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Länder-Vergleich: Wo es für Frauen am gefährlichsten ist

Es ist ein Ranking der Schande: Eine internationale Studie nennt jene Orte, in denen das Leben für Frauen besonders riskant ist. Ganz oben stehen*Länder wie Afghanistan - aber auch eine aufstrebende Schwellennation.

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sozi 15.06.2011, 16:36
20. Können Sie es wirklich nicht begreifen ?

Zitat von unterländer
Auch an Sie die Frage: Was ändert das für das Opfer? Weil es ein Mann ist und die Gewalttat ebenfalls von einem Mann .....
Das zum Beispiel massenhaftes Vergewaltigen (in einigen Regionen sogar als Mittel in Kriegen eingesetzt) sehr wohl eine ganz abscheuliche Schande ist. Männern widerfährt so etwas natürlich ganz selten.

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Suryo 15.06.2011, 16:37
21. Es geht ja nicht nur um Krieg

Zitat von unterländer
Auch an Sie die Frage: Was ändert das für das Opfer? Weil es ein Mann ist und die Gewalttat ebenfalls von einem Mann ausgeht, ist sein Leid weniger wert?
Wieviele Fälle von Vergewaltigungen von Männern an Männern gibt es denn, im Vergleich zu den "herkömmlichen"? Und wieviele Männer werden als Sexsklaven im Kongo gehalten? Wieviele Männer müssen im Kindbett sterben und in wievielen Rechtssystemen werden Männer für weniger wert gehalten als Frauen? Werden irgendwo auf der Welt männliche Föten abgetrieben oder kleine Jungen eher als kleine Mädchen vernachlässigt und umgebracht, bloß weil sie Jungen sind?

Verstehen Sie' echt nicht? Frauen sind tendenziell weltweit die Schwächeren. Unsere halbwegs gleichberechtigte Kultur zeigt aber, daß es anders geht! Genau deswegen solche Karten: um zu zeigen, wo deutlicher Verbesserungsbedarf besteht.

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Ardolas 15.06.2011, 16:38
22. Wertvorstellungen der westlichen Welt

Ich finde es immer wieder Interessant, dass sich die Industrienationen anmaßen, die Regeln für alle Kulturen auf dieser Welt festzusetzen. Das soll nun nicht heißen, dass ich irgendwas von dem gut finde, was in diesen Ländern passiert, aber das was wir als "Normal" empfinden muss nicht zwingend auch für andere Kulturen "Normal" sein.

Sobald der Glaube ins Spiel kommt, wird es immer Probleme geben, wir Christen verstehen den Islam nicht, sehen schlechte Seiten, also ist der Islam böse (überspitzt dargestellt). Da aber diese Menschen seit je her in diesem Kulturkreis leben, ist es für sie normal, unsere Lebensweise muss ihnen zwangsläufig Dekadent erscheinen. Dank der hochtechnisierten Welt in der wir heute leben, bekommen natürlich zwangsläufig immer mehr Menschen in allen Ländern dieser Welt Informationen aus anderen Ländern. Möglich ist auch, dass dadurch Denkprozesse angestoßen werden und Menschen in diesen Ländern unsere Lebensweise und Werte gern übernehmen wollen (weil wir ihnen suggerieren, dass es normal ist), nur im Grunde genommen machen wir nichts anderes, als das was wir von je her gemacht haben - andere Kulturen schlecht machen und ausmerzen. Mir fallen da auf Anhieb einige Beispiele aus der geschichtlichen Vergangenheit ein, Zwangschristianisierung etc.

Aber es ist auch irgendwie typisch für die Industriestaaten, das was gut ist, wird assimiliert (man stelle sich unsere Mathematik ohne arabische Zahlen vor), das was uns nicht passt (Religion) wird verteufelt und angeprangert.

Es gibt für alles ein Gegenstück, getreu dem Motto "Wo Licht ist, ist auch Schatten", eines der Gegenstücke zum Christentum und unseren Wertvorstellungen ist der Islam. Ob wir das gut finden oder nicht, spielt keine Rolle, wir sollten nur irgendwann einmal anfangen, andere Kulturen und Religionen in deren Heimatländern zu akzeptieren und zu respektieren.

Wenn diese Menschen ihren Kulturkreis verlassen und in ein anderes, westliches Land auswandern, können und müssen wir erwarten, dass sie sich an die jeweiligen Landesgegebenheiten anpassen. Aber was in deren Heimatländern passiert, da sollten wir uns nicht einmischen.
Man stelle sich einmal vertauschte Rollen vor, würden wir es Lustig finden, wenn sich andere Nationen in unsere Kultur einmischen würden?

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Lichtgestalt1503 15.06.2011, 16:38
23. Na ja

Zitat von crazyphil
Wieso soll das eine "Schande" sein? Es gibt doch auch jede Menge Länder, in denen das Leben für Männer besonders riskant ist. Wahrscheinlich würde sich das eine oder andere im Artikel .......
zumindest das Thema sexuelle Gewalt dürfte für Männer eher einie geringe Gefahr darstellen. Und insofern finde ich "Schande" schon angebracht...
Und in dem Artikel wird in keinster Weise impliziert, dass die Bedrohung der Männer durch Tot und Gewalt weniger schlimm wäre.

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Helga-B- 15.06.2011, 16:39
24. Wo es für Frauen am gefährlichsten ist

Wenn ich den Artikel lese und anschließend die meisten Kommentare von Männern, so kommt bei mir immer mehr der Wunsch hoch,in allen Ländern statt "Patriarchat"
nur für zwei Jahre das Matriarchat einzuführen und alles wie es jetzt ist "umzukehren", damit Männer erfahren, daß es für alle Menschen auf der Welt besser wäre, zu begreifen, daß beide Geschlechter Menschen sind und beide Geschlechter vollkommen gleichberechtigt viel glücklicher und zufriedener zusammen leben könnten. Zum Glück gibt es aber doch genug positive Männer im Europäischen Raum; die anderen sind in meinen Augen "arme Irre".

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Lichtgestalt1503 15.06.2011, 16:41
25. Von

Zitat von Olaf
Interessant finde ich, dass hier auf einmal, wenn auch verklausuliert im Falle Indiens, Abtreibung als Mord definiert wird. Jedenfalls wenn weibliche Föten betroffen sind.
Abtreibung ist hier nicht die Rede sondern von "Kinder- und Fötenmord" - das ist ein gewaltiger Unterschied den man zur Kenntniss nehmen sollte.

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warholandy 15.06.2011, 16:42
26. hmm

Zitat von sozi
Es ist für Frauen eben noch gefährlicher als für den Rest der Bevölkerung.
Tatsächlich? Gibt es dazu Belege?
Ich glaube das nicht.
Ein typisches Beispiel sind zb. die unterschiedlichen Folgen für Männer und Frauen, die dem Kriegsgegner in die Hände fallen.
Frauen haben da sehr viel eher die Chance mit dem Leben davon zu kommen - siehe zb. Srebenica.
Der hier besprochene Artikel beschreibt die Wirklichkeit so gesehen richtig und zugleich falsch.

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Mischa 15.06.2011, 16:43
27. ...............

Zitat von unterländer
Und weil die Gefahr für Männer meist von ihren Geschlechtsgenossen ausgeht, ist es korrekt, das Augenmerk ausschließlich auf Frauen zu richten. Ist es das, was Sie sagen wollten? So in etwa: "Selbst Schuld, dass Ihr Männer seid und Eure Geschlechtsgenossen nicht im Griff habt." Das Opfer einer Gewalttat, auch wenn es ein Mann ist, bleibt ein Opfer. Es wird nicht mitschuldig, weil es ein Mann ist.
Oh, doch: Ein Mann, der der Gewalt durch Männer zum Opfer fällt, ist sehr häufig selbst ein Teil des Problems: Er ist Soldat, Partisan, Gang-Mitglied, Mitglied einer kriminellen Vereinigung.

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Suryo 15.06.2011, 16:43
28. Ja, Anmaßung!

Zitat von Ardolas
Ich finde es immer wieder Interessant, dass sich die Industrienationen anmaßen, die Regeln für alle Kulturen auf dieser Welt festzusetzen.
Ja, verdammt, ich maße mir an, der ganzen Welt die Menschenrechte, den Rechtsstaat und die Demokratie aufzwingen zu wollen! Und ja: ich bin stolz darauf!

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Boadicea 15.06.2011, 16:44
29. Pfui

und wieder einmal scheinen Männer äußerst eifersüchtig zu reagieren, wenn man mal den Fokus von ihrem eigenen Leid auf das von ihnen verursachte Leid ihrer Opfer lenkt.
Gibts nur ein Wort für: Pfui!

Es sind Frauen, die genitalverstümmelt werden, es sind Frauen, die vergewaltigt werden, es sind Frauen, die gesteinigt werden, wenn sie vergewaltigt wurden, es sind Frauen, die bei der Geburt sterben und denen medizinische Versorgung verweigert wird. Es sind Frauen, denen Bildung und Selbstbestimmung verweigert wird. Es sind Frauen, die zwangsverheiratet werden und halbtot geprügelt werden, wenn sie die Beine nicht breit machen, wenn ihr Gebieter es wünscht. Es sind Frauen, die versklavt werden. Es sind Frauen, die in die Prostitution geschickt werden.

Und? In fast allen genannten Fällen ausschließlich von Männern. Es gelingt mir nicht, die Männer zu bedauern.
Kommt mal runter von eurem Selbstbemitleidungstrip. Beim Thema Gewalt gegen Frauen sind MÄnner Täter, keine armen Opfer.

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