken Dinge, die nichts miteinander zu tun haben
2) WENN wir uns schon ethisch-moralische Grundsätze mehr zu eigen machen wollen, als Rechtssicherheit, dann sollte man utilitaristisch argumentieren: Das "Wohl" der Frau, für den Seitensprung weder finanziell noch sonstwie zur Rechenschaft gezogen zu werden, rechnen wir gegen das Unwohl des Nicht-Vaters, als Vater zahlen zu müssen, auf
3) Bleibt immer noch, daß der Gehörnte um die Möglichkeit, sich selbst in den genpool der Menschheit einzubringen, betrogen wurde - die Frau hat ja schon ein Kind... Von ihm bleibt nichts!
4) Und was ist mit dem Kindeswohl? Hier spricht die Erfahrung aus dem Adoptionswesen Bände: es ist für adoptierte Kinder extremst wichtig, wenigstens eine Idee von den Eltern zu haben. Ebenso ist es für ein Kind wichtig, z.B. verstehen zu können, warum die Nase krumm, die Augen schön, der Mund schief, der Charakter aufbrausend ist.
In Summe ist die Sache klar: Das Recht der Mutter auf ihr "Geheimnis" muß hinter dem Recht des Gehörnten auf die Wahrheit (der muß nicht wissen, wer der Vater ist - es reicht aus, zu wissen, daß man es selbst nicht ist!!!) und dem Recht des Kindes auf Wissen um seinen biologischen Vater zurückstehen!!!

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winkdon 29.08.2016, 17:05
184. ...

Zitat von Nania
Ein Betrug rechtfertigt im Zweifelsfall nicht, sämtliche Geschlechtspartner offen zu legen. Wenn eine Frau dies nicht tun möchte, kann man einfach den bisher Zahlenden aus seiner Verantwortung entlassen. Ja, das müsste dann eventuell der Staat übernehmen, aber das wäre mir allemal lieber.
...oder man zieht die Frau, die das nicht möchte in die Verantwortung? Wie wäre es, der gehörnte bekommt die Unterhaltszahlungen von der Frau zurück, wenn es ihr zu weit geht, den echten Vater zu nennen? Dann kann sie sich selbständig auf die Suche nach dem richtigen Vater machen und den Unterhalt dortz einfordern. Dann muss sie gar nicht erst auspacken und hat alles selber im Griff.

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d.u.s 29.08.2016, 17:05
185. Kontrazeptivum

Zitat von RenegadeOtis
Weil die Kindsmutter kein "Schädiger" ist. Im Übrigen der biologische Vater auch nicht, er ist Unterhaltspflichtiger. Wer dies nicht möchte, kann auf eine Vielzahl von Kontrazeptiva bis hin zur Vasektomie zurückgreifen.
Wie darf ich mir das Kontrazeptivum denn vorstellen, auf das der Scheinvater zurückgreifen kann?

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Nania 29.08.2016, 17:07
186.

Zitat von SasX
Das Recht ist aus biologischen Gründen nicht immer symmetrisch. Damit muss man leider leben. Ich gebe Ihnen ein anderes Beispiel: Frau wird schwanger. Die Frau kann gegen den Willen des Vaters abtreiben oder das Kind bekommen. Möchten Sie hier auch Symmetrie?
Mal abseits der hier geführten Diskussion, weil ich bereits gesagt habe, dass ich den Wunsch von Vätern hier nachvollziehen kann, sei gesagt: ich wünsche mir kein symmetrisches Recht, sondern ein Vernünftiges und Gerechtes. Wir sollten biologische Faktoren nicht ganz außer Acht lassen, aber diese eben so berücksichtigen wie es nötig ist. Das heißt nicht, dass ich es gerecht finde, dass Kinder häufiger bei Müttern als bei Väter aufwachsen, aber dass man bestimmte Dinge, die im Körper einer Frau insbesondere in der Schwangerschaft passieren, berücksichtigen muss.

Es gibt eben einen Unterschied zwischen Gleichheit und Gerechtigkeit und dieser Unterschied kann eben auch biologische Unterschiede gut berücksichtigen.

So viel sei gesagt: Es gibt biologische Vorgänge im Körper einer Frau, die tendenziell medizinisch das kompliziertere Geschlecht ist, die man nicht einfach wegdiskutieren kann, das gilt auch für den Mann. Problematisch ist, dass gerade beim Sexualverhalten gilt, dass die Frau mit den Konsequenzen, nämlich einer Schwangerschaft, biologisch zu leben hat, egal, ob sie diese abbricht oder nicht. Es gibt genügend Berichte von Frauen, die psychisch und physisch schwer unter einer Abtreibung gelitten haben. Männern passiert das einfach nicht. Sie können sagen: Treib doch ab, sehen aber nicht, dass die hormonelle Umstellung auf Schwangerschaft im Körper und Geist der Frau bereits angefangen hat.
Hier wäre es ungerecht zu sagen, dass die Frau über ihren eigenen Körper und ihren Willen hinweg entscheiden muss und alleine (!) das Risiko tragen soll, wenn sie sagt, sie will das Kind behalten. Daran mag die Frau vielleicht "alleine" Schuld sein, an der Entstehung des Kindes aber nicht. Sprich: Sie trägt in jedem Fall das Problem. Ob es nun das Kind ist (denn zahlen ist die eine Sache, Erziehung und Zeit eine ganze andere) oder die Abtreibung: beides fällt auf die Frau zurück, in größten Teilen.

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DesTeufelsAnwalt 29.08.2016, 17:08
187.

Zitat von a.weishaupt
Es gibt keine Erzeuger, nur Väter. Man stelle sich mal vor, eine Mutter würde als "Gebärerin" bezeichnet. Ein Sprachgebrauch, der wie direkt aus den 1930ern wirkt.
Der Begriff spiegelt die Rolle des Mannes, der ein Kind gezeugt hat, vor dem Gesetz recht gut wieder, die Bezeichnung als "Vater" wäre ein durch nichts zu rechtfertigender Euphemismus.

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m.m.s. 29.08.2016, 17:09
188. Zahlungen und Morallosigkeit

An diesem kranken Rechtssystem kann man unmittelbar die Gründe beobachten warum Männer nicht zahlen. Ein Kind das nicht das eigene ist, das bekommt kein Geld. Das ist jedem klar, nur nicht dem Justizminister. und den angegliederten Familiengerichten. Das ist aber nicht ein Einzelproblem das diese haben mit der Gerechtigkeit, sondern der Regelfall. Deshalb haben sie die Akzeptanz und den Rückhalt der Bürger verloren.

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DesTeufelsAnwalt 29.08.2016, 17:10
189.

Zitat von colinchapman
[...] Die Regelung, dass VATER im Sinne der deutschen Gesetzgebung ist, wer zum Zeitpunkt der Geburt (nicht einmal dem der Zeugung) mit der Mutter verheiratet ist, ist aus dem Mittelalter.
Hier geht es nicht um das "Wohl" von irgendjemandem.
Nicht dem des Kindes und noch viel weniger dem des Vaters.
Hier geht es einzig und alleine darum, einen Zahlvater für das Kind zu haben, der die Zeche zahlt.
Alleine die Mutter kommt einigermaßen "schadlos" aus der Sache raus.

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