Forum: Panorama
Liveticker : Hubschrauber kippen Tonnen von Wasser auf Unglücksreaktoren

Ein neuer Kühlungsversuch hat begonnen: Militärhubschrauber überschütten den überhitzten Reaktor 3 im AKW Fukushima mit Wasser. Die japanische Polizei bereitet einen Einsatz mit Wasserwerfern vor. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

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qoderrat 18.03.2011, 10:08
220. Kühlung Brennstäbe im Abklingbecken

Zitat von tangarra
Das macht zunächst Sinn, ist aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr risikolos, da mit dem Wasser möglicherweise die Zirkon-Wasserdampf-Reaktion erst richtig angeheizt wird.
Das ist jetzt nicht mehr so problematisch, da kein geschlossenes Gebäude mehr vorhanden ist, somit bildet sich auch kein zündfähiges Luft-Wasserstoffgemisch.

Schlimmer ist wohl wenn die Brennstäbe frei liegen und nicht mehr gekühlt werden. Die Oxydation der Hülle ist exotherm, irgendwann sind die Brennstäbe so heiss dass sie anfangen partiell abzuschmelzen. Das sollte möglichst vermieden werden.
Bildet sich da wirklich eine Schmelze und frisst sich nach unten durch, landet sie auf dem ringförmigen Druckausgleichbehälter. Die Folgen möchte ich mir garnicht vorstellen.

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frnzwltr 18.03.2011, 10:11
221. Neue Bilder aus Fukushima

Zumindest scheint die gesamte Situation langsam etwas transparenter zu werden, weil sich weder Japan noch der AKW-Betreiber der internationalen Aufmerksamkeit entziehen können.

Im US-Fernsehen gibt es wieder neue Bilder über den Zustand in Fukushima, hier ein kurzes Video mit aktuellen Bildern:

http://www.i-dex.de/mydex/erdbeben_japan

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lalito 18.03.2011, 10:13
222. nur so dahingedachte gefährliche Melange

Die Nordhälfte hat Schlagseite. Vorzeigefunktionierer funktioniert nicht richtig wg. Natur- und AKWerror. Schurke droht mit Schrecklichem - da Nordhälfte eh angeschlagen, braucht's zwei, drei Pikser, dass die Stimmung komplett kippt.

So ein Piekser durch vom Schurken ausgesandte Schergen. Irgendwo, an einem der rund 400 relevanten Plätze im Norden. Sagt sich der Club am runden Tisch auch. Also Flugverbotszone und Prophylaxe - nix Zahnfleisch, Zähne komplett raus und zwar bestens direkt.
Schurke denkt sich, kippt Stimmung komplett - also gegen Atom - ist mein Fass auf dem ich Sitz das dreifache wert. Ha! Der Egoist, eher Heliozentrist. Noch sitzt er drauf.
So hatten wir uns die Gefahren der Globalisierung nicht vorgestellt, gell? Sicher, mit ohne AKW wär . . .

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wolfgangl 18.03.2011, 10:14
223. Freiwillige Helfer?

Zitat von ruebenkatze
...Das sind also die "handlungsstarken Spitzenmanager". Weniger kann einem eigentlich gar nicht einfallen. Dann besser ganz ruhig sein, meine Herren!
Warum melden sich Keitel und Hundt nicht als freiwillige helfer, um diese faszinierende Technologie voran zu bringen? Das bisschen Strahlung haut doch so einen Top-Manager nicht um!

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hajo58 18.03.2011, 10:15
224. Verstärkung

Zitat von sysop
Ein neuer Kühlungsversuch hat begonnen: Militärhubschrauber überschütten den überhitzten Reaktor 3 im AKW Fukushima mit Wasser. Die japanische Polizei bereitet einen Einsatz mit Wasserwerfern vor. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.
Hier könnten doch jetzt Bosse, Manager, Politiker und Aktienbesitzer zum Einsatz kommen und zu Helden werden.

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sternfalke77 18.03.2011, 10:16
225. Riichtiig !

Zitat von Spiegel-ohne-Leine
My 2 cents:
Sogar mit Infolink . Das hatte ich bereits Mittwoch gefragt, wo und warum diese Dinger nicht zum Einsatz kommen . Genau wie die Umpunpschiffe , die Tanker umpumpen können . ? FeuerwehrLöschfahrzeuge die auf Flughäfen eingesetzt werden haben auch einen großen Aktionsraadius . Irgendwie haben die echt gepennt.

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R Panning 18.03.2011, 10:17
226. x

Zitat von xtraa
Wie jetzt die ARD berichtet, sind die 50 Helden "Obdachlose, es sind sehr viele Gastarbieter, es sollen sogar Minderjährige dabei sein". Und der Stern schreibt: "Arbeiter offenbar zum Bleiben gezwungen - Die 50 AKW-Techniker kämpfen offenbar nicht freiwillig gegen den Super-GAU in Fukushima 1. Die japanische Regierung hat den Betreibern des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1 einem Bericht zufolge verboten, seine Mitarbeiter von der Anlage abzuziehen. ..." Fassungsloses Entsetzen.
Naja, aber was soll man denn sonst machen?
Wenn man niemanden zu sowas zwingen kann - nirgends auf der Welt - müßte man konsequenter Weise sofort alle Kernkraftwerke runterfahren, dann abschalten und abbauen.

Egal ob Japan nun noch mal mit einem blauen Auge davon kommt oder nicht, es werden echte Kosten anfallen um die Anlage aufzuräumen und dann zu sichern. Wie auch immer. Das wird der Staat zahlen müssen, den Tepco wird es nicht wuppen können.

Spätestens dann haben wir eine Summe im Raum stehen, wie man logischerweise als Versicherungsumme ansetzen müsste.
Die Deutschen Kernkraftwerksbetreiber jammern jetzt schon über eine neue Liste mit Auflagen die bald kommen soll und klagen, daß die KKW's dadurch "unrentabel" würden. (Und das ist OHNE Versicherung und OHNE Endlagerung) Wie denn das? Ich dachte Atomstrom wäre sooooo billig?

Ist es eben nicht. Das ist die eigentlich Lüge bei der Kernkraft. Genau wie bei den Banken. Wir belügen uns selbst für eine Weile und hoffen, daß es am Ende nicht uns trifft, sondern den Nachbarn oder eine andere Stadt oder ein anderes Land.

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fedob 18.03.2011, 10:17
227. ...

Wer sich jetzt darüber beschwert, dass TEPCO gezwungen wurde vor Ort zu bleiben versteht wohl nichts von Verantwortung.

Es wäre die größte Frechheit schlechthin gewesen, wenn die Arbeiter und Verantwortlichen geflüchtet wären. Das ist ihr Kraftwerk und somit deren Pflicht dafür zu sorgen, Schaden vom japanischen Volk abzuwenden.

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Dumme Fragen 18.03.2011, 10:19
228. Re

Zitat von berlin_rotrot
Die Umstellung von Atomenergie auf erneuerbare Energien kostet in den nächsten Jahren 220 Milliarden Euro. Auf jeden Stromanschluss kommen Mehrverbrauchskosten von 20% zu. Ich finde diese Preissteierung ist absolut aktzeptabel wenn es darum geht von schmutziger Atomenergie auf sauberen Öko Strom umzustellen.
Guck mal auf die Gewinne der größten deutschen Stromkonzerne in den letzten Jahren - hochprognostiziert auf die nächsten zehn Jahre kommen da schon alleine 200 Mrd. Euro zusammen (die drei größten 2009: 23 Mrd.!).
Und nicht zu vergessen - wenn wir Spitzenreiter in EE werden, bringt das nicht nur Jobs, sondern bringt den Exportmotor richtig zum rotieren!

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Samuel Hastrim Klepp V 18.03.2011, 10:19
229. Sie haben recht

Zitat von doctorwho
hihi . wenn ich einmal pro tag aus einem meter höhe auf den boden springe , dann schadet mir das nichts und ich bin am ende des jahres insgesamt 365 meter tief gesprungen . also kann ich das doch auch auf einmal machen , wie ? har har har ......
Ihr Beispiel ist ungewollt richtig.
Ein Meter sei eine Höhe, die ein gesunder erwachsener Mensch schadlos in die Tiefe springen kann. Das würde (mutmaßlich) jeder Mediziner bestätigen.

Würden Sie diesen Sprung täglich wiederholen, wäre das wahrscheinlich eine Jahresmenge die medizinisch gerade so eben unbedenklich ist, als dass auf Dauer Gelenke nicht geschädigt werden. Die kritische Menge ist demnach 365* 1 Meter/d = 365m/Jahr.
Die Letalität einer Jahresdosis zu einem einzelnen Zeitpunkt (in diesem Fall Sturz aus 365 Metern) ist 1.
Irgendwo auf dem Weg zu den 365 Metern wird der kritische Punkt erreicht, an dem man einen Sturz zu 100% nicht mehr überleben kann.

Davor wurde der Punkt überschritten, an dem man einen Sturz nicht mehr schadlos (Knochenbruch) übersteht, aber überlebt. Die Letalität ist dennoch > 0.

Und davor wiederum wurde der Punkt überschritten, an dem zwar gar nichts passiert, aber aufgrund der Über- und Dauer-Belastung eventuell Folgeschäden auftreten werden (Sie springen ja schließlich täglich 1 Meter, aber bspw an 30 Tagen 2 Meter tief und damit 30 "Jahresmeter" zusätzlich).

Das war es, was Ihr Vorredner sagen wollte. Oder in kurz: Radioaktivität reichert sich im Körper an. Die Höhe der tödlichen radioaktiven Strahlung kann ich stante pede nicht benennen - ich meine 16.000 Millisievert/X (Pi*Kante). Pro Jahr kann man diese Dosis verkraften, ohne direkt umzufallen (muss man aber nicht). Für die Jahre danach sind die Aussichten trüber.

Beste Grüße

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