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Love Parade in Duisburg - fataler Fehler?

Die Entscheidung war umstritten, es gab Zweifel am Konzept, dann kam es zur Katastrophe - war es ein Fehler, die Love Parade auf diesem Gelände in Duisburg abzuhalten?

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Pacolito 26.07.2010, 22:28
2280.

Zitat von Björn Borg
Schaller erhebt schwere Vowürfe gegen die Polizei...
Völlig zurecht.

Die Polizei hat die Durchführung der Veranstaltung hingenommen, hat das Füllen des Tunnels nicht verhindert und hat dann nichts unternommen, um die Situation zu entschärfen, bevor es zu der Katastrophe kam.

Versagen der Polizei auf ganzer Linie.

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Björn Borg 26.07.2010, 22:29
2281. Informieren Sie sich

Zitat von bauern-cop
Langsam gehen Sie mir mit Ihren dumm-dreisten Verdrehungen auf den Geist! ... Sie sollten Ihren Polizei-Hass anderweitig austoben, statt hier auf Kosten von 19 Toten und Hunderten Verletzten Ihr Süppchen zu kochen. Das ist einfach widerlich!
Auf Ihre Beschimpfungen lasse ich mich gar nicht erst ein. Sie diskreditieren sich damit als ernstzunehmender Gesprächspartner.

Dass es Gedränge im T-Stück gegeben hat, belegen ja wohl alle Bilder vom Unglücksort. Schuld daran ist, dass oben auf der Rampe der Eingang etwa 20-30 Minuten gesperrt war und von unten aus zwei Seiten weiter Menschen zugeführt wurden. Auch von oben wurden Menschen die Rampe hinuntergeschickt, die das Gelände verlassen wollten. Ihre Kollegen haben sich von oben alles - zu - lange Zeit tatenlos angesehen. Das ist Fakt.

Ic habe nichts gegen Polizisten - aber gegen Menschen, die nicht eingestehen können, dass sie im Unrecht sind, und da gehören Polizisten auffallend häufig dazu.

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kimm100 26.07.2010, 22:31
2282.

Zitat von bauern-cop
Es gibt beschlüsse zur Glas-Verbotszone. Kann mann bei im Internet nachlesen.
Ich habe nicht behauptet, dass jeder Ratsbeschluss schlau ist, aber auch nicht, dass er nichts taugt. Es geht mir um folgendes: Es wird zuviel beschlossen ohne nachzudenken und zuviel von nachgeordneten Stellen umgesetzt ohne Obrigkeitsbeschlüsse anzuzweifeln. 80% aller Verordnungen können doch auf den Müll und dieses Volk würde trotzdem nicht im Chaos versinken.

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7eggert 26.07.2010, 22:31
2283.

Zitat von ratbag
Na wenn die "Überrannt" werden haben sie als "Kanalisierungsgatter" offensichtlich versagt!
Gitter, die nicht überrannt werden können, weil sie zu starr wären, sind Todesfallen.

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wayne_82 26.07.2010, 22:31
2284.

Zitat von Suppenelse
Ist es denkbar, dass es eventuell tatsächlich keinen im eigentlichen Sinne Schuldigen gibt? Dass kein Sicherheitskonzept der Welt bei einer Masse von einer Million Menschen solche Katastrophen ausschließen kann (siehe die Aussagen von sogenannten "Panikforschern")?
Schuld ist der, der dieses Unglück geplant hat und/oder abgesegnet hat. Es gibt genug Massen-Veranstaltungen, bei denen dank vernünftiger Sicherheitsvorkehrungen alles gut geht.

Es wurde vor dem 24.07. massiv gewarnt. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Ausschließen kann man fast nichts, aber man kann Risikominimierung betreiben. Wer 1 Mio Menschen durch einen Ein-/Ausgang schleusen will hat Schuld. Punkt. Die Ermittlungen werden hoffentlich zeigen, wer letztlich dieser Jemand ist.

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Besucherrekord 26.07.2010, 22:35
2285. ... und es wird noch viel besser

Zitat von Björn Borg
Schaller erhebt schwere Vowürfe gegen die Polizei...
... jetzt waren auf einmal nur noch 187000 Menschen auf dem Gelände

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Björn Borg 26.07.2010, 22:35
2286. Kommunikationspannen bei Polizei und Ordnungsdienst

Zitat von Arvenses
Ich finde folgendes Photo sehr interessant: Beobachtet man es genauer sieht man dass zum Zeitpunkt kurz vor dem Unglück mehr Menschen von der Rampe runter Richtung Tunnel wollen als von da raufkommen.Man sieht nur ein schmales Band Raver Richtung Festgelände gehen. Warum ? Weil nicht mehr auf einmal kontrolliert werden konnten oder wurde der Zugang doch gesperrt, was Verantwortliche aber verneinen?In der Mitte des Bildes horizontal sieht man,dass fast alle auf ganzer Breite mit dem Rücken zum Gelände stehn also raus wollten. Demnach kam der Druck nicht von 2 Seiten aufs T Stück sondern von 3 Seiten. Für jene an der Wand war zu dem Zeitpunkt der Weg nach oben die einzige Möglichkeit dem immer grösser werdenden Druck zu entkommen. Der Panikforscher redet von 20K die Stunde Durchlass andere von 100K die Stunde die der Ein und Ausgang bietet ich glaube kaum, dass die Kapazitäten der so wichtigen Taschenkontrollen für solche Zahlen ausgelegt waren und befürchte da die grösste Bremse und letztendlich Ursache für das Unglück.
Die Leute, die das Gelände verlassen wollten, wurden von Ordnern und der Polizei die Rampe hinuntergeschickt, da alle anderen Ausgänge zu diesem Zeitpunkt geschlossen blieben! In der Tat gab es, wenn überhaupt, nur ein schmales Rinnsal nach oben = Vereinzelungsstellen.

An der engsten Stelle auf der Rampe gibt es auch noch einen fetten Polizeiposten mit mehreren Mannschaftswagen...

Von oben konnte die Polizei 20 Minuten lang die Eskalation auf dem Platz beobachten, ohne dass etwas geschah.

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Toe Jam 26.07.2010, 22:36
2287.

Zitat von Liberalitärer
Auch auf die Gefahr, sich unbeliebt zu machen. Es ist ziemlich einfach, alle Schuld den Behörden oder Profitgeiern zuzuweisen, nein, es ist zu einfach. Sicherlich gab es viele organisatorische Mängel, die gibt es aber auf jeder Großveranstaltung. ... Insoweit, jetzt bin ich advocatus diaboli, hat auch der Herr Prof. Schreckenberg Recht.[...]
Nein.
Lassen wir mal Faktoren, wie Drogen, Unvernunft etc. raus.
Also eine friedliche Masse, vernünftiger rational denkender Menschen. Nur eine große Menge davon. Nun erhöhen wir den Druck von außen, und zwar so hoch, dass die Brustkörbe der eher schwächeren leicht gequetscht werden.
Da hilft dann keine Vernunft mehr! Wer schwach ist, fällt um, wer stärker ist, und Lebenserhaltung zu seinen Trieben zählt, will weg!

Ich würde mich als besonnenen, eher rücksichtsvollen Menschen bezeichnen. Fragen Sie meine Frau, mich bringen ungewöhnliche, unerwartetete Situationen nicht ansatzweise aus der Ruhe. Zudem besitze ich Sachkenntnis von Tunneln & Sicherheit. Nun habe mir nur wenige Videos zum Geschehen angeschaut. Ganz ehrlich:
Das ist schauderhaft. Ich hätte eventuell größte Panik geschoben! Aber Hallo! Wenn die noch so abgewrackteste Treppe vorhanden gewesen wäre, ich hätte -in dieser Situation- wahscheinlich alles dafür getan, dieser Situation zu entkommen.

Eher wundere ich mich, dass diese riesige Meute so besonnne war. Eigentlich kann man schon von Glück sagen, dass es nicht 100te Tote gab...

Also: Bitte weg von dem Gedanken, dass alle vernunftbegabt und rücksichtsvoll handlen, wenn ihnen die Luft abgedrückt wird!
Und da genau liegt die fatale Uneinsicht von Prof. Scheckenberg. Er bezieht diese psychischen Faktoren nicht in seine Modelle ein.

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buergerwehrteuch2009 26.07.2010, 22:36
2288. Widerlich

nun ist der 20. Todesfall bestätigt. Ein Skandal, daß OB Sauerland und dieser McFit-Guru Schaller immer noch auf freiem Fuss sind. Und so etwas nennt sich "Rechtsstaat". Das ich nicht lache. Einfach nur widerlich.

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kimm100 26.07.2010, 22:36
2289.

Zitat von Kning
Gehen alle Foristen doch mal weg von dem einfachen Polizisten und verlegen das Problem dahin wo es hingehört. Auf die FÜHRUNGSEBENE. Ich persönlich denke, dass in der Einsatzzentrale die Lage vollkommen falsch eingeschätzt wurde. Die Beamten vor Ort haben tadellos gearbeitet. Aber die hatten gar keinen Überblick.
Was sagt ihr Chef dazu, wenn Sie ohne Überblick arbeiten?
Hier machen wir es auch den einzelnen Polizisten zu leicht, wenngleich natürlich die Hauptschuld woanders gelagert ist.

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