Forum: Panorama
Kurz nach der Legalisierung: Kanada geht das Gras aus
AFP

Lange Schlangen, leere Regale: Die Legalisierung von Cannabis in Kanada hat einen Ansturm auf die Geschäfte ausgelöst. Mancherorts ist die Ware schon ausverkauft.

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retterdernation 19.10.2018, 13:31
20. Der Schutz der Jugend ...

fängt bestimmt nicht mit reinen Verboten an. Nachweislich ist der Konsum zum Beispiel unter Jugendlichen in den Niederlanden nicht angestiegen. Dort macht man seit Jahrzehnten Erfahrungen mit der freiverkäuflichen Droge. Wie der Drogenbericht der Bundesregierung ausweist, sind psychotische Erkrankungen im Bezug auf Cannabis hauptsächlich unter Jugendlichen verbreitet. So lange das Gehirn wächst, nimmt diese leichte Droge natürlich Einfluss auf die Entwicklung, gepaart mit noch nicht vorhandener Arbeitsdisziplin, führt das unweigerlich - bei Dauerkonsum - zu Schäden. Das und nichts anderes muß man den Heranwachsenden beibringen. Dann gibt es in dieser Gruppe auch weniger Therapiefälle. Weiter weist der Drogenbericht aus: das bei Erwachsenen psychotische Verhaltensschäden in Bezugnahme auf Cannabis sehr stark auf einen Mischkonsum zurück zuführen sind. Dabei spielt Alkohol dann oftmals die dominantere Rolle - als das Kiffen. Zurück zum Verbot: was hat es gebracht - diese Art der Prohibition- die Antwort liefert der Markt in Kanada ... als Referenz.

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littletruth 19.10.2018, 13:32
21. Es ist sowas von müßig

und sowas von gestern. Wer Kiffen will, der bekommt es ÜBERALL; wer nicht kiffen will, lässt es sein. Unsere Drogenpolitik ist Anachronismus pur.
Wen es interessiert: von wem stammt das (weltweite) verbot? Richtig - von unseren amerikanischen Freunden, nach Aufhebung der Prohibition, als Frustersatz, quasi.
Siehe: https://www.csc-wien.at/warum-cannabis-verboten-wurde/
Prost!

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bakero 19.10.2018, 13:33
22.

Zitat von priemer
... für Psychotherapeuten. Cannabis ist keine weiche Droge. Auch wenn manche ihrer tatsächlichen oder erträumten Hippie-Romantik nachhängen, Cannabis führt zu Schädigungen in der emotionalen Verarbeitung des Gehirns vor allem bei Heranwachsenden. Unser Problem mit dem Alkohol macht deutlich, dass eine Legalisierung von Drogen eine Kontrolle der Abgabe an Minderjährige von schwierig nach unmöglich verschiebt. Was die Kanadier da mit ihrer Bevölkerung spielen, ist nichts als ein großes Arbeitsbeschaffungsprogramm für Psychotherapeuten!
***Unser Problem mit dem Alkohol macht deutlich, dass eine Legalisierung von Drogen eine Kontrolle der Abgabe an Minderjährige von schwierig nach unmöglich verschiebt.***

So, wie Alkohol in Deutschland be- und gehandelt wird, ist das aber auch völlig klar. Selbst an jeder Supermarktkasse steht Schnaps, das Angebot ist sogar in Tankstellen noch riesig. Und übrigens, Alkohol ist schon für 16jährige legal.
All diese Fehler macht man bei Cannabis besser nicht, dann funktioniert es auch. Also Verkauf nur in speziellen Geschäften oder abgetrennten Bereichen mit Ausweiskontrolle. Keine Werbung. Kein Verkauf an Jugendliche.

Ansonsten ... Cannabis ist natürlich eine weiche Droge. Auf jeden Fall dann, wenn man nicht dem Schwarzmarkt die Kontrolle überlässt, der Inhaltsstoffe nicht begrenzt oder benennt ... oder sogar Streckmittel zufügt. Für Erwachsene ist es eine relativ harmlose Droge ... und Jugendliche werden erst dann besser geschützt, wenn der Schwarzmarkt geschwächt wird. Durch ein Verbot für alle ist das Gegenteil der Fall.

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bakero 19.10.2018, 13:40
23.

Zitat von spon_1980133
Vielleicht könnte ein Rundgang in einer xbeliebigen psychatischen Klinik Ihr naives Kifferbild ins Wanken bringen. Ansonsten kann man Ihren Beitrag - weniger Verkehrstote, mehr Sex, besseres Aussehen - insgesamt als gefährliche Fake News einordnen. Haben Sie einmal einem überzeugten Kiffer in den Mund geschaut?
Bei gut vier Mio Konsumenten sind die negativen Auswirkungen vergleichsweise gering. Jedenfalls nicht so groß, dass ein Verbot auch nur annähernd gerechtfertig ist. Abgesehen davon, hilft das Verbot niemanden, der tatsächlich Probleme hat. Im Gegenteil.

Aber vielleicht reden Sie ja auch von anderen Drogen. Was genau passiert den im Mund eines „überzeugten Kiffers“? Jetzt bin ich aber echt neugierig ...

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blabla55 19.10.2018, 13:44
24.

Unsere Drogenbeauftragte Frau Mortler wurde in der Januarausgabe der Apotheken-Umschau zu Drogen befragt. Zur Wirksamkeit eines Werbeverbots für Alkohol antwortet sie: „Glauben Sie, Ihr Kind sagt, wenn Sie ihm alles verbieten: ,Ja, Mama, du hast recht.‘?“ Unser Land will und kann kein Verbotsstaat sein. Kinder und Jugendliche müssen überzeugt werden – durch Aufklärungsarbeit und Vorbilder.“
Auf „Cannabis ist verboten, und da glaubt man an den Erfolg?“ antwortet Mortler: „ Cannabis ist eine illegale Droge.“
Frei nach dem Motto „es ist verboten, weil es gefährlich ist und gefährlich, weil es verboten ist“ redet sich die fränkische Tochter eines Hopfenbauern in aller Öffentlichkeit um Kopf und Kragen, ohne jedoch Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Redaktion hat ob der unglaublich offensichtlichen Inkompetenz Mortlers für solche oder ähnlich hanebüchene Äußerungen mittlerweile nur noch ein müdes Lächeln übrig, der Puls schnellt ob der Mortlerschen Kakophonie schon lange nicht mehr nach oben. Einer unserer Redakteure, der namentlich nicht genannt werden will, vermutet sogar, dass Frau Mortlers eigentlicher Auftrag ist, die Argumentationskette der Cannabis-Gegner ad absurdum zu führen und somit der Re-Legalisierung langfristig den Weg zu ebnen. Eine Doppelagentin im Dienste der Gerechtigkeit. Fragt sich bloß, wer dahinter steckt? Ersten Recherchen zufolge sind es weder der DHV noch die Grüne Hilfe oder andere aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen – wir bleiben dran.
Quelle:hanfjournal.de/2015/01/26

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Mabi 19.10.2018, 13:52
25. Der Reiz des Neuen

Da manche Leute offensichtlich nicht mit Alkohol umgehen können und sich wie die Deppen benehmen, jemanden totfahren, oder gar abhängig werden, frage ich mich, warum Marihuana einen Ruf als miese Einstiegsdroge hat und Alkohol legal ist. Mal sehen, wie sich die Kriminalität entwickelt. Ansonsten wünsche ich dem kanadischen Staat tolle Einkünfte. Wenn sie schon hinterher fürs Aufräumen/Ausnüchtern/Entzug zahlen müssen (je nachdem, wie das geregelt ist).

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Gaztelupe 19.10.2018, 13:52
26.

So viele lachende Gesichter in der Fotostrecke - es sei ihnen gegönnt. Und durchaus gemischtes Publikum, finde ich, nicht bloß die langweiligen Kiffertypen, die ihr Leben lang auf 1972 machen, sondern offensichtlich auch ganz normale Nasen aus arbeitendem bürgerlichen Milieu. Recht so. Und natürlich irritierend, wie lange Politiker und Regierungen brauchen, um eins und eins zusammen zu zählen. Wenn der Islam zu Deutschland (und wahrscheinlich auch zu Kanada) gehört, dann gehört Cannabis ja wohl längst dazu, oder?

Pikant freilich ist, wie das Rauchen erlaubt und gleichzeitig verboten wird. Tabak wird haarsträubend besteuert und sein Genuss immer mehr reglementiert, mit allen Unverschämtheiten öffentlichen Gouvernantentums und seinem pädagogischen Eifer. Cannabis, das meistens geraucht wird, debütiert hingegen als legales Genussmittel. Die Welt ist voller Witze, man muss nur genau hinsehen ...

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touri 19.10.2018, 13:57
27.

Zitat von spon_1980133
Vielleicht könnte ein Rundgang in einer xbeliebigen psychatischen Klinik Ihr naives Kifferbild ins Wanken bringen. Ansonsten kann man Ihren Beitrag - weniger Verkehrstote, mehr Sex, besseres Aussehen - insgesamt als gefährliche Fake News einordnen. Haben Sie einmal einem überzeugten Kiffer in den Mund geschaut?
Ich sehe das ganz einfach. Man kann es drehen und wenden wie man will Alkohol ist sehr viel gefährlicher als Cannabis, für die Person selbst (physisch und psychisch) als auch für dessen Umfeld. Keiner der bekifft ist denkt daran Leute zu verprügeln oder zu vergewaltigen, bei Alkohol sieht die Sache anders aus. Cannabis verursacht kaum körperliche Schäden, wenn überhaupt. Alkoholkonsum kann innerhalb kürzester Zeit zum tod führen oder auch langzeitschäden (Krebs) ohne Ende verursachen, aber todgekifft hat sich noch keiner.

Also mein Standpunkt, solange Alkohol legal erhältlich ist sollte Cannabis das ebenfalls sein und das sage ich als jemand der noch nie eine "Tüte" in der Gusche hatte.

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skr72 19.10.2018, 13:57
28. wie bitte?

Zitat von spon_1980133
Vielleicht könnte ein Rundgang in einer xbeliebigen psychatischen Klinik Ihr naives Kifferbild ins Wanken bringen. Ansonsten kann man Ihren Beitrag - weniger Verkehrstote, mehr Sex, besseres Aussehen - insgesamt als gefährliche Fake News einordnen. Haben Sie einmal einem überzeugten Kiffer in den Mund geschaut?
Bei ihrem Kommentar bleibt mir wirklich die Spucke weg, auch ohne!

Vielleicht erklären Sie mal den angeblichen Zusammenhang zwischen steigenden Psychosen-Erkrankungen und der Legalisierung von Cannabis? Schon mal Studien dazu gelesen? Abgesehen davon: wer fordert den eine Freigabe für Jugendliche? Es lohnt doch eigentlich gar nicht auf solchen Quatsch zu antworten..

Zu ihrer Frage: Nein das habe ich nicht, aber ich habe meine Freundin gefragt und einen Kuss erhalten. Ehrlich gesagt wird mir übel, wenn ich daran denke, überzeugten Rauchern oder Trinkern (wo ordnen Sie sich ein?) in den Mund zu schauen, das Oktoberfest ist ja Gott sein dank jetzt vorbei.

Aber wenn Sie das wünschen, schaue ich Ihnen gerne in den Mund und poste Ihre Reinheit dann im Netz als Vorbild für alle bösen Kiffer...(selten so was Dummes gelesen, wie immer nur ausgedachte Statements, ohne Verweis auf verlässliche Quellen).

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darjeeling1 19.10.2018, 14:10
29. Den Status Quo ändern

Immer wenn Frau Mörtler in den Medien den Status Quo der Drogenpolitik verteidigt, als hätte es die Prohibition nie gegeben,
gibt es bei den Clans der Drogenmafia Grund zum Feiern!
Da wird gejohlt, getanzt, mit den Füßen gestampft und bester
Champagner fließt in Strömen.
Und der Boss brüllt besaust, "der Ruuuubel rollt weiter!! und Danke Frau Mörtler"
Da will einfach nicht begriffen werden, daß eine nun mal bestehende Nachfrage auch bedient wird. So ist das im Kapitalismus
Auf erfahrene Kriminologen, Staatsanwälte und Richter die eine Freigabe fordern wird auch nicht reagiert.
Anstatt das Geschäft der Maffia zu entreißen und die Nachfrage selbst zu bedienen werden weiterhin maffiose Strukturen gefördert.
Ein Apotheker wird sicher nicht seinen Kunden auf Heroin 'umswitchen'!!
Das ist das 'dreckige Geschäft' der Mafia und macht das Gras zur
sogenannten Einstiegsdroge

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