Forum: Panorama
Liveticker : Hubschrauber kippen Tonnen von Wasser auf Unglücksreaktoren

Ein neuer Kühlungsversuch hat begonnen: Militärhubschrauber überschütten den überhitzten Reaktor 3 im AKW Fukushima mit Wasser. Die japanische Polizei bereitet einen Einsatz mit Wasserwerfern vor. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

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harald_töpfer 17.03.2011, 18:32
140. Rechenfehler

Zitat von messego22
An der nachfolgenden Schlagzeile sollte der angegebene Faktor überprüft werden: "+++ Strahlung rund um AKW übersteigt Grenzwert um das Vierfache +++"
Zitat von
+++ Strahlung rund um AKW übersteigt Grenzwert um das Vierfache +++ [04.23 Uhr] Die jüngst gemessene radioaktive Strahlung am havarierten Atomkraftwerk Fukushima beträgt nach Angaben des japanischen Verteidigungsministers Toshimi Kitazawa . In Deutschland liegt der Grenzwert für zusätzliche radioaktive Strahlung bei . Damit sind Menschen rund um das japanische Unglücks-AKW bereits nach einer Stunde gut vier Mal so viel Strahlung ausgesetzt, wie verteilt über die Spanne eines ganzen Jahres in Deutschland als gerade noch verträglich gelten würde.
Also ich komme da auf das 36000-fache: Das Jahr (kein Schaltjahr) hat 8760 Stunden...

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joe sixpack 17.03.2011, 18:33
141. Tokyo scheint mega unsicher

Zitat von fc-herrenturnverein
Hat das mal jemand ausgerechnet, was das kostet, wenn unsere Botschaft in Japan nun permanent umzieht? Ich meine, Tokyo scheint mega unsicher, okay, da müssen Beamte natürlich weit weg, damit sie nicht im Schlaf von der Strahlung erwischt werden. Aber erstens gibt es in Japan kein "weit weg" und um Osaka liegen bestimmt auch so schreckliche AKWs die jeden augenblick in den vielen Nachbeben supergauen können, wo doch schon der Supergau in Neckarwestheim drohte, obwohl dort die Vorbeben eines Megabebens noch nicht sicher fühlbar seien, wie uns Mappus bestimmt bestätigen würde, würde er sich nicht dem Suff ergeben müssen, um die jodierten, sich in arrogantester Selbstverliebtheit im Ökorauschrausch wälzenden BW-Wutbürger noch ertragen zu können. Aber dem geschieht das recht. Der braucht das jetzt. Nur die geschmeidige Rolle in jede beliebige Position des aktuellen Demokratie-Windes unseres ewigen Merkels macht mir aber echt Sorge. Primär ist es ja richtig, wenn ein Politiker auf den empörten Souverän mal hört, dumm nur wenn der Souverän am liebsten alles und jeden abschaltet. Jetzt kauft sie sich auf Steuerzahlerkosten eben schnell die Stimmen der Grünen und macht dann mit Ackermann weiter wie gehabt und wir blechen, bis wir auch schwarz werden. Kann eigentlich irgendjemand die kommende Sause mit unserem Geld abschalten? Dafür sollten wir demonstrieren. Ich meine ja sogar wir sollten unser gesamtes diplomatisches und politisches Personal mindestens noch 1x umziehen lassen. Innere Mongolei oder so. Dort könnten Sie Jurten besteuern und saure Milch an Ihre Industriesponsoren verteilen, anstatt unser Geld!
Scheint mir auch so. Und das eigentlich bedenkliche ist, wo gehen die 35 millionen Menschnen hin, die im Grossraum Tokio wohnen?
Wenn der Westen seine Buerger zur Ausreise auffordert, waere es an der Zeit ueber Evakuierungen von Japanern zu reden.

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kundennummer 17.03.2011, 18:33
142. Navy Times: Vorbereitungen für Evakuierung von Amerikanern aus ganz Japan

U.S. to evacuate Americans out of Japan

Voluntary evacuation offered to family members and dependents of U.S. personnel
The Associated Press
Posted : Thursday Mar 17, 2011 12:31:58 EDT

WASHINGTON — The United States has authorized the first evacuations of Americans out of Japan, taking a tougher stand on the deepening nuclear crisis and warning U.S. citizens to defer all non-essential travel to any part of the country as unpredictable weather and wind conditions risked spreading radioactive contamination.

The U.S. is doing minute-by-minute analysis of the fast-moving situation, Secretary of State Hillary Rodham Clinton said Thursday....


http://www.navytimes.com/news/2011/0...-japan-031711/

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CHANGE-WECHSEL 17.03.2011, 18:41
143. merkwürdig!

Zitat von sysop
Ein neuer Kühlungsversuch hat begonnen: Militärhubschrauber überschütten den überhitzten Reaktor 3 im AKW Fukushima mit Wasser. Die japanische Polizei bereitet einen Einsatz mit Wasserwerfern vor. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

Jeder spricht von der "Luft"!

Doch wo fließen eigentlich die Millionen Liter Kühlwasser hin, die ununterbrochen auf das Atomkraftwerk Fukushima verteilt werden?

Wie viel hochgradig versuchtes radioaktives Wasser verträgt ein Meer? Gibt es dann versuchten Fisch? Werden erbgeschädigte Tiere geboren?

Atomkraft ist sicher?

Wohl eher sicher unsicher!

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kjartan75 17.03.2011, 18:50
144.

Na, wenigstens hören sich die Nachrichten heute mal nicht ganz so bedrohlich an, wie in den letzten Tagen. Vielleicht gibts doch noch einen Hoffnungsschimmer, das Allerschlimmste dort zu vermeiden. Zu wünschen wäre es.

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Satiro 17.03.2011, 19:05
145. Sinnlose Menschenopfer im modernen Japan?

Zitat von Knutie
..In so ein Becken passen 2000 t Wasser. Was sollen denn da 30 t bewirken, selbst wenn jeder Tropfen im Becken gelandet wäre ...
Das ist leider richtig.

Der Versuch, das in den offen daliegendenen BE- Lagerbecken gespeicherte radioaktive Inventar (wahrscheinlich ist es viel größer als das in einem Reaktordruckbehälter gespeicherte Inventar) auf diese Art von einer freien Verbreitung in der Umwelt abzuhalten, ist purer Aktionismus und grenzt an den Wahnsinn von Verzweifelten, welche Menschenleben sinnlos verheizen.

Dass die hilfsbereiten Ámerikaner sich weigern, dieses Spiel mitzuspielen, kann jeder, der nur etwas von Kerntechnik versteht, leicht nachvollziehen.

Die einzige Hoffnung, eine Super – Mega – Katastrophe, verglichen mit der die von Tschernobyl Killefit war, noch zu verhindern , ist, dass es gelingt, das Beckenkühlsystem wieder zu aktivieren und danach dann die in den dort eingelagerten Brennelementen noch immer anfallende Wärme permanent abzuführen. ( geschlossener Kühlkreislauf mindestens ein Wärmetauscher und eine Umwälzpumpe )

Ganz wichtig:
Zusätzlich muß dafür gesorgt werden, dass in dem Becken ausreichend viel Neutronen- absobierendes Material (im Wasser gelöstes Bor und /oder ein fester Neutoneneinfänger) vorhanden sind. Wenn dort wieder Kernspaltreaktionen einsetzen. Die daraus erwachsenden Folgen überstiegen meine Vorstellungskraft ….....

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IchOnline 17.03.2011, 19:22
146. Recht so!

Zitat von SPON
Das ist auch verdammt richtig so! Und wenn man sich jetzt die Aussagen beteiligter Ingenieure anhört, wird einem auch klar, dass jedes Betreiberland von AKWen dringend eine starke Anti-AKW-Bewegung braucht. Wo soll denn bitteschön sonst der Druck herkommen, der dafür sorgt, dass man nicht nur absahnt sondern auch noch seine Hausaufgaben macht? Etwa von den Freaks, die Fukushima immer noch nicht für einen Super-GAU halten? War denn dieser Unfall "angenommen" worden, und was genau war dafür "ausgelegt", hm? Sogar die Containments mussten ja schon dem doppelten Auslegungsdruck standhalten!

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Magentasalex 17.03.2011, 19:41
147. Ist irgendwie schon pervers, einer Technik den Vorzug zu geben

Zitat von Hitchhiker
So traurig es klingt; aber ob ich 100 freiwillige Helfer habe, die ich wissentlich in den Tod schicke und diese Menschen auch über deren Opfer aufkläre, oder 100.000 Kontaminierte und ein verwüstetes Land zu beklagen habe, ist ein kleiner Unterschied. Hier mit einem ethischen Standpunkt aufzutrumpfen ist falsch. Leider Gottes helfen nur pragmatische Ansätze.
Ist irgendwie schon pervers, einer Technik den Vorzug zu geben (Bau von AKW's), für deren Unbrauchbarmachung man von vornherein 100 oder mehr Selbstmörder benötigt, um 100.000 Menschenleben zu retten. Eine Art moderne Menschenopferung mithin.

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Knutie 17.03.2011, 19:45
148. °

Zitat von Satiro
Das ist leider richtig. Der Versuch, das in den offen daliegendenen BE- Lagerbecken gespeicherte radioaktive Inventar (wahrscheinlich ist es viel größer als das in einem Reaktordruckbehälter gespeicherte Inventar) auf diese Art von einer freien Verbreitung in der Umwelt abzuhalten, ist purer Aktionismus und grenzt an den Wahnsinn von Verzweifelten, welche Menschenleben sinnlos verheizen. Dass die hilfsbereiten Ámerikaner sich weigern, dieses Spiel mitzuspielen, kann jeder, der nur etwas von Kerntechnik versteht, leicht nachvollziehen. Die einzige Hoffnung, eine Super – Mega – Katastrophe, verglichen mit der die von Tschernobyl Killefit war, noch zu verhindern , ist, dass es gelingt, das Beckenkühlsystem wieder zu aktivieren und danach dann die in den dort eingelagerten Brennelementen noch immer anfallende Wärme permanent abzuführen. ( geschlossener Kühlkreislauf mindestens ein Wärmetauscher und eine Umwälzpumpe ) Ganz wichtig: Zusätzlich muß dafür gesorgt werden, dass in dem Becken ausreichend viel Neutronen- absobierendes Material (im Wasser gelöstes Bor und /oder ein fester Neutoneneinfänger) vorhanden sind. Wenn dort wieder Kernspaltreaktionen einsetzen. Die daraus erwachsenden Folgen überstiegen meine Vorstellungskraft ….....
So ist es, leider. Ich befürchte bloß, die Hitze und die Strahlung ist schon viel zu groß, um solche notwendigen Arbeiten durchführen zu können. Und je länger es dauert, um so schwieriger wird es.

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Bombenkönig 17.03.2011, 19:46
149. Antwort

Zitat von ich.frage.mich
Wie ist es möglich, dass 1 Woche!! nach der Katastrophe und viele Tage nach der Evakuierung der Gegend um Fukushima die betroffenen Menschen noch in den Notunterkünften vegetieren, mit zu wenig Wasser, Nahrung und warmen Decken, so dass sie hungern, frieren und dürsten (dehydrieren) bis hin zum sterben??? Wieso sind nicht Konvoys von Lastern der Regierung und der Hilfsorganisationen aus dem Großraum Tokio und dem Süden des Landes unterwegs, um das Nötigste zu den Unterkünften zu bringen - man kann dort ja offensichtlich hinkommen, sie sind nicht abgeschnitten, Wieso werden zusätzlich nicht Menschen aus ihnen nach dem Süden geschafft - auf den dann leeren Lastern, mit Hubschraubern etc?. Es kann mir doch niemand erzählen, dass für diese Zwecke nicht vorragnig Treibstoff bereit gestellt werden kann - oder fahren in ganz Japan keine Autos mehr??
Nach der Überschwemmung von New Orleans hat es Tage gedauert bevor Pioniertruppen der Natonal Guard in das Katastrophengebiet vorgerückt sind und angefangen haben, den Schaden aufzunehmen. Innerhalb von 2 Tagen wurde festgelegt welche Straßenverbindungen mit welchen Mitteln zu reparieren sind, nach 2 - 5 Tagen wurden die entsprechenden Mittel an ihren Einsatzort in Stellung gebracht. Die Reparatur hat wieder einige Tage gedauert. Erst nachdem Straßen repariert wurden, konnten große Rettungskonvois in das Katastrophenepizentrum vordringen und den Menschen vor Ort helfen. In Japan wird es nicht anders sein. Nur hat das havarierte AKW Fukushima die absolute Priorität - d.h. Straßen werden zuerst zu den Meiler gebaut, und alles was an Mitteln und Transportern wie Helis, gelendetauglichen Lastern usw da ist, wird zu dem Meiler geschickt.

Die Auswirkungen einer nuklearen Verseuchung werden für Japan katastrophale Folgen haben:
Die meisten japanischen Agrarflächen liegen im Norden Tokios, um Fukushima; bei radioaktiver Konterminierung Tokios müssten 30.000.000 Menschen evakuiert werden.. Japans Infrastruktur wäre für Jahrzehnte schwer beschädigt.

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