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Love Parade 2010: Schnelleres Schließen der Tore hätte Gedränge verhindern können
DPA

Planungsfehler führten zur Katastrophe bei der Love Parade 2010 in Duisburg - so der bisherige Stand der Ermittlungen. Nun kommt der Gutachter, den die Staatsanwaltschaft eingesetzt hat, nach SPIEGEL-Informationen zu einer anderen Einschätzung.

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LDaniel 24.07.2015, 13:15
1. Mhh

Hätte, hätte.

Aber wie man in unzähligen Video sieht, gab es ja an den vorgezogenen Polizeiabsperrungen auch schon teils gefährliches Gedränge. Man findet in jeder Situation hinterher etwas, was das verhindert hätte. Ich kann auch hinterher sagen: Hätte ich die und die Zahlen beim Lotto getippt, wäre ich Millionär.

Fakt ist, dass es sehr, sehr grobe Planungsfehler gab -das KONNTE nicht gut gehen. Dass man eventuell trotz Planungsfehlern aus der Retrospektive das hätte verhindern können, tut da nichts zur Sache

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infonetz 24.07.2015, 13:16
2.

Diese Aussage ist doch ein Witz! Da kann ich auch sagen "Hätte man die Love Parade 2010 abgesagt wäre es auch nicht passiert"!

Nein die Love Parade 2010 hätte nie da stattfinden dürfen und das hätte man bei der Planung erkennen MÜSSEN.

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christine.sendele 24.07.2015, 13:16
3.

Wenn man weniger Menschen auf das Gelände gelassen hätte, hätte es weniger Gedränge gegeben. Und das merken die erst nach fünf Jahren?

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bjbehr 24.07.2015, 13:22
4. Blamable Juristerei

Es ist extrem frustrierend, dass sich Heerscharen von juristischen Personen und Institutionen nicht um Verjährungsfristen scheren. Solange ein Verfahren "schwebend" ist, kann es auch immer noch zu neuen Aussagen, Anklagen, Erkenntnissen kommen, vielleicht auch über übergeordnete Verantwortliche. Diese sind nun allesamt aus dem Schneider - dank der Verjährung. Was für eine Ohrfeige für alle Hinterbliebenen!

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PeterPaulPius 24.07.2015, 13:24
5. Unerträglich

Ich halte es für unerträglich, dass diejenigen, die gewarnt haben (Bauordnungsamt) und sich dann dem politischen Druck beugen mußten, angeklagt sind, aber diejenigen, die den Druck ausübten (Sauerland und Rabe) bereits jetzt sicher sein dürfen, dass sie straffrei ausgehen. Das ist ehrlich gesagt zum Ko****!

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captain_subtext 24.07.2015, 13:27
6. Skandal erster Güte

Nachdem die Verjährungsfristen für den Einsatzleiter und die Sicherheitsverantwortlichen verstrichen sind, kommt zu Tage, dass sie den Tod von 21 Menschen sehrwohl mit zu verantworten haben? Ich wage mal die steile These, das hier bewusst mit fremdsprachigen Gutachtern gearbeitet wurde um a) ein passendes Gutachten im Sinne der Verantwortlichen zu erzeugen und b) mit der Richtigstellung solange warten zu können bis alles verjährt ist ( man ist ja selbst des Englischen nicht mächtig und muss übersetzen lassen.) Der Ermittelnde Staatsanwalt hat sich in meinen Augen sein eigenes Verfahren wegen Strafvereitelung im Amt verdient. Die gabze Aufarbeitung ist doch der blanke Hohn für die Opfer und ihre Hinterbliebenen.

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nesmo 24.07.2015, 13:30
7. Man wundert sich

das so ein einfacher Sachverhalt, erst nach jahrelangen Gutachten von hochspezialisierten Leuten festgestellt wird. Der Zugang war zu schmal. Ihn gleichzeitig als Ein- und Ausgang zu benutzen, war gefährlich. Den Zugang am Ende des Trichters wegen Überfüllung zu sperren war nur sinnvoll wenn gleichzeitig am Eingang gesperrt wird, weil sonst ein starker Druck durch die Nachrückenden auf die vorne nicht mehr weiter Gehenden entstand, inbesondere weil die Nachrückenden in dem Tunnel keine Orientierung über die Lage erlangen konnten. Also haben natürlich diejenigen Schuld, die bei der Planung diese mögliche Gefahr nicht erkannten und diejenigen, die dann konkret die Zugänge nicht sperrten. Vorwerfbar ist dies jeweils, wenn dies den Beteiligten hinreichend klar sein musste, sie also genügend Informationen hatten. Warum braucht man dafür 5 Jahre?

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walter_de_chepe 24.07.2015, 13:30
8. Rechtsverweigerung

Mehr als 5 Jahre mit dem Verfahren zu warten, ist Rechtsverweigerung. Der Rechtsstaat in Deutschland löst sich auf.

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halitd 24.07.2015, 13:42
9. Wer hat die Studie beauftragt?

Nur diese Frage zählt. Das Hinundherschieben der Schuldfrage ist lediglich das ekelhafte Sichwinden der Verantwortlichen. Die Opfer werden auch noch fünf Jahre danach verhöhnt. Das Verhalten der Politiker und Veranstalter ist skandalös und unser Rechtssystem mit seiner käuflichen Rechtsprechung passt dazu.

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