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Limburger Bischofsresidenz: Teures Pflaster
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"Ein Bischof braucht keine luxuriöse Residenz", sagte Franz-Peter Tebartz-van Elst, bevor er sein Amt in Limburg antrat. Dann rollte die Kostenlawine. Wann war der Bischof darüber informiert? Wussten die Kontrollgremien Bescheid? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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bisley04 14.10.2013, 23:54
70. Weisheit

Zitat von Snedronningen
Na dann klär ich Sie mal auf ;) Ich zitiere zur Transporthubschrauber-Mängelliste, aufgrund derer die folgende Empfehlung ausgesprochen wurde: „Wann immer möglich sind alternative Luftfahrzeuge zur Verbringung von Infanteriekräften zu nutzen.“ ;) Die Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ wird einem Medienbericht zufolge nicht zugelassen. Damit habe das deutsche Verteidigungsministerium Investitionen von 1,3 Milliarden Euro in den Sand gesetzt. Das Milliarden-Projekt Medium Extended Air Defense System – besser bekannt als MEADS – wird nicht eingeführt. Deutschland, die USA und Italien hatten das Raketenabwehrsystem 2005 in Auftrag gegeben. Vor zwei Jahren kündigten die USA ihren Ausstieg an: zu teuer. Die Entwicklung soll allein die Bundesrepublik mehr als 1,25 Milliarden Euro gekostet haben. Na kommen Sie, ich weiß das Sie grad vor Freude lachen. Im Gegensatz dazu hat der Bischof jetzt wenigstens ne coole Hütte. ;) Ich war mal ein Kloster besichtigen, da hatten sie goldene Wasserhähne. Ich rechtfertige gar nichts, sondern visualisiere Größenordnungen. ;) Glauben können Sie in der Kirche, bei mir zählt Wissen. Aber wenn Sie drauf bestehen: Ich glaube, alle Poster vor mir zusammen kommen nicht auf mein Jahresgehalt ;) Zufrieden? :P
haben Sie nicht im Programm, aber 200% Arroganz!!

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bisley04 15.10.2013, 00:03
71. die gefühlte

Zitat von mborevi
... gerade mal so 30 Milliarden in der EU für die Subventionierung der Kernenergie augegeben werden, dann erscheinen mir die 31 Millionen des Bischofs noch sehr sinnvoll angelegt. Daran ändert auch nichts, dass mir dieser Bischof denkbar unsympathisch ist. Und nicht vergessen: König Ludwig II von Bayern wurde weiland für verrückt erklärt, weil er zu viel Geld in seine Schlösser investierte (das andere deutsche Fürsten für ihre Kriege "sinnvoller" ausgaben): heute verdient der Staat jährlich Millionen mit diesen Schlössern.
Fünfhundertste Wiederholung des Ludwig II -Schwachsinns bringt keinen Cent mehr in die bayrische Staatskasse. Alle Protzbauten ob kirchlich oder weltlich hängen am Steuertropf !!!

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tiger7 15.10.2013, 00:06
72. nach 2 Jh. wird's ruhiger ...

... dann spricht keiner mehr über das, was den Armen dadurch entgangen ist. Man denke nur an die kirchlichen Prunkbauten der Vergangenheit.

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bisley04 15.10.2013, 00:07
73. mit Hexenjagd

Zitat von fantarhei
aJa, da hat einer viel zu viel ausgegeben und vielleicht sogar eine Falschaussage unter Eid begangen. Das ist eine ernste Sache und wird der Kirche langfristig schaden. Aber ist das die wichtigste Nachricht des Tages oder gar der Woche? Muss der Spiegel dazu jeden Tag gleich mehrere Meldungen bringen? Der zusätzliche Informationsgehalt pro neuer Schlagzeile tendiert mittlerweile gegen Null. Durch diese Hexenjagd diskreditiert sich SPON selbst. Wenn ich diese Art von Journalismus wünsche, kann ich gleich die Blõd lesen.
hat die RKK einschlägigere Erfahrung, sie Schlaumeier

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otto_lustig 15.10.2013, 00:14
74.

Zitat von BlauaugBlondchen
Das ist mir auch schon aufgefallen. Irgendwie wirkt das ganze absolut nicht behindertengerecht. Aber die Hoffnung, dass sich das eventuell zu einer Touristenattraktion entwickeln könnte teile ich nicht. Die hohen Mauern rund um den Bischofssitz verhindern eine gewisse Neugierbefriedigung. Und ich vermute, dass auf absehbare Zeit auch keine Führungen durch die Privatgemächer möglich sein werden. Irgendwo wird der bedauernswerte Nachfolger von TvE ja erst mal wohnen müssen.
Das hat sich inzwischen geklärt. Es war alles eine Auftragsarbeit der Zeitschrift "Schöner Wohnen" unter dem Motto: "Nur Mut zum Umbau - Keine Angst vor Mehrkosten, Luxus ist Trumpf." Mehr dazu hier: Tebartz-van Elst: So spottet das Netz über den Protz-Bischof - B.Z. Berlin

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spon-facebook-10000054266 15.10.2013, 00:27
75. Ja genau

Zitat von Golo
Wo ist euer Problem? 30 Millionen Euro wurden investiert für handwerklich hochbegabte Unternehmer wie man aus dem Resultat feststellen kann. Besser so als auf Schwarzkonten ;)
meine Vorstellung von christlicher Nächstenliebe sieht anders aus.
10 SChulen in Afrika und vielleicht 10 Krankenhäuser.
Was hätte den Jesus dazu zu sagen.Er hätte eine Peitsche genommen.......

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kaksi 15.10.2013, 00:44
76. Englische Zeitung zieht Parallele zum Skandal im eigenen Land

Zitat von habe_fertig
Sicherheitsglas ist heutzutage notwendiger denn je: um die mißgünstigen Neidhammel fernzuhalten. Und ohne die Kostenaufteilung in kleine Summen läuft heutzutage kein Bauprojekt mehr. Niedrig einsteigen, um zu starten. Dann nachkarten mit dies und jenem. Macht jeder. Salamitaktik! Und der behindertengerechte Aufgang. Ach Gott, da findet sich sicher eine mobile Lösung. Aber die kostet Geld!!!
Die Wellen um den Bischof in Limburg haben offenbar längst auch das Ausland erreicht. Siehe z. B.:
The 'Luxury Bishop', the bath,*and the
Diese britische Zeitung "The Independant" verweist aber auch auf einen ähnlichen Skandal im britischen Parlament. Sie blickt also nicht wie viele deutsche Medien mit Scheuklappen auf nur eine Person.

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rolandbayer 15.10.2013, 01:54
77. Das Schweigen der Lämmer

Zitat von sysop
"Ein Bischof braucht keine luxuriöse Residenz", sagte Franz-Peter Tebartz-van Elst, bevor er sein Amt in Limburg antrat. Dann rollte die Kostenlawine. Wann war der Bischof darüber informiert? Wussten die Kontrollgremien Bescheid? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
oder das schweigende Dilemma? Daß heutzutage Bischöfe, Kardinale usw. immernoch als Hirten bezeichnet werden - da könnte man beim kathl. Sakrament der Beichte ja auch an das Wort "Schäferstündchen"
im Beichtstuhl sich erinnern.
Lasset Euch führen, liebe Lämmer, in das Haus des Herrn. Und seiet ergriffen von der hehren Anmut des so Gesehenen. Denn keine Hand des Handwerkers ruht, bevor das Werk des Herrn getan sein wird. Und kein Beitrag, sei er noch so gering, wird vergebens sein. All dies geschieht zum Nutzen und zur Ehre unseres Vaters, des allseits vergebenden und gepriesenen, jenseits allen Diesseits Wirkenden. Amen.

Ey Du Katholik, bist Du ein Schaf, oder was? Aber, wahrscheinlich haste Recht, denn schon im Mittel-Alter - hieß es: wenn die Münze im Beutel klingt, die Seele aus dem Feuer springt.

Also: auf Teufel los gebaut - iss echt ok. Je größer der Bau, umso freier die Seele.

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B.C. 15.10.2013, 02:32
78.

Zitat von Golo
Wo ist euer Problem? 30 Millionen Euro wurden investiert für handwerklich hochbegabte Unternehmer wie man aus dem Resultat feststellen kann. Besser so als auf Schwarzkonten ;)
Ich kann es bald nicht mehr hören. Hier, eine alte Pressemeldung des Bistums Limburg:

"Seit Ende 2002 läuft im Bistum Limburg der Prozess "Sparen und Erneuern" mit dem Ziel, bis spätestens 2008 wieder ein Budget zu haben, das ohne Rücklagenentnahmen auskommt. Ursprünglich sollte diesers Ziel durch strukturelle Einsparungen in Höhe von 18 Millionen Euro erreicht werden. Durch die anhaltend schlechte Kirchensteuerentwicklung im Jahr 2004 sah sich der Diözesankirchensteuerrat gezwungen, Bischof Franz Kamphaus um Einsparvorschläge für weitere 14 Millionen Euro vorzulegen. Damit müssen bis spätesten 2008 Einsparungen in Höhe von 32 Millionen Euro wirksam werden."


Im Rahmen dieser Sparmaßnahmen wurden Kirchen abgerissen(!) weil die Heizkosten zu teuer wurden, es wurden Mittel für soziale Einrichtungen gestrichen, Gemeindezentren mussten abspecken, Kindergärten konnten sich dringend nötige Renovierungen nicht leisten, etc. ... und dann werden alle Einsparungen die die Gemeinde 6 Jahre über sich ergehen lassen musste genutzt um die "lokale Wirtschaft anzukurbeln" indem man dem Bischof seinen Palast baut?! Das lässt sich an Dekadenz nun wirklich nicht mehr übertreffen.


Selbst wenn angesichts der 100+ Millionen im Bischöflichen Stuhl diese Einsparungen vom alten Bischof aus purem Geiz angeordnet wurden, und Tebartz nun meinte die Kassen öffnen zu müssen um der Gemeinde "was gutes" zu tun, warum wurde das Geld dann nicht dort investiert wo es vorher eingespart wurde? Den Handwerkern wäre es wohl recht egal gewesen, ob sie nun für 31 Millionen diamantbestückte Klodeckel installieren, oder für 29 Millionen Kindergärten bauen, Kirchen renovieren und dem Bischof für 2 Millionen ein mehr als standesgemäßes Häuschen hinstellen.

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el`Ol 15.10.2013, 08:17
79. die Gretchenfrage

Hat denn schon irgend jemand gefragt, ob 30 Millionen für die Kirche überhaupt Geld sind? Angenommen, das Bistum säße auf 300 Millionen, dann hat sich der gute TvE doch um die Baukunst in Limburg verdient gemacht.

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